DE85501A - - Google Patents

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DE85501A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den gebräuchlichen Heifsluftmaschinen wird ein Theil der schon erwärmten Luft comprimirt und die Ausdehnung beginnt schon, wenn die Erwärmung noch nicht vollendet ist. Diese Verhältnisse beeinträchtigen die Nutzwirkung der Maschine und sind durch die vorbeschriebene Neuerung beseitigt worden.
Es ist ein Arbeitscylinder A mit einem oder mehreren Paaren Heifsluftcylinderni/1//'2 in der Weise verbunden, dafs der Arbeitscylinder gleichzeitig als Compressionspumpe dient, die Verdränger V1 F2 der Cylinder H1 H2 während der Arbeitsbewegung des Arbeitskolbens K sich ganz oder nahezu in Ruhe befinden, die Erwärmung der Arbeitsluft während des ganzen Kolbenrückganges geschieht und erst hierauf die Expansion erfolgt.
Bei Benutzung von einem Paar Heifsluftcylindern ergeben sich folgende Arbeitsvorgänge:
I. Arbeitsvorgang (Fig. 1).
Der Arbeitskolben K und der eine Verdränger F2 befinden sich unten iii ihren Cylindern, während der andere Verdränger F1 eine obere Stellung einnimmt. Die Luft im Cylinder H1 ist gespannt und erwärmt und dehnt sich unterhalb des Kolbens K in den Arbeitscylinder A hinein aus, wobei der Kolben K hochgedrückt wird und Arbeit leistet. Gleichzeitig wirkt der Kolben K als Compressor, indem die Luft über ihm von oben in den anderen Heifsluftcylinder H2 gedrückt wird. Während dieses Arbeitsvorganges sind das Bodenventil ν1 und das Deckelventil y2 des Arbeitscylinders geschlossen. Das Ventil v2 wird durch den Regulator so beeinflufst, dafs bei schnellerem Maschinengang dasselbe später als bei langsamerem Gang geschlossen wird, damit in dem ersteren Falle eine geringere Menge Prefsluft in den Cylinder H2 gelangt und später weniger Arbeit leistet als im zweiten Falle.
II. Arbeitsvorgang (Fig. 2).
Nachdem der Arbeitskolben K hochgegangen
ist, wird er sofort wieder durch das Maschinenschwungrad gesenkt, wobei die verbrauchte Arbeitsluft unter dem Kolben durch das geöffnete Bodenventil ν1 entweicht und über dem Kolben atmosphärische Luft durch das ge-. öffnete Deckelventil v2 in den Arbeitscylinder A einströmt. Gleichzeitig findet eine Umstellung der Verdränger F1 F2 statt, während die Verbindungen zwischen den Heifsluftcylindern und dem Arbeitscylinder geschlossen sind. Die in den Cylinder H2 vorhin eingeprefste Luft wird unter den Verdränger F2 gedrängt und durch eine Heizquelle erwärmt.
III. Arbeitsvorgang (Fig. 3).
Ist der Kolben K unten angekommen, so wird das Ventil v1 sofort und das Ventil v2 später oder früher geschlossen, die untere Verbindung zwischen H2 und A und die obere Verbindung zwischen A und H1 wird geöffnet. Die gespannte Heifsluft des Cylinders H2 dehnt sich in den Cylinder A hinein aus und treibt den Arb.eitskolben hoch, während die Luft über
dem Kolben von der Zeit an in den Heifsluftcylinder H1 geprefst wird, von welcher das Ventil v1 geschlossen worden ist.
IV. Arbeitsvorgang (Fig. 4).
Wird der Kolben K vom Schwungrad wieder hinabgeschoben, so wird abermals die Luft unter dem Kolben durch das Ventil v1 verdrängt und Luft durch das Ventil v2 über dem Kolben eingesaugt; ferner werden die Verdränger F1 F2 umgesteuert und die Prefsluft in dem Cylinder H1 erwärmt. Es sind die beschriebenen Maschinentheile dann in ,die Ursprungsstellungen der Fig. 1 zurückgegangen, und die beschriebenen Arbeitsvorgänge wiederholen sich.
Von der Arbeitswelle n> des Kolbens K her können die Verdränger F1 F2 ihre Bewegungen erhalten, und eine Steuerung für die Verbindungskariäle der Cylinder unter einander und die Ventile v1 v2 mufs gleichfalls vorhanden sein. Ebenfalls ist für eine Wärmquelle zum Erwärmen der Heifsluftcylihder zu sorgen. Die verbrauchte Arbeitsluft kann als Brennluft in die Feuerung der Wärmquelle eingeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Offene Heifsluftmaschine mit einem Arbeitskolben und mit einem oder mehreren Paaren Verdrängerkolben, dadurch gekennzeichnet, dafs während der Bewegung des Arbeitskolbens (K) durch die abwechselnd aus dem einen oder anderen Heifsluftraum sich in den Arbeitscylinder hinein entspannende Heifsluft die Verdränger (V1 V2) ganz oder nahezu stillstehen, wodurch die vom Kolben verdrängte Luft ganz oder theilweise in den anderen Heifsluftraum gedrängt und dort während des Kolbenrückganges und der Umstellung der Verdränger zu gespannter Arbeitsluft erhitzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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