DE853033C - Elektronenstrahlroehre mit einem Eisenhohlkegel und einem Glasschirm und Verfahren zur Herstellung einer solchen Roehre - Google Patents
Elektronenstrahlroehre mit einem Eisenhohlkegel und einem Glasschirm und Verfahren zur Herstellung einer solchen RoehreInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. OKTOBER 1952
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektronenstrahlröhre mit einem Metallhohlkegel und einem
Glasschirm, insbesondere auf eine solche Röhre mit aus Flußeisen hergestelltem Kegel, bei der auf dem
Glasschirm eine durch Sedimentation oder Absetzen entstandene Fluoreszenzschicht angebracht
ist, und weiter auf ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Röhre.
Elektronenstrahlröhren mit einem Metallkegel werden bereits häufig verwendet. Der Kegel wurde
anfangs aus Chromeisen hergestellt. Da jedoch dieses Material besonders kostspielig ist, wird erfolgreich
danach gestrebt, einen Hohlkegel aus Flußeisen zu verwenden, mit dem ein häufig aus einer
besonderen Glasart bestehendes Fenster unter Anwendung einer hochschmelzenden Emaille verschmolzen
wird. Als Emaille wird zu diesem Zweck ein glasartiger Stoff mit verhältnismäßig
hohem Schmelzpunkt (etwa 9000) verwendet, dessen Zusammensetzung praktisch derjenigen der für
Pfannen od. dgl. verwendeten Emaille entspricht. Diese Emaille dient zur Sicherung einer guten Haftung
des Glases am Eisen.
Bei der Verwendung eines Eisenhohlkegels tritt jedoch die Schwierigkeit auf, daß das Eisen vom
Suspendiermittel der Sedimentierflüssigkeit angegriffen wird, da während der Absetzung der
Fluoreszenzteilchen die Flüssigkeit während mehrerer Stunden mit dem Eisen in Berührung bleibt.
Es ergaben sich infolgedessen Rostflecke auf dem Fluoreszenzschirm.
Die Anbringung einer Schutzschicht auf dem Eisen ist besonders schwierig, da die Röhre vor
dem Auftragen des Schirms besonders gründlich
durch mechanische und chemische Mittel, wie Bürsten, Reiben und Beizen, gereinigt werden
muß. Schutzhäute auf der Innenseite des Hohlkegels wurden infolgedessen stets ganz oder teilweise
entfernt.
Die erwähnte Schwierigkeit wird nun durch die vorliegende Erfindung praktisch völlig vermieden,
indem bei einer Elektronenstrahlröhre mit einem Eisenhohlkegel, mit dem ein Glasfenster unter
ίο Zwischenfügung einer hochschmelzenden Emaille verschmolzen ist, wobei das Fenster einen durch
Sedimentieren entstandenen Fluoreszenzschirm trägt, gemäß der Erfindung die Emailleschicht sich
über die Anschmelzstelle des Fensters hinaus im Innern des Kegels über einen Streifen fortsetzt, der
breiter ist als die Höhe, zu der die Sedimentierflüssigkeit im Hohlkegel während der Anbringung
des Fluoreszenzschirmes angestiegen ist. Der große Vorteil der vorliegenden Erfindung ist der, daß
zum Anschmelzen des Glasschirms die Verwendung der Emaille sowieso erforderlich ist, so daß sich
die Anbringung des breiten Emaillestreifens gleichzeitig mit dem Anbringen der Emaille an der Anschmelzstelle
vollziehen kann. Auch das Schmelzen der Emaille zum Emaillieren des Eisens kann ohne
weiteres während der Heizung des Hohlkegels zwecks Schmelzung der Emaille in der Anschmelzzone
und während des Anschmelzvorganges selbst durchgeführt werden.
Die mittels eines Trichters in den Kegel hineingeführte Sedimentierflüssigkeit läßt man häufig bis
zu einer Höhe von 6 bis 8 cm im Kegel ansteigen. Der mit Emaille überzogene Streifen kann dabei
eine Breite von 7 bis 9 cm haben. In diesem Fall tritt noch keine Schwierigkeit auf beim Heizen
des Streifens zum Schmelzen der Emaille, da der Hohlkegel beim Heizen der Anschmelzzone im allgemeinen
über eine solche Breite hinreichend heiß wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, deren Figur eine Röhre
nach der Erfindung während der Anbringung des Fluoreszenzschirms darstellt.
In der Figur ist das Glasfenster mit 1 bezeichnet, der Eisenhohlkegel mit 2. Die Innenseite des
Hohlkegels ist über eine Breite α von etwa 3 bis 12 cm, in Abhängigkeit von der Höhe, zu der die
Sedimentierflüssigkeit in der Röhre ansteigt, mit einer Emailleschicht 3 überzogen. Diese wird auf
bekannte Weise in Form eines Breis aufgebracht, und zur Herstellung einer Röhre nach der Erfindung
ist es somit nur erforderlich, diesen Brei über einen breiteren Streifen auf der Innenseite des Kegels
anzubringen. Beim Heizen der Anschmelzzone des Hohlkegels wird der ganze Streifen hinreichend
heiß, um die Emaille zum Schmelzen zu bringen. Die Sedimentierflüssigkeit 4, die nach
dem Anschmelzen des Fensters durch einen Trichter in die Röhre hineingeführt wird, ist durch die
Emailleschicht 3 ganz vom Eisen des Kegels getrennt. Eine niedrigschmelzende Emaille hat sich
für diesen Zweck als nicht so gut geeignet erwiesen, da sie während der Reinigung des Hohlkegels
und der Absetzung des Fluoreszenzmaterials ganz oder teilweise beschädigt und angegriffen
werden kann. Bei der Verwendung eines Chromeisenkegels tritt der erwähnte Angriff des
Kegels nicht auf, aber ein solcher Chromeisenkegel ist besonders kostspielig. Erst durch Anwendung
der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung eines aus Flußeisen hergestellten Hohlkegels möglich
unter Beibehaltung der vorteilhaften Eigenschaften eines durch Sedimentierung entstandenen
Fluoreszenzschirms. Das Fenster 1 kann aus sogenanntem Eisenglas, d. h. einer an sich bekannten
Glasart mit hohem Ausdehnungskoeffizienten, bestehen; es ist jedoch auch möglich, unter Berücksichtigung
bestimmter Vorkehrungen bei solchen Röhren auch andere Glasarten zu verwenden. Nachdem der Schirm fertiggestellt ist, kann die
Flüssigkeit aus'der Röhre herausgegossen werden. Die kurze Zeit, während welcher die Flüssigkeit
dabei mit dem Eisenkegel in Berührung ist, genügt nicht zur Herbeiführung eines Angriffs, wobei
etwa gelöstes Eisen unmittelbar mit der Flüssigkeit mit aus der Röhre entfernt wird und somit die
Güte des Fluoreszenzschirms nicht mehr beeinflussen kann.
Claims (3)
1. Elektronenstrahlröhre mit einem Eisenhohlkegel, mit dem ein Glasfenster, das einen
durch Sedimentierung entstandenen Fluoreszenzschirm trägt, mittels hochschmelzender
Emaille verschmolzen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Emailleschicht sich über die Anschmelzstelle
des Fensters hinaus im Innern des Kegels über einen Streifen fortsetzt, der breiter
ist als die Höhe, zu der die Sedimentierflüssigkeit im Hohlkegel während der Anbringung des
Fluoreszenzschirms angestiegen ist.
2. Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des mit
der Emailleschicht überzogenen Streifens auf der Innenseite des Hohlkegels etwa 9 cm beträgt,
von dem Glas des Einschmelzrandes an gerechnet.
3. Verfahren zur Herstellung einer Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Anbringen der Anschmelzemaille an der Anschmelzstelle des
Fensters und des Kegels gleichzeitig ein Streifen der Innenseite des Kegels mit Emaille bis
zu einer größeren Breite als der Höhe überzogen wird, bis zu der die Sedimentierflüssigkeit
zum Anbringen des Fluoreszenzschirms in der Röhre eingebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL288870X | 1949-12-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE853033C true DE853033C (de) | 1952-10-20 |
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ID=19782656
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|---|---|---|---|
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| CH (1) | CH288870A (de) |
| DE (1) | DE853033C (de) |
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| GB (1) | GB691132A (de) |
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- 1950-12-15 GB GB30599/50A patent/GB691132A/en not_active Expired
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| CH288870A (de) | 1953-02-15 |
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