DE851024C - Drehtor fuer umlauflose Schleusen und Verfahren zum Bewegen desselben - Google Patents

Drehtor fuer umlauflose Schleusen und Verfahren zum Bewegen desselben

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DE851024C
DE851024C DEG5076A DEG0005076A DE851024C DE 851024 C DE851024 C DE 851024C DE G5076 A DEG5076 A DE G5076A DE G0005076 A DEG0005076 A DE G0005076A DE 851024 C DE851024 C DE 851024C
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DE
Germany
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DEG5076A
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English (en)
Inventor
Otto Dipl-Ing Franz
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Gutehoffnungshutte Oberhausen AG
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Gutehoffnungshutte Oberhausen AG
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

  • Drehtor für umlauflose Schleusen und Verfahren zum Bewegen desselben Die Erfindung bezieht sich auf ein Drehtor für umlauflose Schleusen mit einer waagerechten Kippachse, die durch zwei seitliche, in ,einem gewissen Abstand vom unteren Torende angeordnete Zapfen gebildet wird. Dadurch wird die Anordnung besonderer Organe zum Ausspiegeln der beiderseitigen Wasserstände vermieden, da in der etwas geneigten Füllstellung des Tores zwischen seinem unteren Ende und dem Drempel ein Spalt freigegeben wird, durch den das Wasser hindurchströmen kann.
  • Die bei einem solchen Tor auftretenden Drehmomente sind durch die auf dasselbe teils oberhalb, teils unterhalb der Kippachse im Sinne entgegengesetzter Drehrichtungen einwirkenden Wasserdrücke bestimmt. Dabei kommt es einerseits auf die Größe der betreifenden Torflächen, andererseits auf die spezifischen Wasserdrücke, d. h. auf die Eintauchtiefe des Tores, an. Je mehr die entgegengesetzten Momente ausgeglichen sind, je kleiner also das resultierende Moment ist, desto geringer ist die für den Torantrieb erforderliche Kraft. Ferner sind für die Wirtschaftlichkeit der Anlage die Groß-- und das Gewicht des ganzen Drehtores von Bedeutung.
  • Der Berücksichtigung der erwähnten Gesichtspunkte sind bei den bekannten Drehtoren insofern Grenzen gesetzt, als die Anordnung der Torzapfen dadurch bedingt ist, daß die durch ihre Lagerung im Mauerwerk auf eine bestimmte Stelle festgelegte Kippachse sich unterhalb der jeweils erforderlichen freien Durchfahrtstiefe befinden muß: Entweder muß also die Kippachse ziemlich nahe am unteren Torende liegen, so daß kein nennenswerter Momentenausgleich und bei nach der Unterwasserseite umlegbaren Toren auch kein selbsttätiges Schließen erreicht werden kann, oder die ganze Torhöhe und damit auch die Stauhöhe des Oberwassers müssen wesentlich größer sein als die erforderliche Durchfahrtstiefe, was erst recht unwirtschaftlich ist. Dazu kommt, daß ein Drehtor bisher in Schließstellung ohnehin mit seiner Oberkante mindestens um das Maß des Höhenunterschiedes gegenüber der Füllstellung über den Oberwasserspiegel hinausragen muß, um ein überströmen des Tores zu vermeiden.
  • Zur Beseitigung der erwähnten Mängel soll erfindungsgemäß die Kippachse eines derartigen Drehtores beim Bewegen aus der Schließstellung bis etwa in die Füllstellung gehoben und heim anschließenden Weiterbewegen in die Durchfahrtsstellung gesenkt werden. Durch eine solche Maßnahme können trotz eines weitgehenden Momenteiiausgleiches die Höhe und damit das Gewicht des ganzen Drehtores so gering gehalten werden, wie es unter den jeweiligen Verhältnissen irgend möglich ist. Einerseits -läßt sich nämlich die Kippachse schon bei Schließstellung und noch weiter während des Anhebens in den Bereich der Durchfahrtstiefe verlegen, wenn sie im zweiten Teil der Öffnungsbewegung bis unter ihre Ausgangslage gesenkt wird. # Andererseits braucht das Tor bei Schließstellung nicht mehr soweit wie bisher über den Oberwasserspiegel hinauszuragen. Zur Durchführung der betreffenden Bewegungsvorgänge können am unteren Ende des Tores auf beiden Seiten Rollen vorgesehen sein, die auf festen Bahnen geführt werden, durch deren Verlauf das gleichzeitig mit dem Kippen erfolgende Heben bzw. Senken des Tores bestimmt wird. Die als Kippachse dienenden beiderseitigen Torzapfen greifen in als Führungsschlitze ausgebildete Aussparungen im Mauerwerk ein.
  • Weitere Merkmale der Erfindung bestehen in konstruktiven Einzelheiten, welche in diesem Zusammenhang die Verwendung eines nach der Oberwasserseite oder auch eines nach der Unterwasserseite umlegbaren Drehtores ermöglichen. Dabei wird gleichzeitig berücksichtigt, daß trotz des Anhebens des Tores im ersten Teil der Kippbewegung der Füllspalt im Sinne günstiger Strömungsverhältnisse zunächst nur langsam erweitert wird, und zwar auch bei gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit des Tores.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, von denen Abb. i ein nach dem Oberwasser und Abb. 2 ein nach dem Unterwasser kippbares Drehtor veranschaulichen.
  • Bei der ersten Ausführung nach Abb. t ist das Drehtor i, dessen als Kippachse dienende beiderseitige Zapfen 2 in schlitzartigen, senkrechten Aussparungen 3 des Mauerwerks geführt sind, im unteren Teil in an sich bekannter Weise nach der Oberwasserseite 0W gekrümmt; seine Dichtungskante 4 liegt in der Schließstellung gegen die unterschnittene Drempelwand 5 an.
  • An beiden Stirnseiten des unteren Torendes sind Rollen 6 und im Mauerwerk nach der Unterwasserseite hin etwas schräg aufwärts verlaufende Führungsbahnen 7 für diese Rollen angeordnet. Die Rollen liegen bei geschlossenem Tor in einem gewissen oberwasserseitigen Abstand von der durch die Kippachse verlaufenden lotrechten Ebene.
  • Die Rollenführungen bewirken beim Umlegen des Tores nach dem Oberwasser (Pfeilrichtung 1) im ersten Teil der Kippbewegung, bis die Rollen sich, senkrecht unter den Zapfen 2 befinden, ein Anheben des Tores. Dadurch befindet sich seine Oberkante 8, wie aus dem Vergleich der Schließstellung mit der punktiert angedeuteten, geneigten Füllstellung ersichtlich ist, bis zu diesem Zeitpunkt noch immer auf etwa der gleichen Hölle. Ein überfluten des Tores ist also selbst dann nicht möglich, unenn das Tor in Schließstellung nur gerade bis zum Oberwasserspiegel hinaufreicht.
  • Beim weiteren Umlegen des Tores in Richtung des Pfeiles 1 wird es gleichzeitig im ganzen wieder allmählich gesenkt, und zwar noch unter die Ausgangslage der Zapfen 2, bis diese am unteren Ende der Mauerwerksaussparungen 3 zur Auflage kommen. Der Senkvorgang kann durch eine entsprechende Neigung der Führungsbahnen 7 über den ganzen betreffenden Abschnitt der Kippbewegung verteilt werden, so daß die Rollen 6 in der waagrechten, strichpunktierten Durchfahrtsstellung des Tores sich gerade am oberen Ende der Bahnen befinden.
  • Beim Zurückdrehen des Tores aus der Durchfahrts- in die Schließstellung wälzen sich die Rollen in entgegengesetzter Richtung, also gemäß Abb. i von rechts oben nach links unten auf den Führungsbahnen ab, wobei die Drehachse durch eine entsprechende Verschiebung der Zapfen in den Mauerwerksaussparungen ebenfalls wieder zunächst nach oben und dann nach unten verlagert wird.
  • Ein Drehtor, das in der angegebenen Weise bewegt wird, verbindet gegenüber vergleichbaren Anordnungen mit festliegender Kippachse den Vorteil einer geringeren Höhe und eines dementsprechend geringeren Gewichtes mit dem weiteren Vorteil eines besseren Mementenausgleiches. Dazu kommt die trotz des Anhebens zu Beginn der öffnungs# bewegung zunächst geringe Zunahme des Füllspaltquerschnittes. Letzteres iergibt sich daraus, dalß die Dichtungskante des Tores sich beim Abheben von der unterschnittenen Drempelwand auf einer Kurve bewegt, die durch das Schwenken um die nach oben wandernde Kippachse bestimmt wird, wodurch die gegenüberliegende feste Spaltbegrenzung von einem jeweils anderen, der Fortbewegung gewissermaßen folgenden Teil der Drempelwand gebildet wird. Das Verhältnis der beiden sich überlagernden Torbewegungen und die Neigung der Drempelwand werden zweckmäßig so aufeinander abgestimmt, daß eine im Sinne günstiger Strömungsverhältnisse zunächst langsame Erweiterung des Füllspaltes auch bei gleichbleibender Antriebsgeschwindigkeit des Drehtores .erreicht wird. Dadurch ist die Verwendung einer einfacheren und entsprechend billigeren Antriebsvorrichtung möglich, als wenn das Drehtor mit anfangs verringerter Winkelgeschwindigkeit betrieben werden muß. Die andere Ausführung nach Abb.2 läßt erkennen, daß der Erfindungsgedanke unter Ausnutzuag der erwähnten Vorteile auch bei einem' nach der Untenvasserseit.e UW umlegbaren Drehtor 9 verwirklicht werden kann. Die beiderseitigen Zapfen i o dieses Tores greifen ebenfalls in als senkrechte Führungsschlitze ausgebildete Mauerwerksaussparungen i i ein. Diese Aussparungen sind abweichend von der ersten Ausführung so angeordnet, daß das Tor in der Schließstellung über dem vorderen Ende des Drempels steht, der hier eine schräg abwärts gerichtete Fläche 12 aufweist. Das untere Torende ist so geformt, daß seine konvex gekrümmte oberwasserseitige Wand an der Dichtungskante 13 etwa in paralleler Richtung zu der schrägen Drempelfläche ausläuft.
  • Zwei seitliche Arme 1.1 erstrecken sich auf der Unterwasserseite des Tores von seinen Zapfen ausgehend schräg nach unten; an ihrem freien Ende befinden sich Rollen 15, denen Führungsbahnen 16 im Mauerwerk zugeordnet sind. Dem Drempel, der auch in diesem Fall eine unterschnittene Wand 17 hat, ist eine Querwand 18 vorgelagert, die in an sich bekannter Weise den Drempel etwas überragt und einen am unteren Ende mit der Schleusenkammer in Verbindung stehenden Einströmkanal 19 bildet.
  • Die im Mauerwerk angeordneten Führungsbahnen 16 der Rollen 15 verlaufen für den ersten Abschnitt der Öffnungsbewegung des Tores, bis sich die Rollen annähernd unterhalb der Zapfen io befinden und das Tor die punktierte Füllstellung einnimmt, nahezu waagerecht und dann schräg abwärts bis unter die Höhe der Drempeloberkante. Dadurch läßt sich die Kippachse des Tores beim weiteren Umlegen desselben in Richtung des Pfeiles 1I noch unter die Ausgangslage verschieben, so daß das Tor in der strichpunktierten, waagerechten Öffnungslage eine möglichst große Durchfahrtstiefe freigibt.
  • Durch das Abdichten des Tores gegen die schräge Drempelfläche 12 kann in entsprechender Weise wie bei der ersten Ausführung die Erweiterung des Füllspaltes unabhängig von der Winkelgeschwindigkeit des Tores beliebig langsam und allmählich erfolgen. Gegebenenfalls läßt sich in gleichem Sinne die Abdichtungsstelle zwischen Drehtor und Drempel sogar aus der durch die Kippachse verlaufenden lotrechten Ebene etwas nach der Unterwasserseite verlegen, so daß der senkrechte Abstand zwischen der Dichtungskante und der Kippachse des Tores beim Umlegen desselben sich zunächst noch vergrößert. Im übrigen wirkt sich die Abschrägung des Drempels in Verbindung mit der Krümmung der den Füllspalt auf der anderen Seite begrenzenden Torwand vorteilhaft im Sinne einer beginnenden Umlenkung des Füllstrahles in den Einströmkanal 19 aus, wodurch die Höhe der Querwand 18 vergleichsweise geringer gehalten werden kann.
  • Beim Schließen des Tores erfolgen die Dreh-und die gleichzeitige Hub- bzw. Senkbewegung in entsprechend umgekehrter Weise.
  • Der Erfindungsgedanke ist auch bei solchen Schleusentoren anwendbar, die um eine etwas außerhalb ihres Profils liegende waagerechte Achse geschwenkt werden, wobei an sich schon ein gewisses Anheben oder Senken des ganzen Tores während eines Teiles der Schwenkbewegung erfolgt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Bewegen von Drehtoren für umlauflose Schleusen, die beim Umlegen mit ihrem unterhalb der waagerechten Kippachse liegenden Teil einen Spalt zum Ausspiegeln der Schleusenkammer freigeben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippachse des Tores ( 1, 9) beim Bewegen aus der Schließst@ellung bis etwa in die Füllstellung gehoben und beim anschließenden Weiterbewegen in die Durchfahrtsstellung gesenkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippachse des Drehtores im zweiten Teil der Öffnungsbewegung bis unter ihre im Bereich der freizugebenden Durchfahrtstiefe befindliche Ausgangslage bei Schließstellung gesenkt wird.
  3. 3. Drehtor zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i und gegebenenfalls 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kippachse dienenden beiderseitigen Torzapfen (2, i o) in als Führungsschlitze ausgebildete Aussparungen (3, 1 1) im Mauerwerk eingreifen und daß am Tor beiderseitige Rollen (6, 15) vorgesehen sind und auf fest angeordneten Bahnen (7, 16) geführt werden, durch deren Verlauf die gleichzeitig mit dem Kippen erfolgende Hub- bzw. Senkbewegung des Tores bestimmt wird. ¢. Drehtor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeicbnet, daß die Führungsrollen (6, 15) und gegebenenfalls auch die Dichtungskante (,1, 13) des Tores so angeordnet sind, daß sie sich bei Schließstellung desselben schräg unterhalb der Kippachse befinden, und zwar in einem seitlichen Abstand von dieser nach der gleichen Richtung, nach der das Tor umgelegt wird. 5. Drehtor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungskante (.1, 13) des Tores bei Schließstellung desselben gegen eine schräge Fläche des Drempels anliegt, und zwar bei einem nach der Oberwasserseite umlegbaren Tor in an sich bekannter Weise gegen die unterschnittene Drempelwand (5) und bei einem nach der Unterwasserseite umlegbaren Tor gegen die abgeschrägte Drempelkante (12).
DEG5076A 1951-01-23 1951-01-23 Drehtor fuer umlauflose Schleusen und Verfahren zum Bewegen desselben Expired DE851024C (de)

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DE (1) DE851024C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124434B (de) * 1957-11-25 1962-02-22 Bruno Hampe Dr Ing Gegendruckstauklappe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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