DE848977C - Anordnung zur Temperaturregelung bei thermischen Geraeten - Google Patents

Anordnung zur Temperaturregelung bei thermischen Geraeten

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DE848977C
DE848977C DEP35076A DEP0035076A DE848977C DE 848977 C DE848977 C DE 848977C DE P35076 A DEP35076 A DE P35076A DE P0035076 A DEP0035076 A DE P0035076A DE 848977 C DE848977 C DE 848977C
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DE
Germany
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temperature
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heating
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additional energy
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DEP35076A
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Otto Dr-Ing Schaaber
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/275Control of temperature characterised by the use of electric means with sensing element expanding, contracting, or fusing in response to changes of temperature
    • G05D23/27535Details of the sensing element
    • G05D23/27541Details of the sensing element using expansible solid

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Devices For Use In Laboratory Experiments (AREA)

Description

  • Anordnung zur Temperaturregelung bei thermischen Geräten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Temperaturregelung bei thermischen Geräten mittels thermischer Ausdehnungsregler. Unter thermischen Geräten werden sowohl Geräte zur Erzeugung von Wärme wie von Kälte verstanden. Die gebräuchlichen Ausdehnungsregler bestehen aus einem Stab mit kleiner thermischer Ausdehnung, der sich mit seinem einen Ende auf den Boden eines einseitig geschlossenen Umhüllungsrohres mit vergleichsweise großer thermischer Ausdehnung stützt. Das Umhüllungsrohr ragt mit seinem geschlossenen Ende in das Innere des thermischen Gerätes zur Meßstelle und ist an dessen Wärmeschutzmantel befestigt. Der Stab, der sich frei ausdehnen kann, wirkt über eine geeignete Übersetzung mit einer Kontakteinrichtung zusammen, welche die Energiezufuhr steuert. Mit thermischen Ausdehnungsreglern dieser bekannten Art ausgestattete thermische Geräte haben den Nachteil, daß die tatsächliche Temperatur (Isttecnperatur) beträchtlich um die eingestellteTemperatur (Solltemperatur) schwankt. Bei einem Muffelofen bekannter Bauart für Laborzwecke wurde z. B. eine Schwankung von ± I5° C beobachtet. Die Ursache ist darin zu suchen, daß der Ausdehnungsregler frühestens die Energiezufuhr ausschaltet, wenn die Meßstelle die Solltemperatur erreicht hat, dann aber ein Teil der z. B. bei einem elektrischen Glühofen in den Heizwiderständen enthaltenen Speicherwärme noch eine gewisse Temperatursteigerung über den Sollwert hinaus verursacht. Umgekehrt schaltet der Regler den Heizstrom erst dann wieder ein, wenn die Meßstelle auf die Solltemperatur abgekühlt ist. Ehe die Heizung den Temperaturfall aufzuhalten und' umzukehren vermag; tritt abeneine weitere Abkühlung. im Ofen ein und dia Solltemperatur wird unterschritten.
  • Es sind nun Temperaturregler bekannt, bei denen zum Zweck der Herabsetzung @ der Temperattirschwankungen auf ein Mindestmaß in der Nähe des die Reglung bewirkenden Reaktionskörpers eiu Hilfsheizkörper angeordnet ist. Diese Anordnung hat aber ih regeltechnischer und baulicher Hinsicht erhebliche Nachteile. Die zusätzliche Beheizung der Meßgliedes innerhalb des Meßraumes führt dazu, daß die thermische Anpassung des Meßgliedes an die jeweilige Raumtemperatur verschlechtert wird. Jede Heizungsanordnung wirkt zunächst auch als Wärmeisolation und beeinträchtigt die Übertragung der Wärme durch Wärmestrahlung, die'bei höheren Temperaturen einen sehr großen Anteil hat. Dadurch wird das Meßglied langsamer der Abkühlung des Meßraumes folgen können, d. h. es wird in der Abkühlungsperiode noch träger als normal arbeiten. Hinzu kommt, daß auch die Zusatzheizung nach dem Ausschalten der Gerätheizung möglichst rasch ihre erhöhte Eigentemperatur verlieren soll, um auch während der Abkühlperiode rascher arbeiten zu können. Wird nun die Zusatzheizung, wie bei der bekannten Anordnung, in den Heizraum eingebaut, darin steht für die Abkühlung lediglich das Temperaturgefälle zwischen der Zusatzheizung und der Heizraumtemperatur zur Verfügung.
  • Die baulichen Nachteile der bekannten Anordnung des Zusatzheizkörpers innerhalb des Heizraumes liegen darin, daß die Ausführung der Zusatzheizung den hohen Temperaturen der Heizinuffel, die bei iooo bis 130o° C liegen können, Rechnung tragen muß, d. h. alle verwendeten Materialien müssen wärmefest sein. Außerdem ist es I notwendig, für die Zusatzheizung niedergespannten Strom zu benutzen, weil es keine vollwertige Isolation bei hohen Temperaturen gibt, oder aber eine automatische Ausschaltung des Stromes beim Öffnen der Tür vorzusehen; denn eine Gefährdung bei der Bedienung durch Berühren spannungsführender Teile muß grundsätzlich ausgeschlossen sein. Bei der Benutzung von Ofen mit im Heizraum angeordneter Zusatzheizung für chemische Zwecke, wie z. B. zum Abrauchen von mit Säure aufgeschlossenen Analysenstoffen, würde die Zusatzheizung von den aggressiven Dämpfen zerstört werden.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile tu beseitigen. Die Lösung wurde darin gefunden, die der übersteuernden Regelung dienende Zusatzenergie- einer Stelle größtmöglichen Temperaturgefälles zuzuführen, vorzugsweise also außerhalb des Arbeitsraumes des Gerätes. Zweckmäßigerweise wird die Anordnung im Sinne der Erfindung so getroffen, daß der Erzeuger zusätzlicher Energie an einem der Übertragung der Ausdehnungsbewegung des Ausdehnungsmittels von der Meßstelle zu den Schaltmitteln dienenden, der unmittelbaren Beeinflussung durch die Temperatur im Arbeitsraum des Gerätes entzogenen Teil des Ausdehnungsmittels angeordnet wird. Bei elektrischen Wärmegeräten, insbesondere bei Muffelöfen mit einem Regler, der aus einem Stab kleiner thermischer Ausdehnung und einem Umhültungsroter großer thermischer Ausdehnung besteht, kann in. Sinne der Erfindung die Zusatzheizung derart angeordnet;und ausgebildet sein, daß sie die rasche Abkühlung ihrer Heizstelle zuläßt, indem sie vorzugsweise als Heizspirale ausgebildet und unmittelbar um das zwischen Ofenwand und Schaltteil freiliegende Ende des Umhüllungsrohres herumgelegt ist.
  • 11 Mit der Anordnung gemäß der Erfindung wird eine außerordentliche Empfindlichkeit der Tempe-.ratürregelung mit einfachen Mitteln erreicht.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben .sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles, aus der Zeichnung und den Patentansprüchen. Die Zeichnung zeigt in Fig. i in schematischer Darstellung und ohne Berücksichtigung der wirklichen Größenverhältnisse eine Anordnung gemäß der Erfindung zur Erteilung positiver Voreilung bei einem elektrischen Widerstandsofen; Fig.2 zeigt den Temperaturgang bei einem Ofen ohne die erfindungsgemäße Anordnung; Fig.3 zeigt den Temperaturgang nach Einbau der erfindungsgemäßen Anordnung.
  • Es zeigt i den (teilweise gezeichneten) Ofen, durch dessen Wärmeschutzmantel ja das Umhüllungsrohr 2 durchgeführt und in dem- es befestigt ist. Das Umhüllungsrohr 2 besteht aus feuerfestem Werkstoff vergleichsweise großer thermischer Ausdehnung. Vom Rohr 2 umschlossen wird der am geschlossenen Rohrende aufruhende Stab 3, dessen thermische Ausdehnung gegenüber der des Rohres sehr klein ist. Am außenliegenden offenen Ende des Umhüllungsrohres 2 ist eine Muffe 4 (Schaltteil) angebracht. An der Muffe ist 1>e1411 der Kontakthebel 5 gelagert. Er wirkt mit dem Stab 3 unter Vermittlung eines Übertragungsstabes 6 zusammen, der beiderends in Spitzen ausläuft, die in Pfannen am Kontakthebel 5 bzw. am Reglerstab 3 ruhen. Mit dem Kontakthebel 5 wirkt ein zweiter Kontakthebel 7 zusammen, der vermittels einer Exzentersc'heibe 8, an den ihn die Feder 9 heranzieht, gegenüber dem Kontakthebel 5 zur Einstellung der Regeltemperatur verstellt werden kann, Der Kontakt 5, 7 liegt zusammen mit dem Schaltrelais io und der Batterie i i in einem Stromkreis (Steuerstromkreis). Das Relais io steuert den Heizstromkreis 12 mit dem Heizwiderstand 13 im Ofenraum i. In Reihe zum lleizwiderstand 13 liegt die Zusatzheizung 14, die als Drahtwendel ausgebildet und unmittelbar um das zwischen Ofenwand i11 und Schaltteil 4 frei liegende Rohrende herumgewickelt ist. 15 bedeutet einen induktiven Widerstand mit regelbarem Kern zur Einstellung der Zusatzheizung 14.
  • Die Anordnung wirkt in folgender Weise: Angenommen, die Meßstelle 16 habe sich unter Solltemperatur abgekühlt. Das Umhüllungsrohr 2 verkürzt sich dabei und bewirkt über den Stab 3 und die Stange 6 eine Schwenkung des Kontakthebels 5 um den Anlenkpunkt 411 gegen den Uhrzeiger. Dadurch wird Berührung mit dem Kontakthebel 7 hergestellt, der sich nach Maßgabe der Hebung des Kontakthebels 5 von seinem einstellbaren Aufschlag 8 gegen die Wirkung der Feder 9 abhebt. Durch den Kontaktschluß erhält (las Schaltrelais io Strom von Gier I'>atterie i t und schließt den Betriebsstronikreis 12 der Gerätheizung 13; in Wirklichkeit wird der Relaisstrom von einem Spartransforinator aus dein Netz geliefert und dient zur Betätigung der Heizung eines thermischen Relais mit Quecksilberkontakt bekannter Ausführung. Je nach Einstellung des 1Zegelwiderstandes 15 erhält nun die Zusatzheizung i4, solange die Gerätheizung 13 eingestellt ist, ebenfalls Strom. Während nun die Gerätheizung 13 den Ofen erst mit Verzögerung wieder auf die Solltemperatur zu bringen vermag und solange eine weitere :\likühlung der Meßstelle 16 eintritt, vermag die Zusatzheizung 14 ohne Verzögertitig auf (las :ltisdehnungsglied 2 einzuwirken. Dadurch tritt eine l3eschletinigung des Temperaturganges am Ausdehnungsregler in positivem Sinne ein, d.li. die wirksame Temperatur eilt der Temperatur an der NIeßstelle voraus. Der Regler befindet sich also schon auf der Solltemperatur, noch ehe die Isttemperatur an der Meßstelle gleich der Solltetnperattir geworden ist. Die mit der Erwärmung auf die Solltemperatur verbundene Ausdehnung des Umhüllungsrohres 2 bewirkt eine Schwenkmig des Kontakthebels 5 im Uhrzeigersinne und damit die Trennung der Kontakte 5, 7 und die Öffnung des Schaltrelais to. Gerätheizung 13 und Zusatzheizung 14 werden dadurch stromlos.
  • Der Temperaturgang im Ausdehnungsregler erfährt in fallender Richtung dadurch eine Beschleunigung, daß die Abkühlung an der Stelle der Zusatzheizung rascher vor sich geht als im Meßraum; eine Voreilung in fallender Richtung im Sinne einer Unterschreitung der Isttemperatur tritt jedoch nicht ein. Für die \-Vie(lereinsclialtung der Gerätheizung ist also die Temperatur an der Meßstelle maßgehend. Darin liegt indessen in den meisten Fällen kein Nachteil, weil bereits durch die T'emperaturvoreilung ini steigenden Sinne eine Beschleunigung finit der Folge eitler solchen Verkürzung der Schaltperioden eintritt, dali die Ofentemperatur nur noch uni Bruchteile der früher beobachteten Werte schwankt (vgl. Fig. 3).
  • \V;ihrend also in den meisten Fällen auf die Voreilung des Temperaturganges in beiden Richtungenverzichtet werden kann, ist die Erfindung keines Wegs hierauf beschränkt. Es ist z. B. denkbar, neben der Zusatzheizung eine Zusatzkühlung, z. B. Wasserkühlung, Luftkühlung, vorzusehen und sie sinngemäß durch den Ausdehnungsregler in Wechselwirkung zur Zusatzheizung zu steuern. Auch ist es nicht Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Erfindung, daß sie bei elektrothermischen Geräten angewendet wird; sie könnte beispielsweise ebenso bei gasbeheizten Geräten sinngemäß zur Anwendung kommen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. .Anordnung zur Temperaturregelung bei tlierinischen Geräten mittels thermischer Ausdehnungsregler, bei welchen dem Temperaturgang am Ausdehnungsmittel eine vorbestimmte Voreilung gegenüber dem Temperaturgang an der Meßstelle durch Zuführen zusätzlicher Energie erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, (lall die Zusatzenergie an einer Stelle größtmöglichen Temperaturgefälles zugeführt wird.
  2. 2. .Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Erzeuger zusätzlicher Energie am Regelgerät vorzugsweise außerhalb des Arbeitsraumes des Gerätes angelegt ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch ger kennzeichnet, daß der Erzeuger zusätzlicher Energie an einem der Übertragung der Ausdehnungsl>ewegung desAusdehnungsmittels von der Meßstelle zu den Schaltmitteln dienenden, der unmittelbaren Beeinflussung durch die Temperatur im Arbeitsraum des Gerätes entzogenen Teil des Ausdehnungsmittels angeordnet ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei elektrischen Wärmegeräten, insbesondere bei Muffelöfen mit einem Regler, der aus einem Stab kleiner thermischer Ausdehnung und einem Umhüllungsrohr großer thermischer Ausdehnung besteht, die Zusatzheizung derart angeordnet und ausgebildet ist, daß sie die rasche Abkühlung ihrer Heizstelle zuläßt, indem sie vorzugsweise als Heizspirale ausgebildet und unmittelbar um das zwischen Ofenwand und Schaltteil freiliegende Ende des Umhüllungsrohres herumgelegt ist.
DEP35076A 1949-02-25 1949-02-25 Anordnung zur Temperaturregelung bei thermischen Geraeten Expired DE848977C (de)

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DEP35076A DE848977C (de) 1949-02-25 1949-02-25 Anordnung zur Temperaturregelung bei thermischen Geraeten
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061002B (de) * 1956-07-09 1959-07-09 Siemens Elektrogeraete Gmbh Temperaturregler fuer elektrische Buegeleisen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1061002B (de) * 1956-07-09 1959-07-09 Siemens Elektrogeraete Gmbh Temperaturregler fuer elektrische Buegeleisen

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