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Lagerkasten, insbesondere Schachtel zur Aufbewahrung von Medizinfläschchen
| 1 )1e l'.l'f'illiltlllg bezieht sich auf rillen Lagerkasten |
| @iiler schubkasteuartilen lieh:ilter zur Aufbewahrung |
| von ( @cgenst:inileel. wie N1eelizintläschchen oder |
| ( iliischen aller Art. welche r. 11). in Apotheken. phar- |
| inazeutisclten und clicmischen Vahriken in größerer |
| \nzahl nrl:i;gcrt \tenleu müssen. Die Aufbewahrung |
| n1111 Lag-rung, solcher (;egettst,iitde verursacht |
| Schwierigkeiten, weil einerseits der Lagerrauen, |
| zumal in Apotheken, meist beschränkt ist, und an- |
| ikrersüts die Flaschen. Gläschen usw. leicht zu |
| g;ingliclt und griffbereit stehen müssen. Wenn solche |
| tläsclwn <der Flaschen lose in Schulkästen, Lager- |
| schachteln oder ähnlichen 13ehi'iltcrn untergebracht |
| sind, @"> l;iüleicii sic# heim 1 lerausneltnteel dieser
Iie- |
| l;;ilt@ i- aus dem Schrank oder Sammelregal leicht |
| nini;tllcll u1111 zerbrechen. 1111 eiligen (;esclliifts- |
| Urtlt einer Apotheke kamt dadurch viel Schallen |
| verili-@@tcllt werden. In besonders hohem Maße lte- |
| s@clier@ fliese Schwierigkeiten bei der Lagerhaltung |
| vi@ii lliiul<iol>athischen Mitteln, weil diese Mittel |
| nicht 1111r in grülicrcr Anzahl, sondern vor allein |
| ;u1111 in sehr vielen verschiedenen Arten vorhanel:il |
| sc-im musseii. Man hat zwar schon vorgeschlagen. |
| ntr .\nfl>ewaltrung von Fläschchen dieser Art höl- |
| zei-iic@ Standhretter mit Vertiefungen oder f_<ichern |
| zti l ur::chen, in welche die Fläschchen eingesetzt |
| ttenleli keinen. Diese Einrichtung hat alter aul:ler |
| ihlciti verh:iltuismül.iig holten Herstellungspreis
den |
gl-oßen T\Tachteil, daß die in ihren Außenabmessungen meist etwas
differierenden Gläschen oder Fl:ischchen entweder zu stramm oder zu lose in den
Vertiefungen sitzen, wodurch in beiden Fällen die Gefahr von Beschädigungen besteht.
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Durch die Erfindung wird bezweckt, diese Mängel zti beseitigen und
eine einfache, billige und betriebssichere Einrichtung zur Aufbewahrung der in Rede
stehenden Gegenstände zu schaffen.
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Zti diesem Zweck verwendet die Erfindung einen I.agei-lcasteli aus
Pappe, Holz, Metall od. dgl., des-Soli Länge ein Mehrfaches seiner Breite beträgt,
so (laß (lcr Kasten eine schmale, längliche Form besitzt. In dem Innenraum eines
solchen Kastens ist null erfindungsgemäß ein zickzackförmig gebogener, federnder
Haltestreifen aus entsprechendem Material derart angeordnet, daß die Zickzackflächen
des Streifens senkrecht zum Kastenbollen stehen und zwischen sich Abteile von trapezfö
rnligeni oder ähnlichem Grundriß einschließen, welche zur Aufnahme der Medizinfläschchen,
Gläschen oder sonstigen Gegenstände dienen. Der I1@ilte";treifen steht hierbei seitlich
lose in (lein Kasten, derart, daß sich die Endflächen des Streifens von innen gegen
die Stirnseiten des Kastens legen, während die Zickzackflächen des Streifens in
(lein Innenraum des Kastens in dessen Längsrichttllig hal-nionikaartig beweglich
sind.
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Der durch diese Erfindung erzielte technische Fortschritt besteht
vor allem darin, daß die in den dreieckförmigen Abteilen des zickzackförmig gebogenen
Haltestreifens untergebrachten Flaschen, Gläschen oder sonstigen Gegenstände mit
Sicherheit gegen Umfallen geschlitzt sind, weil sich die Zickzackfläehen des Streifens
elastisch gegen die Seiten der Flaschen, Gläschen od. dgl. legen und daher auch
bei differierenden Flaschendurchmessern stets passende Einzelabteile bilden, welche
die Flaschen usw-. weder zu stramm noch zu lose halten. Diese Wirkung wirb( unabhängig
davon erzielt, ob sämtliche Allteile des Kastens bzw. Zickzackhaltestreifens ausgefüllt
sind oder ob nur einige Flaschen od. ((-l. darin stehen. Dadurch wird die Bruchgefahr
für die Gläser beim Handhaben, Herausnehmen oder Wiedereinstellen der Lagerkästen
praktisch beseitigt, ohne daß die erforderliche Griffbereitschaft beeinträchtigt
wird.
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Es ist auf diese Weise ohne Nachteil möglich, schmale Lagerkästen
von verhältnismäßig großer Länge zu verwenden, welche in entsprechend tiefen Schränken
oder Regalen bis an die Hinterwand derselben reichen können und so den Innenraum
des Schranks oder Regals vollständig ausnutzen. Dadurch kann eine maximale Anzahl
von Fläschchen, Gläschen usw. auf Beringst möglichem Raum untergebracht werden,
wobei die notwendige Ordnung (!er Gegenstände gewahrt bleibt.
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Ini Iliill)lick auf diese Ordnung der Flaschen, Gliischen usw. bietet
die Erfindung die Möglichkeit ciiier weiteren vorteilhaften Ausgestaltung. Der federnde,
zickzackförmig gebogene Haltestreifen ' kann nämlich in einfacher Weise gleichzeitig
als Etikettenhalter für die Kennzeichnungsmittel des' ' Lagerkastens dienen. Zu
diesem Zweck wird ein mit einem Fußteil versehenes Etikett verwendet, dessen Fußteil
zwischen einer Endfläche des federnden Haltestreifens und der dieser Endfläche benachbarteil
inneren Stirnseite des Kastens eingeklemmt wird, wobei das eigentliche, die Beschriftung
tragende Etikett oben aus dem vorzugsweise offenen Kasten Herausragt und je nach
der Blickrichtung des Beschauers in verschiedenen Winkeln abgebogen sein kann. Die
Anordnung hat den Vorteil, daß (las Etikett leicht befestigt oder ausgewechselt
werden kann, ohne daß hierzu besondere Befestigungsmittel erforderlich sind.
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Ein mit derartigen Lagerkästen gefüllter Schrank od. dgl. ermöglicht
die Unterbringung einer sehr großen Menge von Flaschen, Gläschen usw., Nvobei Flaschen
und Kästen leicht zugänglich sind und übersichtlich geordnet werden können. Die
Kästen und die federnden Haltestreifen können selbstverständlich verschiedene Abmessungen
erhalten, je nachdem z. 13. Flaschen oder Gläschen mit 5 g, io g bis 5o g oder ioo
g Inhalt unterzubringen sind. Auch Dosen, Schachteln und sonstige Packungen können
auf diese Weise vorteilhaft aufbewahrt werden.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. i in perspektivischer Darstellung einen Lagel-hasten gemäß der
Erfindung; Fig. 2 zeigt einen Lagerkasten dieser Art iln Grundriß mit dreieckförmigen
Abteilen zwischen den Zickzackfläc'hen des Haltestreifens; Fig. 3 zeigt im Grundriß
eine abgeänderte Atisführungsform des Haltestreifens mit tral)ezförinigen Abteilen,
und Fig. 4, 5 und 6 zeigen in abgebrochenem Längsschnitt das Stirnende eines Lagerkastens
mit verschiedenen Anordnungen des Etiketts.
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Die in der Zeichnung veranschaulichte Einrichtung zur Aufbewahrung
von Medizinflaschen bestellt aus einem rechteckigen, oben offenen Kasten r, dessen
Länge ein Mehrfaches seiner Breite betragt. Der Kasten i kann aus Pappe, Holz, Leichtmetall
oder sonstigem Material, wie z.13. Preßstoff, bestehen und je nach der Art und Größe
der darin unterzubringenden Objekte verschiedene Abmessungen besitzen.
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In den Innenraum 2 des Kastens ist ein zickzackförtnig gebogener,-
elastisch federnder Haltestreifen 3 aus Pappe, dünnem Metallblech, Celluloid oder
sonstigem federndem Material lose eingelegt. Die Zickzackflächen des Haltestreifens
3 stehen senkrecht auf dem Bollen des Kastens, so daß im Innenraum 2 des Kastens
dreieckförmige Abteile gebildet werden, deren Seitenwandungen elastisch nachgiebig
sind. Die Enden .4 des Streifens 3 legen sich unter dem Druck des federnden Streifens
parallel gegen die Stirnseiten 5 des Kastens i, so daß der Streifen 3 in dein Kasten
r durch seine eigene Spannung festgehalten wird. Die Hölle des Streifens 3 kann
gleich der Hölle des Kastens i oder niedriger sein. Eilte geringere Höhe des Streifens
ist in manchen Fällen vorzuziehen, um die Al>-lesl>arkeit von Etiketten od. dgl.,
welche an den im
Kasten untergebrachten Objekten angebracht sind,
zu erleichtern.
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In die einzelnen dreieckigen Abteile, welche von dem Zickzackstreifell
3 iln Kasten i gebildet werden, sind ntin z. B. Medizinfläschchen 6 einsteckbar.
f )fiese 1# I:ischchen bi werden durch die sich elastisch all sie anlegenden Zickzackflächen
des Streifens 3 festgehalten und gegen Unifallen, Verschieben usw. geschützt. Besonders
beim I-lerausnehmen der Kästen i aus einem Schrank, Regal od. dgl. oder beim Wiedereinstellen
derselben ist dieser Schutz wirksam, so <labt ein Durcheinanderfallen der f,'
l:iscliclieti verhindert und die sollst bestehende Bruchgefahr beseitigt wird.
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Die :ltisli lduiig (ler zickzackförntigen Haltestreifen kann verschieden
sein. Gemäß Fig. i sind die Winkel zwischen den Flächen des Streifens 3 verlt:iltttisilt:ißig
groß gewählt, um größere. Flaschen 6 in die Dreieckabteile einstellen zu können.
Die Anzahl der Flaschen, welche sich in (lern Kasten i befindet, kann beliebig sein,
ohne daß die sichere Haltung der einzelnen Flaschen dadurch beeintrichtigt wird.
Gemäß Fig. 2 sind die Winkel ztvischen derb Zickzackflächen des Streifens 3 kleiner,
wodurch schmälere Dreieckabteile für entsprechend kleinere Flaschen gebildet werden.
Falls gr<ißet-e bzw. dickbauchige Flaschen oder Schachteln od. (lgl. untergebracht
werden sollen, kann auch die in Fig. 3 veranschaulichte Ausbildung verwendet werden,
hei welcher der zickzackförmige Streifen 3 <in seinen Biegestellen abgeflacht
ist, so daß trapezförinige Altteile gebildet werden, welche eine größere breite
als die dreieckigen Abteile besitzen.
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Gem:iß einer besonders vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Erfindung
können die zickzackförinigetl, federnden Haltestreifen 3 zugleich als Ilefe#stiglillgsillittel
für ,Etiketten 7 dienen, welche zur Ketnizeichnung des Kasteninhalts an der Stirnseite
des Kastells i angebracht werden sollen. Zu diesem Zweck ist jedes Etikett 7 mit
eitlen, FUßteil 8 versehen. welches all der vorderen Stirnseite 5 des Kastens i
derart eingesetzt wird, daß es von dem zur Stirnseite 5 parallelen Ende q des federnden
1 Fllltesti-eifells 3 gegen die Innenfläche der betreffenden Stirnseite 5 gedrückt
wird. Auf diese Weise ist das Etikett 7 leicht auswechselbar an dein Kasten i befestigt.
Uni die Ablesbarkeit der Etiketten 7 zu erleichtert, weint in einem Schrank oder
Regal zahlreiche Kästen i auf übereinander angeordneten Zwisrl,cnlirettern ()der
Fächern angeordnet sind, können die Etiketten 7 in verschiedener Weise an il,rc#i,i
Fußteil 8 angebogen sein. Bei Kästen, welche il, den unteren l,:icltern stehen,
werden die I?tiketten 7 zweckn l:il.iig schräg abwärts gebogen, wie 2111s 1 und
4 ersichtlich ist, so daß sie in Blickrichtung des Pfeils .-1 bequem abgelesen werden
können. 1)ie in Fächern mittlerer Hölle stehenden Kästen i \\-erden finit Etiketten
7 versehen, welche gemäß Fig. 5 senkrecht auf den Fußteilen 8 stellen und dadurch
in l)lickrichtutig des Pfeils B gut allesbar sind. Bei solchen Kästen i schließlich,
welche weiter ollen ini Schrank oder Regal stehen, werdet, die (Etiketten 7 gemäß
Fig. 6 schräg aufwärts nach vorn von dein Fußteil 8 abgebogen, so daß sie voll einem
in Richtung des Pfeils C blickenden Beobachter ebenfalls bequem abgelesen werden
können.
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Die Etiketten 7 können außerdem in verschiedenen Farbetl gehalten
sein, um bestimmte Arten oder Gattungen von Präparaten usw. unterschiedlich ztt
kennzeichnen.
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Die Kästen mit den Haltestreifen gemäß der ,Erfindung eignen sich
zur Unterbringung- und Einordnung von Medizinfläschchen, Gläschen und ähnlichen
Behältern, vor allem für homöopathische Mittel, welche in größerer Menge geordnet
und leicht zugänglich in Apotheken oder ähnlichen Hetrieben auf Lager gehalten werden
müssen. Ebetlso l;öniletl diese Kästen zur Aufbewahrung von schachtelförmigen Behältern,
Dosen usw. dienen. ZurAufstellung der Lagerkästen können Schränke, Regale oder sonstige
mit Fächern versehene Einrichtungen bekannter Art verwendet werden.
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Es ist im Sinn der Erfindung besonders vorteilhaft, wenn die Seitenwandungen
des Kastens lediglich eine solche Höhe haben, daß man die auf den Fläschchen oder
Gläsern usw. befindlichen Etiketten von der Seite her gut lesen kann. Dadurch wird
die praktische Handhabung dieser Lagerkästen erleichtert. Die Erfindung beschränkt
sich aber nicht auf diese Ausbildung und Abmessung der Lagerkästen, sondern umfaßt
auch höhere und niedrigere Wandungen, wie überhaupt die Erfindung unabhängig von
einzelnen Abmessungen des Kastens ausgeführt werden kann.