DE84656C - - Google Patents

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DE84656C
DE84656C DENDAT84656D DE84656DA DE84656C DE 84656 C DE84656 C DE 84656C DE NDAT84656 D DENDAT84656 D DE NDAT84656D DE 84656D A DE84656D A DE 84656DA DE 84656 C DE84656 C DE 84656C
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phosphorus oxychloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes
    • C09B11/245Phthaleins having both OH and amino substituent(s) on aryl ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Rhodamine verbinden sich unter Mitwirkung von Phosphoroxychlorid mit Phenol (bezw. Naphtol), seinen Homologen und Substitutionsproducten zu neuen Farbstoffen.
Zur Darstellung der Coridensationsproducte von Rhodaminen mit Phenol erwärmt man zunächst das betreffende Rhodamin mit Phosphoroxychlorid, fügt darauf das betreffende Phenol hinzu und erhitzt noch einige Zeit auf 100 bis 120° C. Die entstandene Schmelze wird mit Wasser ausgekocht, das überschüssige Phenol, wenn es flüchtig ist, mit Wasserdampf abgetrieben oder anderenfalls durch Ausziehen mit einem geeigneten Lösungsmittel entfernt und so der Farbstoff rein erhalten.
Die erhaltenen Farbstoffe sind leicht löslich in Sprit, Essigsäure und Chloroform; dagegen unterscheiden sie sich von dem als Ausgangsmaterial benutzten Rhodamin durch ihre geringere Löslichkeit in Wasser. Sie färben bedeutend blauer und die vegetabilische Faser dabei echter als letzteres. Durch Alkalien werden sie leicht wieder in ihre Componenten gespalten.
Beispiele.
ι. 6 kg salzsaures Teträthyl-m-amidophenolphtale'in werden in einem mit Rückflufskühler versehenen Gefäfs mit 6 kg Phosphoroxychlorid Übergossen. Es tritt starke Erwärmung und lebhafte Salzsäureentwickelung ein. Nach etwa ]/2 bis ι stündigem Erwärmen ist das Gemisch zu einer dunkelrothen, homogenen, dickflüssigen Schmelze gelöst. Wenn keine Salzsäureentwickelung mehr stattfindet, destillirt man das überschüssige Phosphoroxychlorid ab, fügt dann 3 kg Phenol hinzu und erhitzt noch ι bis 2 Stunden auf 100 bis 1200 C Es bildet sich eine metallisch glänzende, anfangs ziemlich leicht flüssige, nach und nach zäh werdende Schmelze. Dieselbe wird in Wasser vertheilt und das überschüssige Phenol mit Dampf abgetrieben. Der Farbstoff ist je nach der vorhandenen Wassermenge zum Theil gelöst, zum Theil bleibt er als eine in der Wärme zähflüssige, beim Erkalten spröde werdende Masse ungelöst. Man fällt die Lösung durch Kochsalz, filtrirt den Farbstoff ab und trocknet.
In ganz gleicher Weise, wie in Beispiel 1 angegeben, wird Rhodamin anstatt mit Phenol mit o- und p-Nitrophenol, o- und p-Kresol, Resorcin, α- und ß-Naphtol condensirt; nur erfährt bei Verwendung von nicht mit Wasserdampf flüchtigen Phenolen die Aufarbeitung der Schmelze die Aenderung, dafs man den Rohfarbstoff nach Auskochen mit Wasser und Wiedertrocknen zur Entfernung des überschüssigen Phenols mit Benzol, Aether oder sonstigen geeigneten Mitteln, welche das Phenol, aber nicht das Rhodamin lösen, auszieht. Bei Verwendung von Resorcin genügt einfaches Auskochen mit Wasser.
2. 6 kg salzsaures Diäthyl-m-amidophenolphtale'in werden mit 6 kg Phosphoroxychlorid bis. zur beendeten Salzsäureentwickelung am Rückflufskühler erwärmt, darauf das überschüssige P O CI3 abdestillirt und nach Zufügen von 3 kg Phenol noch 1 bis 2 Stunden auf 100 bis i2o° C. erhitzt. Aus der metallisch glänzenden Schmelze wird das überschüssige Phenol mit Dampf abgetrieben. Der sehr schwer lösliche neue Farbstoff wird abfiltrirt
und getrocknet. Er färbt blaustichiger als das Ausgangsproduct und auf der vegetabilischen Faser bedeutend echter.
Die näheren Eigenschaften der Condensationsproducte von Phenolen mit Rhodaminen sind in folgender Tabelle zusammengestellt:
Farbstoff aus: a 4- ο - Kresol + Phenol.. I Aeufseres Ist lösl ich in:
Sprit, Essig
Farbe
der Lösung
in cone.
Färbun g auf:
tfiTinirtPr
+ ρ-Kresol Wasser säure, Schwefel Wolle
's + ο - Nitrophenol.. ι Chloroform säure Baumwolle
4- Phpnnl Ά + ρ-Nitrophenol.. Braunrothes Schwer mit Leicht mit Hellgelb- Bltiuroth Dunkelroth-
"o bronzeglän blaurother Λ 1 ^J X W J. JL L lliH
blaurother
roth J-^ Vl JLJk(XV^ LV^ LLX
violett
)hei zendes Pul Farbe und Farbe und
1—H
O
T3
ver mit gelbrother lebhaft gelb-
ämi blaurothem Fluorescenz rother
I
C
Strich Fluorescenz
ti + a - Naphtol ' . » » » K »
+ ß-Naphtol » » » » »
+ Resorcin » » » » »
salzs. Di- » Sehr schwer » K »
h äthyl- mit blau
lzs. m-amido- rother Farbe
αϊ
GO
phenol- und gelb
phtale'in rother
Fluorescenz
» » » .. ■
» » » » » ■
» » » » »
Gelbrothes Sehr schwer Ziemlich Hellgelb Rothgelb Rothgelb.
messing mit gelb leicht mit
glänzendes
Pulver mit
rother Farbe
und gelber
rother Farbe
und starker
gelbrothem Fluorescenz gelber
Strich Fluorescenz

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Darstellung neuer Derivate alkylirten m - Amidophenolphtalei'ne,
    der
    darin bestehend, dafs man Phenole, sowie deren Homologe und Substitutionsproducte gemä'fs dem durch das Patent Nr. 71490 geschützten Verfahren auf die di- und tetraalkylirten m - Amidophenolphtale'ine oder deren salzsaure Salze neben Phosphoroxychlorid einwirken läfst.
  2. 2. Ausführung des unter Anspruch 1 geschützten Verfahrens unter Anwendung von
    a) salzsaurem Teträ'thyl-m-amidophenolphtalem einerseits und Phenol, o- und p-Kresol, a- und ß-Naphtol, Resorcin, o- und p-Nitrophenol andererseits,
    b) salzsaurem Diäthyl - m - amidophenolphtalem und Phenol.
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