DE844397C - Stanzplatte fuer Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen - Google Patents
Stanzplatte fuer Tiegeldruck- und ZylinderschnellpressenInfo
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- DE844397C DE844397C DESCH5345A DESC005345A DE844397C DE 844397 C DE844397 C DE 844397C DE SCH5345 A DESCH5345 A DE SCH5345A DE SC005345 A DESC005345 A DE SC005345A DE 844397 C DE844397 C DE 844397C
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Description
- Stanzplatte für Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen Zur Verwendung von Tiegeldruck- oder Zylinderschnellpressen zum Ausstanzen, Ritzen, Rillen von Papier- oder Pappbogen mittels von dem Satzbett aufgenommener Messer ist es üblich, die Tiegel-bzw. Zylinderfläche durch ein Stahlblech abzudecken, um diese Teile einerseits vor Beschädigungen durch die Stanzmesser zu schützen und andererseits für die Stanzmeswr die für einen genauen und glatt durchgehenden Schnitt notwendige harte Unterlage zu schaffen. Diese Stahlbleche werden bei Tiegeldruckpressen auf die Tiegelffäche aufgeklebt bzw. aufgeschraubt und bei Z_vlinderschnellpressen um den Zylinder gespannt.
- Obgleich hei diesen .Arbeiten die. Stanzmesser finit großer Pressung gegen das Stahlblech arbeiten, ist namentlich bei größeren Formen eine erhebliche Zurichtarl>#,it notwendig, um eine gleichmäßige Durchstanzung an allen Schnitt- oder Einritzstellen zu erreichen, da die unvermeidlichen geringen Höhenunterschiede in den verschiedenen Stanzmessern, c;eren oft unterschiedliche Abnutzung und die Durchfederung der Maschinenteile ausgeglichen werden müssen. Es ist hier ferner zu berücksichtigen, claß zur Erhaltung der Schärfe der Messerschneiden die Abstimmung so getroffen sein muß, daß die Messer sich zwar voll auf die Stahlunterlage aufsetzen, aber nicht in diese eingedrückt werden.
- Die iiotweiidige Zurichtung erfolgt bei Tiegeldruckpressen in der Regel durch Hinterlegen der Stanzmesserform, gegebenenfalls auf besonderen Zurichtblechen, während hei Zvlinderschnellpressen der herausnehmbare Stahlmantel unterlegt wird, wobei die Endzurichtung durch Aufkleben von Papierstreifen auf die Stahlbleche erfolgt. Diese Zurichtarbeit wird noch dadurch. erschwert, daß in den Stanzformen vielfach die Stanzmesser mit Perforier-, Ritz- oder Rillenlinien kombiniert sind. Außerdem. sind die Stanzmesser in der Regel mit Ausschnitten versehen, um für die Bogenauslage zwischen den einzelnen Teilen des aufgeteilten Bogens Verbindungsstege zu belassen.
- Diese Mängel und Nachteile, die bei der Verwendung der bekannten Stahlbleche auftreten, entfallen, wenn nach der Erfindung als Widerlager für die Stanz-, Perforier- oder Rillenmesser eine Preßstoffplatte verwendet wird. Unter der Bezeichnung Preßstoffplatte ist hier eine aus natürlichen oder synthetischen Stoffen, die durch Wärmebehandlung aushärten, und mit oder ohne Zusatz von pulverförmigen oder faserigen Füllstoffen hergestellte Platte verstanden, wie sie beispielsweise als Isolierstoffe in der Elektrotechnik verwendet werden. Diese Preßstoffplatten lassen sich in entsprechenden Pressen vollkommen eben herstellen und zeigen eine glatte und harte Oberfläche, in die jedoch die Stanzmesser ohne Gefahr der Beschädigung eindringen können.
- Zur Befestigung dieser Preßstoffplatten auf der Tiegel- bzw. Zylinderfläche ist in die Platten ein: wenigstens an zwei gegenüberliegenden Kanten vorstehende Gewebebahn eingearbeitet, deren vorstellende Enden mit Ösen od. dgl. versehen sein können, um beim wiederholten Aufspannen der Platte für das gleiche Stanz-,. Präge- oder Rillmuster die Platte stets in die gleiche Lage bringen zu können. Dies ist besonders wichtig bei mit Ritz- und Rillenlinien kombinierten Stanzformen, da hierbei auf die Oberfläche der Preßstoffplatte eine Patrize aufgeklebt ist, die .mit den Rill-enlinien der Form genau übereinstimmen muß.
- Bei Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen, die neben Stanzarbeiten auch zu Druckarbeiten dienen, tritt die neue Stanzunterlage an die Stelle des sog. Aufzuges, dessen Stärke je nach der Maschine etwa i bis 1,5 mm beträgt. Dementsprechend ist auch die neue Stanzunterlage in dieser Stärke gehalten.
- Die neue Stanzunterlage und ihre Anordnung in der Maschine ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. i eine Vorderansicht der Platte, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 die Anordnung auf einem Druckzylinder. Fig. 4 die Anbringung auf einem Drucktiegel, Fig. 5 und 6 in größerem Maßstab den Unterschied zwischen der Verwendung einer üblichen Stahlunterlage und der neuen Unterlagplatte.
- Die Stanzunterlage besteht aus Preßstoffplatte i finit eingearbeiteter Gewebebahn 2, die an den beiden Stirnkanten vorsteht. Das eine Ende 3 ist dabei trapezförmig zugeschnitten, während das andere Ende 4 zu einer Öse 5 zur Aufnahme einer Stahlstange 6 umgenäht ist. Über die Länge der 0-se 5 sind dabei Ausschnitte 7 verteilt, mit denen der Gewebestreifen in entsprechende Stifte 8 des Druckzylinders 9 eingehängt wird. Die Platte wird dann um die Druckfläche io des Zylinders 9 Perumgelegt, und der andere vorstehende Gewebestreifen 3 wird um die Spannspindel i i des Druckzylinders gelegt, durch deren Verdrehen dann die Platte i wie der übliche Aufzug fest auf die Zylinderfläche io gespannt wird. Gegebenenfalls kann die Platte i durch Papierbogen unterlegt werden, um die Eindringtiefe der Stanzmesser einregeln zu können.
- Für die Verwendung in Tiegeldruckpressen werden an beiden Seiten der Platte i einfache vorstehende Gewebestreifen 12 vorgesehen, die unter die üblichen Haltestangen 13 für den Aufzug gelegt werden. Die Haltestangen 13 sind durch Klemmfedern 14 gehalten.
- Die Platte i besteht, wie der vergrößerte Ausschnitt aus Fig. 2 zeigt, aus beiderseits der Gewebebahn 2 auf diese aufgelegte Papierbahnen 15, die Mit Phenolharz getränkt sind, das in einer Vulkanisationspresse ausgehärtet ist.
- Da die zum Aufspannen der Platte i dienende Gewebebahn 2 in der -fitte der Platte i liegt, kann diese mit beiden Seiten als Unterlagefläche verwendet werden. Die Stärke und Größe der Platten i richtet sich nach der Ausbildung der sie aufnehmenden Tiegeldruck- oder Zylinderschnellpresse.
- Die Wirkungsweise der neuen Unterlagplatte gegenüber der bisher üblichen Stahlplatte ergibt sich aus den Fig. 5 und 6, die das Zusammenwirken mit einer aus einem Stanzinesser 16, einem Ritz-Messer 17 und einem Rillenlineal 18 bestehenden Stanzform zeigen. Dem killenlineal 18 ist auf der Unterlagplatte 1 bzw. 21 eine aufgeklebte Patrize i9 zugeordnet. In der Stellung nach Fig. 5 haben die verschiedenen -Messer 16, 1j gerade das auf der Unterlage i liegende Stanzgut 2o durchdrungen und legen sich mit den Schneiden gegen die Stahlunterlage 21. Da die Schneiden nicht in die Stahlplatte 21 eindringen können, kommen sie auch nicht frei von dem Stanzgut 2o, dessen auf der Platte 21 aufliegende Fasern somit nur abgequetscht werden. Um dabei einen einwandfreien Schnitt zu erzielen, muß vorweg die Platte 21 so ausgerichtet sein, daß in der dargestellten Endstellung alle Schneiden .sieh genau auf die Stahlplatte aufsetzen. Dieses Ausrichten bereitet aber erhebliche Schwierigkeiten, wobei ferner zu berüc'ksic'htigen ist, daß im Laufe des Arbeitens die Messerschneiden sich verschieden stark abnutzen, so daß eine beim ersten Schnitt genaue Einstellung und Ausrichtung mit zunehmender Auflage bald ungenau wird.
- Bei der Verwendung der neuen Unterlagplatte i kann die Einstellung so getroffen werden, daß die Schneiden der Messer 16, 17 um ein geringes Maß in die Platte i eindringen. Das Stanzgut 20 wird somit einwandfrei durchschnitten. Es bedarf dabei auch keiner genauen Anfangsausrichtung der Stanz-oder Ritzmesser zu der Platte i, da es gleichgültig ist, ob einzelne Messerschneiden tiefer als andere in die Platte i eindringen. .Aus dem gleichen Grunde ist auch eine verschiedene .Abnutzung der einzelnen Messerschneiden im Verlauf des Arbeitsganges ohne Einfluß auf die Güte des Schnittes, und das letzte Blatt auch der größten Auflage ist genau so scharf gestanzt oder perforiert wie das erste Blatt. Die neuen Unterlagplatten lassen sich für die verschiedensten Stanzformen verwenden, da die von den Messerschneiden eingeschnittenen Konturen beliebig durcheinanderlaufen können.
- Die Anwendung der neuen Preßstoffplatte und die Anpassung ihrer Halteglieder an die bei Druckmaschinen üblichen Spanneinrichtungen lä13t eine vorteilhafte Ausnutzung üblicher Tiegeldruck- oder Zylinderschnellpressen auch für Stanzzwecke zu und macht die Anschaffung besonderer Stanzmaschinen entbehrlich.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Stanzunterlagplatte für Tiegeldruck- und Zvlinder.chnellpressen aus einem ein Eindringen der Schneiden der Stanzmesser zulassenden Werkstoff.
- 2. Unterlagplatte nach Anspruch i aus einem mit einem Füllstoff versetzten KunstharzpreB-stoff.
- 3. Unterlagplatte nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte mit einer Ein- oder Unterlage aus einer Gewebebahn versehen und diese an wenigstens zwei einander gegenüberliegenden Seiten über die Platte vorsteht. .
- 4. Unterlagplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB die vorstehenden Enden der Gewebebahn zum Einspannen in die üblichen Aufzugspanneinrichtungen an Tiegeldruck- oder Zvlinderschnellpressen ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH5345A DE844397C (de) | 1950-11-30 | 1950-12-01 | Stanzplatte fuer Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE279304X | 1950-11-30 | ||
| DESCH5345A DE844397C (de) | 1950-11-30 | 1950-12-01 | Stanzplatte fuer Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE844397C true DE844397C (de) | 1952-07-21 |
Family
ID=25773562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH5345A Expired DE844397C (de) | 1950-11-30 | 1950-12-01 | Stanzplatte fuer Tiegeldruck- und Zylinderschnellpressen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE844397C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0842774A3 (de) * | 1996-10-28 | 1998-08-05 | Ruprecht Handels AG | Vorrichtung zum Perforieren, Stanzen, Schneiden, Rillen, Drucken von Umschlägen oder Nutzenlackieren mit Druckmaschinen |
| US5918542A (en) * | 1996-10-28 | 1999-07-06 | Hans E. Ruprecht Holding Ag | Device for perforating die-cutting, creasing or for envelope printing or spot varnishing with printing machines |
-
1950
- 1950-12-01 DE DESCH5345A patent/DE844397C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0842774A3 (de) * | 1996-10-28 | 1998-08-05 | Ruprecht Handels AG | Vorrichtung zum Perforieren, Stanzen, Schneiden, Rillen, Drucken von Umschlägen oder Nutzenlackieren mit Druckmaschinen |
| US5918542A (en) * | 1996-10-28 | 1999-07-06 | Hans E. Ruprecht Holding Ag | Device for perforating die-cutting, creasing or for envelope printing or spot varnishing with printing machines |
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