DE84409C - - Google Patents

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DE84409C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N11/00Arrangements for supplying grease from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated; Grease cups
    • F16N11/08Arrangements for supplying grease from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated; Grease cups with mechanical drive, other than directly by springs or weights

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Trotz der Verbesserungen, die an
gemacht worden
OeI-
sind,
sich die Schmierung von Transmissions-
schmiervorrichtungen
stellt
theilen mit consistentem Fett immer noch wesentlich billiger und sie ist rationeller, d. h. proportional der Inanspruchnahme einer in einem Lager laufenden Welle und der erzeugten Reibung und dem hierdurch bedingten Fett- oder Oelconsum, wenn sie richtig functionirt oder richtig bedient wird, so dafs also weder Fettüberflufs noch Fettmangel eintritt und Welle und Lager in normalem Stand erhalten bleiben.
"Die für Fettschmierung am meisten verwendeten Schmierapparate nach Stauffer sind nicht selbsttätig wirkend, sondern abhängig von der Zuverlässigkeit und dem Verständnifs des zu ihrer Bedienung bestimmten Personals; in einem gröfseren Betriebe aber erfordert die Wartung vieler Lager mit Stauffer-Büchsen eine oder mehrere Arbeitskräfte, und dadurch wird der Nutzen, den sie sonst bringen könnten, compensirt. Auch ist in vielen Fällen die Bedienung mit Gefahr verbunden und Fettschmierbüchsen sind deshalb ausgeschlossen.
Man hat nun versucht, selbstthätig wirkende Schmierapparate für consistentes Fett einzuführen, z. B. solche mit Gewichtsregulirung, mit Federdruck und mit mechanisch bewegten Kolben.
Die Apparate mit Gewichts- und Federdruck können schon deshalb den Anforderungen nicht genügen, weil die Consistenz, der Grad der Dichte des Fettes zu berücksichtigen ist; dieser wechselt aber mit der Temperatur und ist für verschiedene Lieferungen verschieden, namentlich aber auch von der Durchlafsöffnung, durch welche das Fett ausgetrieben wird, abhängig.
Die bisher bekannt gewordenen, selbstthätig wirkenden Fettschmierapparate (z. B. nach Patent Nr. 38214 und 66562) haben sich eine allgemeine Verwendung nicht erwerben können, weil sie unvollkommen arbeiten oder zu complicirt und daher zu theuer sind, namentlich aber, weil sie einer guten Regulirvorrichtung ermangeln, mittels welcher der Fettconsum den besonderen localen oder zeitlichen Verhältnissen — warme oder kalte Räume bezw. Jahreszeiten — entsprechend regulirt werden kann. Ganz verfehlt sind aber diejenigen sogen, selbstschmierenden Apparate, welche periodisch wirken, denn bei diesem mufs nothwendigerweise eine wellenförmig verlaufende, also ganz unrationelle Schmierung stattfinden, anfangs stark, dann allmählich abnehmend bis auf Null, und hierauf, weil sich schon der Mangel fühlbar gemacht hat, plötzliches Wiedereinsetzen mit Vollschmierung.
Die genannten Mängel zu beseitigen, ist der den Gegenstand der Erfindung bildende Schmierapparat bestimmt.
Wesentlich dabei ist, dafs er im allgemeinen auf eine bestimmte Inanspruchnahme eines bewegten Organes überhaupt eingestellt werden kann, aufserdem aber eine feine Regulirung gestattet, durch welche den wechselnden Verhältnissen Rechnung getragen werden kann.
Auf der Zeichnung ist der Schmierapparat für consistentes Fett dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Ansicht des Apparates, theils im Schnitt,
Fig. 2 ein Grundrifs von Fig. ι.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen die Wirkungsweise bei verschiedener Einstellung des Kolbenschalthebels.
Fig. 5 ist die Hinteransicht des Spiralschaltrades.
Fig. 6 zeigt die Anordnung des Schmierapparates auf einem Wellenlager.
Der auf ein Wellenlager aufschraubbare Schmiertopf A ist innen, wie die gewöhnlichen Stauffer-Büchsen, mit feinem Gewinde versehen, in welchem der Deckel oder Kolben B niedergeschraubt werden kann, zu welchem Zweck auf dem Zapfen C des Deckels mit Bund D ein feingetheiltes Schaltrad E aufgesetzt ist, das auf folgende Weise in Drehung versetzt wird.
Aufserhalb der verticalen Mittelebene ist am Topf A ein Zapfen F in einen Angufs G eingesetzt. Am Ende dieses Zapfens befindet sich, um ihn frei drehbar, ein Schalthebel H mit Schaltklinke /, und vor demselben ein Schaltrad K, welches ebenfalls lose drehbar auf F^ aber durch eine Bremsfeder L gegen willkürliche Drehung gesichert ist.
Das Ende des Hebels H liegt nun auf der zu schmierenden Achse M (Fig. 6) bezw. auf einem dieselbe an der Stelle umgebenden Excenter N auf, erhält also hierdurch bei jeder Achsenumdrehung einen entsprechenden Ausschlag, der durch die Klinke J auf das Schaltrad K übertragen wird und dieses in Drehung versetzt. Auf dem Zapfen C des Topfkolbens B sitzt über dem Schaltrad E ein lose drehbarer Hebel O, an dessen Ende eine Reibrolle P gelagert ist, die gegen die Rückseite des Rades K unter einem durch Stellschraube S1 einstellbaren Winkel des Hebels O zur Stirnfläche des Rades sich anlehnt. Eine Schraubenfeder R ist um die mit Griffkopf V1 versehene Stellschraube S gelegt, welche einerseits in einem Knopf T am Hebel O, andererseits zwischen zwei lothrechten Stangen U auf dem Zapfen F geführt ist, und stützt sich gegen eine lose auf der Schraube sitzende Scheibe V. Die hintere Stirnfläche des Rades K ist als Schraubenfläche ausgebildet mit plötzlichem, radialem Abfall bei einmaliger Umdrehung. Mittels der Schraube 5 und der Stellmutter W auf derselben kann der Winkel, unter dem O zu K steht, so eingestellt werden, dafs die Reibrolle P die Schraubenfläche an K während einer ganzen Umdrehung oder nur während eines Theiles derselben berührt, dafs also der durch den Schraubengang bewirkte Ausschlag grofs oder klein ist, d. h. der Ganghöhe von o° auf 360 ° entspricht. Der zwischen 360 ° und iraend einer darunter liegenden Theildrehung der Schraubenfläche an K bewirkte Ausschlag von Hebel O wird durch die an ihm befindliche Schaltklinke X auf das Schaltrad E übertragen und damit die Drehung des Kolbendeckels B bewirkt.
Die Wirkungsweise des Apparates ist also folgende:
Der Ausschlag des Hebels H, bewirkt durch das Excenter N auf der Achse M, setzt durch die Klinke J das Rad K in Drehung. Die an der Rückseite dieses Rades befindliche Schraubenfläche verursacht ein allmähliches Beiseiteschieben des Hebels O, dem beim Uebergang von 360 ° auf o° ein Einfallen dieses Hebels folgt. Durch die erste Bewegung wird eine ganz allmähliche Drehung des Rades E und somit des Kolbens B bewirkt, daher sehr langsames, stetiges Auspressen des Fettes. Durch den plötzlichen Sprung beim Uebergang von 360° auf o° erfolgt der Rückgang des Hebels O für eine neue Schaltung wie zuvor. Diese Schaltung kann aber nun durch die Stellschraube S wieder beliebig regulirt werden, von ο Zähnen bis auf die dem ganzen Hub des Schraubenganges an K entsprechende Zähnezahl vom Rade E. Diese Regulirung und Schalteinstellung ist während des Betriebes möglich.
Es kann also bei ein und demselben Ausschlag des Excenters N auf der Achse M innerhalb gewisser Grenzen beliebig schneller oder langsamer Niedergang, beliebig starke oder schwache Schmierung bewirkt werden; denn je nachdem der Hebel O durch 5 W eingestellt wird, berührt die Reibrolle P das Rad K während seines ganzen Umlaufes oder nur während eines Theiles desselben, und dementsprechend grofs ist der Hub von O und der Grad der Drehung und des Niederganges des Kolbens B.
Es sei noch erwähnt, dafs mit dem Schwinden des Fettes im Topf A alle mit B zusammenhängenden Theile, also auch O, P und S, letztere an U niedergleitend, sich verschieben.
Um ein über den äufsersten Tiefgang von B in A gehendes Niedergehen des Kolbens zu verhüten, ist die Schraubenfläche auf K bei Y unterbrochen, wie aus Fig. 1 und 5 zu ersehen ist.
Die Regulirung des Anschlagpunktes der Reibrolle P an der Schraubenfläche auf K kann auch dadurch bewirkt werden, dafs der Zapfen F im Angufs G horizontal verschoben, also die Drehungsachse mit Scheibe K der Scheibe E mit Achse C genähert oder von derselben entfernt wird; doch ist die dargestellte und ausführlich beschriebene Ausführung die bessere und einfachere.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Schmiervorrichtung für Dickfett nach Stauffer' schem System mit selbsttätigem Niedergang des das Fett aus dem Topf auspressenden Kolbens, bei welcher eine beliebig regelbare Bewegung des Kolbens dadurch erzielt wird, dafs der Hebel O, der das Schaltrad E verdreht, durch welches der Kolben niedergetrieben wird, mittels eines Stellwerkes RS TUVW einem Schaltrad K gegenüber, welches an seiner inneren Stirnfläche einen Schraubengang besitzt, gegen den die Reibrolle dieses den Druckkolben bethätigenden Schalthebels O anliegt, so eingestellt werden kann, dafs diese Reibrolle während des vollen Umlaufes oder nur während eines beliebigen Bruchtheiles desselben mit dem Schaltrad K in Berührung steht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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