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Brennkraftmaschine Man hat bereits vorgeschlagen, bei Brennkraftmaschinen
mit mehreren Zylindern die Brennstoffpumpen in einem dem ganzen Zylindersatz gemeinsamen
Gehäuse um eine Achse verteilt anzuordnen und die von diesen Pumpen geförderte Brennstoffmenge
durch Sonderleitungen den einzelnen Zylindern zuzuführen. Zur Steuerung der Pumpenkolben
wurde dabei ein von der Achse der Gesamtanordnung in Bewegung gesetzter schaukelnder
Ring benutzt. Bei diesen bekannten Anordnungen mußte jeder Brennstoffpumpe außerhalb
des Gehäuses ein besonderes Meßventil zugeordnet sein, das die Brennstoffmenge bestimmte,
und ein besonderer Antrieb für das Meßventil war zu wählen. Dadurch wurde trotz
der gedrängten Anordnung der kreisförmig verteilten Kolben die Zusammenstellung
eine schwerfällige und unverläßliche. Dieser Anordnung gegenüber zeichnet sich die
Erfindung dadurch aus, daß die Abmeßventile ebenfalls in dem Gehäuse angeordnet
sind und in Achsdeckung zu den einzelnen Pumpenkolben liegen. Es wird dadurch nicht
nur die Gesamtanordnung eine in jeder Beziehung kleinere, sondern es wird auch die
Möglichkeit geboten, durch Füllung des Gehäuses mit Schmiermittel Pumpen und Ventile
beständig mit dem nötigen Schmiermittel in einfacherer Weise zu versorgen, als dieses
bisher der Fall war. Die Anordnung der Ventile außerhalb der Zusammenstellung von
allen Brennstoffpumpen bereitet auch Schwierigkeiten für die Regelung der Brennstoffzufuhr
zu den einzelnen Zylindern. Nach der vorliegenden Erfindung wird durch eine von
Hand überwachbare Steuervorrichtung der Antrieb der Ventile geregelt, so daß ungeachtet
des gleichbleibenden Kolbenhubes der Brennstoffpumpe die von den Pumpen geförderte
Brennstoffmenge abhängig von der Einstellung der Steuervorrichtung gemacht wird.
Dieser Antrieb der Steuervorrichtung für die MeBventile wird von der Antriebswelle
für die Brennstoffpumpe dadurch verändert, daß ein mit- Spiralrippen versehener
Teil der Antriebswelle der Steuervorrichtung auf die Nabe einer Steuerscheibe eingreift,
um die letztere zu verdrehen. Es liegen also die Steuerteile jenen Mechanismen ganz
nahe, welche durch sie geregelt werden sollen, und die Steuerteile befinden sich
ebenfalls in Achsdeckung miteinander. Trotz der zahlreichen Forderungen, die an
ein derartiges Getriebe gestellt werden, wird dadurch der Aufbau vereinfacht und
die Sicherheit des Betriebes wird erhöht.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar.
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Abb. r ist ein Längsmittelschnitt eines Zylinders der Maschine mit
der neuen Brennstöffzufuhrvorrichtung.
Abb. = zeigt in vergrößertem
Maßstabe einen Längsschnitt durch den Antriebsmechanismus der Brennstoffpumpe.
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Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch den Mechanismus zum Antrieb der
die Brennstoffmenge bestimmenden und messenden Ventile.
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Abb. 4. ist ein Längsschnitt durch eine Brennstoffpumpe und ein Ventil.
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Abb. 5 ist eine Draufsicht auf den Mechanismus zur Überwachung der
Ventile. Abb.6 ist eine Draufsicht auf eine einstellbare Steuerscheibe für den Ventilmechanismus.
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Abb. 7 ist ein Querschnitt nach Linie 7-7 der Abb. q..
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Abb.8 zeigt im Aufriß die Vorrichtung zur Überwachung des Brennstoffes,
und Abb.9 ist eine Draufsicht von unten auf Einzelheiten der in Abb. 8 dargestellten
Vorrichtung.
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Die als Ausführungsbeispiel gewählte Maschine arbeitet im Viertakt
und wird durch einen nach Art von Hohlkolben ausgebildeten Schieber gesteuert. Die
Zylinder b4 sitzen nach Abb. i auf dem oberen Rand eines Kurbelgehäuses b und sind
von einem beliebig ausgebildeten Wassermantel b, umschlossen. Dieser Mantel hat
eine äußere Wand b5, der die eigentliche Zylinderwand b4 umgibt. Der Antrieb wird
von dem Kolben b° unter Vermittlung der Kurbeln b12 und Kolbenstangen b14 weitergegeben.
In jedem Zylinder befindet sich ein äußerer hohler Steuerschieber 25, der durch
den Exzenter 26 der Vorgelegewelle 27 und die Stange 28 in Bewegung gesetzt wird.
Diese Stange ist bei 29 an den Steuerschieber 25 angelenkt. Die Verbrennungsluft
tritt durch den Schieber 25 hindurch, da er bei 30 mit einem Fenster versehen
ist, und dieses Fenster kommt bei der Bewegung des Schiebers in und außer Eindeckung
mit der Lufteintrittsöffnung b' im Zylinder. Ferner hat der Schieber 25 ein Fenster
31 für den Austritt der Verbrennungsgase, das bei Bewegung des Schiebers
in und außer Eindeckung mit dem Kanal b$ des Zylinders gerät. In dem Steuerschieber
25 gleitet ein anderer Steuerschieber 32, dessen Durchmesser dem des Kolbens b3
entspricht. Auch der Steuerschieber 32 wird von der Vorgelegewelle 27 aus unter
Vermittlung eines Exzenters 33 und einer Verbindungsstange 34 angetrieben, die bei
35 an diesen Steuerschieber angelenkt ist. Die Lufteintrittsöffnung des inneren
Steuerschiebers 32 ist bei 36, die Austrittsöffnung für die Gase bei der Durchbrechung
37 dargestellt. Der Zylinder b4 wird oben durch einen Deckel C abgeschlossen; der
die Brennstoffeinspritzvorrichtung D enthält. Über die Deckel C aller Zylinder hinweg
erstreckt sich eine gemeinsame Haube E, die auch einen Raum e zur Aufnahme von Kühlwasser
abschließt.
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Der Mechanismus zur Zufuhr des Brennstoffes in die Einspritzvorrichtung
für alle Zylinder befindet sich in einem besonderen Gehäuse, das auch ein Schmiermittel
enthalten kann. Dieses Gehäuse kann als solches an die Maschine angesetzt werden
und nimmt in Übereinanderanordnung mehrere Pumpen und Meßventile auf, welche in
kreisförmigen Gruppen um die senkrechte Antriebswelle verteilt sind.
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Nach Abb. i hat dieses Gehäuse bei g1 einen Untersatz, der unmittelbar
gegen das Kurbelgehäuse b anstößt. Ein Zwischenstück g3 auf diesem Untersatz nimmt
jene Vorrichtung auf, durch welche die Reihenfolge der Zündvorgänge zeitlich geregelt
wird. Über dem Zwischenstück g3 sitzt ein topfartiger Behälter g4 mit einem in Drehung
und eine Schaukelbewegung versetzten Ring zur Überwachung der Pumpen, und über diesem
topfartigen Behälter ist ein anderer Teil g5 des Gehäuses angeordnet, durch welchen
sich die Kolbenstangen für die Pumpen erstrecken. Ein anderer Gehäuseteil gl über
dem Gehäuseteil g5 nimmt die Pumpen selbst auf und enthält auch die, Ventile sowie
deren Mechanismen, um sie in Bewegung zu versetzen. Schließlich ist der Gehäuseteil
gl oben durch eine Haube g' abgeschlossen, bei deren Abnahme die Pumpen und Ventile
des Gehäuseteiles g° zugänglich werden.
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Eine senkrechte Welle H (Abb. i) erstreckt sich durch die Gehäuseteile
g4 und g5 und treibt die Brennstoffpumpen an. Diese Welle ist im Gehäuseteil g4
durch - die in Abb. i und 2 angedeuteten Kugellager h4 unterstützt, und andere Kugellager
h' unterstützen die Welle auch in dem Gehäuseteil g°'. Der Antrieb der Welle H erfolgt
durch die Kurbelwelle. Eine WelleH2 (Abb. z) erstreckt sich parallel zur Kurbelwelle.
Von der Kurbelwelle aus -wird ein Zahnrad auf der Welle H2 gedreht, und auf der
senkrechten Welle H befindet sich unten ein Zahnrad la°° in Eingriff mit
einer Schnecke h1° auf der waagerechten Welle H2. Das Schneckenrad h2° sitzt jedoch
nicht unmittelbar auf der senkrechten Welle H, sondern auf einer mit dieser achsgleichen
senkrechten Welle Hl, welche in den Kugellagern 85 (Abb. i) des Gehäuseteiles g3
drehbar ruht. Diese Vorgelegewelle hat bei h16 einen mit Spiralrippen versehenen
Teil, der von einer mit ähnlichen Rippen ausgebildeten Hülse h1' umschlossen wird,
und diese Hülse kann sich auf dem gerippten Teil senkrecht verschieben. Ihre Verschiebung
erfolgt durch nicht dargestellte Lenker, die beweglich in einem Ring 97 eingesetzt
sind,
welcher von den Kugellagern 98, 99 drehbar unterstützt wird.
Infolge dieser Anordnung kann die Hülse 1a1' in der Längsrichtung auf der Welle
H1 verschoben und auch gleichzeitig verschraubt werden.
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Um die Welle H herum sind die Brennstoffpumpen I verteilt, und zwar
ist jedem Zylinder der Kraftmaschine eine bestimmte Brennstoffpumpe zugehörig. Jede
Pumpe besteht aus einem senkrechten Zylinder 12, der mit dem Gehäuseteil gl vergossen
ist. Ein Kolben Il ist in jedem Zylinder gleitbar, und außerdem befindet sich in
jedem Zylinder ein Abdichtungsring i und ein anderer Ring i3 über einer Buchse i5,
die gegen den Kolben I1 durch eine Feder i7 gedrückt wird. Diese Feder stützt sich
gegen eine Hülse oder Buchse i8 ab.
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Um die ganze Zusammenstellung von diesen Brennstoffpumpen der Reihe
nach in Bewegung zu setzen, ist auf der Welle H nach Abb. 2 eine Nabe L verkeilt.
Die Achse dieser Nabe verläuft schräg mit Bezug auf die Achse der Welle
H, so daß ein Ring L, in dem die Nabe drehbar ist, bei Drehung der
Welle eine Schaukelbewegung erfährt. Kugellager L, h (Abb.2) sind zwischen
diesen schrägen Nabenteil und den Ring 11- eingelegt, und an dem Ring ist
eine mit Verzahnung versehene Scheibe L2 befestigt. Die Zähne dieser Scheibe geraten
in Eingriff mit einer feststehenden Verzahnung 13 (Abb.2) am Fußende des
Gehäuseteiles g5, wobei dieses Fußende in den Gehäuseteil g4 hineinragt. Infolge
dieser Anordnung wird bei Drehung der Welle H dem Ring L2 eine Schaukelbewegung
übermittelt, ohne daß der Ring mit Bezug auf die Welle in Drehung versetzt würde,
da die Zähne 11 eine solche Drehung verhindern.
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In den Ring L1 sind Stifte 14 eingesetzt, deren Neigung der Neigung
des schrägverlaufenden Wellenstückes L entspricht. Sie werden in dem Ring und in
der Scheibe durch die Muttern h gesichert und tragen an den herausragenden Enden
die Kugeln 1s, um mit der Schaukelbewegung des Ringes eine entsprechende hin und
her gehende Bewegung der Pleuelstangen 17 hervorzurufen. Diese Pleuelstangen
sind mit den Tauchkolben 11 der Brennstoffpumpen I verbunden. Jeder Tauchkolben
trägt am unteren Ende nach Abb. 4 einen Kugelkopf l1°, der in eine entsprechende
Fassung der Pleuelstange l' hineintritt. Um die richtige Verbindung zwischen Pleuelstangen
und Tauchkolben herbeizuführen, ist eine kugelförmige Lagerschale 11 über
den Kugelköpfen 1s der Stifte 14 und eine ähnliche Lagerschale l° unter den Kugelköpfen
l1° der Tauchkolben in den Pleuelstangen 17 angeordnet, und diese Kugelschalen
sind durch eine hohle Stange l$ miteinander verbunden. Sie werden durch Ringe
11' ergänzt, und Ringe und Kugelschalen werden an der Fassung der Pleuelstange
?' durch übergestülpte Haubenmuttern 112 festgehalten, wobei auch Abdichtungsscheiben
114 an den oberen Enden dieser Kugelschalen zwischen ihnen und den Ergänzungsringen
111- angeordnet sind. Dadurch, daß der Scheibe L2>eine in der Umfangsrichtung
fortschreitende Schaukelbewegung übermittelt wird, wird auch den Pleuelstangen L'
unter Vermittlung der Kugelstifte 14 in ähnlicher Reihenfolge eine entsprechende
Hinundherbewegung übermittelt, bei der sie die geradlinig geführten Tauchkolben
I1 mitnehmen. Die Kugelgelenke an beiden Enden der Pleuelstangen 17 gestatten diesen
Stangen, sich nach jeder Richtung hin ausschwingend zu bewegen, was infolge der
Schaukelbewegung des Ringes L1 notwendig ist.
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Nach Abb.4 ist jede Brennstoffpumpe I oben mit einem Stutzen d23 des
Gehäuses g°_ in Verbindung, und in diesem Stutzen befindet sich ein Rückschlagventil
io6 (Abb. 4) als Teil eines in den Stutzen eingesetzten Schrau#bstöpsels d24. An
diesen Schraub-Stöpsel schließt sich jene Rohrleitung d22 an, die zur Einspritzvorrichtung
für den zugehörigen Zylinder führt, wie in Abb. i gezeigt.
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Dem Gehäuseteil g6 wird ein Schmiermittel unter Druck durch eine Rohrleitung
in zugeführt (Abb. i, 3, a), die ihrerseits an das Kurbelgehäuse b angeschlossen
ist. Die Kammern M (Abb. 4), welchen das Schmiermittel durch diese Rohrleitung m
zugeführt wird, sind nun durch Querkanäle m1 mit jener Bohrung in der Pumpenbüchse
i5 verbunden, in welcher die Tauchkolben I1 auf und ab bewegt werden. Diese Tauchkolben
haben nach Abb. 4 an ihrem Umfang Nuten m2, so daß sie sich selbst in dem Zylinder
schmieren. Auch gehen von der Buchse i5 in Anzweigung von den Radialkanälen in'
Axialka.näle m3 nach oben zu den unteren Ab dichtungsringeni, so daß die
letzteren durch den Druck des Schmiermittels gegen die Zwischenringe i3 hineingepreßt
und gleichzeitig auch auseinandergedrückt werden, damit sie den Hohlraum des mit
dem Gehäuseteil g6 vergossenen Pumpenstutzens wohl ausfüllen.
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Ein durch den Tauchkolben in Achsrichtung hindurchgehender Kanal m5
(Abb. 3) ist ganz oben durch einen Stöpsel m11 (Abb. 4) abgeschlossen. Der Kolben
hat aber auch eine oder mehrere Diametralbohrungen m', welche beim Hub des Kolbens
mit dem Querkanal m des Zylinders i5 in Deckung geraten und dadurch das Schmiermittel
aus der Kammer M aufnehmen. Durch diese Längsbohrung W fließt dann das Schmiermittel
im Tauchkolben nach abwärts zwischen die Kugeln und deren Fassungen an den beiden
Enden der Pleuelstangen
L' hinein, so daß diese Kugeln und ihre
Schalen auch genügend mit Schmiermittel versorgt werden.
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Die Zufuhr des Brennstoffes zu dem Stutzen d23 und von hier zur Leitung
d22 und zur Einspritzvorrichtung wird für jeden Zylinder der Maschine durch je eine
MeßvorrichtungK überwacht. Je nach der Zeitlänge, während welcher diese Meßvorrichtung
in Verschlußstellung bleibt, wird die Brennstoffmenge kleiner oder größer werden,
auch wenn der Hub der Kolben I' keine Veränderung erfährt.
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In Abb.4 ist eine derartige Meßvorrichtung im Schnitt in Verbindung
mit der Brennstoffpumpe gezeigt. Ein Ventilkegel k2 befindet sich am Fuß einer verschiebbaren
Ventilspindel k3, welch letztere in einem entsprechend ausgebohrten Büchsenteil
k4 senkrecht verschiebbar ist. Zur Sicherung des Büchsenteiles in seiner Stellung
im Gehäuseteil g11 ist ein Ring 107 auf einer Ringschulter des Gehäuseteiles aufgesetzt
und durchdringt eine Bohrung einer Zwischenwand io8 dieses Gehäuseteiles g11. Der
obereFlansch derBuchsek4 ist mit diesem Ring 107 durch Schrauben k91 fest
verbunden. In der Nähe des Ventilkegels k2 ist auf diese Spindel k3 eine Mutter
k'11 mit einer kegelförmigen Oberfläche aufgeschraubt und gegen diese Mutter legt
sich unter dem Druck einer Feder k11 eine Tellerplatte k'. Die Feder k11 stützt
sich gegen diese Tellerplatte ab und drängt sie nach unten, und andererseits legt
sich die Feder gegen eine Schulter der Buchse k4. Ein zylindrischer Metallbalg kie
ist an dem oberen' Ende mit dem Ring io7 und an dem unteren Ende mit der Tellerplatte
k7 fest vereinigt und umschließt die Feder. Dieser zylindrische Metallbalg wird
andererseits von einem Blechzylinder iio umschlossen, der ebenfalls mit dem oberen
Ende den Fuß des Ringes io7 fest umgibt und mit dem unteren Ende auf einer Zwischenwand
im Gehäuseteil g11 fest aufliegt. Dieser Blechzylinder iio ist nach Abb. 4 mit Löchern
i i i versehen, um dem Brennstoff aus der Kammer 103 des Gehäuseteiles Zutritt
zu gewähren. Die Kammer 103 ist allen diesen Meßvorrichtungen gemeinsam.
Sie erhält den Brennstoff durch eine Leitung 103' (Abb. i), deren anderes
Ende an eine passende Brennstoffquelle angeschlossen ist. Eine Überlaufleitung 104
(Abb. 3) führt Brennstoff aus dieser Kammer 103 wieder zur Vorratsquelle zurück.
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Während des Druckhubs der Kolben in den Schmiermittelpumpen wird der
Brennstoff durch die Bohrung k1 in jene Kammern zurückgedrängt, die von den Blechzylindern
iio gebildet werden. Dabei ist der Ventilkegel k2 von seinem Sitz abgehoben. Ist
jedoch dieser Kegel k2 auf dem Sitz an der Bohrung kl, so - wird beim Druckhub der
Schmiermittelpumpen der Brennstoff durch den Stutzen d23 und die Leitung d22 zur
Einspritzvorrichtung gedrückt. Jede dieser Vorrichtungen K ist als Ganzes aus dem
Gehäuseteile entfernbar, wobei auch die Ringe 1 07
mit entfernt werden.
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Um den Ventilspindeln k3 jene hin und her gehende Bewegung zu übermitteln,
durch die ihre Kegelspitzen k2 auf ihre Ventilsitze gedrückt bzw. davon abgehoben
werden, und um diese Bewegung in bestimmter zeitlicher Aufeinanderfolge an den verschiedenen
Vorrichtungen k durchzuführen, ist der im nachstehenden beschriebene Mechanismus
angeordnet.
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Eine senkrechte Welle H4 liegt in Achsdeckung mit der Welle H und
wird von ihr angetrieben. Durch die Welle H4 wird nun eine Hubscheibensteuerung
in Drehung versetzt. Diese Steuerung umfaßt Scheiben o1 und 02 (Abb. 6), von welchen
jede mit einem konzentrischen Umfangsteil o5 und einem Teil 04 von kleinerem Halbmesser
ausgerüstet ist (Abb. 6). Diese Scheiben o1 und o2 können mit Bezug aufeinander
so eingestellt werden, daß der Umfang der beiden vereinigten Sehei- -ben kreisförmig
ist. Bei dieser Einstellung bleiben die Ventilkegel k2 in Verschlußlage, bis eine
andere Einstellung der Steuer= scheibe o stattgefunden hat. Befinden sich die beiden
Scheiben o1 und 02 in solcher Lage mit Bezug aufeinander, daß auch ihre urrunden
Teile übereinander in Eindeckung liegen, so wird der Satz von Ventilspindeln k3
für die höchstzulässige Dauer in die Offenlage gedrängt.
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Die Steuerscheiben o1 und o2 sind mit Bezug aufeinander um die gleiche
Achse verstellbar, so daß dadurch die Beschickung mit Brennstoff zu den verschiedenen
Pumpen und Einspritzvorrichtungen geändert werden kann. Nach Abb.4 setzt sich die
Steuerscheibe o1 nach unten hin in einer langen Nabe oll fort, die in der Buchse
o112 dreht. Die Buchse ist in einem entsprechenden mit dem Gehäuseteil g11 vergossenen
Stutzen festgelegt. Die Nabe o611 hat Längsrippen und Nuten, entsprechend den tippen
und Nuten der Welle H4, so daß die Nabe und Steuerscheibe bzw. die Welle in der
Längsrichtung verschoben -werden können, ohne den Antrieb der Nabe zu unterbrechen:
Ähnlich setzt sich die Steuerscheibe 02 nach Abb. 4 nach oben hin in einer Nabe
o11 fort, die in der Buchse o15 dreht, und diese Buchse ruht fest in einem Ring
olo, welcher von einem Speichenkörper getragen wird. Der Speichenkörper sitzt nach
Abb. 4 mit der Felge 014 in einer entsprechenden Ausdrehung des Gehäuseteiles g11
und hat die Speichen 012 und eine den Ring o111 unterstützende
Nabe
o13. Der Ring o111 und dieser Speichenkörper werden durch die Bolzen oll fest aneinander
gehalten.
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Schraubstifte o19 (Abb.4 und 6) durchsetzen die mittlere Steuerscheibe
o sowie die beiden beweglich dazu verlegten Steuerscheiben o1 und o2, zu welchem
Zweck die mittlere Steuerscheibe o mit , den in Abb. 6 dargestellten Bogenschlitzen.
versehen ist. Axiallager 115 und r16 dienen zur Aufnahme der in Achsrichtung gehenden
Beanspruchungen und stützen die Nabe der Steuerscheibe gegen den Ring o111 bzw.
durch Einfügung eines Keilringes 12i und 117 gegen die Unterseite des Ringes iio
und die Oberseite eines auf dem Stutzen io8 sitzenden Ringes 118 ab. Das obere Stück
der Welle H4 hat in Spiralrichtung verlaufende Nuten h', entsprechend ähnlichen
Rippen und Nuten in der Nabe oll der mittleren Steuerscheibe o, welch letztere sich
nicht in der Längsrichtung verschieben kann, da ja die Lager 115, iis dies unmöglich
machen. Durch Längsverschiebung der Welle H4 wird demnach eine Dreheinstellung der
Steuerscheibe o gegen die abdeckenden Steuerscheiben o1 und o°- stattfinden. Durch
diese Verdrehung der Steuerscheiben mit Bezug aufeinander werden die in Abb. 6 deutlich
gezeigten Umfangsstellen mit kleinerem Halbmesser in der Umfangsrichtung verlängert
bzw. verkürzt werden, und dadurch wird jene Zeitspanne verändert, in der das Brennstoffventil
k2 geschlossen gehalten wird.
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Um nun die Welle H4 in der Senkrechten zu verschieben und dadurch
die mittlere Steuerscheibe o zu verstellen, ist die in Abb. 4 sowie 7 bis 9 dargestellte
Anordnung vorgesehen. Eine Gabel re (Abb. 4 und 7) sitzt einstellbar auf der Schwingwelle
r11, und das freie Ende dieser Gabel ist durch die in Abb.7 gezeigten Glieder y111
gelenkig mit einem Kragen y11 (Abb. i) verbunden, der die Welle H4 umgibt. Zwischen
diesem Kragen und der Welle befindet sich eine mit Rippen und Nuten ausgestattete
Hülse r (Abb. 3), die bei der Drehung der Welle demnach mitgenommen wird und die
auch durch den Keil y1 (Abb. 4) unverschiebbar mit der Welle verbunden ist. Kugellager
y12 und y13, je einen Druckring r14 und r15 umfassend, liegen zwischen dem Kragen
yll und der Hülse r. Auf das untere Ende der Hülse ist eine Mutter r l' aufgeschraubt,
die durch den darüber gestülpten Ring r16 das untere Lager y13 in Stellung hält.
Mit dem Gehäuseteil g6 ist ein Kasten y18 vergossen, durch welchen sich die Welle
r11 erstreckt und aus dem sie auch herausragt. Dieser Kasten ist nach Abnahme des
Deckels y19 von außen zugängig. Auf dem freien Ende der Welle .r11, das nach Abb.
8 links aus dem Kasten ziemlich weit herausragt, befindet sich ein verschiebbarer
Kragen z25 mit einer Mittelnut. Dieser Kragen hat Kupplungsklauen 126 zum Eingriff
auf ähnliche Klauen 127 einer Hülse 128, die die Welle r11 lose umschließt. Von
dieser Hülse 128 erstreckt sich in fester Verbindung damit ein Arm radial nach außen,
und an diesen Arm ist die Stange i3o angeschlossen. Durch ein passendes Gestänge
ist die Stange 13o bis zum Sitz des Maschinenwärters hin verlängert, und wenn demnach
die Klauen der beiden Kupplungsteile in Eingriff stehen, so wird bei entsprechender
Bewegung der Schiene 13o die Welle r11 ausgeschwungen werden, was durch Verschiebung
des Kragens rll auch eine Verschiebung der Welle H4 in der Achsrichtung und damit
eine Einstellung der Steuerscheibe o um ihren Mittelpunkt zur Folge hat.
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Die Drehung der Steuerscheiben wird in entsprechende Bewegung der
Ventilspindel k2 durch eine Hebelanordnung umgewandelt, und zwar ist jedem der Brennstoffmeßventile
eine besondere Hebelanordnung zugeordnet. Nach Abb. 4 und 5 befindet sich in der
Nähe jedes Ventils ein in der Senkrechten ausschwingbarer Winkelhebel p, der auch
den Hohlzapfen p3 drehbar unterstützt, und dieser Hohlzapfen wird wieder von Ansätzen
p4 jenes Ventilkörpers k4 getragen, durch welchen sich die Ventilspindel k2 erstreckt.
Dieser Winkelhebel p hat .einen waagerechten Arm p1, der sich mit einer Öse unter
den Kopf p2 der Ventilspindel k2 legt und dagegen durch eine Feder p5 gedrückt wird.
Der senkrechte Arm p6 des Winkelhebels nimmt eine Stellschraube p611 auf. Diese
Stellschraube wirkt auf den Ansatz p13 eines anderen Hebels p' ein, der in der Waagerechten
ausschwingt, wie in Abb.5 gezeigt, und einen senkrechten Schwingzapfen p8 hat. Dieser
Schwingzapfen ist im Gehäuseteil gs durch einen Ansatz des obenerwähnten Speichenkörpers
o1¢ unterstützt (Abb.4und5). DerwaagerechteHebelp' ist gegabelt und trägt zwischen
den Zinken der Gabel die Rollen p11 in Eingriff mit dem Umfang der Steuerscheiben
o, o1 und o2. Dieser Eingriff wird dadurch aufrechterhalten, daß eine Feder p19
(Abb. 5) in den Arm des Hebels p' eingehakt ist und auch an einem Ansatz p11 verankert
ist. Bei Ausschwingung des waagerechten Hebels p' wird die Bewegung durch die Stellschraube
p11° auf den senkrechten Hebel p übertragen, und dadurch wird die zugehörige Ventilspindel
k2 verstellt.
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Beim Betrieb der Vorrichtung verbleibt diese Ventilspindel k2 in der
in. Abb. 4 gezeigten Offenlage, solange die kreisförmigen Umfangsteile der Steuerscheiben
auf die Rollen p11 eingreifen. Infolge dieser Anordnung werden demnach die Ventile
k2, die ebenfalls in Kreisanordnung um die Welle H4 herum
verteilt
sind, der Reihe nach geschlossen, wobei die Dauer der Schlußlage von der Einstellung
der Steuerscheiben mit Bezug aufeinander abhängt. Wenn nämlich die Umfangsteile
mit dem kleineren Halbmesser in Eingriff mit den Rollen p9 geraten, so können die
Hebel p' nach einwärts schwingen, und dadurch werden auch die senkrechten Hebel
p nach unten gedrückt, so- daß durch die Federn kl die Ventile k3 geschlossen werden.
Je nach der Stärke dieser Federn kl wird der Druck des Brennstoffes, der durch die
Pumpen I befördert wird, verschieden sein.
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Die übereinander angeordneten Gehäuseteile g1 bis gl mögen mit Öl
gefüllt sein, um die darin untergebrachten- Mechanismen gehörig zu schmieren. Die
Ölzufuhr findet, wie oben erwähnt, durch die Röhre m statt. Von der Ölkammer 17
(Abb. q.) im Gehäuseteil gl strömt das Öl durch die Kanäle WO (Abb. i und 3) nach
oben. Durch zwei Kanäle zn=ß (Abb. 3) wird das Öl einer Längsnut in der Buchse ol'
zugeleitet, und es fließt von hier in jene Kammer, -die den Mechanismus zur Steuerung
der Ventile enthält, wobei bleichzeitig auch die Nabe o611 mit Schmiermittel versorgt
wird. Die Ventilkörper k4 haben ebenfalls Schmiermittelkanäle, und von diesen Kanälen
aus strömt das Schmiermittel dem zylindrischen Balgen kll zu, so daß die Ventilspindeln
k= beständig geschmiert werden. Letztere haben zu diesem Zweck Umfangsnuten. Eine
Leitung aoi setzt sich an den Kanal Zoo des Lagerstutzens oll für die Welle H4 (Abb.
5) nach oben hin an und versorgt dadurch jene Teile der Steuervorrichtung, die über
diesen Stutzen in dem Gehäuseteil gl liegen, mit dem Schmiermittel. Vom untersten
Teil des Gehäuses kann dann das überflüssige Schmiermittel wieder in das Kurbelgehäuse
zurückgeleitet werden.
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Die Zufuhr des Brennstoffes wird derartig überwacht, daß die ganze
Maschine angehalten wird, wenn nicht das Schmiermittel unter genügendem Druck durch
die Vorrichtung hindurch befördert wird und dadurch die richtige Arbeit aller Teile
verbürgt wird. Es dienen dazu selbsttätige Vorrichtungen, welche die Kupplungshälften
126 von der Nabe 12,7 (Abb.8) abrücken, so daß eineVerstellung der Steuerscheibe
o nicht eintreten kann. Der Fahrer oder Maschinenwärter kann dann die Ventile k2
nicht so beeinflussen, daß sie geschlossen werden. Die Einrichtung zur selbst: tätigen
Steuerung umfaßt das in Abb. 3 im Schnitt gezeigte zylindrische Gehäuse s1, das
durch die Bolzen s2 an den Teil gl des überwachungsgehäuses angeschlossen ist. Der
Boden s14 dieses zylindrischen Gehäuses s1 ist abnehmbar, wenn die Schrauben s15
entfernt werden, und an dem Gehäuse befindet sich wieder ein zylindrischer Metallbalg
sl, der am Kopf mit dem Teller se verbunden ist. Das Schmiermittel fließt'aus der
Kammer M durch die Leitung Wö in einen kurzen Rohrstutzen s" und von hier durch
eine Bohrung des Tellers s5 in das Innere des zylindrischen Balgs. An das untere
Ende des Balgs s'- ist ein nach unten offener Blechtopf s7 angeschlossen, der in
den Balg selbst hineinragt und an seinem nach oben gerichteten Boden den Stift s3
aufnimmt. Dieser Stift ist an einem Mittelansatz des unteren Deckels s14 gleitbar.
Eine Feder s13 drückt gegen den Boden des Topfes s7 und hat also das Bestreben,
den zylindrischen Balg s' in zusammengefaltetem Zustand zu erhalten. Diese Zusammenfaltung
wird dann eintreten, wenn der Druck des Öles unter einen bestimmten Wert sinkt.
Mit einem Schwingzapfen 137(Abb. 2), der in Lageransätzen 138
des Bodens s14
drehbar ruht, ist ein Arm 1q.0 verkeilt. Eine_ diesen Arm durchsetzende Schraube
141 (Abb. i) legt sich gegen das Fußende des Stiftes s3. Der Zapfen 137 nimmt auch
nach Abb. 8 einen Arm 136 auf, der mit seinem Kopf in die Nut der Kupplungshälfte
125 eindringt, um diese Kupplungshälfte bei Ausschwingung des Zapfens 137 in oder
außer Eingriff auf die andere Kupplungshälfte 128 zu bringen. Nach Abb. y wird der
Zapfen 137 von einer Schraubenfeder 139 umschlossen, die das Bestreben hat, diesen
Arm beständig in einer bestimmten Richtung zu verdrehen, und zwar ist dies eine
Richtung, in welcher dadurch die Ausrückung der Kupplung 125, 128 stattfindet.
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Befindet sich das Öl in dem Gehäuse und demnach auch im zylindrischen
Balg s' nicht unter Druck, so wird durch die Feder s13 der Stift s3 nach oben .gehoben,
und die Feder 139 ist dann in der Lage, den Zapfen 137 so zu verdrehen, daß die
Kupplung ausgerückt bleibt. Der Wärter oder Fahrer kann dann selbst bei Verstellung
der Stange 13o die Steuerscheiben o, o1 und o2 nicht mit Bezug aufeinander verdrehen,
und die Ventile k= werden dann nicht in Verschlußstellung gebracht. Wächst jedoch
der Druck des Schmiermittels in dein zylindrischen Balg sl über einen bestimmten
Wert an, um den Stift s3 nach unten zu drücken, so wird der Arm iq.o in eine Lage
gedrückt, in welcher er den Zapfen 137 verdreht und die Kupplung einrückt, so daß
bei Verstellung der Stange 13o die Steuerscheiben verstellt werden können. Sobald
also die Zufuhr des Öles nicht mehr unter bestimmtem Druck stattfindet, wird infolge
des Abstellens der Ventile k` die ganze Maschine abgestellt werden.
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Der Brennstoff fließt durch die Leitung 103' (Abb. 3) von einem beliebigen,
nicht dargestellten Behälter zur Kammer 103, die nach
Abb.2 alle
jene Blechzylinder iio enthält, welche die Meßventile K umschließen. Jedoch ist
zwischen diese Brennstoffbehälter i i11 und die Ventile je ein Metallbalg k111 eingeschaltet,
so daß der Brennstoff nur an die Spitze des Ventilkörpers herantreten kann. Diese
Spitze des Ventilkörpers liegt dem oberen Ende des zugehörigen Brennstoffkolbens
12 gegenüber. Bewegt sich also dieser Kolben nach aufwärts, während der Ventilkörper
k2 abgehoben ist, so wird eine Verdrängung des Brennstoffes in die Leitung d22 nicht
stattfinden. Der Brennstoff wird einfach hin und her gepumpt; das Rückschlagventil
i116 läßt ihn nicht durchtreten. Senkt sich jedoch der Ventilkörper k' auf seinen
Sitz, dann erfolgt von diesem Augenblick an beim Pumpenhub des Kolbens T die Eindrückung
des Brennstoffes in die Leitung (7'3, bis der Druck des Rückschlagv entils überwunden
wird und der Brennstoff dem Verteiler D zugeführt wird. Es hängt also die beförderte
Menge von dein Zeitraum ab, in welchem die Meßvorrichtung das Ventil k2 geschlossen
hält bzw. freigibt.
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Es ist möglich, diese Zeitlänge durch eine Steuervorrichtung zu regeln,
die von Hand aus von beliebiger- Stelle bedient werden kann. Es sind jedoch auch
selbsttätige Regelvorrichtungen in der Maschine vorhanden, durch welche je nach
dem Druck des Schmiermittels diese Regelung herbeigeführt werden kann, und ferner
sind Mittel vorgesehen, um die Hübe der Pumpenkolben von Hand aus zeitlich zu verändern
oder aber eine Änderung selbsttätig herbeizuführen oder die Handbedienung auszuschalten.