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Flüssigkeitsmesser mit vier zueinander rechtwinklig angeordneten Zylindern
Gegenstand der Erfindung ist eine Vervollkommnung an den bekannten Flüssigkeitsmessern
mit vier zueinander rechtwinklig angeordneten Zylindern, daran Kolben mit ihren
Kulissen in geeigneter Weise an den mittleren Kurbelzapfen angeschlossen sind. Ein
solcher Flüssigkeitsmesser ist z. B. im Patent 589 862 desselben Patentinhabers
beschrieben.
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Die Verbesserung hat vor allem noch eine Vereinfachung des Schieberantriebs
zum Zwecke, indem die exzentrisch angeordnete Kurbelwelle nicht gesondert (siehe
Patent 589 862), sondern in unmittelbarer Verbindung mit dem Schieberkörper selbst
angeordnet ist, wodurch die Festigkeit des Ganzen erhöht wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines solchen Kolbenmessers
nach der Erfindung dargestellt. Abb. i ist der schematische, senkrechte, axiale
Schnitt durch den ganzen Meßapparat mit dem Schieber im Schnitt nach der gebrochenen
Linie I-I in Abb. 2, wobei das Antriebszahnradpaar, das Zählwerk und das Zifferblatt
teilweise in Ansicht dargestellt sind. Abb. 2 ist der Querschnitt durch die Verteilerkanäle
und den Schieber, und zwar in normaler Verschließlage des Schiebers für den rechten
und linken Meßzylinder nach Abb. i. Abb. 3 ist der senkrechte Schnitt . durch den
Schieber, geführt durch die Achse des Schiebers, und zwar nach Linie III-III in
Abb. 2. Abb. 4 ist die Ansicht auf den Schieber in der Stellung nach Abb. 2 von
der Seite. Abb. 5 ist die Seitenansicht auf den Kurbelzapfen des Schiebers.
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Bei dem Messer nach der Erfindung ist die Anordnung von vier aufeinander
oder zur mittleren Längsachse senkrecht stehenden Zylindern i mit Arbeitskolben
:2 bekannt. Von diesen Kolben sind in Abb. i nur zwei gegenüberliegende Kolben sichtbar.
Diese einander gegenüberliegenden Kolbenpaare sind mit entsprechenden an sich bekannten
Kulissen mit dem mittleren Antriebs- oder Führungszapfen 4 verbunden, und zwar mit
seinem Kurbelzapfen 5, der exzentrisch gegenüber der Längsachse des Hauptführungszapfens
4 mit Hilfe der Lagerrollen 6 gelagert ist. Der Hauptführungszapfen 4 ist nicht
in der senkrechten Längsachse für den ganzen Apparat gelagert, sondern in der Längsrichtung
des Gehäuses für den Zylinderschieber 7, mit dem er sich um die Achse des Apparates
dreht. Diese erwähnten Teile sind in dem Gehäusekörper 8 des Meßapparates angeordnet,
in dessen Innenteil als Ganzes mit dem Körper vier bereits erwähnte Zylinder i für
die Kolben
:2 ausgebildet sind. Der erwähnte zylindrische Schieber
7 ist im Meßgehäuse 8 drehbar im Futtersitz 9 gelagert, das von oben tief in das
Gehäuse g eingeschoben ist, wodurch auch eine genügend lange Führung für den Schieber
7 erzielt wird, ohne daß sich die Gesamtlänge des Meßapparates vergrößert.
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An den oberen ringförmigen Flansch 8' des Gehäuses 8 ist der Zylinder
io aus Glas oder einer ähnlichen durchsichtigen Masse aufgesetzt, der an seinem
oberen Ende mit dem zweiteiligen Deckel i i und 12 verschlossen ist, wovon ein Teil
i i aus einem Ring und der zweite Teil i-- aus einer angeschraubten Scheibe mit
einer Mittelöffnung 13 zum Anschrauben des nicht dargestellten Luftablaßhahnes
besteht. Die Deckelscheibe 12 läßt sich abschrauben, wenn ein Zutritt in das Innere
des Meßgehäuses 8 oder in das Schauglas nötig ist, das durch den Glaszylinder io
gebildet wird und auch den Luftabscheider 14 und den Filter 17 von geeigneter, an
sich bekannter Konstruktion enthält, so daß die Demontage des Gefäßes io oder weiterer
Apparatteile entfällt.
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In den Gehäuseoberteil 8 des Meßapparates mündet die Rohrmuffe 16,
durch welche die zu messende Flüssigkeit zugeführt wird, und diese strömt unter
Druck erst in den Raum des Schauglases io mit dem Luftabscheider 14 und dem Filter
17 und gelangt erst aus diesem Raum in das Innere des Meßgehäuses 8 über den Schieber
7, wie weiter beschrieben ist.
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Der Kurbelzapfen 5 des Hauptführungszapfens q., der in den Schieberkörper
7 eingeschraubt und in diesem Schieber größtenteils in seiner Länge geführt ist,
stützt sich mit seinem freien Ende 18 in die Ausnehmung i9 am Umfange der Scheibe
2o, deren Drehbewegung durch die Welle 21 und das Zahnradpaar 2:2,:23 auf den Zählwerkmechanismus
2.1 übertragen wird, dessen Zifferscheibe in der gezeichneten Stellung nicht sichtbar
ist. Die Welle 2r der Scheibe 2o ist im Unterteil 25 des Meßapparates
gelagert, und dieser Unterteil ist am Boden des Gehäuses 8 in geeigneter Weise befestigt
und bildet den Ablaufkanal des Meßapparates.
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Der Schieber 7, im Detail in Bild 2 bis q. dargestellt, hat im Wesen
die Form eines Hohlzylinders, der durch eine radiale Wand 7' (Abt. 2 und 3) in zwei
Räume 26 und 27 geteilt wird, wovon der erste in der Richtung nach oben und der
zweite in der Richtung nach unten offen ist, wobei in der entsprechenden. Seitenwand
des Schiebers 7 eine Öffnung 28 bzw. 29 vorgesehen ist, die beide einander symmetrisch
gegenüberliegen und die Verbindung des entsprechenden Raumes 26 oder 27 mit den
korrespondierenden Kanälen 32 oder 31 bzw. 33 und 30 (Abt. 2) bei Schieberverdrehung
herstellen.
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Der Gehäuseunterteil des Meßapparates ist als Untersatz 8" ausgebildet,
der den ganzen Meßapparat auf einem geeigneten Unterbau 35 auf einer Konsole io.
ä. trägt.
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Zur Erzielung der genauen Hubeinstellung der Kolben :2 in den Zylindern
i ist der Zylinderschieber auf einer Seite seiner Wand mit einer exzentrisch gelagerten
Verstärkung 34. (Abt. 2) versehen, in welcher der oben schon beschriebene Führungszapfen
q. mit dem Kurbelzapfen 5 gelagert ist. Der Führungszapfen q. ist im Schieberkörper
7 mit seinem Gewinde verstellbar und wird so gesichert, daß der Kurbelzapfen durch
Verdrehung dieses Zapfens .4 in seinem Gewinde von der Symmetrieachse oder der Längsachse
des Schiebers 7 bzw. des Gehäuses 8 des Meßapparates genähert oder entfernt wird,
wodurch sich dann bei der Drehung des Schiebers 7 im Futter 9 die Hübe der Kolben
:2 entsprechend der eingestellten Achsenentfernung des exzentrischen Kurbelzapfens
5 am Hauptzapfen q. gegenüber der Achse des Schiebers 7 in den Grenzen der Exzentrizität
länger oder kürzer gestalten. Eine leichte und schnelle Einstellung dieses Kurbelzapfens
5 durch Verdrehen des Führungszapfens q. ermöglicht der oben abschraubbare Deckel
12 des Meßapparates.
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Die- Wirkungsweise des Messers ist folgende: Die zu messende Flüssigkeit
wird unter Druck durch die Eintrittsmuffe 16 in den Oberteil des Meßgehäuses 8 geleitet
und strömt in der Richtung nach oben in das durchsichtige Gefäß 1o, wo sich der
Flüssigkeitsstrom um den äußeren Rand des .Mantels 14 verteilt, wodurch die Gasbläschen
frei werden, nach oben steigen und sich im Luftraum 15 des Gefäßes io ansammeln.
Je nach der Lage des Verteilerschiebers 7 tritt eine Seitenöffnung in Verbindung
mit einem oder zwei Kanälen 32, 31 bzw. 33, 30 (Abt. 2), und die Flüssigkeit strömt
unter ihrem Druck aus dem Gefäß io durch den Schieberhohlraum 26 in den zugehörigen
Kanal 30 in der in Abb. i dargestellten Lage und fortlaufend auch in die
Kanäle 31, 32 und 33 im Meßgehäuse B. In der beschriebenen offenen Stellung des
Schiebers 7 für den dargestellten Zylinder i in Abb. i nimmt der zugehörige Kolben
2 gerade die innere Endstellung ein, so daß die Druckflüssigkeit den entsprechenden
Meßraum 36 in dem Zylinder i und dem Meßgehäuse 8 ausfüllt. Bei der folgenden Verdrehung
des Schiebers 7 in der durch den Pfeil angegebenen Richtung in Abb.2 wird derselbe
Raum 26 mit dem gegenüberliegenden, nach unten offenen Hohlraum 27 des Schiebers
in Verbindung gebracht, wobei sich
der Kolben :2 gleichzeitig in
die linke Endlage verschiebt (in den betrachteten Zylinder i, Abb. i), während sich
in dem gegenüberliegenden Zylinder i der umgekehrte Vorgang vollzieht. Die abgemessene
Flüssigkeit wird dann bei der Kolbenrückbewegung über den Raum 27 des sich drehenden
Schiebers 7 in den Auslaufkanal 25 im Unterteil des Meßgehäuses 8 geleitet, wobei
der hier erwähnte Hohlraum 27 vom oberen Raum des Zuleitungsgefäßes io durch den
oberen vollen Deckel abgeteilt ist (Abl?. 3).
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Durch diese fortlaufende Bewegung der Kolben :2 in den Zylindern i
und die fortlaufende Drehung des Schiebers 7 durch Wirkung dieser Kolben werden
die gegebenen Mengen in die Auslaufmuffe 25 übergeleitet, wobei die Drehzahl des
Schiebers vom Zählwerk 2¢ auf seiner Ziffernscheibe mit Hilfe der schon beschriebenen
übersetzung 23, 22, 2i, 2o und i8 oder weiterer nicht gezeichneter Zahnpaare registriert
wird.
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Der Durchflußmesser in der beschriebenen Ausführung arbeitet vollständig
automatisch bei Öffnung des Druckflüssigkeitseintrittes in den Apparat. Eine Vereinfachung
der Konstruktion wird dadurch erreicht, daß die Apparatbestandteile einige Funktionen
auf einmal ausführen, z. B. daß der eigentliche Schieber gleichzeitig die Kurbel
und den Lagerzapfen des Kurbelzapfens bildet usw.