DE655125C - Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen

Info

Publication number
DE655125C
DE655125C DEB150717D DEB0150717D DE655125C DE 655125 C DE655125 C DE 655125C DE B150717 D DEB150717 D DE B150717D DE B0150717 D DEB0150717 D DE B0150717D DE 655125 C DE655125 C DE 655125C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
channels
windows
pair
inlet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB150717D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ralph N Brodie Co
Original Assignee
Ralph N Brodie Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ralph N Brodie Co filed Critical Ralph N Brodie Co
Priority to DEB150717D priority Critical patent/DE655125C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE655125C publication Critical patent/DE655125C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/04Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
    • G01F3/14Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body
    • G01F3/16Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders
    • G01F3/18Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders involving two or more cylinders

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Messen von Flüssigkeiten oder Gasen Vorrichtungen zum Messen von Flüssigkeiten oder Gasen mit zwei in einem Gußkör-. per waagerecht liegenden Zylindern, von denen jeder einen eine Zählvorrichtung beeinflussenden Kolben aufnimmt, der eine Hinundherbewegung sowie eine Drehung um seine Längsachse ausführt, sind bereits bekannt. Die Zylinder sind hierbei hintereinandergelegt,_ und in den mit einer Scheidewand v ersehenen Kolben sind Kanäle angeordnet, die finit in den Zylindern befindlichen" Kanälen zusammenarbeiten, wobei der Einlaß der Flüssigkeit aus jedem Zylinder zum Kolben durch ein einziges oberes Fenster erfolgt. Eine solche Anordnung ist fehlerhaft, weil dadurch die hydraulischen Drücke schlecht ausgeglichen, ferner der Raumbedarf des Messers infolge des Hintereinanderliegens der Zylinder vergrößert, das Einsacken der von der Flüssigkeit mitgeführten Luft an den Zylinderenden begünstigt, - ein gesteigerter @@%iclerstand des Messers hervorgerufen und der rückwärtige Druck in der zum Messer führenden Leitung vergrößert werden. Auch können etwaige Fremdkörper, wie Sand oder Mineralstoffe, nicht sofort zu der Auslaßkainmer gelangen und verursachen Reibungen sowie vorzeitige Abnutzung der Arbeitsflächen.
  • Diese sämtlichen Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß unter Verwendung der an sich bekannten Anordnung der Zylinder parallel nebeneinander jeder der beiden Zylinder ein Paar von diametral gegenüberliegenden, den Zylinderumfang in bezug auf eine axiale, waagerechte Ebene symmetrisch überlappenden Einlaßkammern mit Fenstern sowie ein Paar von diametral gegenüberliegenden, den Zylinderumfang in bezug auf eine axiale, lotrechte Ebene symrrietrisch überlappenden Auslaßkammern mit Fenstern aufweist, während jeder der beiden Kolben zwei Paare von um je 9o° versetzten längs verlaufenden Kanälen trägt, von denen die diametral gegenüberliegenden Kanäle des einen Paares an das eine Kolbenende und die diametral gegenüberliegenden Kanäle des anderen Paares an das andere Kolbenende angeschlossen sind, so daß stets das eine Paar mit den Einlaßfenstern und das andere Paar mit den Auslaßfenstern in Verbindung koinint. Diese Kennzeichnung der Lage der Einlaßkarrnnern bzw. -fenster und der Auslaßkammern bzw. -fenster soll darstellunggeometrisch besagen, daß, wenn man in jede Zylinderachse zwei sich in dieser Achse schneidende, zueinander senkrechte Ebenen (Projektionsebenen) legt und die Fensterränder als parallele Erzeugende am Zylinderumfang betrachtet, die Projektionsgeraden (welche sämtlich parallel zur Projektionsachse verlaufen) der beiden jeweilig diametral gegenüberliegenden Ränder bei sämtlichen Fenstern auf die eine oder die andere "Projektionsebene sich stets in gleich großem Abstand von der Achse befinden, wie man auch die Neigung der Projektionsebenen in bezug auf eine Horizontalebene (oder eine Vertikalebene) wählen mag. Einfachlleitshalber und aus praktischen Gründen l@ f@@°, trieb und Schwerkraft) wurden als Profi tionsebenen zwei Symmetrieebenen ver«:og-., det, die durch die Zvlinderaclise liorizonik* und vertikal geführt sind uns sämtliche Fen-ster halbieren. In bezug auf diese beiden Ebenen überlappen die Fenster am Zylinderumfang die darin enthaltene Ebene symmetrisch zu beiden Seiten dieser Ebene. Da man die beiden Projektionsebenen jedoch als in beliebig großer Zahl innerhalb der Fenster gelegt sich denken kann, so ist ersichtlich, daß die in Betracht kommenden Kraftkomponenten der beiden durch die diametral gegenüberliegenden Fenster eintretenden bzw. austretenden Strömungen stets gleich groß und entgegengesetzt sein werden und somit die liy draulisclieil Drücke sich zugunsten eines ruhigen und genauen Arbeitens ausgleichen.
  • Die abwechselnde Eindeckung der Kolbenkanäle mit je zwei Einlaß- und je -zwei Auslaßfenstern hat eine Vergrößerung der wirksamen Arbeitsfläche bei einem Kolben von gegebenem Durchmesser zur Folge, wodurch der Widerstand des Messers vermindert, die Kapazität vergrößert und der Rückdruck nach der Leitung zu verhütet werden. Die Anordnung von einem Paar der Einlaßfenster in diametral waagerechter Gegenüberstellung und einem Paar der Auslaßfenster in diainetral lotrechter Gegenüberstellung hat ferner den '%-orteil, daß das Fluidum an den beiden Seiten des Zylinders eintreten und sowohl oben als auch unten austreten kann, so daß einerseits die eingeschlossenen Luftblasen sofort aufsteigen können und die Kolben gegen Stoppen an den Zylinderenden geschützt sind, andererseits aber die schweren Fremdkörper unmittelbar zu dem unteren Auslaßfenster durchfallen. Schließlich wird durch die symmetrische Anordnung der Einlaßfenster lieben Raumersparnis ein geringerer Strömungswechsel des Fluidums dadurch erzielt, daß man die Zufluß- und Abflußrichtung zu bzw. aus den Zylindern gleichlaufend in die Zylinderachsen verlegen kann. Infolge der \'ebeneinanderanordnung der Zylinder läßt sich auch die Synchronisiervorrichtung für die Kolbenbewegungen mit Vorteil in dem Zwischenraum unterbringen.
  • Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigen: Fig. i eine geschnittene Draufsicht auf eine Meßvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig.2 einen Querschnitt nach der Linie 11-1I der Fig. i, Fit-'- 3 einen Längsschnitt nach der Linie 111-11I der Fig. 1, Fig. 4. eine schaubildliche Ansicht des Kol-@ens und , Fig. 5 bis 8 schematische Ansichten, aus .=.ivelclien die Strömung der Flüssigkeiten oder -=Gase durch die lIeßvorrichtung hindurch ersichtlich ist.
  • Die Meßvorrichtung für Flüssigkeiten oder Gase soll in eine Rohrleitung eingebaut werden, uni, das V oluinen der durch die Leitung strömenden Flüssigkeiten oder Gase zu messen und anzuzeigen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Meßvorrichtung -aus einem Gußstück, welches zwei parallel zueinander verlaufende, in der Bauart gleiche Zylinder io und i i aufweist. Die Enden der Zylinder in dem Gußstück werden durch Decke112 abgeschlossen, die angeschraubt oder in sonstiger Weise befestigt sind. Die Zylinder io und i i sind parallel zur Längsinittellinie des Gußstückes und in gleichen Abständen beiderseits dieser Mittellinie angeordnet.
  • jeder Zylinder weist ein Futter 14. auf, die für beide Zylinder in der Bauart ebenfalls gleich sind. In jedem Futter sind vier Fenster A, B, C und D vorgesehen, wobei die Fenster A und B waagerecht und die Fenster C und D senkrecht liegen. Die Kanäle sind also, wie auch aus der Zeichnung ersichtlich ist, um 9o° gegeneinander versetzt.
  • In der Längsmittellinie des gußeisernen Gehäuses sind an gegenüberliegenden Enden des letzteren ein Einlaßkanal 1 5 und ein Auslaßkanal i0 vorgesehen, um welche herum Flanschen 17 sich befinden, so daß die Meßv orrichtung mit anderen Vorrichtungen verbunden oder in eine Rohrleitung eingebaut werden kann, durch welche hindurch zu messende Flüssigkeit geleitet wird. Der Einlaßkanal 15 stellt mit den Einlaßkammern 18, i g und 2o in Verbindung, von denen die Kammern 18 und 2o an gegenüberliegenden Seiten des Gußstückes angeordnet und niit den Fenstern A der Zylinder io und i i verbunden sind, während die Einlaßkammer ig mit den Fenstern B der Zv linder verbunden ist. Der Auslaßkanal16 steht finit den in dem Bußeisernen Gehäuse vorgeselicnen Auslaßkammern 2i, 22 und 23 in Verbindung. Die Auslaßkammern 22 und 23 liegen am oberen Teil eines jeden Zylinders und stehen mit den Fenstern C in den Zylindern in Verbindung, während die Auslaßkaminer 21 unterhalb der Zylinder io und ii sich befindet und finit den Fenstern D verbunden ist.
  • Die Auslaß- und Einlaßkaininern stehen miteinander nur durch die Zylinder io und i i in Verbindung, und diese Verbindung wird durch die Kolben 24. und 25 in den Zylindern to und ii so gesteuert, claß die von dem Einlaßkanal 15 kommenden, durch die Kammern und die Zylinder nach dein Auslaßkanal16 strömenden 1# liissiglceiten oder Gase auf die Kolben und letztere auf eine Anzeige- oder Zählvorrichtung wirken, -welche das Volumen der vom Einlaß- nach dem Auslaijkanal ströinenden Flüssigkeiten oder Gase anzeigt. Da die Kolben in der Bauart einander gleich sind, genügt die Beschreibung eines dieser Kolben.
  • )oder Kolben ist in der Mitte und in der (Querrichtung durch eine Scheidewand unterteilt und mit vier Kanälen 2;, 28, 29 und 3(-) versehen. Die Kanäle befinden sich in der Umfangswandung des Kolbens, und zwar stehen die Kanäle 27 und 29 mit den l'nden 31 und die Kanäle 28 und 30 mit dein degenüberliegenden Ende 32 des Kolbens in Verbindung. Die Kanäle 27 bis 30 sind je- doch so angeordnet, daß sie über die ganze Länge des Kolbens sich ersirecken, ohne eine Verbindung zwischen den gegenüberliegenden Enden des Kolbens herzustellen. Letzteres ist ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich. Es heißt dies mit anderen `'orten, -wenn die Kanäle 27 und 29 des Kolbens in Verbindung mit den Einlaßkanälen stehen, -werden Flüssigkeiten oder Gase von den Einlaßkamniern dein Ende 3 1 des Kolbens zuführt, so daß dieser in Richtung des Pfeiles R sich verschiebt. Wenn die Kanäle 27 und 29 niit den Einlalil;jnäleii des Zylinders in Cberdeckung kommen, stehen die beiden anderen Kanäle finit den Auslaßkanä len des Zylinders in Überdeckung, und die Flüssigkeiten oder Gase strömen durch diese Kanäle hindurch nach den Auslaßkaniniern in dein Gußkörper. Die Wirkungsweise des Kolbens ist jedoch derart, daß bei jedem abwechselnden Kreislauf die Kanäle 28 und 3o finit den Einlaßkanälen in dein ZZ-linder in Cberdekkung kommen und Flüssigkeiten oder Gase von den Einlaf,il;aminern nach dein gegenüberliegenden Ende des Kolbens 32 geleitet werden, wodurch der Kolben nach der entgegengesetzten Richtung bewegt wird. Zu dieser Zeit stehen die Kanäle 27 und 29 in Überdeckung mit den Auslaßkanälen des Zylinders, so daß Flüssigkeiten odc-r Gase am Ende 31 des Kolbens abgeführt und in die Auslaßkammern des Gußstückes strömen können.
  • Um die Kanäle so zu verschieben, daß diese Überdeckung erfolgt, werden sie bei der Hinundherbewegung gedreht, und die Drehung erfolgt ini abgestimmten Zeitverhältnis zii den Hinundlierhüben, derart, daß die Kanäle in den Kolben richtig finit den Kanälen in den Zylindern in C: berdeckung kommen und infolgedessen durch die in die Einlaßkainniern des Gußstiickes einströniendenFliissigkeiten oder Gase die Hinundherbewegung der Kolben bewirkt wird.
  • Zu diesem Zweck weist jeder Kolben einen radialen Arm 33 auf, der mit einer drehbaren Synchronisiervorrichtung 34 verbunden ist. Letztere besteht aus einem drehbaren Ring 35, der in Wirklichkeit die innere Laufbahn eines Kugellagers 36 bildet. Die äußere Laufbahn dieses Kugellagers ist in einer Konsole 37 befestigt, die starr in den Gußkö rper zwischen den Zylindern in die Einlaßkaminer i9 hineinhängt. _Mit dem Ring 35 ist eine Scheibe 38 verbunden, in welcher zwei radiale Schlitze 39 und 4o vorgesehen sind. Letztere sind um 9o° voneinander getrennt. In jedem der radialen Schlitze 39 und d.o ist ein Organ 41 bzw. 49- vorgesehen, die mit den radialen Arenen 33 der Kolben in Eingriff stehen, Durch den Eingriff der radialen Arme 33 finit den Organen .[i und 42 werden diese Arme finit der drehbaren Synchronisiervorrichtung an exzentrischen Stellen der letzteren verbunden, so daß, wenn die Kolben sich hin und her bewegen, auch die SZ#nchronisiervorriclitung gedreht -wird, wodurch die radialen Arme 33 in einer kreisförmigen Bahn um die Achse der Synchronisiervorrichtung herum sich bewegen und hierdurch eine Schwingung der Kolben während der Hinundherbewegung letzterer verursachen. Die Organe .11 und .42 sind gegenüber dem Drehmittelpunkt der Synchronisiervor richtung einstellbar, so daß der Hub der Kolben zwecks Einstellens der Meßvorrichtung verändert --erden kann.
  • Aus den Zeichnungen ist ersichtlich, daß in der 'litte der Scheibe 38 ein drehbarer Zapfen 43 mit exzentrischen Enden .L4 und 45 vorgesehen ist und diese Zapfen gleiche Exzentrizität haben -wie die Organe4t und 4.2. jedoch uni 9o° gegeneinander versetzt sind. Die exzentrischen Teile 44 und dS des Zapfens 43 stehen drehbar mit den inneren Enden der Organe .Ii und .42 in Eingriff. Letztere werden für gewöhnlich in einer feststehenden Lage gegenüber der Scheibe 38 durch Stiftschrauben 46 gehalten. Durch Lösen dieser Schrauben .4ö und Drehen des Zapfens .I3 kann jedoch der radiale Abstand zwischen den Mitten der Organe 41 und .I2 und der Scheibe 38 geändert werden, um den Hub der Kolben zu verkleinern oder zu vergrößern.
  • Aus der Fig. 3 ist ersichtlich, daß quer in den Zapfen .I3 hinein ein Stift So sich erstreckt; der in einer in der Scheibe 38 vorgesehenen Aussparung liegt. Eine kalibrierte Skala 51 ist konzentrisch um den Mittelpunkt der Scheibe herum und so angeordnet, daß sie mit dem Stift So zusammenarbeiten kann, -wodurch der Betrag der dein. Zapfen durch Einstellung der Lage des Stiftes gegebenen Drehbewegung genau bestimmt werden kann, Das heißt mit anderen Worten, durch eine Bewegung des Stiftes 5o gemäß der Skala 5 i kann der Hub der Kolben auf einen vorher bestimmten Grad eingestellt werden. Nachdem der Stift 5o zur Erzielung der richtigen Einstellung bewegt worden ist, werden die Schrauben 46 wieder angezogen, um die Organe 41 und 42 in der eingestellten Lage zu halten.
  • Fig. 2 läßt erkennen, daß die die Synchronisiervorrichtung tragende Konsole 37 am unteren Ende einen Stift 5.4 trägt, der in eine Aussparung einer der Scheidewände des Gußkörpers eingreift. Am oberen Ende der Konsole 37 ist ein Flansch 55 vorgesehen, der als Deckplatte für eine oben in dem Gußkörper vorgesehene Öffnung 56 dient. Der Flansch 55 ist mit dem Gußkörper durch Stiftschrauben 57 verbunden. Durch Lösen letzterer kann der Flansch 55 von dem Gußkörper abgenommen werden, worauf die Konsole 37 mit der Synchronisiervorrichtung aus dem Gußstück herausgenommen werden kann.
  • Es leuchtet ein, daß, wenn die Schrauben 57 herausgenommen worden sind, durch geringes Anheben der Konsole 37 ein Drehen der Synchronisiervorrichtung bewirkt wird, bis die radialen Arme 33 der Kolben in ihrer Tiefstlage sich befinden. Die Konsole 37 kann dann um ihre senkrechte Achse in einer solchen Richtung gedreht werden, daß die Arme 33 aus den Organen 41 und .12 herausgezogen werden. Die Konsole 37 läßt sich. alsdann zusammen mit der Synchronisiervor richtung aus dem Gußkörper herausziehen, worauf beliebige Einstellungen. vorgenommen werden können.
  • Um die Synchronisiervorrichtung wieder mit den Kolben in Verbindung zu bringen, ist es nur notwendig, sie in die gleiche Lage einzusetzen, in welcher sie herausgezogen wurde, und die Synchronisiervorrichtung.und die Konsole nach einer Richtung hin zu drehen, die den abermaligen Eingriff der Arme 33 in die Organe 41 und 42 zur Folge hat. Die Schrauben 57 werden dann wieder angezogen, um die Konsole in der eingestellten Lage sicher zu befestigen.
  • Um das Volumen 'der durch die Meßvorrichtung strömenden Flüssigkeiten oder Gase anzuzeigen und aufzuzeichnen, wird eine Zählvorrichtung 6o beliebiger Bauart vorgesehen, die an dem Flansch 55 der Konsole 37 angebracht ist. Diese Zählvorrichtung ist mit der Svnchronisiervorrichtung so verbunden, daß die Hübe der Kolben durch die Drehung der Synchronisiervorrichtung aufgezeichnet werden. Da die Verschiebung der Kolben genau bestimmt werden kann, sind ihre'Hübe mit den Mengen der Flüssigkeiten oder Gase in Übereinstimmung und können durch eine geeignete Zählvorrichtung angedeutet werden, Zum Antrieb der Zählvorrichtung ist eine Antriebswelle 61 vorgesehen, die durch einen an der Synchronisiervorrichtung befestigten Zahnkranz 62 unter Vermittlung eines Zahnrades 63 und eines Paares von Kegelrädern 64 gedreht wird. Das übersetzungsverhiMtnis zwischen diesen Zahnrädern ist so gewählt, daß, wenn die Meßv orrichtung in Betrieb ist, die Kolbenhübe mit den Mengen der durch die Meßvorrichtung strömenden Flüssigkeiten oder Gase übereinstimmen und durch das Zählwerk angezeigt werden.
  • Es ist bereits früher zum Ausdruck gebracht worden, daß die radialen Arme 33 der Kolben um 9o° gegeneinander versetzt sind. Der Grund dieser Anordnung ist darin zu erblicken, daß die Kolben in einander überdeckenden Kreisläufen arbeiten und zusammenwirken, einander über die Totpunktslage hinaus zu verschieben. Das heißt mit anderen Worten, wenn .einer der Kolben die Totpunktslage erreicht, arbeitet der andere Kolben noch, und mit Hilfe der Synchronisiervorrichtung wird letzterer ersteren über die Totpunktslage hinausschieben und ihn wieder in die wirksame Stellung bringen.
  • Bei der Benutzung der Meßvorr ichtung strömen Flüssigkeiten oder Gase durch den Einlaßkanal hindurch in die Einlaßkammern 18, i 9. und 2o hinein und, wenn angenommen wird, daß die Kolben die in Fig.2 veranschaulichte Lage einnehmen, strömen die Flüssigkeiten oder Gase durch die Fenster 13 und B in den Zylinder io und durch die Kanäle 27 und 29 des Kolbens 2,4 nach dem Ende 31 des Kolbens, wodurch letzterer in Richtung des Pfeiles R (Fig. i) verschoben wird. Die Flüssigkeiten oder Gase, die sich am, anderen Ende 32 des Kolbens befinden, strömen dufch die Kanäle 28 und 3o des Kolbens und durch die Kanäle C und D in dem Zylinder hindurch in die Auslaßkammern 22 und 21 hinein und verlassen den Gußkörper durch den Auslaßkanal 16 hindurch.
  • Während der Kolben durch die Flüssigkeiten oder Gase hin und her bewegt wird, wird er durch seine Verbindung mit der Synchronisiervorrichtung 34 in Umdrehung versetzt. In einem Zeitpunkt, und zwar in dem auf der Fig. i dargestellten Zeitpunkt, befindet sich der Kolben 25 in Totpunktslage, jedoch wird infolge des Umstandes, daß der Kolben 24 noch wirksam ist, dessen Bewegung unter Vermittlung der Sy nchronisiervorrichtung 34 eine Drehbewegung des Kolbens 25 in Sinne des Pfeiles E in Fig. 2 bewirken. Diese Drehbewegung des Kolbens 25 bringt dessen Kanäle 27 und 29 in Überdeckung mit den Einlaßfenstern B und A des Zylinders i i und der Kolben beginnt nunmehr, sich in axialer Richtung entgegengesetzt zur ursprünglichen Bewegungsrichtung zu bewegen.
  • Sobald die Kanäle 27 und 29 des Kolbens 25 beginnen, in Überdeckung mit den Fenstern B und A des Zylinders r i zu kommen, beginnen die Kanäle 28 und 30 des Kolbens in Cberdeckung mit den Fenstern C und D des Zylinders ii zu kommen, so dar Flüssigkeiten oder Gase an dem einen Ende 31 des Kolbens aus den Einlaßkammern i9, 2o einströmen und am gegenüberliegenden Ende 32 in die Auslaßkammern 21, 23 hineingelangen.
  • Wenn der Kolben 24 das Ende seines Hubes erreicht, befinden sich alle Kanäle 27 bis 30 außer Überdeckung mit den Kanälen in dem Zylinder io, und der Kolben nimmt die Tötpunktslage ein. Zu dieser Zeit befindet sich der Kolben 25 in Hubstellung. Die Bewegung des Kolbens 25 wird selbstverständlich durch die Synchronisiervorrichtung 3.4 auf den Kolben 2.1. übertragen, wodurch dieser gedreht wird und seine Kanäle 27 und 29 in Cberdeckung mit den Auslaßkanälen C und D und seine Kanäle 28 und 30 in Überdeckung mit den Einlaßfenstern B und A des Zylinders io kommen. Die Flüssigkeiten oder Gase aus den Einlaßkammern strömen mithin nach dem Ende 32 des Kolbens, während durch den Kolben verdrängte Flüssigkeiten oder Gase durch die Kanäle 27 und 29 des Kolbens hindurch in die Auslaßkammern 22 und 21 des Gußkörpers und von hier durch den Auslaßkanal entströmen.
  • Es sei bemerkt, daß die durch die Zylinder hindurch ausströmenden Flüssigkeiten oder Gase durch die oberen und unteren Kanäle gelangen, so daß zwar Fremdkörper in den Flüssigkeiten oder Gasen in die Auslaßkammern fallen können, ohne daß die Gefahr besteht, daß diese die arbeitenden Teile erreichen. Ebenso kann irgendwelche in den Flüssigkeiten vorhandene Luft aufwärts steigen und durch- die oberen Kanäle ausströmen, so daß sie sich nicht in der Meßvorrichtung ansammeln und deren genaue Wirkungsweise beeinträchtigen kann.
  • Aus obiger Beschreibung ist ersichtlich, claß mit der Erfindung eine genau wirkende Vorrichtung zum Messen von Flüssigkeits-und Gasmengen geschaffen wird, die in der Bauart verhältnismäßig einfach, im Betrieb jedoch zuverlässig ist.

Claims (2)

  1. PATEN TANSPRÜCIIR: i. Vorrichtung zum liessen von Flüssigkeiten oder Gasen mit zwei in einem Gußkörper waagerecht parallel nebeneinanderliegenden Zylindern, von denen jeder einen eine Zählvorrichtung beeinflussenden Kolben aufnimmt, der eine Hinundherbewegung sowie eine Drehung um seine Längsachse ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Zylinder ein Paar von diametral gegenüberliegenden, den Zylinderumfang in bezug auf eine axiale, waagerechte Ebene symmetrisch überlappenden Einlaßkammern (19, 20 mit Fenstern B, A) sowie ein Paar von diametral gegenüberliegenden, den Zylinderumfang in bezug auf eine axiale, lotrechte Ebene symmetrisch überlappenden Auslaßkammern (21, 22 mit Fenstern D, C) aufweist, während jeder der beiden Kolben zwei Paare von um je 9o° versetzten längs verlaufenden Kanälen (27, 28, 29, 30) trägt, von denen die diametral gegenüberliegenden Kanäle (27, 29) des einen Paares an das eine Kolbenende (31) und die diametral gegenüberliegenden Kanäle (28, 30) des anderen Paares an das andere Kolbenende (32) angeschlossen sind, so daß stets das eine Paar mit den Einlaßfenstern (A, B) und das andere Paar mit den Auslaßfenstern (C, D) in Verbindung kommt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i mit einer Synchronisierungsvorrichtung für die Kolbenbewegungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisierungsv orrichtung (3d.) in dem Zwischenraum, und zwar vorzugsweise in der inneren Einlaßkamtner (i9), zwischen den parallelen Zylindern als eine einstellbare Kurbelzapfenlager (39, .42) tragende, im Kugellager eines Ringes (37) drehbare, zu den Kolbenachsen planparallele Scheibe (38) ausgebildet ist, die mittels radialer Arrne (33) der Kolben eine Drehbewegung erhält und ihrerseits die Kolben zur Drehung bringt, wobei der Ring (37) aus dem Zwischenraum (Kammer i9) heraushebbar ausgebildet ist.
DEB150717D 1931-06-24 1931-06-24 Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen Expired DE655125C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB150717D DE655125C (de) 1931-06-24 1931-06-24 Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB150717D DE655125C (de) 1931-06-24 1931-06-24 Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE655125C true DE655125C (de) 1938-01-11

Family

ID=7002263

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB150717D Expired DE655125C (de) 1931-06-24 1931-06-24 Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE655125C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940325C (de) * 1948-12-24 1956-03-15 Stoppani A G Durchflussmesser mit Kolben

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940325C (de) * 1948-12-24 1956-03-15 Stoppani A G Durchflussmesser mit Kolben

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2251304C3 (de) Vorrichtung zum Messen von Flüssigkeitsmengen
DE2342060C3 (de) Vorrichtung zum gegenläufigen Verstellt·, der Hublänge von zwei Kolben- oder Membranpumpen
DE655125C (de) Vorrichtung zum Messen von Fluessigkeiten oder Gasen
DE865387C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Viskosität einer bewegten Flüssigkeit
DE2330382A1 (de) Anordnung zum entfernen von gas aus einer vorrichtung mit einem zylinder und einem darin bewegbaren kolben
DE847210C (de) Einrichtung zum verhaeltnisgleichen Einfuehren fluessiger Zusatzmittel in ein stroemendes Hauptmittel
DE687117C (de) Dichtheitspruefvorrichtung fuer Ventile, insbesondere fuer Ventile von Gasschutzmasken
DE611892C (de) Fluessigkeitsmesser mit vier zueinander rechtwinklig angeordneten Zylindern
DE625827C (de) Durch Druckluft bewegte Flaschenteller von Flaschenfuellmaschinen
DE849766C (de) Fluessigkeitsmesser
DE563578C (de) Gruppenfettschmierpumpe mit um eine Welle und senkrecht zu dieser angeordneten Kolbenpumpen
AT138564B (de) Vorrichtung zum Messen der Mengen von Gasen, Dämpfen oder Flüssigkeiten.
DE662037C (de) Fluessigkeitsmengenmesser
DE633274C (de) Tankinhaltsmesser
DE865662C (de) Ringkolbenfluessigkeitszaehler fuer Milch od. dgl.
DE709058C (de) Zweiteiliger, hydraulische entlasteter Verteilungsdrehschieber fuer nach dem Verdraengungsprinzip arbeitende Fluessigkeitsmesser, insbesondere Kolbendurchflussmesser
DE804965C (de) Kolbenmesser
CH225582A (de) Gehäuse für eine Flüssigkeitsmessvorrichtung.
DE448872C (de) Rotierende Kolbenpumpe
AT164241B (de) Strömungsanzeiger
DE876326C (de) Mengenmesser
AT49597B (de) Meß- und Abfüllapparat oder Flüssigkeitsmesser.
DE902205C (de) Hydraulisches Getriebe
DE1130610B (de) Rotierend arbeitender Durchfluss-mengenbegrenzer
DE1003457B (de) Mess- und Dosiergeraet