DE84173C - - Google Patents
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- DE84173C DE84173C DENDAT84173D DE84173DA DE84173C DE 84173 C DE84173 C DE 84173C DE NDAT84173 D DENDAT84173 D DE NDAT84173D DE 84173D A DE84173D A DE 84173DA DE 84173 C DE84173 C DE 84173C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D49/00—Machines for pounding
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.Y&
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, welche die vorspringenden oder
überschüssigen Theile des Oberleders abschneidet, nachdem dieses mit der Sohle oder
mit dem Rande vernäht ist; bei umgenähten Schuhen bestehen diese Theile nur aus dem
überschiefsenden Theile des Oberleders, während sie bei auf Rand gearbeiteten Schuhen aus
Randleder und Oberleder gebildet werden. Die bisher für diesen Zweck bekannten Maschinen
zerfallen in zwei Gruppen; bei der einen schneiden zwei gegen einander arbeitende
Messer den Ueberschufs durch einen intermittirenden Scheerenschnitt ab, bei der anderen
arbeitet ein oscillirendes Messer intermittirend gegen ein Paar Rollen, welche das Zuführen
und Stützen besorgen. Beide Gruppen haben ihre schwer wiegenden Nachtheile; bei der
ersteren war die Höhe, bis zu welcher der überstehende Theil herabgeschnitten werden
sollte, durch die Dicke der auf dem Schuh aufliegenden Scheerenmesser bestimmt, und da
weiter für das Arbeitsstück keine Führung vorhanden war, so konnte nur ein unregelmäfsiger
Schnitt erzeugt werden; bei der zweiten Gruppe war kein Widerlager oder Führung vorgesehen, und da auch für die
Entfernung von Arbeitsstück und Messer keine Begrenzung vorgesehen war, so gerieth ersteres
sehr leicht in die Messerbahn und wurde beschädigt. Beide Gruppen hatten aufserdem
den Nachtheil, dafs infolge der intermittirenden Wirkung der Messer die Arbeitsleistung sehr
beschränkt war, Welche Beschränkung bei letzterer Gruppe noch durch die zulässige
Geschwindigkeit der Zuführungsrollen vergröfsert wird.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht darin, die Bahn des Schnittes genau zu bestimmen
und eine Beschädigung des Werkstückes unmöglich zu machen; dabei ist die Leistungsfähigkeit der neuen Maschine nur
durch die Schärfe des Schneidemessers und durch die Geschicklichkeit des Arbeiters beschränkt.
Zu diesem Zwecke wird das Schneidemesser mit zwei Widerlagern derartig in Verbindung
gebracht, dafs zwischen den beiden Widerlagern ein Raum verbleibt, durch welchen der
abzuschneidende Ueberschufs hindurchgeleitet wird; bei dieser Anordnung unterstützen die
Widerlager das Arbeitsstück auf zwei zu beiden Seiten des abzuschneidenden Materials liegenden
Stellen; das Messer geht durch den freien, zwischen beiden Widerlagern vorhandenen
Raum hindurch und schneidet somit den Ueberschufs bis auf eine Höhe ab, die durch die
Entfernung von Messer und Arbeitsfläche der Widerlager bestimmt wird. Aufserdem ist
ein beständig arbeitendes Messer vorgesehen, welches entweder durch ein Ringmesser, ein
Kreismesser, ein Bandmesser oder ein oscillirendes Messer gebildet werden kann, Die
Maschine ist auf beiliegender Zeichnung darge-
stellt, wobei Fig. ι eine Vorderansicht der Maschine zeigt, bei welcher ein Ringmesser
verwendet wird.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht derselben,
Fig. 3 ein Schnitt durch den Messerkopf,
Fig. 4 eine perspectivische Ansicht des Ring-,messers,
sofern dieses aus einem Stahlband besteht, welches, sobald es aus der Maschine herausgenommen ist, aus einander federt.
Fig. 5 ist eine perspectivische Ansicht eines der Widerlager.
Fig. 6 und 7 zeigen in Seitenansicht bezw. Vorderansicht eine Modification der Maschine
mit rotirendem Schneidemesser.
Fig. 8 und 9 veranschaulichen die Verwendung eines Bandmessers,
Fig. ι ο und 11 die eines Oscillirmessers.
Fig. 12 zeigt die Arbeitsweise der Maschine für den Fall, dafs ein umgenähter Schuh, beschnitten
werden soll, und
Fig. 13 die Bearbeitungsweise eines auf Rand
gearbeiteten Schuhes.
In der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform
ist A ein cylindrisches Messer, welches an einer Scheibe B, dem sogen.
Schneidkopf, durch Schrauben C befestigt ist. Dieser Schneidkopf ist mittelst eines Keiles E
oder dergl. mit der rotirenden Welle D gekuppelt. Die Welle liegt in Lagern F des
Gestelles G und wird auf passende Weise angetrieben. Mit dem Gestell ist ein Schutzblech
/ verbunden, welches das Messer umgiebt und dieses sowie den Arbeiter gegen
Zufälligkeiten schützt. An diesem Schutzblech sind die Widerlager JJ befestigt, zwischen
welchen ein geringer freier Raum K verbleibt. Die Arbeitsflächen /2 sind mit einem Ausschnitt
J* versehen, durch welchen das Messer hindurchgeht (Fig. 3 und 5). Das »eine der
Widerlager ist mit einem Späneablenker J3 versehen, der nach innen gegen die Mitte des
Schneidkopfes bis dicht an die Wandung desselben reicht (Fig. 3). Dieser Späneablenker
hat den Zweck, den Abfall aus der Bahn des rotirenden Messers abzulenken.
Vortheilhaft wird die Beschneidemaschine mit einem Schmirgelrade oder Schleifsteine L
versehen, welcher das rotirende Messer beständig scharf halten soll. Dieses Schleifrad ist auf
einer Welle L'2 befestigt, die in dem Lager F'2
rotirt; eine Stellschraube Z.3 ermöglicht es, das Schleifrad nach Belieben mit dem Messer in
Berührung zu bringen. Das Schleifrad wird durch eine Schnur Z,5 unter Vermittelung des
Rades Z,4 und passender Leiträder Z.5 von der
Welle D aus in Umdrehung versetzt.
Die Widerlager können durch Schrauben /°
und Schlitze J° verstellt werden (Fig. 2).
Ist die Maschine in Arbeit, so drückt der Arbeiter den Schuh 5 gegen die Widerlager
und vorwärts gegen die Messer, so dafs der abzuschneidende Ueberschufs in dem freien
Raum K sich befindet; dort wird er durch das Messer abgeschnitten und durch den Ablenker
J3 aus der Bahn des Messers geschoben.
Die Form des Messers ist von keiner besonderen Wichtigkeit und kann, wie Fig. 6
und 7 zeigen, auch ein Kreismesser α angeordnet werden; dieses ist an dem Ende einer
Welle b befestigt, welche in den Lagern c ruht und durch die Scheibe d in Umdrehung
versetzt wird. Die Widerlager ff, welche den freien Zwischenraum g zwischen sich aufweisen
und deren Arbeitsflächen mit h bezeichnet sind, sind direct mit dem Maschinenrahmen
e verbunden.
Die Fig. 8 und 9 zeigen die Verwendung eines Bandmessers a P; dieses ist über das angetriebene
Rad ν und das im Gestell verstellbare, auf bl lose laufende Rad w geführt. Der Antrieb
des Rades ν geschieht durch die Welle b unter Vermittelung der Riemscheibe d\ die
Widerlager f sind wieder so angebracht, dafs das Messer durch Einschnitte derselben hindurchgeht,
während zwischen beiden der freie Raum g verbleibt.
In Fig. 10 und 11 ist a" ein schwingendes
Messer, welches in einem Rahmen / befestigt ist; dieser schwingt um den Zapfen m und wird
durch eine Kurbel oder ein Excenter η unter Vermittelung der Lenkerstange 0 bewegt; die
Widerlager sind in der bereits beschriebenen Weise angeordnet.
In Fig. 12 ist ρ ein Schnitt durch einen umgenähten Schuh, q ist der vorstehende
Rand des Oberzeuges, der theilweise abgeschnitten werden soll; dieser Rand wird in
den zwischen beiden Widerlagern^" vorhandenen Raum hindurchgeführt, wobei die Sohle des
Schuhes an den Arbeitsflächen h der Widerlager vorbeigeführt wird; das Messer u schneidet
den Rand gleichmäfsig und genau bis zu der gewünschten Höhe ab.
In Fig. 13 ist j?' ein Schnitt durch einen
auf Rand gearbeiteten Schuh, q' der aus Saumund Oberleder gebildete Rand; hier werden
beide gleichzeitig in derselben Weise beschnitten; die kleinste Grenze, bis zu welcher
beschnitten werden kann, hängt von der Stärke der Widerlager ab, während eine gröfsere
Breite des Saumes durch Verstellen der Widerlager in Bezug auf das Messer erreicht wird.
Ein weiterer Vortheil dieser Anordnung besteht darin, dafs'der .abzuschneidende Streifen
des Saumes sich gegen die Seitenflächen der Widerlager legt und somit hier eine Stütze
findet, wodurch einerseits die Führung des Schuhes erleichtert, vor allem aber ein gleichmäfsiger
Schnitt gebildet wird, da der abzu-
schneidende Theil dem Messer auf diese Weise nicht ausweichen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schuhbeschneidemaschine, gekennzeichnet durch zwei Widerlager, die durch einen Spalt von einander getrennt sind, so dafs sie den zu beschneidenden Schuh auf beiden Seiten des anzuschneidenden Randes unterstützen, während das quer durch den Spalt hindurchgehende, vortheilhaft continuirlich bewegte Messer den Rand bis zu einer Höhe abschneidet, die bestimmt ist durch die Entfernung der Arbeitsflächen der Widerlager von der Messerschneide.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84173C true DE84173C (de) |
Family
ID=356428
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84173D Active DE84173C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84173C (de) |
-
0
- DE DENDAT84173D patent/DE84173C/de active Active
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