DE83C - Verfahren zum Verpacken von Druckpapierrollen - Google Patents
Verfahren zum Verpacken von DruckpapierrollenInfo
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Description
1877.
KÜBLER & NIETHAMMER in KRIEBSTEIN bei WALDHEIM. Verfahren zum Verpacken von Druckpapierrollen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1877 ab.
Damit die Druckpapier-Rollen beim Transport keine Beschädigung erleiden, umfassen die Patentinhaber
die Ecken einer jeden Rolle ganz knapp am Rande so, dafs die Papierkante mit dem
Reifen bündig ist, oder auch, dafs der Reifen noch über den Papierrand etwas- hinaussteht,
fest mit einem Reifen, so dafs das Papier von der Kante aus unter keinen Umständen platzen
kann. Zu diesem Zweck wird die Rolle in Holzpappe, welche ein kurzes Stück nach den Seiten über die Rolle hinaussteht, eingehüllt.
Die Holzpappe wird auf gewöhnliche Art mit einer Schnur in der Mitte der Rolle festgehalten,
und es kann bei sehr breiten Rollen die Schnur zum Transport um der Rolle bleiben.
Um die Kanten der Rolle herum wird je ein offener Reifen aus Eisen oder anderem zweckentsprechenden
Material gelegt. Der offene Reifen läfst sich bequem um die Rolle legen, und es
stehen die Enden der Reifen in gewissem Abstand auseinander. Beide Enden eines Reifens
sind an ihrer Oberfläche mit je zwei vorspringenden Nasen versehen, die aus vierkantigem oder sonst
wie geformten Blech oder. anderem zweckentsprechenden Material gefertigt sein können und
die mittels Nieten an die Reifen festgenietet sind. Es befinden sich also da, wo sich die
Reifenenden gegenüberstehen, vier Nasen oder Vorsprünge, von denen die beiden äufseren zum
Zusammenziehen des Reifens, die beiden inneren zum Schliefsen des Reifens dienen. Zum Schliefsen
bedient man sich eines, der Peripherie der Rolle bezw. des Reifens entsprechend gebogenen Stückes
Blech, dessen Enden zur Verstärkung des Schliefsstücks nach oben umgebogen sind. Dieses
Schliefsstück hat eine Oeffnung, d. h. einen länglichen Ausschnitt, der so bemessen ist, dafs er
über die Schliefsnasen des Reifens gelegt werden kann, um den Reifen zusammenzuhalten, wenn
letzterer zusammengezogen ist. Dieses Zusammenziehen geschieht mittels eines Schraubklobens,
der mit seiner einen festen Backe hinter die eine, und mit seiner beweglichen Backe hinter
die andere, äufsere Nase des Reifens greift.
Wird nun mittels der Schraube die bewegliche Backe angezogen, so zieht man den Reifen zusammen,
bis sich das Schliefsstück über die beiden inneren Nasen legen läfst; dann wird der
Schraubkloben weggenommen und der Reifen
sitzt fest. Der Schraubkloben hat an beiden Greifbacken da, wo letztere die Nasen packen,
entsprechende Einschnitte, um ein Abgleiten des Klobens zu verhüten und gutes Anziehen zu
sichern.
Wenn nun an jeder Seite der Rolle ein Reifen in der oben dargestellten Weise umgelegt ist,
so ist die Rolle gegen ein Aufplatzen des Papiers geschützt. Die Holzpappe deckt die Rollenperipherie
sehr gut und verhindert vermöge ihrer Elasticität die Beschädigung der Rolle zwischen
den Reifen; die Hauptsache' ist aber, dafs der festangezogene Reifen verhindert, dafs das Papier
irgend wie am Rande platzen oder an der Seite ernstlich beschädigt werden kann. ·
Auf der beiliegenden Zeichnung bedeutet a die Papierrolle, b, b ' die Reifen, c die Pappe, d, d' die
äufseren, und e, ei die inneren Nasen; i ist
das Schliefsstück, m, ml sind die umgebogenen
Enden desselben, η ist der Schraubkloben, mit 0 der festen und r der beweglichen Backe.
Aus dem vorstehend Gesagten wird man erkennen, dafs die Verpackungsmethode allen Anforderungen
entspricht, die als unerläfslich aufgestellt werden müfsen. Das Papier ist von
der Papierfabrik aus bis an seine Endbestimmung geschützt, d. h. die Rolle kann mit
ihrer Verpackung in die Druckmaschine eingelegt werden, so dafs irgend eine weitere
Manipulation, als Abrollen zum Druck nicht mehr mit ihr vorgenommen wird; dann erst
wird die Verpackung abgenommen, was einfach dadurch geschieht, dafs man den geschlossenen
Reifen mittels stumpfen Instrumentes nach der Seite heruntertreibt, oder man schlägt das Schliefsstück
los und zieht den Reifen über die Welle ab.
Diese äufserst practische Verpackungsart macht den Transport, gegenüber den anderen Verpackungsarten,
billiger, da sie leichter ist; sie wird dadurch noch wesentlich billiger, dafs ihre
Leichtigkeit die Rücksendung in die Papierfabrik verlohnt, zum Zweck neuer Verwendung.
Claims (2)
1. Die Verpackung von Papierrollen, welche wegen ihrer strammen Aufwickelung aufserordentlich
leicht durch geringen Stofs dem Aufplatzen an den Kanten ausgesetzt sind,
mittels Reifen an den Kanten der Rolle, welche Reifen bündig mit der Papierkante
liegen, oder je nach Wunsch über diesen Papierrand hinaus stehen können.
2. Die Schliessung der, mittels Schraubklobens festangezogenen
Reifen durch ein Schliefsstück, das über vorstehende Nasen an den Reifen greift und den Reifen fest zusammenhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE83T | 1877-07-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83C true DE83C (de) |
Family
ID=70920603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE83DA Expired - Lifetime DE83C (de) | 1877-07-25 | 1877-07-25 | Verfahren zum Verpacken von Druckpapierrollen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83C (de) |
-
1877
- 1877-07-25 DE DE83DA patent/DE83C/de not_active Expired - Lifetime
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