DE8392C - Fortbewegungs-Apparate für Luft- und Wasserschiffe - Google Patents
Fortbewegungs-Apparate für Luft- und WasserschiffeInfo
- Publication number
- DE8392C DE8392C DENDAT8392D DE8392DA DE8392C DE 8392 C DE8392 C DE 8392C DE NDAT8392 D DENDAT8392 D DE NDAT8392D DE 8392D A DE8392D A DE 8392DA DE 8392 C DE8392 C DE 8392C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wings
- wing
- movement
- air
- rotations
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 title claims description 21
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 3
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims 1
- 230000001141 propulsive effect Effects 0.000 claims 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 7
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 7
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 230000010006 flight Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000001404 mediated effect Effects 0.000 description 1
- IHQKEDIOMGYHEB-UHFFFAOYSA-M sodium dimethylarsinate Chemical class [Na+].C[As](C)([O-])=O IHQKEDIOMGYHEB-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C11/00—Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
1877.
Klasse 77.
GEORG BAUMGARTEN in Forsthaus GRÜNA bei CHEMNITZ. Fortbewegungs-Apparate für Luft- und Wasser schiffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1877 ab.
Die gewöhnliche Schiffsschraube hat der Erfinder in folgender Weise verändert.
An der Welle W, Fig. 1, befindet sich die Scheibe S. An dieser sind sechs stählerne
Stäbe i, bis ss befestigt, welche mit ihren
Enden den stählernen Reifen r halten. Dieser ist aufserdem durch die Spannstangen /?, bis k6
mit der Strebe H, welche an der Scheibe 5 befestigt ist, verbunden. Jeder Stab ί ist von
einem röhrenförmigen Stab umschlossen, mit welchem ein den Zeugstoff ο tragender Rahmen
fest verbunden ist. Der röhrenförmige Stab sammt Rahmen läfst sich gegen den eingeschlossenen
Stab um ca. 30 ° nach rechts und links bewegen, und zwar mittelst der Zugstange t, welche mit dem einen Ende mit der
die Welle W umschliefsenden Hülse c verbunden ist. Durch die Vor- und Rückwärtsstellung
der letzteren auf der Welle W mittelst des Stabes d kann man die Lage der Triebflächen
zur Rotationsebene beliebig ändern.
Zur Fortbewegung eines Flügelluftschiffes in horizontaler Richtung hat der Erfinder folgende
Apparate construirt.
Zwei stählerne, vom Mittelpunkt c nach den Enden zu parabolisch sich verjüngende Armpaare
S1S2 und S3 Sn bilden zusammen mit
den bogenförmigen Stäben s, J2 s3 i4 einen
S-förmigen Doppelrahmen, Fig. 2, 2a und 3. Mittelst der Zapfen zt z2 ist derselbe drehbar
gelagert. An den inneren Seiten der Arme sind Schienen angebracht, in welchen die Wagen
ww laufen. Diese Wagen sind durch die Gelenkstäbe /j bezw. p2 verbunden. Zwischen
diesen Stäben, welche den Biegungen der Geleise leicht folgen können, ist der Zeugstoff 0
eingespannt. Stehen die Flügel in der Richtung α b und ist der nach α zu liegende Rahmen
durch den Zeugstoff ο gedeckt, so wird, wenn der ganze Rahmen einen Halbkreis in der Richtung
des Pfeiles, Fig. 3, beschreibt, durch den Druck der Fläche 0 auf die Luft, der Aerostat
nach α zu fortbewegt werden. Um diese Fortbewegung durch die weitere Drehung des Rahmens
nicht wieder zu neutralisiren, läfst man den Wagen w auf der (durch die etwas geneigte
Axenstellung erzeugten) schiefen Bahn 'herab- und somit auf die andere Seite des Rahmens
rollen. Der an dem Balken i befindliche federnde Stift ν wird von den an dem Rahmen
vorhandenen Stiften ux It11 während der Rotation
gestreift, um den zum Wechsel nöthigen Stillstand zu gewinnen.
Ein anderer Apparat ist in Fig. 4 bis 6 dargestellt. Jeder Flügel der Triebwelle besteht
aus zwei vom Centrum nach den Enden zu parabolisch sich verjüngenden und nach vorn
(bezüglich der Rotationsrichtung) concav gebogenen Armen S1 S2 bezw. S3 ,S4, die den
Zeugstoff 0 tragen. Der eine Flügel ist gegen den gegenüberstehenden an der Flügelaxe, welche
sich in dem verstärkten Theil r der Welle w auf- und abkippend bewegen kann, um 90"gedreht.
Durch Streifung der Stifte V1 V2 an dem
Leitstück k werden die Flügel, jedesmal nach einer halben Umdrehung, um 90° gedreht. In
der einen Richtung durchschneiden daher die Flügel mit ihren Schmalseiten die Luft, während
sie in der anderen die Luft mit ihren Breitseiten zurückdrängen, wodurch der Aerostat
fortgetrieben wird.
Um die Rotationsbahn besser auszunutzen, empfiehlt der Erfinder, diese soeben beschriebenen
Wendeflügelapparate dreiflügelig zu construiren. Die Welle w, Fig. 7 und 8, ist
im oberen Theil von dem Gestell m n, welches mit dem Balken / fest verbunden ist, so umschlossen,
dafs sie sich frei darin bewegen kann. Dieses Gestell trägt an seiner unteren Seite den Leitkranz 0; auf der anderen Seite
der Flügel, mit dem Balken φ fest verbunden, befindet sich der gröfsere Leitkranz u. Die mit
ihren Flügelaxen in gleicher Ebene liegenden, von einander um 1200 abstehenden drei Flügel
.F1 bis F3 können sich in dem Theil r der
Welle w kippend auf- und abbewegen. Jeder Flügel trägt an seiner Basis, den Leitkränzen ο
und u entsprechend, zwei Stifte », v.2, welche
90° von einander abstehen. Der Bewegungsvorgang ist folgender: Während der Rotation
der Welle w streift jeder der Flügel F, mittelst des Stiftes v, auf dem Leitkranz u hingleitend,
und während der Bewegung nach α zu mit seiner Schmalseite die Luft durchschneidend, beim
Punkt d angekommen, mit dem Stift »a an den
oberen Leitkranz 0, während der Stift », den Leitkranz u verläfst. Der Flügel wendet sich
infolge dessen um 90° um seine Axe und drängt nun die Luft mit seiner Breitseite zurück. Am
Punkt e angekommen, verläfst der Stift V1 den
oberen Leitkranz, und der Stift Vx legt sich
wieder auf den unteren Leitkranz auf, infolge dessen der Flügel wieder umkippt.
Giebt man den Axen der Wendeflügelapparate eine zur Axe ab des Aerostaten geneigte
Stellung, so dienen diese Wellen zugleich zur Fortbewegung des Luftschiffes in schräger Richtung,
und giebt man den Axen eine zu a b parallele Lage, so dienen sie zur ausschliefslichen
Fortbewegung in horizontaler Richtung.
Fig. 9 zeigt den einem Vogelflügel möglichst ähnlich construirten Flügel. Der obere Arm S1
ist stärker als der untere S2 ; jener besteht aus
stählernen Bügeln it J2, welche an der Basis
die Schraubenfeder /, und nach oben zu die Federn/, und /3 bilden. Jeder Flügel ist etwas
windschief und nach der Rotationsrichtung zu gekrümmt. Um die Richtung der Flügel in
jedem beliebigen Punkt während der Rotation ändern zu können, ist der Leithalbkreis k an
seiner unteren Fläche wellenförmig geformt.
Um einen das Luftschiff seitlich treffenden Wind leichter überwinden zu können, hat der
Erfinder folgende Apparate construirt: Ein stählerner Reifen R, Fig. io, enthält den Zeugstofif
o. Mittelst der Scharniere S1 s.2 ist der
Reifen mit den Armen S^ S2 verbunden. Diese
sind bei c mit einander und mit der hohl ausgearbeiteten Kolbenstange K verbunden. Letztere
kann sich in dem cylinderförmigen Stück ζ hin- und herbewegen. In der Kolbenstange K kann
sich wiederum der schwächere Leitkolben k frei hin- und herbewegen. Der Führungsstab/
ist durch das Universalgelenk g mit dem Leitkolben und mittelst des Scharnieres ^3 mit dem
Reifen R in Verbindung gebracht. Die Bewegungen der Kolbenstangen K und k gehen unabhängig
von einander vor sich. Hat der Reifen eine solche Stellung, dafs er während des durch
die Kolbenstange K vermittelten Ganges nach b zu mit seiner ganzen Fläche auf die Luft
drücken kann, Fig. ii, so wird dem Aerostaten eine dieser Richtung entgegengesetzte Bewegung
ertheilt werden. Hat der Reifen den entferntesten Punkt erreicht, so geht der Führungskolben k sammt der Führung / so weit zurück,
dafs der Reifen in gleiche Ebene mit der Bewegungsrichtung fällt, Fig. ι o. Die Kolben K
und k gehen hierauf gleichmäfsig so weit zurück, bis das Universalgelenk g bei c angekommen
ist. Durch diesen Bewegungsvorgang wird das Luftschiff nach α zu fortgetrieben.
Die Fig. 12 und 13 zeigen einen Schirmapparat.
An der Leitstange k, Fig. 12 und 13,
befindet sich eine stählerne Hülse Z1. Von
dieser gehen, wie bei einem Regenschirm, die Speichen S aus; diese sind an den äufseren
Enden durch eine stählerne, aus zusammenschiebbaren Gliedern bestehende Kette verbunden,
damit der eingespannte Zeugstoff 0 nach allen Seiten einen festen Halt gewinne. Die
Speichen S, welche einerseits mit der Hülse Z2
und andererseits mit den Speichen £ mittelst Scharniere verbunden sind, dienen dazu, die
Spannung des Schirmes nur bis zu einer bestimmten Grenze zu gestatten. Mittelst der
Stange / läfst sich die Hülse Z1 hin- und herbewegen,
so dafs beim Hingang nach b durch den Widerstand der Luft der Schirm sich aufspannt,
beim Beginn der Bewegung nach α zu dagegen sich zusammenklappt. Die Speichen s
schieben sich dabei ineinander ähnlich wie bei einer Angelruthe. Ein diesen Apparat tragender
Aerostat wird daher, wenn derselbe functionirt, eine nach α zu gehende Bewegung
erhalten.
Durch die verschiedene Stellung dieser Apparate zur Hauptaxe α b des Flügellüftschiffes kann
dieses, wenn die Apparate functioniren, sowohl in horizontaler als auch in verticaler Richtung
vorwärts getrieben werden. Zur Compensirung eines das Luftschiff seitlich treffenden Windes
bringt man die zuletzt beschriebenen Apparate in der Mitte zu beiden Seiten des Gestelles an.
Claims (7)
1. Eine mit beweglichen und stellbaren Triebflächen versehene Schiffsschraube, vom Erfinder
Lufttriebrad genannt.
2. Flügelapparate, welche vermöge beweglicher Segelrahmen bei ihren Rotationen eine in
horizontaler Richtung wirkende Triebkraft erzeugen und zur Fortbewegung des Aerostaten
in horizontaler Richtung dienen.
3. Wendeflügelapparate, d. h. solche aus zwei einander gegenüberstehenden bezw. drei um
die Wellenaxe gleichmäfsig vertheilten Flügeln bestehende Treibapparate, deren einzelne
Flügel an der Flügelaxe um 90 ° gegen einander gedreht sind bezw. sich wenden können,
und welche durch ihre Rotationen (je nach der Axenstellung) das Luftschiff in horizontaler oder verticaler Richtung forttreiben.
4. Wendeflügel, einfache und doppelte, welche den Flügeln eines Vogels ähnlich construirt
sind, wie diese bei ihren Rotationen von oben nach vorn und unten schlagen und durch einen stellbaren Leitkranz die zur
Erzielung des gröfsten Krafteffectes nöthigen Stellungen während der Rotation einnehmen
können.
5. Apparate mit geradlinig hin- und hergehender Bewegung, im wesentlichen bestehend
aus einem mit Zeug bespannten Reifen, dessen Ebene beim Vorgange senkrecht zur Bewegungsrichtung ist, beim Rückgange mit
dieser zusammenfallt.
6. Regenschirmartige Fortbewegungsapparate, welche bei ihren Bewegungen im aufgespannten Zustand durch den Druck, welchen
sie auf die Luft ausüben, eine dieser Richtung entgegengesetzte Bewegung auf den'
Aerostaten übertragen.
7. Die eventuelle Benutzung der beim Flügelluftschiff beschriebenen Fortbewegungsapparate
Sei einem Wasser- oder submarinen Schiff.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8392C true DE8392C (de) |
Family
ID=285917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8392D Active DE8392C (de) | Fortbewegungs-Apparate für Luft- und Wasserschiffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8392C (de) |
-
0
- DE DENDAT8392D patent/DE8392C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19916411A1 (de) | Dynamischer Hebel zur Verbesserung der Kraftübertragung | |
| DE102008053495A1 (de) | Muskelkraftbetriebenes Tauchgerät | |
| DE8392C (de) | Fortbewegungs-Apparate für Luft- und Wasserschiffe | |
| DE98999C (de) | Verfahren und vorrichtung zum fortbewegen von schiffen | |
| DE684417C (de) | Stroemungskraftmaschine | |
| DE922142C (de) | Rettungsboot mit drehbarer Lagerung des Innenkoerpers gegenueber dem Aussenkoerper | |
| DE622992C (de) | Schwingfluegel-Flugzeug mit einen Kegelmantel beschreibenden Fluegeln mit sich durchbiegender Fluegelflaeche | |
| DE911808C (de) | Segelflugzeug mit einer festen Tragflaeche und oberhalb vor dieser angeordneten Schlagfluegeln fuer Muskelkraftantrieb | |
| DE2620517C3 (de) | Segelfahrzeug mit vorzugsweise zerlegbarem Rumpf und mehreren Schwimmkörpern | |
| DE138600C (de) | ||
| DE15085C (de) | Neuerungen an Apparaten zur Fortbewegung in Luft und Wasser | |
| DE3121328A1 (de) | "wassersportgeraet" | |
| DE77026C (de) | Luftschiff mit einem um eine freie Achse rotirenden Ballon | |
| DE147926C (de) | ||
| DE536956C (de) | Vorrichtung zum Antrieb von Ruderbooten in Blickrichtung des Rudernden | |
| DE722446C (de) | Schaftantrieb fuer Handwebstuehle | |
| DE249668C (de) | ||
| AT18518B (de) | Flugmaschine. | |
| DE79331C (de) | Klappenräder zum Fortbewegen von Schiffen | |
| AT77201B (de) | Vorrichtung zur Fortbewegung von Fahrzeugen. | |
| AT40821B (de) | Schwingenflieger. | |
| DE31120C (de) | Treibvorrichtung für Schiffe | |
| DE89860C (de) | ||
| DE214863C (de) | ||
| DE129146C (de) |