DE838052C - Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen StoffenInfo
- Publication number
- DE838052C DE838052C DENDAT838052D DE838052DA DE838052C DE 838052 C DE838052 C DE 838052C DE NDAT838052 D DENDAT838052 D DE NDAT838052D DE 838052D A DE838052D A DE 838052DA DE 838052 C DE838052 C DE 838052C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- workpiece
- quartz
- equipment
- manufacture
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title claims description 11
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 11
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 239000010453 quartz Substances 0.000 title claims description 6
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N silicon dioxide Inorganic materials O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 6
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 7
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 5
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 5
- 239000003292 glue Substances 0.000 claims 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 6
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 2
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 2
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 2
- 230000001464 adherent effect Effects 0.000 description 1
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000013339 cereals Nutrition 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 1
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011368 organic material Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B23/00—Re-forming shaped glass
- C03B23/04—Re-forming tubes or rods
- C03B23/06—Re-forming tubes or rods by bending
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
Die Herstellung vieler Gerätschaften aus Glas, Quarz und anderen wärmeformbaren Stoffen erfordert
ein außerordentliches Maß von handwerklicher Geschicklichkeit. Trotz höchster Geschicklichkeit
ist es jedoch bisher nicht möglich gewesen, solche Gerätschaften aus diesen Stoffen herzustellen,
bei deren Herstellung es nicht zu vermeiden ist, daß der in der Wärme formbare und
damit gleichzeitig klebende Stoff in Berührung ίο mit einer anderen Stelle des gleichen Werkstückes
oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff kommt.
Es wurde nun ül>erraschenderweise gefunden, daß es gelingt, die verwickeltsten Gerätschaften
aus Glas, Quarz und anderen wärmeformbaren Stoffen, bei deren Herstellung eine Berührung desformbar gemachten Stoffes mit einer anderen
Stelle des gleichen Werkstückes oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff unvermeidbar
ist, herzustellen, wenn man an der Berührungsstelle eine Schicht eines fein verteilten
Stoffes aufbringt.
An sich ist es für die Erfindung gleichgültig,
aus welchem Stoff die fein verteilte Schicht besteht, die an den Berührungsstellen aufgebracht wird; aj
der Einfachheit halber wird man bei der Herstellung von z. B. Glasgerätschaften Glaspulver
einer geeigneten Körnung und bei der Herstellung
von Quarzgerätschaften Quarzpulver verwenden. Die Verwendung des gleichen Stoffes in fein verteilter
Form ist insbesondere aus dem Grunde vorteilhaft, weil bei einem gegebenenfalls erwünschten
Zusammenschmelzen an bestimmten Stellen nicht die Gefahr besteht, daß ein Teilchen eines Fremdstoffes
mit abweichendem Ausdehnungsvermögen mit eingeschmolzen wird, was erfahrungsgemäß
leicht zum Zerspringen des Gerätes führt. An sich
ίο ist es natürlich auch möglich, z. B. ein Metallpulver,
wie Eisenfeile, als Schichtstoff aufzubringen oder auch einen organischen Stoff, wie Holzmehl.
Letzterer verbrennt und vergast zwar während der Verarbeitung, verhindert jedoch auch das Zusammenschmelzen
sich berührender Stellen des zu verarbeitenden Stoffes. Etwaige kohlige Rückstände
kann man durch Erhitzen im Sauerstoffbzw. Luftstrom entfernen. Grundsätzlich ist jeder
Stoff als Schicht zu verwenden, der ein Zusammenkleben der wärmeformbaren Stoffe verhindert. Um
die Schicht haftfest zu machen, ist es vorteilhaft, sie mit Hilfe irgendeines Klebemittels an den
Berührungsstellen zu befestigen. Unter Umständen genügt schon ein oberflächliches Ankleben mit
Wasser, meist wird man einen leimartigen Körper hierfür verwenden. Besonders vorteilhaft ist die
Verwendung eines Klebemittels, das bei den Arbeitstemperaturen rückstandslos verdampft bzw.
verbrennt.
Nach dem neuen Verfahren ist es beispielsweise möglich, zwei mit geringem Abstand ineinandersteckende
Glasrohre gleichzeitig zu einer Spirale oder zu einer Doppelzickzackröhre zu biegen, wenn
man die Außenseite des dünneren Rohres zunächst mit einer wässerigen Klebstofflösung bestreicht,
auf diesen Anstrich Glaspulver einer Teilchengröße von z. B. etwa 0,1 bis 0,5 mm Durchmesser aufstreut,
die Rohre ineinandersteckt und nunmehr in üblicherweise über der Flamme zu der gewünschten
Form biegt. Nach dem Abkühlen rieselt das Glaspulver praktisch restlos aus dem Rohr heraus, oder
es kann durch Spülung entfernt werden. Würde man die ineinandersteckenden Rohre ohne Aufbringen
der Glaspulverschicht biegen, so würden sie an den Biegungsstellen zum mindesten oberflächlich zusamimenschmeteen,
was beim Abkühlen zum Zerspringen der Rohre führen würde. Gemäß dem
neuen Verfahren ist es somit möglich, Gerätschaften herzustellen, deren Herstellung bisher nur
schwierig· oder unvollkommen möglich war, bzw. bisher nicht herstellbare Gerätschaften, z. B. Kühler
aus mehreren ineinandersteckenden Rohren, deren Abstand voneinander nur wenige Millimeter
l>eträgt, herzustellen.
Auch ist es nach dem neuen Verfahren möglich, Glasröhren schraubenförmig zu biegen über einem
.Kernglasrohr, das oberflächlich mit einem fein verteilten Stoff versehen ist. Nach Beendigung des
Biegens kann man die Spirale mühelos von dem Kernrohr abziehen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften
aus Glas, Quarz und ähnlichen wärmeformbaren Stoffen, bei deren Herstellung eine
Berührung des wärmeformbar gemachten Ausgangswerkstückes mit einer anderen Stelle des
gleichen Werkstückes oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff
unvermeidbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Berührungsstelle eine Schicht eines fein
verteilten Stoffes aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die aufgebrachte Schicht aus dem gleichen Stoff besteht wie das zu verarbeitende
Werkstück.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte
Schicht mit Hilfe eines Klebstoffes auf dem zu verarbeitenden Werkstück befestigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein rückstandlos verbrennender
Klebstoff verwendet wird.
5137 4.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE838052C true DE838052C (de) | 1952-03-27 |
Family
ID=579563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT838052D Expired DE838052C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE838052C (de) |
-
0
- DE DENDAT838052D patent/DE838052C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE838052C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen | |
| DE252423C (de) | ||
| DE102018006329B3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmelztiegeln durch Schichtenbildung mit thermischer Zerstörung der Tiegelpositive | |
| DE887694C (de) | Verfahren zum Auftempern von Hohlglaesern | |
| DE449236C (de) | Verfahren zum Auskleiden von Metallhohlkoerpern, wie Rohre, mit Glas | |
| DE102018006268B3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmelztiegeln durch Schichtenbildung mit manuellem Auslösen der Tiegelpositive ohne Temperaturveränderungen | |
| DE903796C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus einem keramischen Werkstoff | |
| AT132719B (de) | Verfahren zur Herstellung von Druckplatten aus Holz u. dgl. | |
| DE744232C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Glasgegenstaenden | |
| DE896545C (de) | Verfahren zur Herstellung von OEffnungen bzw. rohrfoermigen Ansaetzen an Gefaessen aus Glas | |
| DE928878C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Metallbelages auf einem keramischen Werkstoff | |
| DE386776C (de) | Fassen von Werkzeug-Edelsteinen | |
| DE368124C (de) | Verfahren zum UEberziehen von Platten aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen mit einer glasartigen Schicht | |
| DE855428C (de) | Verfahren zum Herstellen von dichten Verbundstellen zwischen Glas- und Metallteilen | |
| DE577794C (de) | Verfahren zum Einschmelzen von Elektrodendurchfuehrungen | |
| DE928515C (de) | Formlinge fuer Kaelte- und Waermeisolierzwecke | |
| DE617035C (de) | Verfahren zum Herstellen von Gittern fuer Entladungsroehren | |
| AT236049B (de) | Verfahren zur Herstellung von Dekorationsmaterial, insbesondere Fliesen und Verkleidungsplatten | |
| DE885301C (de) | Verfahren zur Herstellung von Verbundglas, Mehrschichtenglas od. dgl. | |
| AT220334B (de) | Vergütetes Drahtziegelgewebe und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| AT117001B (de) | Verfahren zum Schweißen mit Kohlelichtbogen. | |
| DE676666C (de) | Verfahren zum Herstellen von aus mehreren Teilen bestehenden hohlen Glasgegenstaenden | |
| DE858762C (de) | Verfahren zur Herstellung einer gasdichten Anschmelzung zwischen einem glaesernen und einem metallenen Gegenstand | |
| DE102013106560B4 (de) | Verfahren zur Herstellung eines mit Gasblasen durchsetzten Glaskörpers | |
| AT201191B (de) | Verfahren zur Herstellung von stabförmigen Körpern aus Metalldraht, insbesondere von Stiften elektrischer Entladungsröhren, und nach diesem Verfahren hergestellter Metallkörper |