DE838052C - Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen

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Publication number
DE838052C
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Authority
DE
Germany
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glass
workpiece
quartz
equipment
manufacture
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Expired
Application number
DENDAT838052D
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English (en)
Inventor
Leverkusen Hugo Henkel
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/06Re-forming tubes or rods by bending

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

Die Herstellung vieler Gerätschaften aus Glas, Quarz und anderen wärmeformbaren Stoffen erfordert ein außerordentliches Maß von handwerklicher Geschicklichkeit. Trotz höchster Geschicklichkeit ist es jedoch bisher nicht möglich gewesen, solche Gerätschaften aus diesen Stoffen herzustellen, bei deren Herstellung es nicht zu vermeiden ist, daß der in der Wärme formbare und damit gleichzeitig klebende Stoff in Berührung ίο mit einer anderen Stelle des gleichen Werkstückes oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff kommt.
Es wurde nun ül>erraschenderweise gefunden, daß es gelingt, die verwickeltsten Gerätschaften aus Glas, Quarz und anderen wärmeformbaren Stoffen, bei deren Herstellung eine Berührung desformbar gemachten Stoffes mit einer anderen Stelle des gleichen Werkstückes oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff unvermeidbar ist, herzustellen, wenn man an der Berührungsstelle eine Schicht eines fein verteilten Stoffes aufbringt.
An sich ist es für die Erfindung gleichgültig, aus welchem Stoff die fein verteilte Schicht besteht, die an den Berührungsstellen aufgebracht wird; aj der Einfachheit halber wird man bei der Herstellung von z. B. Glasgerätschaften Glaspulver einer geeigneten Körnung und bei der Herstellung
von Quarzgerätschaften Quarzpulver verwenden. Die Verwendung des gleichen Stoffes in fein verteilter Form ist insbesondere aus dem Grunde vorteilhaft, weil bei einem gegebenenfalls erwünschten Zusammenschmelzen an bestimmten Stellen nicht die Gefahr besteht, daß ein Teilchen eines Fremdstoffes mit abweichendem Ausdehnungsvermögen mit eingeschmolzen wird, was erfahrungsgemäß leicht zum Zerspringen des Gerätes führt. An sich
ίο ist es natürlich auch möglich, z. B. ein Metallpulver, wie Eisenfeile, als Schichtstoff aufzubringen oder auch einen organischen Stoff, wie Holzmehl. Letzterer verbrennt und vergast zwar während der Verarbeitung, verhindert jedoch auch das Zusammenschmelzen sich berührender Stellen des zu verarbeitenden Stoffes. Etwaige kohlige Rückstände kann man durch Erhitzen im Sauerstoffbzw. Luftstrom entfernen. Grundsätzlich ist jeder Stoff als Schicht zu verwenden, der ein Zusammenkleben der wärmeformbaren Stoffe verhindert. Um die Schicht haftfest zu machen, ist es vorteilhaft, sie mit Hilfe irgendeines Klebemittels an den Berührungsstellen zu befestigen. Unter Umständen genügt schon ein oberflächliches Ankleben mit Wasser, meist wird man einen leimartigen Körper hierfür verwenden. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines Klebemittels, das bei den Arbeitstemperaturen rückstandslos verdampft bzw. verbrennt.
Nach dem neuen Verfahren ist es beispielsweise möglich, zwei mit geringem Abstand ineinandersteckende Glasrohre gleichzeitig zu einer Spirale oder zu einer Doppelzickzackröhre zu biegen, wenn man die Außenseite des dünneren Rohres zunächst mit einer wässerigen Klebstofflösung bestreicht, auf diesen Anstrich Glaspulver einer Teilchengröße von z. B. etwa 0,1 bis 0,5 mm Durchmesser aufstreut, die Rohre ineinandersteckt und nunmehr in üblicherweise über der Flamme zu der gewünschten Form biegt. Nach dem Abkühlen rieselt das Glaspulver praktisch restlos aus dem Rohr heraus, oder es kann durch Spülung entfernt werden. Würde man die ineinandersteckenden Rohre ohne Aufbringen der Glaspulverschicht biegen, so würden sie an den Biegungsstellen zum mindesten oberflächlich zusamimenschmeteen, was beim Abkühlen zum Zerspringen der Rohre führen würde. Gemäß dem neuen Verfahren ist es somit möglich, Gerätschaften herzustellen, deren Herstellung bisher nur schwierig· oder unvollkommen möglich war, bzw. bisher nicht herstellbare Gerätschaften, z. B. Kühler aus mehreren ineinandersteckenden Rohren, deren Abstand voneinander nur wenige Millimeter l>eträgt, herzustellen.
Auch ist es nach dem neuen Verfahren möglich, Glasröhren schraubenförmig zu biegen über einem .Kernglasrohr, das oberflächlich mit einem fein verteilten Stoff versehen ist. Nach Beendigung des Biegens kann man die Spirale mühelos von dem Kernrohr abziehen.

Claims (4)

Patentansprüche=
1. Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen wärmeformbaren Stoffen, bei deren Herstellung eine Berührung des wärmeformbar gemachten Ausgangswerkstückes mit einer anderen Stelle des gleichen Werkstückes oder einem anderen Werkstück aus gleichem oder ähnlichem Stoff unvermeidbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Berührungsstelle eine Schicht eines fein verteilten Stoffes aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte Schicht aus dem gleichen Stoff besteht wie das zu verarbeitende Werkstück.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte Schicht mit Hilfe eines Klebstoffes auf dem zu verarbeitenden Werkstück befestigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein rückstandlos verbrennender Klebstoff verwendet wird.
5137 4.
DENDAT838052D Verfahren zur Herstellung von Gerätschaften aus Glas, Quarz und ähnlichen Stoffen Expired DE838052C (de)

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