DE8367C - Flaschenverschlufs und die zur Herstellung desselben erforderlichen Werkzeuge - Google Patents

Flaschenverschlufs und die zur Herstellung desselben erforderlichen Werkzeuge

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DE8367C
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Germany
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DENDAT8367D
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Original Assignee
H. BARRET in London (England)
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D39/00Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
    • B65D39/06Balls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

1879.
Klasse 64.
HENRY BARRETT in LONDON. Flaschenverschluls und die zur Herstellung desselben erforderlichen Werkzeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1879 ab.
Diese Erfindung bezieht sich hauptsächlich ,auf einen Verschlufs derartiger Flaschen, welche luft- oder gashaltige Flüssigkeiten aufzunehmen bestimmt sind; der Verschlufs geschieht nach der Füllung mittelst einer innen befindlichen Kugel von Glas, Porcellan oder ähnlichem Material, welche durch den Druck im Innern der Flasche gegen einen elastischen Sitz gedrückt wird, der aus einem Ring von Gummi besteht und in einer innen am Flaschenhals befindlichen Nuth angebracht ist; ferner bezieht sich die Erfindung auf die Construction und Anwendung von Werkzeugen oder Hülfsmitteln zur Herstellung derartiger innerer Stöpsel.
Bei Ausführung meiner Erfindung stelle ich die Flasche in der gewöhnlichen Weise her, versehe den Hals im Innern mit einer röhrenförmigen Nuth, ohne Bildung einer Kammer und ohne Verengung der Halsmündung; alsdann bilde ich in der Flasche eine Kugel (oder einen anders geformten Stöpsel), wie es unten beschrieben wird, in einer Gröfse, welche ein Herausfallen oder Herausnehmen aus der Flasche ohne Beschädigung der Kugel oder des Stöpsels nicht gestattet.
Meine Verbesserungen an dem in der Nuth des Flaschenhalses befindlichen elastischen Sitz sind folgende:
Anstatt den gewöhnlichen Ring von weichem Gummi zum Einsetzen in die ringförmige Nuth des Flaschenhalses zu verwenden, stelle ich einen Ring aus gemischtem harten und weichen Gummi her, d. h. einen Ring von weichem Gummi, um welchen durch Vulcanisirung ein Ring von hartem Gummi gelegt wird.
Meine Erfindungen sind auch auf das Verschliefsen von Flaschen, welche Bier oder andere Malzflüssigkeiten enthalten, anwendbar.
Zum besseren Verständnifs meiner Erfindung werde ich dieselbe in folgendem, mit Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung, beschreiben. In derselben ist Fig. 1 der Schnitt einer Flasche, welche nach meiner Erfindung von innen mit einer Kugel von gröfserem Durchmesser, wie die Oeffhung des Flaschenhalses verschlossen wird. Fig. 2 ein Schnitt, welcher die Methode der Herstellung der Kugel in der Flasche darstellt. Fig. 3 Querschnitt des Werkzeuges, welches zur Herstellung der Kugel in der Flasche verwendet wird. Fig. 4 Schnitt und Fig. 5 Ansicht eines Theiles des Werkzeuges. Fig. 6 Schnitt einer Flasche zur Aufnahme von Bier oder ähnlicher Flüssigkeit. Der Verschlufs ist meiner Erfindung gemäfs bewirkt. Fig. 7 ist eine ähnliche Ansicht bei geöffnetem Verschlufs, so dafs die Flüssigkeit auslaufen kann. Gleiche Buchstaben bezeichnen in allen Figuren dieselben Theile.
A ist die Flasche von gewöhnlicher Form, jedoch mit einer kreisförmigen Nuth im Halse versehen, und b ist die innerhalb der Flasche hergestellte Kugel, welche einen gröfseren Durchmesser hat wie die Oeffnung des Flaschenhalses. Zur Herstellung dieser Kugel wende ich das in den Fig. 2, 3, 4 und 5 dargestellte Werkzeug an. Dieses Werkzeug besteht aus einer Röhre, welche aus vier Segmenten c c' und dd1 hergestellt ist. Die beiden Segmente cc' sind bei e scharnierartig verbunden und die beiden Segmente d dl ebenso bei/.
Die oberen Theile der Röhre sind mit Handgriffen g versehen. So besteht das Werkzeug aus zwei Theilen, deren jeder vermittelst der Scharniere geschlossen werden kann, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, so dafs sie in die Flasche eingeführt und alsdann, wie Fig. 2 zeigt, wieder geöffnet werden können. Oder das Werkzeug wird in drei Segmenten hergestellt, von welchen, wie Fig. 8 zeigt, zwei scharnierartig verbunden sind. Der innere. Durchmesser des Werkzeuges mufs derselbe sein wie der Durchmesser der herzustellenden Kugel.
Um die Kugel zu formen, nehme ich eine Masse, wie z. B. Lionit. In einzelnen Fällen forme ich diese Masse so, dafs sie in die Flasche gelangen kann, oder ich erweiche sie durch Hitze, bringe sie in die Flasche, führe das oben beschriebene Werkzeug ein, halte mit demselben die genannte Masse und presse und rolle durch Verschieben der beiden Theile des Werkzeuges auf einander die Masse zwischen diesen beiden Theilen in eine Kugel. Behufs Erzeugung eines guten Aeufseren derselben wende ich das Werkzeug in heifsem Zustande an. Der Durchmesser der so hergestellten
Kugel ist gleich dem inneren Durchmesser des Werkzeuges und daher gröfser wie der Durchmesser des Halses der Flasche. In Fig. 2 ist nur ein Theil des Werkzeuges in der Flasche dargestellt, nachdem der andere Theil nach Vollendung der Kugel entfernt worden ist.
Oder ich bringe die verwendete Masse in eine derartige Form, dafs sie durch den Hals der Flasche geht, und bringe sie, ohne sie zu erweichen, d. h. in hartem Zustande, in die Flasche. Alsdann fasse ich mittelst des Werkzeuges die geformte Masse, und bin im Stande, da dafs Werkzeug heifs ist, die bereits in der Flasche befindliche geformte Masse in eine Kugel zu pressen und zu rollen, welche einen gröfseren Durchmesser hat wie der Flaschenhals, entsprechend obiger Beschreibung, so dafs die Kugel, ohne sie oder die Flasche zu verletzen, nicht aus der letzteren entfernt werden kann. Oder ich stelle die Kugel her, indem ich genügend durch Hitze erweichte Masse in die Flasche bringe und die Flasche nach allen Richtungen so lange rolle, bis die Kugelform vollendet ist.
Ist die Kugel b in dieser Weise geformt, so setze ich den Ring, welcher den Sitz bildet, in die ringförmige Nuth α im Flaschenhals ein. Dieser Ring ist aus vereinigtem harten und weichen Gummi hergestellt, d. h. in der Weise, dafs durch Vulcanisirung um einen weichen Gummiring i ein harter Gummiring V gelegt wird, wie Fig. 9 zeigt. Wird dieser Ring dem Einflufs der. Hitze ausgesetzt, so wird der harte Theil i' desselben weich und biegsam und läfst sich in der ringförmigen Nuth a des Flaschenhalses anbringen. Beim Erkalten wird dieser Theil i1 des Ringes wieder hart, so dafs er in der Nuth α sehr festhält und nicht leicht aus derselben entfernt werden kann, wie es der Fall ist, wenn ein Ring angewendet wird, welcher ganz aus weichem Gummi besteht.
Oder es kann, wenn eine Unregelmäfsigkeit in der Nuth des Flaschenhalses stattfindet, der oben erwähnte Ring aus einem mittleren Theil z' aus Hartgummi und einem inneren Ring i und äufseren Ring P, beide aus weichem Gummi hergestellt werden, wie Fig. 10 zeigt.
Die so mit Stöpsel versehene Flasche wird in der üblichen wohlbekannten Weise gefüllt und geöffnet, indem der Stöpsel herabgedrückt wird.
Anstatt die Kugel in der Flasche aus Lionit herzustellen, fertige ich auch zuweilen die Kugel aus Hartgummi, sogen. Vulcanit oder Ebonit an, mit gröfserem Durchmesser wie der Flaschenhals, mache dieselbe durch Anwendung von Hitze weich, verlängere sie, so dafs der Durchmesser geringer wird, und bringe sie durch den Hals in die Flasche. Hierauf wird sie wieder weich gemacht und nimmt während des Hartwerdens wieder ihre ursprüngliche Form an, so dafs sie aus der Flasche nicht mehr heraus kann.
Wenn jedoch eine Masse wie Vulcanit zur Herstellung der Kugel verwendet wird, so mache ich sie am liebsten hohl, wie Fig. 11 zeigt, und versehe sie im Innern mit einem Gewicht, um sie specifisch schwerer zu machen als Wasser. Wird die Kugel in dieser Weise hohl hergestellt, so ist sie leichter weich zu machen und länglich zu formen, um sie in die Flasche zu bringen.
Ich bemerke hier, dafs, obgleich ich die Kugel b nach obiger Beschreibung und Darstellung gröfser herstelle wie den inneren Durchmesser des Flaschenhalses, dies doch nicht unbedingt nöthig ist.
Es ist klar, dafs auch ein Stöpsel von anderer wie der Kugelform angewendet werden kann.
Die Fig. 6 und 7 zeigen diese Stöpselform für Flaschen, welche Bier und andere Malzflüssigkeiten enthalten.
Die Flasche A wird mit einem Sitz von hartem und weichem Gummi, ähnlich der oben beschriebenen und in den Fig. 1 und 2 dargestellten Flasche versehen. Der Stöpsel k hat jedoch die Form eines Knopfes (oder eine sonst geeignete Form) mit einem Stiel /, welcher fast bis zum oberen Rand der Flasche reicht, wo er mit einem Querstück (oder einer dem entsprechenden Vorrichtung) m versehen ist, um zu verhindern, dafs der Stöpsel an den Boden der Flasche fällt.
Um den Stöpsel anzuwenden, wird, nachdem die Flasche mit Bier gefüllt worden, eine gewisse Menge Gas oder Luft in dieselbe eingeführt, so dafs der Stöpsel gegen den Sitz gedrückt wird, oder der Stöpsel wird durch eine geeignete Vorrichtung gegen den Sitz gehalten, bis die Flüssigkeit genügend in Gährung versetzt ist, um den Stöpsel verschlossen zu halten. Um die Flasche zu öffnen, ist nur nöthig, den Stöpsel in die in Fig. 7 angegebene Lage herabzudrücken , worauf der Inhalt ausgegossen werden kann, wie Fig. 12 zeigt, während der Stöpsel an der Seite der Flasche liegt.
Fig. 13 zeigt eine geeignete Vorrichtung, um den Stöpsel gegen den Sitz zu halten, bis der Druck in der Flasche diesem Zweck genügt.
Diese Vorrichtung besteht aus einem Cylinder oder Stiel m', welcher am unteren Theil mit einem stark steigenden Schraubengewinde versehen ist. An diesem Gewinde befindet sich Mutter η; ο ist ein Haken am unteren Ende des Stiels m\ Wird dieser Haken 0 in die Oese des Stöpsels / gebracht und die Mutter η gedreht, so wird der Stöpsel in die dargestellte Lage gehoben. Sobald der Druck in der Flasche genügend ist, wird die Mutter η in entgegengesetzter Richtung gedreht und die Vorrichtung kann entfernt werden.
Dieser in den Fig. 6 und 7 dargestellte Stöpsel läfst verschiedene Modificationen zu und kann auf Wunsch so eingerichtet werden, dafs er auf den Boden der Flasche fällt, wenn dieselbe geöffnet wird.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Der Verschlufs von Flaschen, welche luft- oder gashaltige Flüssigkeiten enthalten, von innen mittelst eines Stöpsels, welcher einen gröfseren Durchmesser wie die Oeffnung des Flaschenhalses hat, in Verbindung mit einem elastischen Sitz in dem Hals der Flasche.
  2. 2. Die oben beschriebene Anwendung eines aus hartem und weichem Gummi bestehenden Ringes als Ventilsitz im Halse von Flaschen, welche von innen vermittelst eines Stöpsels verschlossen werden. °
  3. 3. Die verbesserten Werkzeuge, welche den Zweck haben, einen kugelförmigen Stöpsel mit gröfserem Durchmesser wie der Flaschenhals innerhalb der Flasche herzustellen, wie oben beschrieben und in den Fig. 2, 3, 4, S und 8 der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
  4. 4. Der Verschlufs von Flaschen, welche zur Aufnahme von Bier und anderen Malzflüssigkeiten bestimmt sind, nach der in den Fig. 6, 7, 12 und 13 der beiliegenden Zeichnung dargestellten Art.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8367D Flaschenverschlufs und die zur Herstellung desselben erforderlichen Werkzeuge Active DE8367C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2583138A1 (fr) * 1985-06-07 1986-12-12 Air Liquide Bouteille non rechargeable pour gaz comprime et valve l'equipant
US5467798A (en) * 1992-11-17 1995-11-21 Liquid Air Corporation Refill-preventing valve for non-refillable containers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2583138A1 (fr) * 1985-06-07 1986-12-12 Air Liquide Bouteille non rechargeable pour gaz comprime et valve l'equipant
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