DE83509C - - Google Patents

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DE83509C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/06Special-purpose or automatic embroidering machines for embroidering festoons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. Februar 1895 ab.
Die durch Zeichnung veranschaulichte Erfindung betrifft einen Festonnirapparat für Nähmaschinen, dessen Wirkungsweise von anderen dergleichen Apparaten ganz wesentlich abweicht, insbesondere gestaltet sich die Anordnung und das Zusammenspiel der Haupttheile des Apparates in hohem Mafse eigenartig.
Die Festonnirfäden, welche auf der oberen und unteren Seite der Stoffkante mittelst gewöhnlicher Maschinennäherei aufgenäht werden, sind an der Stoffkante selbst mit einem Einlege- und einem Schling- oder Bindefaden auf eigenartige Weise verschlungen, so dafs an der äufseren Stoffkante ein sauberer, glatter und haltbarer Saum gebildet wird, welcher mit Hülfe des Einlege- und Bindefadens buntfarbig gestaltet werden kann. :
Die Zuführung, Einbringung und die Verschlingung der Festonnir-Einlege- und Bindefäden geschieht durch Benutzung einer Nähmaschine, an welcher sich ein besonders gestalteter Apparat befindet; dessen Einrichtung, Antrieb und Wirkungsweise mit Hülfe der Zeichnung aus Folgendem zu erkennen ist.
In der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι einen solchen Apparat in Verbindung mit der Nähmaschine,
Fig. 2 den Horizontalschnitt nach Linie R-R
Fig. 3 und 4 den Apparat in seiner Einzeldarstellung selbst.
Fig. 5 bis 7 sind Querschnitte von demselben nach Fig. 4,
Fig. 8 bis 13 Einzeltheile des Apparates,.
Fig. 14 bis ig die Darstellung des Arbeitsvorganges in seiner Reihenfolge,
Fig. 20 bis 23 die Darstellung des fertigen Festonnirgebildes.
Fig. 24 bis.26 zeigen einen Festonnirapparat mit mehreren Spulen,
Fig. 27 bis 30 den Arbeitsvorgang mit dem Mehrspulenapparat.
An der Arbeitsplatte der Nähmaschine befindet sich der Festonnirapparat, welcher aus einer mittelst Lagerschelle A gehaltenen Büchse B besteht.
Diese Büchse ist mit einem Rade C versehen und wird von der Welle D der Maschine mittelst des Rades E angetrieben, so dafs eine gleichmäfsige Drehbewegung der Büchse B herbeigeführt wird.
Hinter dem Rade C sitzt eine durch- Kapsel K gehaltene Fadenspule S, welche den Schlingoder Einbindefaden α birgt.
Dieser Einbindefaden α wird mittelst Röhrchen r durch die Büchse B hindurch nach dem Bindefadenführer b geleitet.
Innerhalb der Büchse -B befindet sich ein schiebbarer röhrenförmiger Theil G (Fig. 10), an dessen vorderem Ende die beiden Festonnirfadenführer g sowie der Einlegefadenführer H angebracht sind.
Der röhrenförmige Theil G wird mit Hülfe eines in geeigneter Weise angetriebenen Hebelwerkes J und L in der Büchse B hin- und hergeschoben, wobei die Festonnirfadenführer g vorwärts- und zurückbewegt werden, jedoch der Einlegefadenführer H still stehen - bleibt,

Claims (1)

  1. zu welchem Zwecke letzterer als ein Röhrchen gestaltet ist, das in seinem hinteren Theile mittelst des Armes O festgehalten wird.
    Das Zusammenspiel der vorgenannten Haupttheile des Festonnirapparates vollzieht sich im Verein mit Nadel und Schiffchen der Nähmaschine in folgender Weise:
    Die oberhalb und unterhalb der Stoffschicht mittelst der Führer g gehaltenen Festonnirfäden werden in Schlingungen (s. Fig. 15, 17 und 19) auf die Stofffläche gelegt, und zwar geschieht dies dadurch, dafs die Festonnirfadenführer bei jedem Stich der Nähmaschinennadel N einmal vor- und zurückbewegt werden.
    Durch Nadel- und Schiffchenfaden η werden hierbei die inneren Schiingenbiegungen der Festonnirfäden mit dem Stoff vernäht (siehe Fig. 21 bis 23).
    Die Bindung und Festlegung der äufseren Schiingenbiegungen der Festonnirfäden hingegen geschieht dadurch, dafs mittelst Drehung der Büchse B der Bindefaden α um die Festonnirfäden h herumgeführt wird, wie dies aus den Fig. 14 bis 19 ersichtlich ist.
    Gleichzeitig mit der Bindung der Festonnirfäden h h durch den Bindefaden α wird auch der einfach eingelegte und mittelst stillstehenden Fadenführersxii gehaltene Einlegefaden i mit den Festonnirfäden h verbunden, indem auch der Einlegefaden i von dem durch Büchse B im Kreise bewegten Bindefaden a umwunden wird.
    Das Spiel der Legung der Festonnirfäden in Schlingungen oberhalb und unterhalb der Stofffläche mittelst der hin- und hergehenden Festonnirfadenführer, das Festnähen der inneren Schiingenbiegungen der Festonnirfäden, ferner das Umschlingen der äufseren Festonnirfadenschlingbiegungen und das Einbinden des Einlegefadens i mittelst des im Kreise herum bewegten Bindefadens wiederholt sich bei jedem Nadelstich, welcher mit der Nähmaschine hervorgebracht wird, so dafs durch diesen Gesammtvorgang thatsächlich ein fester, sauberer Festonnirsaum gebildet wird.
    Um nun auch verschiedenfarbige Bindefäden verwenden zu können und in gleicher Weise zur Wirkung zu bringen, läfst sich die Ausführung auch in der Weise gestalten, dafs mehrere Bindefäden angeordnet werden, wie dies beispielsweise in Fig. 25 bis 30 veranschaulicht ist.
    In diesem Falle sind statt der einen Spule S mehrere solcher S1 S'2 S3 S4 angebracht und auch dementsprechend vier Bindefadenführer b1 b'2 b3 b* angeordnet, welche aber nicht gleichzeitig, sondern der Reihe nach zur Wirkung kommen, so dafs bei jedem Nähmaschinennadelstich die Büchse B z. B. nur eine Vierteldrehung macht und erst bei vier Stichen ein Bindefaden α eine vollständige Umschlingung der Festonnirfäden und des Einlegefadens bewirkt. . I
    Mit Hülfe dieser Einrichtung können verschiedenfarbige Kanten am Festonmrsaum her- , gestellt werden.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Festonnirapparat an Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Festonnirfäden auf beiden Seiten des Stoffes mit Hülfe je eines geradlinig hin- und herbewegten FestonnirfadenfUhrers (g g) in Schlingen gelegt und diese Schlingen einestheils mittelst der Nähfaden mit dem Stoff vernäht, anderentheils aber an der Stoffkante gemeinschaftlich mit einem Einlegefaden (i) durch einen oder mehrere mittelst Fadenführer (b) im Kreise herumgeführten Bindefäden (a) ein- und zusammengeschlungen werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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