DE832399C - Verfahren zum Kopieren von Zeichnungen auf photographischem Wege - Google Patents
Verfahren zum Kopieren von Zeichnungen auf photographischem WegeInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/08—Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting
- G03C5/10—Reflex-printing; Photoprinting using fluorescent or phosphorescent means
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Description
- Verfahren zum Kopieren von Zeichnungen auf photographisdiem Wege Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Kopieren von Zeichnungen auf photographischem Wege.
- In manchen Industriezweigen ist es üblich; auch die größten Modelle in natürlicher Größe auf eine Blechtafel zu zeichnen, deren Zeichenfläche mit einer weißen :-lasse überzogen ist. Diese maßgetreuen Hauptzeichnungen oder Entwürfe werden mit äußerster Genauigkeit angefertigt. Tausende von Arbeitsstunden sind oft mit der Anfertigung einer großen Hauptzeichnung verbunden. Bei der Konstruktion der Gesenke, Matrizen, Schablonen und sonstigen Hilfsmittel für die Massenfabrikation der gezeichneten Modelle pflegt man die verschiedenen Abmessungen dieser maßgetreuen, genauen Hauptzeichnung zu entnehmen. Diese Methode, nach einer Hauptzeichnung in natürlicher Größe zu arbeiten, ist für ;die Industrien mit Massenfertigung, wie z. B. der Kraftfahrzeug- und Flugzeugindustrie, notwendig.
- Weil lediglich eine einzige Hauptzeichnung zur Herstellung aller für die Produktion erforderlichen Formen, Werkzeuge und Geräte benutzt wird, vergeht eine beträchtliche Zeit zwischen der Fertigstellung der Hauptzeichnung und der Fertigstellung der Formen, Werkzeuge und Geräte. Diese Zeit erstreckt sich manchmal auf mehrere Monate und ist vornehmlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß nur ein paar Mann gleichzeitig nach einer Hauptzeichnung arbeiten können. Deshalb ist es wünschenswert, Hauptzeichnungen schnell und mit absoluter Genauigkeit kopieren zu können.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, Hauptzeichnungen schnell und leicht mit völliger Originaltreue zu kopieren. Das erfindungsgemäße Verfahren ist leicht ausführbar, mit geringen Unkosten verbunden und hervorragend gut geeignet, eine Hauptzeichnung mit unbedingter Genauigkeit in einer Arbeitszeit von nur wenigen Minuten zu kopieren.
- Kurz gesagt besteht Aas neue \'erfahren darin, eine feste, phosphoreszierungsfähige Oberfläche, die die Zeichnung aus nicht phosphoreszenzfähigenStrichen trägt, derart zum Leuchten anzuregen, d'aß sie aus phosphoreszierenden und nicht phosphoreszierenden Flächenteilen besteht. Die Oberfläche wird dann, wenn die Erregung beendet ist, die Phosphoreszenz aber noch andauert, mit einem lichtempfindlichen Material in Berührung gebracht, ,um auf diesem ein Abbild der Zeichnung zu erzeugen. Es sind bisher verschiedne Vorschläge gemacht worden, unter Benutzung von lumineszierenden Stoffen Nlu,ster, Bilder, Zeichnungen und Schriften zu reproduzieren. Beispielsweise hat man zur Wiedergabe der Holzmaserung eine fluoreszierende Substanz auf das Holz aufgetragen, die durch dieses den Fasern entsprechend verschieden stark aufgesaugt wurde. Dann aktivierte man das Holz etwa mit Röntgenstrahlen und benutzte es darauf zur Herstellung eines Kontaktabzuges; oder man bestrahlte es mit Licht, das ultraviolette Strahlen enthielt, und photographierte es; um Bilder zu reproduzieren, hat man einen aktivierten lumineszierenden Projektionsschirm mittels des zu reproduzierenden Bildes d@esaktiviert und mit diesem dann einen Kontaktabzug hergestellt. Bei keinem der so vorgeschlagenen Verfahren wurde jedoch, soweit wir unterrichtet sind, eine starre, lumineszierende Fläche als Zeichengrund für die sorgfältige Ausgangszeichnung eines für die Produktion bestimmten Modelles benutzt, um diese anschließend kontaktkopieren zu können.
- Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist im nachfolgendenausführlichbeschrieben. Fig. i der Zeichnung ist ein Bild einer Hauptzeichnung einer Karosserie für Kraftfahrzeuge; Fig. 2 ist ein Schnitt durch das Blech, das die Hauptzeichnung trägt, nach der Linie II-11 in Fig. i und Fig.3 ist ein ähnlicher Schnitt, der einen auf der Hauptzeichnung liegenden lichtempfindlichen Film zeigt.
- Nach -der Erfindung wird zuerst die Hauptzeichnung auf eine phosphoreszierende Oberfläche 2 einer festen verzerrungsfreien Tafel i aufgetragen oder in sie eingeritzt. Vorzugsweise soll die phosphoreszierende Schicht weiß oder von heller Farbe sein, so daß eingravierte oder mit Bleistift oder Tusche gezogene Linien der Zeichnung gut sichtbar sind. Jeder stark und lange genug phosphoreszierende Stoff organischer oder anorganischer Natur kann benutzt werden.
- Solche Stoffe sind wohlbekannt und werden in großem Umfange in Fernsehgeräten und Leuchtröhren verwendet. Ein phosphoreszierender Stoff ist ein solcher, der Energie in irgendeiner vorzugsweise unsichtbaren Form wie z. B. Röntgenstrahlen, Kathodenstrahlen, radioaktiven Strahlen, ultravioletten Strahlen und anderer urisichtbarer Strahlung absorbieren wid ein@ii "heil dieser Energie nach Aufhören der Bestrahlung als sichtbares Licht wieder al,gehen kaiiii. deii vor liegenden Zweck ist es erwünscht, jedoch nicht unbedingt notwendig, daß die Energituniwandlung bei Zimmertemperatur vor sich geht. Das vorliegende Verfahren benutzt phosphoreszierende Stoffe, die die absorbierte Energie nach latfei-nung Gier Erregerquelle als sichtbares Licht für eine Zeitdauer ausstrahlen, die ausreicht, um die Herstellung einer photographischen Kontaktkopie nach der l,.rfincfung zu ermöglichen. Diese Stoffe 1>flcgen unsichtbare Strahlen bei Zimmertemperatur finit verhältnismäßig gutem Wirkungsgrad in sichtbares Licht zu verwandeln und sind aus dieseln Grunde für das vorliegende Verfahren geeignet. Die gebräuchlichsten anorganischen phosphoreszierenden Stoffe sind Sulfide, Silicate und Wolfrainate, wie z.13. Zinksulfid, aktiviert mit Kupfer (Zii S. Cti), Calciumsulfid aktiviert mit Wismut (Ca S. Bi), die Silicate von Zink, Kadmium und Magnesium aktiviert mit Mangan (Zu 2S'04. Mn, Cd, S' 04 - Mn,1@ig2 S' 04 . Mn) und' die Wolframate von Calcium, Kadmium und Magnesium (Ca W 04, Cd #,#,' 04, l@Ig W 04). Die Wolframate brauchen keinen Aktivator.
- Der phosphoreszierende Stoff wird fein vermahlen und dann mit einem Bindemittel vermischt, um eine lack- oder emailleartige Masse zu erhalten, die auf die Zeichentafel i aufgetragen werden kann.
- Der Untergrund, der die phosphoreszierende Masse trägt, soll so starr und stark sein, daß er nicht leicht bricht oder sich wirft oder verzieht. Ein Blech aus Leichtmetall wie Aluminium, ungefähr i/3 mm stark, ist gut geeignet und wird meist benutzt. Anderes blattförmiges Material kann ebenfalls benutzt werden, wie z.13. Stahlblech, Sperrholz, Karton und Kunststoffplatten.
- Nachdem man die phosphoreszierende Schicht 2 auf die Metallblechunterlage aufgebracht und sie hat trocknen lassen, ist die Tafel i fertig und kann die Zeichnung aufnehmen. Als Beispiel wird angenommen, daß eine maligetreue Zeichnung 3 einer Kraftfahrzeugkarosserie auf der Tafel in Fig. i angefertigt worden ist. Die Zeichnung 3 kann auf die Oberfläche 2 entweder mit Bleistift oder Tusche oder durch irgend ein anderes Zeichenverfahren oder auch durch Einritzen oder Eingravieren mit einem harten spitzen Gegenstand oder Griffel aufgebracht werden, der in den phosphoreszierenden Überzug einschneidet. Die Zeichnung wird auf diese Weise durch phosphoreszenzfähige und nicht phos.p'horeszenzfähige Flächenteile gebildet. Nach Ausführung der Hauptzeichnung wird der Überzug 2 mixt Hilfe von irgendwelchen der obengenannten unsichtbaren Strahlen, z. B. mit ultravioletten oder mit Röntgenstrahlen, erregt. Unmittelbar, nachdem die Schicht 2 erregt worden ist, um- sie zum Phosphoreszieren zu bringen, und die Erregerquelle entfernt worden ist, wird, so lange die Schicht 2 noch phosphoresziert, eine Platte q aus Metall, Glas o. dgl. mit einer lichtempfindlichen photographischen Emulsion 5 auf die Schicht gelegt, um die Platte zu belichten und darauf ein Bild der Zeichnung 3 zu erhalten. Wichtig ist, daß die Schicht 2 leuchtet, solange sie in Berührung mit der Emulsionsschicht 5 ist, damit diese Schicht belichtet wird. Während die Platte 4 mit der Emulsionsschicht 5 durch die phosphoreszierende Fläche 2 belichtet wird, ist es wichtig, daß man die zwei Flächen fest gegeneinander preßt, um an allen Stellen einen unmittelbaren Oberflächenkontakt und damit scharfe Linien zu sichern. Ein Mittel, diese Druckberührung zwischen den Platten i und 4 zu erreichen, besteht darin, ein Vakuum an den Kanten der Platten zu erzeugen, so daß praktiisch alle Luft zwischen den Platten herausgesaugt wird, d. h. ein Vakuum wird zwischen den Platten i und 4 erzeugt, das den Druck der Außenluft die beiden Platten fest gegeneinander pressen läßt.
- Nach Belichtung durch die phosphoreszierende Schicht kann die lichtempfindliche Platte nach irgendeiner üblichen photographischen Methode entwickelt werden. Die Platte 4 trägt nach dem Entwickeln ein genaues Spiegelbild der ursprünglichen Hauptzeichnung 3. Von dieser Platte 4, die das Spiegelbild der Zeichnung 3 trägt, kann eine Positivkopie hergestellt werden, indem man die entwickelte Glasplatte 4 direkt auf die lichtempfindlich gemachte Schichtoberfläche einer anderen Glasplatte bringt, sie gewöhnlichem Licht aussetzt und dann nach den bekannten Methoden entwickelt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum genauen Kopieren einer Zeichnung eines für die Produktion bestimmten Modelles, gekennzeichnet durch folgende Schritte: eine verzerrungsfreie phosphoreszierungsfähige Fläche, die eine Zeichnung aus nicht phosphoreszenzfähigen Strichen trägt, zum Leuchten anzuregen, so daß sie aus phosphoreszierenden und nicht phosphoreszierenden Flächenteilen besteht; und nachdem die Erregung aufgehört hat und während die Phosphoreszenz andauert, die besagte Fläche mit einem lichtempfindlichen Material so lange in Berührung zu bringen, bi-s auf dem letzteren ein latentes, negatives Bild der Zeichnung entstanden ist, und dieses zu entwickeln.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch folgende Schritte: eine genaue Zeichnung eines für die Produktion bestimmten Modelles aus nicht phosphoreszierenden Linien auf eitler verzerrungsfreien phosphoreszierungsfälligen 01)--rflä che anzufertigen, diese Oberfläche zum Leuchten anzuregen, indem man dieselbe unsichtbaren Strahlen aussetzt, nach Entfernung der Erregerquelle und während die Oberfläche noch phosphoresziert, sie mit einer lichtempfindlichen Schicht auf plattenförmigem, durchsichtigem Träger in Berührung zu bringen, bi(s auf diesem ein latentes negatives Bild der Zeichnung entstanden ist, und dann die Schicht zu entwickeln.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das megative Bild der Zeichnung zur Herstellung eines Positivs benutzt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß lichtempfindliches Material auf einem verzerrungsfreien Träger verwendet wird.
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während des Kontaktkopierens das lichtempfindliche plattenförmige Material fest gegen die starre phosphoreszierende Oberfläche gepreßt wird, indem man zwischen beiden Oberflächen ein Vakuum erzeugt.
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