DE83152C - - Google Patents

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DE83152C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B7/00Respiratory apparatus

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1894 ab.
Gegenstand ■ vorliegender Erfindung bildet eine Ventilanordnung für Vorrichtungen zum Athmen in mit schädlichen Gasen erfüllten Räumen, um Menschen den Aufenthalt in verdorbener oder ganz unathembarer Luft längere Zeit möglich zu machen.
Die Vorrichtung besteht aus einem auf dem Rücken zu tragenden Behälter für comprimirte Luft und einem Blasebalg, welcher mit dem Behälter und mit einem Mundstück derart verbunden ist, dafs beim Absaugen der im Blasebalg befindlichen, für den stärksten Athemzug berechneten Luftmenge der infolge dieses Absaugens durch den äufseren Luftdruck zusammengedrückte Blasebalg selbstthätig die für gewöhnlich abgesperrte Verbindung mit dem Luftbehälter herstellt, wodurch eine entsprechende Menge comprimirter Luft in den Blasebalg· austreten kann, die, in demselben expandirend, die Verbindung mit dem Luftbehälter wieder aufhebt.
In beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die auf dem Rücken zu tragende Vorrichtung perspectivisch dar. , Fig. 2 stellt im gröfseren Mafsstabe einen senkrechten Schnitt durch den an dem Luftbehälter befestigten Blasebalg dar, und Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das selbstthätig wirkende Absperrorgan.
A ist der durch einen Füllhahn a mit comprimirter Luft zu füllende tragbare Behälter, an welchem mittelst der Tragarme T der eine Deckel B1 eines Blasebalges B befestigt ist, dessen anderer Deckel B2 frei beweglich an dem Leder des Balges hängt.
Dieser Blasebalg ist durch ein Druckrohr D mit dem Luftbehälter A und durch ein Saugrohr R mit dem Mundstück M oder mit einer Gesichtsmaske verbunden, welche in bekannter Weise mit zwei entgegengesetzt wirkenden Klappenventilen für den Zutritt der Luft aus dem Rohr R bezw. für den Austritt der ausgeathmeten Luft nach aufsen versehen ist.
Das Druckrohr D mündet in ein in dem Blasebalgdeckel B1 eingesetztes Ventilgehäuse F ein, dessen in den Hohlraum des Blasebalges B führende Bohrung durch ein konisches, mit entsprechend steilem Schraubengewinde ν versehenes Ventil V1 verschlossen wird, welches in einem Mutterstück vl drehbar ist und einen Kopf ν2 trägt, auf den ein Hebel H aufgesteckt und mittelst der Stellschraube h in entsprechender Winkelstellung festgestellt werden kann.
Dieser Hebel trägt an seinem freien Ende ein Gewicht H1, welches auf dem beweglichen Blasebalgdeckel B2 aufliegt und bei mit Luft gefülltem Blasebalg das Ventil V1 geschlossen hält. Statt des Gewichtshebels können auch Hebel oder Gelenke in Anwendung kommen, die mit dem Deckel ß2 entsprechend verbunden sind.
Wird beim Athmen Luft durch das Rohr R aus dem Blasebalg angesaugt, so wird dessen Deckel B2 durch den äufseren Luftdruck nach aufwärts bewegt Und dadurch das Gewicht Hx gehoben.
Der nach aufwärts gedrehte Hebel H bewirkt eine Drehung des Ventiles, wodurch dessen konischer Ansatz ν aus der Bohrung des Ventil-
gehäuses herausgeschraubt und so der comprimirten Luft aus dem Behälter A der Eintritt in den Blasebalg ermöglicht wird.
Die comprimirte Luft expandirt in den Blasebalg, demzufolge sich dessen Deckel B2 wieder senkt und das sich mitbewegende Gewicht H1 den Hebel H so weit dreht, dafs das Ventil wieder geschlossen und der Ausflufs der comprimirten Luft aus dem Behälter A in den Blasebalg B gehemmt wird.
Auf diese Weise wird immer gerade nur die zur Athmung nothwendige Luftmenge dem Behälter A entnommen, so dafs ein längeres Verweilen in schlechte Luft oder giftige Gase enthaltenden Räumen bei vollkommen freier Beweglichkeit möglich ist.
Die beschriebene Vorrichtung kann auch in Räumen zur Anwendung kommen, wo nur verdorbene, nicht aber irrespirable Luft vorhanden ist, beispielsweise in Tunnels, um den Arbeitern die Möglichkeit zu bieten, sich von Zeit zu Zeit durch Einathmen von frischer Luft zu erholen und die Arbeit längere Zeit ohne Ablösung fortsetzen zu können. In diesem Falle wird der beschriebene Blasebalg an einem gröfseren Luftbehälter befestigt, der nach Bedarf durch einen frisch gefüllten ersetzt und in dem betreffenden Räume an passender Stelle aufgestellt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ventilanordnung für Vorrichtungen zum Athmen in mit schädlichen Gasen erfüllten Räumen, bestehend aus einem in einem Blasebalg (B) angeordneten Schraub ventil (V), welches mit einem Gewichtshebel (HH1J oder einem mit dem Blasebalgboden verbundenen Hebelsystem derart verbunden ist, dafs es das Druckrohr (D) abschliefst, so lange der Blasebalg (B) mit Luft gefüllt ist, während das Druckrohr beim Absaugen der Luft aus dem Blasebalg (B) durch den auf den beweglichen Boden (B'2) sich stützenden Hebel (ΗΗΛ) so lange freigegeben wird, bis eine entsprechende Luftmenge aus dem Behälter A wieder in den Blasebalg (B) übergetreten ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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