DE829486C - Glaswannenofen - Google Patents

Glaswannenofen

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DE829486C
DE829486C DES19811A DES0019811A DE829486C DE 829486 C DE829486 C DE 829486C DE S19811 A DES19811 A DE S19811A DE S0019811 A DES0019811 A DE S0019811A DE 829486 C DE829486 C DE 829486C
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glass
graphite
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carbon
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DES19811A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/16Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
    • C03B5/26Outlets, e.g. drains, siphons; Overflows, e.g. for supplying the float tank, tweels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Glaswannenofen Die Erfindung ,bezieht sich auf Wannenöfen zur Herstellung von Glas, die wenigstens zwei getrennte und durch einen Durchlaß verbundene Abteile besitzen. Der Durchfluß des Glases von einem Abteil zum nächsten wird durch eine Sperre geregelt, indem man das Glas über eine im oberen Teil des Durchlasses vorgesehene Schwelle oder durch eine oder mehrere, in einer Sperrwand unterhalb des Glasspiegels vorgesehene Öffnungen fließen läßt.
  • Diese Ausbildung des Ofens gestattet es, das Glas in den Abteilen gesonderten Behandlungen, wie dem Schmelzen und Läutern, zu unterwerfen, die verschiedene Temperaturverhältnisse bedingen. Außerdem ist es durch die Unterteilung des Ofens in besondere Abteile möglich, die in der Längsrichtung auftretenden Konvektionsströme zu verringern, die bekanntlich in nicht unterteilten Wannenöfen die Wirkung haben, :bereits fertiges Glas aus den kältesten Zonen in die heißesten Zonen zurückzuführen und dadurch einen unnötigen Kalorienverbrauch verursachen.
  • Gemäß der Erfindung wird die die Ofenabteile voneinander trennende Sperre wenigstens zum Teil aus Kohlenstoff, vornehmlich in Form von Graphit, gebildet. Der oder die aus Kohlenstoff oder Graphit bestehenden Teile der Sperre können dabei senkrecht einstellbar sein.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung besteht die Sperre, die eine .Schwelle bildet, über welche das Glas in Form eines Bandes von einem zum anderen Abteil fließt, als Ganzes oder wenigstens in ihrem oberen Teil aus Kohlenstoff bzw. Graphit.
  • Bei den bekannten Wannenöfen mit Sperre, deren Schwelle aus feuerfestem Material besteht, muß diese Schwelle gegen den Angriff durch das Glas und gegen die Abnutzung durch die Reibung der über die Schwelle fließenden Glasschicht geschützt werden. Dieser Schutz wird durch den Einbau von Kühlmitteln erreicht. Besteht die Schwelle entsprechend der Erfindung aus Kohlenstoff, so ist es nicht mehr notwendig, die Schwelle zu schützen, und infolgedessen kommen die Kühlmittel in Fortfall. Durch die Erfindung wird also einerseits der Bau des Wannenofens vereinfacht und anderseits eine Abkühlung des Glases bei der Berührung mit der Schwelle vermieden.
  • Durch die erfindungsgemäße Verbesserung ist es möglich, das Glasband in jeder gewünschten Dicke über die Schwelle fließen zu lassen, ohne daß Vorkehrungen zum Schutz der Schwelle getroffen werden müssen. Insbesondere läßt sich diese Dicke beliebig kleinhalten, wodurch es möglich ist, das Glasband während der ganzen Arbeitsdauer des Ofens in seiner ganzen Dicke im wesentlichen auf der gleichen Temperatur zu halten. Auf diese Weise lassen sich rückläufige Glasströmungen von einem Abteil zum anderen völlig vermeiden, während solche Strömungen sonst durch den Temperaturunterschied zwischen den beiden Abteilen und Temperaturunterschiede zwischen den Schichten des Glasbandes auftreten.
  • Gibt man der Schwelle in der Fließrichtung des Glases eine genügend große Abmessung und/oder bringt man die betreffende Ofenzone auf eine so hohe Temperatur, daß die Gasblasen in der ganzen Dicke des Glasbandes zum Ausscheiden gebracht werden,@so kann eine-entsprechend der Erfindung ausgebildete Schwelle dazu benutzt werden, schon auf der Schwelle zwischen dem Abteil, in dem der Schmelzvorgang erfolgt, und dem Abteil, das gewöhnlich der Läuterung vorbehalten ist, die Läuterung ganz oder teilweise durchzuführen.
  • Durch die aus Kohlenstoff oder Graphit bestehende Schwelle kann man einen elektrischen Strom leiten und dadurch das die Schwelle berührende Glas erhitzen. Durch Regelung der Stromstärke ist es (beispielsweise möglich, das mit der Schwelle in Berührung tretende Glas auf eine, Temperatur zu bringen, die sich beliebig derjenigen Temperatur nähert, die an der Oberfläche des Glasbandes herrscht. Mit den bekannten Schwellen aus feuerfestem Material ist dieses nicht möglich.
  • Man kann beispielsweise die Graphitschwelle als Widerstand benutzen und einen Strom hoher Frequenz durch sie hindurchschicken. Infolge der dahei auftretenden Hautwirkung kommt die Oberfläche der Schwelle auf eine verhältnismäßig hohe Temperatur und erhitzt das mit ihr in Berührung kommende Glas um so höher, je höher die Frequenz ist.
  • Man kann auch die Graphitschwelle als eine Elektrode arbeiten lassen, die durch Stromaustausch mit einer oder mehreren anderen Elektroden durch das Glasbad hindurch die Temperatur des über die Schwelle fließenden Glases erhöht.
  • Die Erhöhung der Temperatur des über die Schwelle fließenden Glases läßt sich auch dadurch erreichen, daß man die Schwelle als tote Elektrode benutzt, d. h. als eine nicht an eine Stromquelle angeschlossene Elektrode, welche, da sie aus Graphit besteht, die Kraftlinien eines elektrischen Stromes, der zwischen zwei vor und hinter der Schwelle angeordneten Elektroden durch die Glasmasse fließt, konzentriert.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können die beiden Abteile durch eine Sperre getrennt sein, die aus einem feststehenden Teil und einem die Schwelle bildenden beweglichen Teil besteht, dessen Eintauchtiefe veränderlich ist.
  • Infolge des geringen spezifischen Gewichtes des Kohlenstoffs oder Graphits in Vergleich zu demjenigen des Glases und die dadurch gegebene Schwimmfähigkeit kann man eine Schwelle aus Kohlenstoff oder Graphit auch als Schwimmkörper arbeiten lassen, der dadurch in seiner Höhenlage verstellbar ist, daß man ihn mehr oder weniger tief in das Glas hineindrückt. Dies kann mittels in der Höhe verstellbarer Anschläge geschehen, die sich auf der Oberseite der Schwelle abstützen.
  • \ach einer anderen Ausführung der Erfindung kann die Verbindung zwischen den beiden Abteilen von einer oder mehreren quer durch die Sperre gehenden Öffnungen gebildet sein, von denen wenigstens eine Kante von dem oberen Teil oder dem unteren Teil des oder der Graphitelemente gebildet ist.
  • Macht man wenigstens eines der Graphitelemente in der Höhe verstellbar, so läßt sich in einem gewünschten Abstand unter dem Glasspiegel eine vorzugsweise schlitzförmige Verbindungsöffnung von veränderlicher Höhe bilden. In ähnlicher Weise können in der Sperre auch mehrere Durchgänge in verschiedenen Höhenlagen verwirklicht werden.
  • Besteht die Sperre aus mehreren in der Höhe verstellbaren Elementen, so kann man durch ihre Verstellung gegeneinander die Höhenlage der Durchgangsöffnung oder -öffnungen und ihren Abstand vom Glasspiegel ändern. Man kann auch gemäß der Erfindung eine oder mehrere Öffnungen mit einer Schwelle kombinieren. Die Anordnung von Durchgängen in verschiedenen Höhenlagen gestattet es schließlich, falls gewünscht, zwischen den beiden durch die Sperre getrennten Abteilen einen gewissen Rückstrom zuzulassen, der dann allerdings kontrollierbar ist.
  • Bei der Verwirklichung des oder der Durchgänge veränderlicher Höhe gemäß der Erfindung läßt sich wiederum, wie schon oben angegeben, die Schwimmfähigkeit des oder der Kohlenstoff- oder Graphitelemente ausnutzen, die dann durch einen auf ihre Oberseite ausgeübten Druck mehr oder weniger in das Glasbad eingetaucht werden können.
  • Gemäß der Erfindung können die Verstellungen des oder der die Sperre bildenden Teile auch von unten her mittels die Ofensohle durchsetzender Stellmittel vorgenommen werden. Hierbei läßt sich die Schmier- und Dichtungsfähigkeit des Kohlenstoffs und insbesondere des Graphits ausnutzen, der leicht in Öffnungen von Blöcken gleichen :Materials, die in die Ofensohle eingesetzt sind. gleiten kann, ohne daß Glas durch die Fugen ausfließt.
  • Wenn der zwischen den .beiden Abteilen zu bildende Druchgang von verhältnismäßig geringer Breite ist, können das oder die beweglichen Elemente der Sperre aus Graphit bestehen und als solche senkrecht verstellbar durch die Ofensohle hindurchgeführt werden.
  • Soll der Durchgang eine größere Breite haben, sich beispielsweise in Form eines Schlitzes von einer zur anderen Seitenwand des Ofens erstrecken, so können das oder die beweglichen Elemente an ihrer Unterseite mit zwei oder mehreren Säulen aus Kohlenstoff oder Graphit versehen werden, die dann allein in der Höhe verstellbar durch die Ofensohle hindurchgeführt werden.
  • Die Bildung wenigstens einer der Lippen des oder der Durchgänge oder Schlitze aus Kohlenstoff und insbesondere aus Graphit ergibt vor allem die folgenden Vorteile: Da Graphit von Glas selbst bei hohen Temperaturen nicht angegriffen wird, behalten die Schlitze praktisch ihre Form bei, und zwar für eine Dauer, die mindestens einer Ofenreise entspricht. Insbesondere bleibt die Schlitzhöhe konstant, was besonders bei Schlitzen geringer Höhe von Bedeutung ist. Ferner kann die elektrische Leitfähigkeit der Graphitlippen des oder der Schlitze ausgenutzt werden, um durch sie einen elektrischen Strom zu leiten und dadurch das Glas auf eine gewünschte Temperatur zu bringen. In dieser Beziehung kann man den Graphit als Heizwiderstand, als aktive Elektrode oder als tote Elektrode arbeiten lassen. Durch Hindurchschicken von elektrischem Strom durch den Graphit hat man schließlich die Möglichkeit, eine vorübergehende örtliche Temperaturerhöhung des Glases herbeizuführen, um dessen Viskosität zu verringern. und dadurch die Verstellung des oder der beweglichen Elemente zu erleichtern.
  • Bringt man in ,der Sperre einen oder mehrere unter der Badoberfläc:he liegende Durchgänge an, so kann es zweckmäßig sein, den oberen Teil der Sperre aus dem Bad vorragen zu lassen, um jedes Fließen von Glas an der O'berfläc'he zu vermeiden. In diesem Fall kann man den oberen Teil der Sperre aus einem feststehenden Stück aus feuerfestem Material bilden. Man kann auch einen in das Bad eintauchenden Graphitkörper verwenden, der seinerseits ein nichtbrennbares Stück aus feuerfestem :Material. trägt, welches so leicht ist, daß es mit dem Graphitkörper schwimmfähig bleibt und in der vorangegebenen Weise durch verschieden tiefes Eintauchen in der Höhenlage regelbar ist. Man kann auch den Graphitkörper, wenigstens soweit er aus dem Bad austauchen kann, mit einer unbrennbaren Schutzschicht :bekleiden, beispielsweise indem man mittels der Spritzpistole geschmolzenes Aluminium aufspritzt, welches oxydiert und dadurch eine Tonerdeschicht bildet.
  • In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungen von Glaswannenöfen gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i und 2 zeigen in einem senkrechten Längsschnitt und in einem waagerechten Längsschnitt einen Teil eines Wannenofens mit einer Sperre, die mit einer Schwelle aus Kohlenstoff oder Graphit von veränderlicher Eintauchtiefe versehen ist.
  • Fig. 3 bis 5 zeigen in einem senkrechten Längsschnitt, einem waagerechten Längsschnitt und einem senkrechten Querschnitt eine andere Ausführung mit einer Schwelle von so großer Abmessung, daß z. B. auf ihr ein Läutern des Glases leicht vor sich gehen kann.
  • Fig.6 und 7 zeigen senkrechte Längsschnitte durch einen Ofen mit einer Sperre aus zwei Teilen. wobei der obere Teil aus gewöhnlichem feuerfestem Material bestehen kann und einen Durchfluß von Glas an der Oberfläche verhindert, während der untere Teil aus Graphit :besteht und senkrecht beweglich ist, so daß zwischen den beiden Abteilen ein Durchgang veränderlicher Höhe gebildet werden kann.
  • Fig. 8 ist ein senkrechter Längsschnitt und Fig. 9 ein waagerechter Längsschnitt nach a-b der Fig. 8 eines Ofens mit einer Sperre, deren oberer Teil aus Graphit besteht und eine Schwelle bildet, während der untere Teil von unten aus senkrecht verstellbar ist.
  • Fig. io zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch eine Ausführung, bei der die Sperre aus drei Teilen besteht.
  • In den verschiedenen Figuren (bezeichnet i die Ofensohle, 2 und 3 sind zwei Abteile des Ofens und 4, 5 stellen dessen Seitenwände dar. Der Spiegel des Glasbades ist durch die Linie 6 dargestellt.
  • Bei .der Ausführung gemäß Fig. i und 2 sind die beiden Abteile 2 und 3 durch eine Sperrmauer 7 aus üblichem feuerfestem Material getrennt, deren Höhe unterhalb der Höhe der zu :bildenden Schwelle liegt. Die Schwelle besteht aus einem Kohlenstoff- oder Graphitblock 8 von rechteckigem Querschnitt und einer Länge, die ein wenig kleiner als die Breite des Ofens ist. Der Block 8 wird mit leichtem Spiel gegen die Sperre 7 durch Stücke 9 und io aus feuerfestem Material gehalten, die an den Seitenwänden 4 und 5 sitzen. Durch Verstellung der Eintauchtiefe des Blockes 8 läßt sich die Dicke der über die Schwelle fließenden Glasschicht regeln.
  • Um den Block 8 eingetaucht zu halten und seine Eintauchtiefe zu regeln, sind bei dieser Ausführung zwei U-förmige Metallrohre i i und 12 vorgesehen, durch die Wasser hindurchgeleitet wird und die sich auf der Oberseite des Blockes 8 in der Nähe seiner beiden Enden abstützen. Durch senkrechtes Verstellen der Rohre i i und 12 kann die Höhenlage der Schwelle 13 mit Bezug auf den Glasspiegel 6 geregelt werden.
  • Beim Ingangsetzen des Ofens bedeckt man den Block 8 mit Glas, beispielsweise Bruchglas, um ihn gegen die oxydierenden Flammen zu schützen.
  • Bei der Ausführung nach Fig. 3 bis 5 sind zwei Sperrwände 14 und 15 vorgesehen, die miteinander und mit den Seitenwänden 4 und 5 einen Trog 16 bilden, der einen Boden 17 besitzt, der eine von dem Boden der Abteile 2 und 3 verschiedene Höhenlage einnehmen kann. In diesem Trog, der mit Glas gefüllt ist, befindet sich ein Graphitschwimmer B. Dieser Schwimmer kann waagerecht und senkrecht aus mehreren Stücken (in dem Beispiel sind es acht) zusammengesetzt sein, die durch Dübel i9 und 20 miteinander verbunden sind. Der Schwimmer ist von solcher Abmessung, daß er nahezu den ganzen Flächenquerschnitt des Troges 16 einnimmt, wobei jedoch so viel Spiel gelassen ist, daß er sich in dem Trog auf und ab bewegen kann. Der Schwimmer wird mittels U-förmigen Metallrohren 21 und 22 eingetaucht gehalten, die von Wasser umflossen werden, wobei sie sich auf der Oberseite des Schwimmers nahe jedem seiner Enden abstützen. Die Rohre sind in der Höhe verstellbar und können daher die Eintauchtiefe der von der Oberseite des Schwimmers gebildeten Schwelle 23 regeln. Die Höhen der Sperren 14 und 15 und des Schwimmers 18 sind so bemessen, daß, wie gering auch die Eintauchtiefe des Schwimmers sein mag, er stets mit einem Teil unter der Oberkante der Sperrwände liegt.
  • Durch diese Anordnung ergeben sich vor allem die folgenden Vorteile: Die Wände 14 und 15 begrenzen die Bewegungen des Schwimmers in der Ofenlängsrichtung. Durch das Vorhandensein von zwei Sperrwänden ergibt sich eine größere Dichtigkeit zwischen den beiden Abteilen 2 und 3. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch den Boden 17 das Glas in dem Trog 16 zu kühlen und dadurch zähflüssiger zu machen, so daß jede Glasströmung zwischen den Wänden und dem Schwimmer verhindert und dadurch die Abdichtung noch erhöht wird. Ferner kann man .der so gebildeten Schwelle in der Fließrichtung des Glases jede gewünschte Abmessung geben, die Dicke des Glasbandes beliebig verringern und durch entsprechendes Erhitzen des Glases in dieser Zone auf der Schwelle eine Läuterung oder die Einleitung der Läuterung des Glases bewirken.
  • Bei der Ausführung nach Fig. 6 und 7 besitzt die Sperre einen unteren, senkrecht verstellbaren Teil aus Graphit. Dieser Teil besteht aus einem Querstück 24 aus Graphit, dessen Vorderseite in der gleichen Ebene wie die Rückseite des oberen Teils 25 der Sperre liegt. Das Stück 24 sitzt fest an zwei senkrechten Säulen 26 aus Graphit, die in der Sohle i senkrecht verschiebbar geführt sind.
  • Je nachdem wie weit diese Säulen in das Glasbad eintreten, entsteht unterhalb (Fig.6) oder oberhalb (F«-. 7) des Querstückes 24 ein veränderlicher Schlitz für den Durchtritt des Glases. In Fig. 6 ist dieser Durchtritt lediglich durch die das Querstück 24 tragenden Säulen 26 unterbrochen. Ist die Höhe des Querstücks kleiner als der Ab-stand zwischen der Sohle und der Unterseite des Teiles 25, so kann man zwei Schlitze bilden deren Höhen sich in entgegengesetztem Sinne ändern und von denen der eine oberhalb und der andere unterhalb des Stückes 24 liegt.
  • Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Sperre mit einem Glasdurchfluß an der Badoberfläche über einer in der Höhe verstellbaren Schwelle und einem Durchgang von veränderlicher Höhe über der Ofensohle. Der obere Teil der Sperre bildet wie bei den Fig. i und 2 einen Schwimmkörper 8 aus Graphit, der gegen zwei Führungsstücke 9 und to anliegt und von wasserdurchflossenen U-Rohren i i und 12 im Glas eingetaucht gehalten wird. An dem Schwimmkörper 8 anliegend, kann ein Querstück 24 gleiten, das fest an zwei Säulen 26, 26' sitzt, die in der Ofensohle auf und ab be-,vegbar sind.
  • Gemäß Fig. to besteht die Sperre aus drei beweglichen Elementen 8, 24 und 27, von denen wenigstens der Teil 8 aus Graphit besteht.
  • In der dargestellten Stellung besitzt die Sperre zwei Durchgänge, und zwar einen an der Badoberfläche über der Schwelle und einen anderen in einer Zwischenlage zwischen der Schwelle und der Ofensohle. Der bewegliche Teil 27 kann aus Graphit bestehen und von oben oder von unten durch die Sohle hindurch in der gleichen Weise wie das Element 24 verstellt werden.
  • Im Rahmen der Erfindung sind auch noch weitere Ausführungen möglich. So könnte beispielsweise bei den Sperren gemäß den Fig. 8 bis to der Teile 8 ein über den Badspiegel vorstehendes Stück aus feuerfestem und unbrennbarem Material haben oder derjenige Teil des Graphitkörpers 8, der gegebenenfalls aus dem Glas austaucht, könnte mit einer unbrennbaren Schutzschicht überzogen werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Glaswannenofen mit wenigstens zwei getrennten, durch einen L)urchlaß verbundenen Abteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die den Durchfluß regelnde Sperre wenigstens teilweise aus Kohlenstoff. insbesondere in Form von Graphit, gebildet ist.
  2. 2. Glaswannenofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die aus Kohlenstoff gebildeten Teile der Sperre senkrecht verstellbar sind.
  3. 3. Glaswannenofen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Kohlenstoff oder Graphit bestehender Teil (8, 18) der Sperre eine Schwelle (13, 23) bildet, über die an der Oberfläche des Glasbades das Glas in Form einer verhältnismäßig dünnen Schicht von einem Abteil (2) zum anderen Abteil (3) fließt.
  4. 4. Glaswannenofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre aus einer feststehenden Wand (7) und einem beweglichen Element (8) besteht, welch letzteres aus Kohlenstoff oder Graphit gebildet ist und durch seine Oberseite (i3) die Schwelle bildet, über die das Glas fließt.
  5. 5. Glaswannenofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Schwelle (i3) bildende Element (8) .durch beispielsweise an den Seitenwänden (4, 5) des Ofens sitzende Führungsstücke (9, io) in Anlage gegen die feststehende Wand (7) gehalten wird.
  6. 6. Glaswannenofen nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet. daß die Eintauchtiefe des beweglichen, die Schwelle bildenden Elementes (8) durch auf seine Oberseite wirkende verstellbare Anschläge (i i, 12) veränderlich ist, die z. B. aus U-förmigen Metallrohren bestehen, die in der Nähe der Enden des Elementes dieses abstützen und die von einer Kühlflüssigkeit durchflossen werden.
  7. 7. Glaswannenofen nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch@gekennzeichnet, daß die Sperre aus zwei parallelen Wänden (i4, 15) besteht, die miteinander und mit den Seitenwänden des Ofens einen durch einen Boden (i7) geschlossenen Trog (i6) bilden, in dem ein aus Kohlenstoff oder Graphit bestehender Schwimmer (i8) angeordnet ist, dessen oberer Teil die Schwelle (23) bildet, über die das Glas fließt. B. Glaswannenofen nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer aus mehreren Stücken aus Kohlenstoff oder Graphit zusammengesetzt ist. 9. Glaswannenofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (i7) des Troges (i6) mit Kühleinrichtungen versehen ist. io. Glaswannenofen nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelle (i3, 23) in der Fließrichtung des Glases eine solche Ausdehnung erhält und/oder z. B. durch Verwendung als Heizwiderstand oder als aktive oder tote Elektrode auf eine solche Temperatur gebracht wird, daß auf der Schwelle ein Läutern oder die Einleitung des Läuterns des Glases vorgenommen werden kann. ii. Glaswannenofen nach Anspruch i oder 2, dadurch .gekennzeichnet, daß die Sperre aus wenigstens zwei Elementen (24, 25) besteht, zwischen denen in der Höhenrichtung ein Zwischenraum zur Bildung einer oder mehrerer Glasdurchtrittsöffnungen gelassen ist, die vornehmlich die Form von Schlitzen haben, von denen wenigstens eine Lippe aus Kohlenstoff bzw. Graphit besteht. 12. Glaswannenofen nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß das .obere Element der Sperre eine Schwelle bildet, über die das Glas fließen kann (Fig. 8, 9). 13. Glaswannenofen nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Element der Sperre so angeordnet ist, daß es den Durchfluß des Glases an der Oberfläche verhindert (Fig. 6, 7). 14. Glaswannenofen nach einem der Ansprüche 1i, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Elemente senkrecht verstellbar ist. 15. Glaswannenofen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, däß für die Verstellung des einstellbaren Elementes der Sperre die Ofensohle (i) durchsetzende Stehmittel (26) vorgesehen sind. 16. Glaswannenofen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der verstellbaren Elemente (24) aus Kohlenstoff oder Graphit besteht und mit seinem unteren Teil gleitend durch die Ofensohle hindurchgeführt ist. 17. Glaswannenofen nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eins (24) .der verstellbaren Elemente an zwei oder mehr Säulen (26) aus Kohlenstoff oder Graphit sitzt, die durch die Ofensohle hindurchgehen und von außen betätigt werden. 18. Glaswannenofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das aus Kohle oder Graphit bestehende obere Element ein Stück aus nicht oxydierendem feuerfestem Material trägt, wobei das Element zusammen mit dem aufgesetzten Stück im Glas schwimmt und in der Höhe verstellbar ist. i9. Glaswannenofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das aus Kohlenstoff oder Graphit bestehende obere Element an seiner Oberfläche mit einem Tonerdeüberzug versehen ist.
DES19811A 1949-01-04 1950-09-29 Glaswannenofen Expired DE829486C (de)

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