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Verfahren zum Kennzeichnen von mit Gummi überzogenen elektrischen
Leitern Die Erfindung bezieht sich auf das Kennzeichen von mit Gummi überzogenen
Leitern. Solche Kennzeichnungen können z. B. den Herstellernamen und die Qualität
des Produkts angeben, oder die Kennzeiehnungen können verwendet werden, um einen
Leiter vom anderen zu unterscheiden. Zahlreiche sich über eine beträchtliche Anzahl
von Jahren erstreckende Versuche wurden gemacht, um einen mit Gummi überzogenen
Leiter, insbesondere kleinere Leitergrößen, in einer wohlfeilen Weise mit einer
Kennzeichnung zu versehen, welche klar lesbar und beständig ist. Zu diesem Zweck
gibt es ein Verfahren, die erforderliche Kennzeichnung auf ein Gewebeband zu drucken
und das bedruckte Band auf den überzogenen Leiter aufzubringen. Indessen besitzt
dieses Verfahren eine Anzahl von Nachteilen. Die Verwendung des Bandes vergrößert
die Herstellungskosten, und in vielen Fällen ist das Band nur zum Versehen mit der
Markierung erforderlich. Ferner ist es notwendig, daß das Band auf dem Leiter sicher
in seiner Lage gehalten wird. und die verfügbaren Verfahren zur Anbringung sind
solche, ,daß nur ein Leiter zur Zeit gekennzeichnet werden kann. Überdies können
Bänder in Verbindung mit kleinen biegsamen Leitern nicht verwendet werden, da es
notwendig ist,,sie in Lage auf dein Leiter @dadurch zu haltet, daß das Band schraubenförmig
aufgewickelt wird, wodurch die gewünschte Biegsamkeit des Leiters ernstlich beeinträchtigt
wird. Ein anderes angewen-djetes Verfahren besteht darin, den Gummi auf den Leiter
dureh die Längsmaschine aufzubringen; den Gummi
dann zu vulkanisieren
und das erforderliche Kennzeichen auf den vulkanisierten Gummi zu drucken. Dieses
Verfahren besitzt .indessen den Nachteil, daß eine dauernd lesebare Kennzeichnung
auf dem Gummi wegen der schmierigen Oberfläche des Gummis und aus anderen Gründen
nicht erhalten werden kann. Es wurde auch gefunden, daß die Reibung die Kennzeichnung
mehr oder weniger schnell auslöschen wird. Fernerhin ist es schwierig, wenn nicht
unmöglich, eine befriedigende Kennzeichnung auf den kleineren Leitergrößen wegen
der unvollkommenen Berührung zwischen den Druckwalzen und dem Gummi infolge des
kleinen Krümmumgsra,dius des Gummistreifens zu erhalten. Es besteht auch die ernsthafte
Gefahr des Aufreißens des Gummis infolge des Drucks, welcher notwendigerweise durch
die Druckwalzen auf den Gummistreifen ausgeübt werden muß. Weiterhin macht der kleine
Krümmungsradius des Gummis, wenn er auf kleineren Leitergrößen angebracht ist, es
unmöglich, die volle Breite des Gummistreifens zuin Bedrucken zu verwenden.
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Durch die Erfindung wird ermöglicht, gleichzeitig eine große Anzahl
von mit Gummi überzogenen Leitern herzustellen, von welchen jeder mit einer gedruckten
Kennzeichnung versehen wird, welche .sehr klar und lesbar ist und welche in diesem
Zustand verbleibt, selbst wenn der Gummi erheblicher Reibung unterworfen ist. Ferner
ist das Herstellungsverfahren einfach und wohlfeil und in gleicher Weise auf Leiter
von großen und kleinen Größen anwendbar und gestattet, dauernd lesbare Kennzeichnungen
selbst auf die kleinen Größen von mit Gummi überzogenen Leitern aufzubringen, welche
als biegsame Schnüre bekannt sind.
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Gemäß der Erfindung werden Leiter tnit Keimzeichnungen durch Aufdrucken
der erforderlichen Kennzeichnung mit parallelen Reihen auf einen Streifen von urivulkanisiertem
Gummi und Aufbringen des bedruckten Streifens zusammen mit einem zweiten unbedruckten
oder bedruckten Streifen auf die Leiter durch das Längsverfahren der Aufbringung
versehen. Bei diesem `-'erfahren werden die zwei Streifen mit den Leitern zwischen
ihnen einem Paar genuteter Walzen zugeführt, welche die Streifen in einen Überzug
für jeden Leiter formen, wobei die Ränder jedes Überzugs fest zusammen verbunden
sind. Nachdem die Leiter mit ihren bedruckten Gummiüberzügen versehen sind, werden
die letzteren vulkanisiert.
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Die Erfindung soll weiter unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert
werden. Es stellt dar: Fig. i eine schematische perspektivische Ansicht einer geeigneten
Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung, Fig. ? einen Teil des unvulkaniisierten
Gummistreifens mit darauf gedruckten Kennzeichnungen und Fig.3 einen Leiter nach
dem Aufbringen des Überzugs.
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(gemäß Fig. i besitzt die Vorrichtung ein Paar genuteter, auf Wellen
2 angeordneter Walzen i. Die Walzen bilden einen Teil einer Längsüberzugsmaschine
und besitzen voneinander getrennte Lind sich deckende Umfangsnuten 3, um bloße Leiter
,4 und nichtvulkanisierte Gummistreifen oder Bänder 5 geeigneter Breite aufzunehmen.
Die Streifen werden von Rollen 6 auf Spindeln 7 abgezogen. Ein Streifen ist über
dem Leiter 4 und der andere darunter gezeigt, und in der Nähe des Eingriffs der
Walzen gehen die Streifen durch einstellbare auf senkrechten Stützen 9 getragene
Führungen B. Die Walzen legen die Streifen rund um die Leiter in einer solchen Weise,
daß jeder Leiter mit einem dicht passenden Überzug i i versehen ist, von welchem
ein Teil aus dem einen und der andere Teil aus dem anderen Streifen besteht und
die, zwei Teile an ihren Rändern miteinander verbunden sind. Nach Durchgang durch
die `Valzen i werden die überzogenen Leiter voneinander dadurch getrennt, daß abwechselnd
Leiter unter und über der Querstange io geführt werden.
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Wie in Fing. z gezeigt, ist auf einem der unvulkanisierten Gummistreifen
5 in parallelen Reihen die erforderliche Kennzeichnung aufgedruckt. Der zweite Streifen
kann unbedruckt oder bedruckt rsein. Die Streifen sind zu Rollen 6 aufgewickelt.
Fig. 3 zeigt einen Teil eines einzelnen, mit seinem bedruckten Überzug i i versehenen
Leiter.
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Nachdem die Leiter mit ihren bedruckten Überzügen versehen sind, werden
sie vulkanisiert. Durch die, Erfindung ist es ermöglicht, mit Gummi überzogene Leiter,
auf «-elchen sich Ketinzeichnungen befinden, in einer weniger kostspieligen Art,
als es bisher möglich war, herzustellen. Die Kennzeichnung selbst ist der früher
erhaltenen insoweit überlegen, als sie dauerii<1 lesbar ist, welche auf jedem
Teil des Überzugs leicht gelesen werden kann. Es wurde gefunden, cal; auf (lern
überzogenen Leiter der Druck parallel oder nahezu parallel mit der Längsachse des
Leiters liegt, um leichtes Lesen der Kennzeichnung zu gestatten, und daß es möglich
ist, es einzurichten, claß die Kennzeichnung sich rund uni den Umfang des Leiters
für im wesentlichen die volle Breite der zwei den Überzug bildenden Streifen erstreckt
so claß die Kennzeichnung so breit wie möglich für einen Leiter von gegebenem Durchmesser
sein kann. Das Verfahren vermeidet die Notwendigkeit der Anbringung eines besonderen
Bandes auf dem mit Gummi überzogenen Leiter und vermeidet jede Gefahr, den dünnen
Gummiüberzug durch den von den Druckwalzen auf die gekrümmte Gummioberfläche ausgeübten
Druck zu beschädigen. Das Verfahren vermeidet auch alle Schwierigkeiten infolge
des Drucks auf Gummioberfl'ichen, welche schmierig oder in anderer Weise ungeeignet
gemacht sind, um einen guten dauerhaften Druck zu erhalten. Solche Drucke können
in gleicher Bequemlichkeit auf kleinen wie auf großen Leitern erhalten werden, und
eine große Anzahl von Leitern kann mit den Kennzeichnungen gleichzeitig versehen
werden. Ferner wird die Biegsamkeit des Leiters durch das Kennzeichnungsverfahren
nicht beeinflußt, wie es der Fall ist, wenn ein bedrucktes Gewebeband verwendet
wird.
Die l>eclruckten Bänder können leicht in Rollenform aufbewahrt und bei Bedarf gebraucht
werden. .