DE826987C - Vorrichtung zur Bekaempfung von Motten u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zur Bekaempfung von Motten u. dgl.Info
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 7. JANUAR 1952
T O55III/ 45 k
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Bekämpfung von Motten u. dgl. In
ihrer einfachsten Form besteht die Vorrichtung in einem kleinen durchbrochenen Behälter, z. B. einem
Siebkorb mit oder ohne Bodenschale, einer mit zahlreichen Löchern versehenen kleinen Büchse
o. dgl., die mit einer Halteplatte oder einem Sockel versehen ist, mittels dessen sie in der. Nähe der
Tür des Schrankes oder sonstigen Behälters derart angeordnet wird, daß beim öffnen und Schließen
der Schranktür das in dem durchbrochenen Behälter in fester, pulverförmiger oder flüssiger Form
untergebrachte Mottenbekämpfungsmittel einer gesteigerten Verdunstung unterliegt, so daß also die
im Schrank eingeschlossene Luft mit diesem Mittel angereichert wird.
In einer weiteren Ausführungsform ist der durchbrochene, das Mottenbekämpfungsmittel enthaltende
Behälter mit einer luftpumpenartigen Vorrichtung kombiniert, die beim öffnen und Schließen
der Schranktür derart betätigt wird, daß ein intensiver, durch die Luftpumpe erzeugter Luftstrom
durch den durchbrochenen Behälter hindurchgetrieben wird, so daß auf diese Weise eine gesteigerte
Verdunstung des Inhalts bewirkt wird.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen dieser Vorrichtung beispielsweise gezeigt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung im Schaubild;
Fig. 2 bis 7 zeigen mehrere abgeänderte Ausführungsformen
derselben;
Fig. 8 zeigt eine solche Vorrichtung, kombiniert mit einer Luftpumpe;
Fig. 9 zeigt die Anbringung und Betätigung der in Fig. 8 dargestellten Vorrichtung innerhalb eines
Kleiderschrankes.
Im einzelnen bezeichnet in Fig. ι das Bezugszeichen ι einen siebartig durchbrochenen Behälter,
der mit einer Halteplatte 2 versehen ist, welch letztere in beliebiger Weise, z. B. mit Nägeln, Reißbrettstiften,
Schrauben, durch Ankleben usw., im Innern des Schrankes an der Wandung oder an einem Querbrett in der Nähe der Tür derart an-
geordnet wird, daß der beim öffnen oder Schließen der Tür entstehende Luftzug in voller Stärke auf
den durchbrochenen Behälter trifft. Ein in diesen Behälter eingebrachtes Mottenbekämpfungsmittel
wird deshalb beim öffnen und Schließen der Tür in verstärktem Maße verdunstet.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung hat vor den vielfach benutzten Mottenkugeln oder in kleinen
Papiertüten untergebrachten Mottenbekämpfungsmitteln den Vorzug, daß infolge der Einwirkung
des Luftstroms aus das in feiner Verteilung oder mit großer Oberfläche in dem Behälter vorhandene
Material eine sehr viel stärkere Verdunstung und weitgehendere Verteilung der Agenzien gerade im
geeigneten Moment, wenn nämlich Außenluft in den Schrank eindringt, erzeugt wird. Gegenüber
der Verwendung einer unter dem Namen FHtspritze eingeführten und bekannten Vorrichtung
hat die neue Vorrichtung den Vorzug, daß sie automatisch in Wirksamkeit tritt, während die Handhabung
der bekannten Vorrichtung immer besondere Vorbereitung und Betätigung erfordert.
Gemäß den Fig. 2 und 3 ist der siebartig durchbrochene Behälter 1 in eine Blechschale 3 eingelegt,
die mit der Halteplatte 2 verbunden ist. Vermittels dieser Blechschale kann z. B. auch ein flüssiges
Mottenbekämpfungsmittel in den Behälter eingefüllt werden.
Nach Fig. 4 ist eine mit öffnungen 4 versehene Büchse 5 mit der Grundscheibe 2 verbunden. Die
Büchse 5 hat eine Einfüllöffnung 6. Der Boden der Büchse 5 ist ohne Durchbrechungen gestaltet, so
daß er auch flüssige oder pulverförmige Bekämpfungsmittel aufnehmen kann.
In allen Fällen kann der durchbrochene oder mit Löchern versehene Behälter abnehmbar mit der Halteplatte 2 verbunden sein.
In allen Fällen kann der durchbrochene oder mit Löchern versehene Behälter abnehmbar mit der Halteplatte 2 verbunden sein.
Nach Fig. 5, 6 und 7 sind die das Mottenbekämpfungsmittel
aufnehmenden Behälter in rechteckiger Form ausgebildet, so daß dem Verdunstungsluftstrom
eine besonders große Oberfläche geboten wird. Nach Fig. 5 ist der untere Teil 8 des Behälters 7 kastenförmig zur Aufnahme
von Flüssigkeiten oder feinen Pulvern ausgebildet. Nach Fig. 6 kann in das besonders schmale, durchbrochene
Gehäuse 9 z. B. ein Gaze- oder Pappbeutel, der das Mittel enthält, eingeschoben werden.
Nach Fig. 7 ist die Grundplatte 2 des Behälters 10 mit einem besonderen, gekröpften Ansatz 11, 12
versehen, der dazu dient, den Behälter z. B. an der unteren Fläche des oberen Türrahmens derart anzubringen,
daß der Behälter selbst im Innern des Schrankes liegt und seine Breitseite von dem vollen
Luftstrom getroffen wird.
Nach Fig. 8 ist mit dem Behälter 13 der Zylinder 14 einer Luftpumpe verbunden, deren Kolben 15
durch ein unter der Wirkung der Feder 16 stehendes Gestänge 17 betätigt wird. Die Pumpe wird
etwa in der Art, wie in Fig. 9 dargestellt, an der Unterseite des oberen Türrahmens 18 mit Hilfe
eines Zwischenbleches 19 derart befestigt, daß die aus dem Innern des Schrankes vorstehende Stange
beim Schließen der Schranktür 20 getroffen und mit dem Kolben 15 nach innen gedrückt wird. Der
dadurch erzeugte Luftstrom wird durch die öffnungen 21 in den durchbrochenen Behälter 13 hinein-
und aus demselben herausgetrieben.
Die beschriebene Einrichtung kann mannigfach im Rahmen der wesentlichen Gedanken abgeändert
un'd ausgestaltet werden. Außer zur Bekämpfung von Motten kann sie auch zur Bekämpfung ähnlicher
Schädlinge, z. B. von Insekten mannigfacher Art, von Ameisen oder Käfern in tropischen
Klimaten Verwendung finden.
Eine Vorrichtung der in Fig. 8 dargestellten Art kann ferner auch zur Geruchs- und Luftverbesserung
in geschlossenen Räumen, z. B. einer Toilette, in der Nähe der Tür derart befestigt sein, daß beim
Schließen der Toilettentür die Stange 17 mit dem Kolben 15 nach innen gedruckt wird, so daß der
ausblasende Luftstrom ein geruchverbesserndes Mittel in den Toilettenraum hineinführt.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Bekämpfung von Motten u. dgl., bestehend aus einem durchbrochenen,
z. B. siebartigen, in Form eines Drahtkorbes o. dgl. das Mottenbekämpfungsmittel aufnehmenden
Behälter (1), der mit Mitteln zur Befestigung im Innern des Schrankes, z. B. mit
einer zum Annageln, Anschrauben oder Ankleben an der Schrankwand o. dgl. dienenden
Halteplatte (2) versehen ist, mit deren Hilfe der Verdunstungskorb an solchen Stellen des
Schrankes in der Nähe der Tür befestigt wird, daß er von dem beim öffnen oder Schließen der
Tür entstehenden Luftstrom voll getroffen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durchbrochene Verdunstungsbehälter
(1) mit einer Bodenschale (3) zur Aufnahme flüssiger oder pulverförmiger
Bekämpfugnsmittel versehen ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der durchbrochene Verdunstungsbehälter (1) in schmaler, rechteckiger
Form ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdunstungsbehälter (1) mit einer vorzugsweise gekröpften
Platte (2, 11, 12) zur Befestigung an der oberen Türzarge versehen ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der durchbrochene
Verdunstungsbehälter (1) mit einer Luftpumpe (14, 15) in Verbindung steht, und diese gesamte
Vorrichtung derart im Innern des Schrankes angeordnet ist, daß das unter Wirkung einer
Druckfeder stehende Gestänge (17) der Luftpumpe aus dem Innern des Schrankes derart
hervorsteht, daß es beim Schließen der Schranktür getroffen und nach innen geschoben wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 2652 12.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE826987C true DE826987C (de) | 1952-01-07 |
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| DET655A Expired DE826987C (de) | 1950-03-28 | 1950-03-28 | Vorrichtung zur Bekaempfung von Motten u. dgl. |
Country Status (1)
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- 1950-03-28 DE DET655A patent/DE826987C/de not_active Expired
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