DE824951C - Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser - Google Patents

Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser

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DE824951C
DE824951C DED1311A DED0001311A DE824951C DE 824951 C DE824951 C DE 824951C DE D1311 A DED1311 A DE D1311A DE D0001311 A DED0001311 A DE D0001311A DE 824951 C DE824951 C DE 824951C
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Application number
DED1311A
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English (en)
Inventor
Paul Pracht
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Deutsche Babcock and Wilcox Dampfkesselwerke AG
Original Assignee
Deutsche Babcock and Wilcox Dampfkesselwerke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0005Degasification of liquids with one or more auxiliary substances
    • B01D19/001Degasification of liquids with one or more auxiliary substances by bubbling steam through the liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser, bestehend aus einem durch eine lotrechte Zwischenwand in zwei Abteile unterteilten Speisewasserbehälter, deren Dampfräume miteinander unmittelbar in Verbindung stehen und deren Wasserräume durch eine Umführung verbunden sind, an deren einem Ende Dampf in das Wasser eingeblasen wird, und besteht darin, daß die Umführungsleitung an dem einen Ende eine abgeschlossene Mischkammer bildet und mit Steigrohren versehen ist, welche oberhalb der Wasserlinie enden, und daß das Speisewasser am Boden desselben Abteils entnommen wird, in welches die Steigrohre ausgießen, während das zufließende Wasser dem anderen Abteil zugeführt wird.
  • Die vollständige Entgasung des Kesselspeisewassers konnte bisher meßtechnisch bis zu einem Gehalt von 0,5 mg 02/1 festgestellt werden. Für eine weitergehende Entgasung besteht erst Interesse, seit es gelungen ist, die Meßgenauigkeit bis zu O,I mg 02/1 zu erweitern. Es hat sich gezeigt, daß es mit den bekannten Verfahren und Anordnungen nicht möglich ist, so geringe Gasgehalte zu erreichen. Dazu ist nicht nur ein Auskochen des Wassers mit Dampf und Aufbewahren unter Luftabschluß erforderlich, sondern der Dampf muß mit dem Wasser so innig vermischt werden, daß er die letzten Gasreste aus ihm löst, und das Wasser muß rasch und wirksam von dem die Gase abzuführenden Dampf getrennt werden. Diese Wirkung wird gemäß der Erfindung durch Anwendung eines durch Einleiten von Wasserdampf verursachten natürlichen Wasserumlaufes erzielt, wobei zugleich darauf Rücksicht zu nehmen ist, daß nur entgastes Wasser zu der Stelle gelangt, an welcher das Speisewasser entnommen wird.
  • Es ist bekannt, Speisewasser in mehreren Stufen zu entgasen, indem es in einen Behälter eingeführt wird, der durch mehrere lotrechte Wände unterteilt ist, wobei das Wasser in jedem zweiten Abteil durch am Boden eingeführten Dampf ausgekocht wird und über die Oberkante der Trennwand in das nächste Abteil fließt, welches das Wasser am Boden des übernächsten Abteils einführt.
  • Bei dieser Anordnung durchströmt der Dampf das Wasser in einem großen Querschnitt, es ist daher keine Sicherheit für eine innige Vermischung von Wasser und Dampf gegeben. Auch ist diese Vorrichtung nicht als Speicher anwendbar.
  • Ferner ist es bekannt, an ein Speisewassergefäß einen mit Dampf beheizten Röhrenwärmeaustauscher anzuschließen, der so angeordnet ist, daß er einen natürlichen Wasserumlauf durch den Behälter erzeugt. Hierbei wird nur teilweise mit Hubumlauf gearbeitet, so daß der Wasserraum des Behälters stark mit Dampfblasen durchsetzt ist.
  • Diese Vorrichtung dient der thermischen Enthärtung von Speisewasser und ist für die Erreichung des vorgenannten geringen Restsauerstoffgehaltes nicht brauchbar, weil das Rohwasser mit dem gereinigten Wasser gemischt wird.
  • Die gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung ist in Abb. I in schematischer Wiedergabe dargestellt.
  • Ein liegender zylindrischer Speisewasserbehälter I ist durch eine nicht bis zur oberen Begrenzung reichende Wand 2 in zwei Abteilungen 3 und 4 unterteilt, denen der Dampfraum 5 gemeinsam ist. Über dem Abteil 4 ist auf dem Behälter in bekannter Weise ein Kochentgaser 6 angeordnet, der durch den Stutzen 7 mit dem Dampfraum 5 in Verbindung steht. In den oberen Teil des Kochentgasers 6 mündet die Rohrleitung 8 ein, welche das zu entgasende Weichwasser zuführt. Die Zuflußmenge wird durch einen schwimmergesteuerten Durchflußregler g in Abhängigkeit von der Höhe des Wasserspiegels in dem Abteil 4 so gesteuert, daß der Wasserspiegel wenig unterhalb der oberen Kante der Zwischenwand 2 liegt. In den unteren Teil des Entgasers 6 mündet eine Abdampfleitung I0 ein; sie ist ungesteuert, wenn die Dampfmenge nicht ausreicht, um den Inhalt des Speisewasserbehälters I im Siedezustand zu erhalten. Am höchsten Punkt des Entgasers 6 ist eine Auspuffleitung 11 angebracht mit einer eingesetzten Drosselscheibe, welche einen geringen Überdruck in dem Behälter 1 sicherstellt, solange die Dampfzufuhr normal ist. Am Stirnende des Abteils 4 ist eine Überlaufvorrichtung I2 angebracht.
  • Das Abteil 3 hat unten einen zylindrischen Stutzen I3, an welchen unter dichter Zwischenlage des Rohrbodens 14 die Abschlußhaube 15 angeflanscht ist. In dem Rohrboden 14 ist ein Bündel gerader, beiderseits offener Rohre I6 befestigt, deren Länge so bemessen ist, daß ihre oberen Enden wenig höher liegen als die obere Kante der Zwischenwand 2. Die Rohre des Bündels I6 sind durch Versteifungsplatten 17, 18 oder ähnliche Mittel in ihrer gegenseitigen Lage gesichert. In die Haube I5 wird aus der Rohrleitung 19 durch den mit Düsen 20 versehenen Verteilkopf 21 Dampf eingeleitet. Seine Menge wird in Abhängigkeit von dem im Dampfraum 5 herrschenden Druck mittels eines Durchflußreglers 22 so bemessen, daß im Dampfraum 5 ein geringer Überdruck herrscht.
  • Das Abteil 4 ist durch eine mittels Schieber 23 absperrbare Umführungsleitung 24 mit der Haube 15 verbunden. Eine mittels Schieber 25 absperrbare Ausgleichsleitung 26 verbindet die Wasserräume der Abteile 3 und 4 an deren tiefsten Punkten; sie ist mit einem Ablaßventil 27 versehen. Aus dem Abteil 3 fließt das Speisewasser durch die mit Ventil 28 absperrbare Rohrleitung 29 den Kesselspeisepumpen 30 zu.
  • Oberhalb der Ausmündungen des Rohrbündels I6 ist ein Schwadenabzug angebracht, welcher durch die Rohrleitung 3I den gashaltigen Wasserdampf unmittelbar in den Kochentgaser 6 ableitet.
  • Eine Prallplatte 32 soll verhindern, daß auch Wasser mit in den Schwadenabzug gelangt.
  • Die Betriebsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Das durch den Kochentgaser 6 vorentgaste Wasser wird in dem Behälter I gespeichert, indem es die Abteile 3 und 4 füllt.
  • Durch den Wasserumlauf, den der durch das Rohrbündel I6 strömende Dampf erzeugt, wird aus dem Abteil 4 durch die Umführungsleitung 24 Wasser angesaugt und gegen die Prallplatte 32 geworfen.
  • Während des Strömens des Wassers in den Rohren 16 vermischt es sich innig mit dem Kochdampf, der alle Gasreste in sich aufnimmt. An der Prallplatte 32 tritt dann in kurzer Zeit die Trennung von Wasser und Dampf ein. Es wird durch die Einstellung des Dampfdurchflußreglers 22 dafür gesorgt, daß die Rohre I6 mehr Wasser fördern als die Pumpen 30 aus dem Abteil 3 absaugen, so tritt ein Wasserüberschuß ein, demzufolge dauernd Wasser aus dem Abteil 3 über die obere Kante der Zwischenwand 2 in das Abteil 4 überströmen muß.
  • Das Wasser in dem Abteil 3 ist dadurch gegen jede Gasaufnahme geschützt, und es kann auch der Schieber 25 geöffnet werden, da die Ausgleichleitung 26 höchstens eine schwache Strömung von 3 nach 4 aufweisen wird. In Ausnahmefällen, wo die Pumpen mehr Wasser entnehmen als durch Rohr 8 nachströmen kann, dient die Leitung 26 als Ausgleich, um den vollen Speicherinhalt des Behälters I ausnutzen zu können. Da dies nur selten und kurzzeitig eintreten wird, ist in diesem Falle eine geringe Zunahme des Gasgehaltes im Speisewasser zulässig.
  • In manchen Fällen wird als Heizdampf solcher in Betracht kommen, der, weil etwa ölhaltig, mit dem Speisewasser nicht gemischt werden darf. Für solche Fälle ist es vorteilhaft, das Rohrsystem I6 gemäß Abb. 3 als Oberflächenwärmeaustauscher auszubilden, so daß der Dampf in den Rohren 16 aus dem Umlaufwasser durch die Beheizung erzeugt wird. Die Rohrplatte I7 wird zu diesem Zweck dicht mit dem Mantel 33 verbunden und letzterer mit einem Eintrittsstutzen 34 und einem Austrittsstutzen 35 für den Heizdampf versehen.
  • Wird eine besonders gute Trennung von Wasser und Dampf am Austritt der Rohre I6 gewünscht, so wird es sich empfehlen, die Rohre I6 einzeln oder über einen geschlossenen Sammelraum mit Fliehkraftal)scheider zu verbinden, welche, wie Abb. 4 erkennen läßt, mit dem Dampf- und dem Wasserraum des Abteils 3 unmittelbar in Verbindung stehen. Die Rohre I6 sind oben durch eine geschlossene Sammelkammer 36 zusammengefaßt, von welcher Rohrstutzen 37 tangential in zylindrische Fliehkraftabscheider 38 einmünden, welche oben nach dem Dampfraum 5 offen sind und mit dem unteren offenen Ende in den Wasserraum des Abteils 3 hineinragen. Es kann jedoch auch jedes einzelne Rohr I6 mit einem besonderen Fliehkraftabscheider versehen sein, dessen Achse auch waagerecht liegen kann.
  • PAT E NTA N 5 n ücii E: 1. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser, bestehend aus einem durch eine lot rechte Zwischenwand in zwei Abteile unterteilten Speisewasserbehälter, deren Dampfräume miteinander unmittelbar in Verbindung stehen und deren Wasserräume durch eine Umführung verbunden sind, an deren einem Ende Dampf in das Wasser eingeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Umführungsleitung (24) an dem Einblaseende eine abgeschlossene Mischkammer (2I) bildet und mit Steigrohren (I6) versehen ist, welche oberhalb der Wasserlinie enden, und daß das Speisewasser am Boden desselben Abteils (3) entnommen wird, in welches die Steigrohre (I6) ausgießen, während das zufließende Wasser dem anderen Abteil (4) zugeführt wird.
  • 2. Vorrichtung zur Entgasung von Kessel-

Claims (1)

  1. speisewasser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserräume der beiden Abteile (3, 4) durch eine gegebenenfalls absperrbare und mit einem Ablaßventil (27) versehene Ausgleichleitung (26) versehen sind, welche an deren tiefsten Punkten und nicht in der Nähe der Speisewasserentnahmestelle ausmündet.
    3. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das zu entgasende Weichwasser durch einen Kochentgaser (6) bekannter Bauart in das Abteil (4) eingeführt wird, aus welchem das Speisewasser nicht entnommen wird.
    4. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser nach den Ansprüchen I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Ausmündung der Steigrohre (I6) ein gegebenenfalls mit Prallplatte (32) versehener Schwadenabzug (3I) angeordnet ist, der den Dampfraum (5) unmittelbar mit dem Kochentgaser (6) verbindet.
    5. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß an die Steigrohre (I6) einzeln oder unter Zwischenschaltung eines geschlossenen Sammelraumes (36) Fliehkraftabscheider (38) angeschlossen sind, welche mit dem Dampf- und dem Wasserraum des Abteils (3) unmittelbar in Verbindung stehen.
    6. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigrohre (I6) innerhalb des Wasserraumes verlaufen.
    7. Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu entgasende Wasser in einem dampfbeheizten Röhrenwärmeaustauscher (33) erwärmt wird.
    8. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Hubumlauf mehr Wasser gefördert als aus dem gleichen Abteil entnommen wird.
DED1311A 1950-03-12 1950-03-12 Vorrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser Expired DE824951C (de)

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