DE8244C - Streckwerk zur Herstellung von Rotationskörpern und schraubenförmig gebildeten Körpern - Google Patents

Streckwerk zur Herstellung von Rotationskörpern und schraubenförmig gebildeten Körpern

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DE8244C
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DE
Germany
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rollers
piece
bodies
revolution
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DENDAT8244D
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English (en)
Original Assignee
A. LONGSDON in London
Publication of DE8244C publication Critical patent/DE8244C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B19/00Tube-rolling by rollers arranged outside the work and having their axes not perpendicular to the axis of the work
    • B21B19/02Tube-rolling by rollers arranged outside the work and having their axes not perpendicular to the axis of the work the axes of the rollers being arranged essentially diagonally to the axis of the work, e.g. "cross" tube-rolling ; Diescher mills, Stiefel disc piercers or Stiefel rotary piercers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

1879.
PATENTSCHRIFT
Klasse 49.
ALFRED LONGSDON in LONDON. Streckwerk zur Herstellung von Rotationskörpern und schraubenförmig gebildeten Körpern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1879 ab.
Bei der bisher üblichen Methode steht die Längsrichtung des zu streckenden bezw. zu walzenden Stückes winkelrecht gegen die Walzen. Im Gegensatz hierzu bildet hier die Mittellinie der Walze einen spitzen Winkel zwischen ο und 90 Grad liegend mit der zu walzenden Stange oder Block von rundem oder eckigem Querschnitt.
Ist daher in Fig. 1 im Grundrifs α b die Mittellinie von einer der anzuwendenden Walzen A, und c d die Längsrichtung des zu walzenden Stückes, so ist α der genannte spitze Winkel, welcher an Stelle des bei der bisher üblichen Methode vorhandenen Winkels von 90 Grad tritt.
Denkt man sich zwei oder mehr solcher Walzen, Fig. 1 und 2, deren Mittellinien denselben Winkel α mit c d bilden, und alle symmetrisch gegen das Walzstück angeordnet, ähnlich wie die Schneidezähne der Backen einer Kluppe zum Gewindeschneiden gegen die zu schneidende Schraube und welche in derselben Richtung gedreht werden, so wird das zu streckende Stück mit derselben Peripheriegeschwindigkeit der Walzen, aber in der entgegengesetzten Richtung rotiren und sich gleichzeitig in der Längsrichtung bewegen.
Mit einem Worte, die Walzen werden auf dem zu walzenden Stücke eine Schraubenlinie beschreiben, oder vielmehr eine Schraubenfläche, welche im allgemeinen zweigängig sein wird bei Anwendung von zwei Walzen, dreigängig bei Anwendung von drei Walzen, viergängig bei Anwendung von vier Walzen u. s. w.
Es ist einleuchtend, dafs beim gewöhnlichen Rundstrecken der Winkel a so gewählt werden mufs, dafs die erzeugten Schraubenflächen sich gegenseitig decken (vernichten),' wohingegen anderenfalls ein wirkliches Gewinde (Schraube) erzeugt wird.
Bei Anwendung von drei Walzen, Fig. 2, kann nur bis zu einer bestimmten Dicke herabgestreckt werden. Es gestatten z. B. Walzen von 400 mm Durchmesser nur ein Herunterwalzen bis zu 80 mm, wohingegen man mit zwei Walzen oder auch mit vier oder sechs, wenn dieselben, wie in Fig. 3, zu je zwei hintereinander angeordnet werden, ganz dünne Stangen, selbst Draht walzen kann.
Das Walzen kann auf zweierlei Art. vollzogen werden. Entweder werden die Walzen direct gedreht und hierdurch, wie oben angedeutet, das zu walzende Stück in Rotation gebracht, oder es wird das zu walzende Stück direct gedreht, und hierdurch die Walzen in Rptation gebracht.
Werden die Walzen direct getrieben, so kann zum Vor- und Rückwärtswalzen eine Reversirkuppelung angebracht, oder die Maschine selbst zum Umsteuern eingerichtet werden, oder aber die Walzen rotiren stets nach einer Richtung. Im letzten Falle müssen bei Ankunft des Endes des Stückes in den Walzen, diese rasch gewendet werden können, derart, dafs ein Rechtsgewinde gewalzt wird, wenn vorher ein Linksgewinde gewalzt wurde, oder umgekehrt.
Es wird sich dann das Stück sofort in entgegengesetztem Sinne bewegen.
Fig. 5 zeigt die Lage einer Walze vor, und Fig. 6 nach der Wendung. ·
Diese Art des Walzens oder vielmehr Streckens ist. in Fig. 8 bis 11 deutlich veranschaulicht.
Die drei Walzen A sind durch je zwei Universalgelenke mit je einer der drei Kammwalzen B verbunden, welch letztere durch das mit der hohlen Axe C aus einem Stück bestehende Kammrad getrieben werden.
Der'Antrieb erfolgt durch die auf der hohlen Axe C befindliche Riemscheibe D. Statt dieser Riemscheibe könnte auch ein Kammrad angewendet werden, welches durch ein aufsenliegendes Triebrad bewegt würde.
Die drei Kammwalzen B sind in ihren Lagern etwas verschiebbar, um das centrale Stellen, sowie das Wenden der Walzen zu ermöglichen.
Das Andrücken der Walzen geschieht durch die flachgängigen Schrauben α mittelst der darauf sitzenden Stirnräder E, der Triebe F, der konischen Räder M, der Schneckenräder G, der Schnecken b, der Schneckenwelle c und dem darauf sitzenden Handrade H.
Das Lösen der Walzen, welches nach erfolgter Walztour rascher geschehen mufs, erfolgt durch .die auf der Schneckenwelle c fest und lose angebrachten Riemscheiben / und K.
Das Andrücken der Walzen könnte gleichfalls leicht mittelst Riemscheibe statt des Handrades H geschehen.
Das gleichzeitige Wenden der drei Walzen unter einem beliebigen spitzen Winkel geschieht durch die drei Gelenkstangen d, die drei Winkelhebel e, mittelst des Handhebels /, welche Anordnung in der Zeichnung deutlich zu erkennen ist.
Der Handhebel / kann auch ohne Schwierigkeit mittelst Schraube, sowie durch Maschinenbetrieb bewegt werden.
Die flachgängigen Schrauben α -sind mit den Walzenhaltern L durch die Stangen g und Querhäupter h beweglich verbunden.
Eine andere Verbindung der Schrauben mit den Walzenhaltern ist durch Fig. 7 veranschaulicht.
Statt der mit den Kaminwalzen verbundenen Universalgelenke können selbstverständlich auch andere Kuppelungen und auch die bei Walzwerken üblichen angewendet werden.
Es ist ohne weiteres klar, dafs eine solche Einrichtung auch gestattet, konisch zu strecken durch stetiges Andrücken oder Lösen der Walzen, sowie auch das Stück mit Ansätzen oder Vertiefungen zu versehen durch das Wenden der Walzen, welches jederzeit geschehen kann, und welches gestattet, an den betreffenden Stellen die Walzen parallel mit dem Walzstück zu stellen, um zunächst hier eine Vertiefung von der Walzenbreite einzuwalzen, von wo aus dann nach Erfordern weiter gestreckt werden kann, oder mit anderen Worten, das Streckwerk gestattet die Herstellung jedes Rotationskörpers in den durch die Einrichtung bedingten Grenzen.
Ferner ist zu erkennen, dafs man mittelst passend geformter Walzen wirkliche Schrauben erzeugen kann. .
Ist ein zu walzender Block ungleichmäfsig erwärmt, so ist ein Krummwalzen zu erwarten und es müssen daher, namentlich bei längeren Stücken, die Enden passend unterstützt werden.
Man kann hierzu unter allen möglichen Anordnungen z. B. eine Kette benutzen, ähnlich wirkend, wie eine Kranenkette beim Schmieden, welche das Rotiren des Stückes leicht gestattet, und während des Walzens leicht gehoben und gesenkt werden kann, und welche durch Anwendung von Laufrollen in der Längsrichtung mit dem Walzstück leicht verschiebbar ist.
Statt der Ketten könnten auch an jeder Seite je zwei Rollen angebracht werden, welche zum Heben und Senken eingerichtet und in der Längsrichtung verschiebbar, oder in der WaIzrichtungslinie verstellbar angeordnet sein müfsten.
Es kann vortheilhaft sein, nur einen Theil der angewendeten Walzen, oder sogar nur eine direct zu treiben, während die übrigen durch Reibung mitgenommen werden.
Wird das Walzstück direct gedreht, so fällt der Treibapparat, bestehend aus Kammwalzen, Riemscheibe, Universalkuppelungen und den zugehörigen Ständern fort!
Man denke sich statt dessen eine Zange oder Klemmvorrichtung, welche das zu walzende Stück an einem" Ende fafst, fest verbunden mit der Betriebswelle, welche indefs in der Längsrichtung leicht verschiebbar sein müfs, so sind hierfür alle Bedingungen des Walzens gegeben.
Es kann hierbei vortheilhaft sein, das Walzstück an einem Ende zum Fassen mit einem Vierkant zu versehen, Fig. 4, welches bei Gufsstahlblöcken beim Giefsen direct geschehen könnte.
Die Maschine mufs dann selbstverständlich mit einer Reversirvorrichtung zum Vor- und Rückwärtswalzen versehen sein, oder selbst umgesteuert werden können.
Bei Anwendung von zwei Walzen bleibt die Constriction zum Wenden und Andrücken derselben, sowie auch im allgemeinen dieselbe, und sind nur passende verstellbare Führungsbacken oder Rollen für den zu walzenden Körper anzubringen.
Dasselbe gilt für vier und mehr Walzen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das durch die Fig. 8 bis 11 dargestellte Streckwerk zur Herstellung von Rotationskörpern und schraubenförmig gebildeten Körpern, in seiner ganzen Construction, wie beschrieben.
2. Eine Vorrichtung, bestehend aus zwei, drei oder mehr Walzen von beliebiger Form, welche durch den beschriebenen Mechanismus jederzeit, auch während des Ganges, gewendet werden können, so dafs sie mit der Axrichtung des zu streckenden Stückes einen beliebigen spitzen Winkel bilden, sowie auch jederzeit parallel mit der Längsrichtung des zu streckenden Stückes gelegt werden können, wodurch ein continuiiiiches Strecken des Stückes bis zur Vollendung ermöglicht wird, und wodurch gestattet wird, dasselbe mit Ansätzen zu versehen.
3. Das gleichzeitige centrale Andrücken und Lösen dieser Walzen auf die in der Beschreibung und Zeichnung dargestellte Weise, was stetig oder mit Unterbrechung jederzeit geschehen kann, um die in Anspruch 1 benannten Formen herzustellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT8244D Streckwerk zur Herstellung von Rotationskörpern und schraubenförmig gebildeten Körpern Active DE8244C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2556120A (en) * 1948-09-03 1951-06-05 Sutton Eng Co Automatic roll adjustment
US2757707A (en) * 1952-06-30 1956-08-07 Blaw Knox Co Rotary bar and tube straightener
DE967372C (de) * 1952-08-12 1957-11-07 Phoenix Rheinrohr Ag Vereinigt Verfahren zur Herstellung vorzugsweise starkwandiger Rohre durch Streckreduzieren
EP0204878A3 (en) * 1985-02-18 1987-08-05 Mannesmann Aktiengesellschaft Cross-rolling mill

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