DE8237C - Kniehebelmechanismus mit Handbetrieb zur Fortbewegung von Schiffen und Booten durch eine Schraube - Google Patents

Kniehebelmechanismus mit Handbetrieb zur Fortbewegung von Schiffen und Booten durch eine Schraube

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DE8237C
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Application number
DENDAT8237D
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English (en)
Original Assignee
A. GAREIS in Pola
Publication of DE8237C publication Critical patent/DE8237C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/08Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort
    • B63H16/12Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort using hand levers, cranks, pedals, or the like, e.g. water cycles, boats propelled by boat-mounted pedal cycles
    • B63H16/14Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort using hand levers, cranks, pedals, or the like, e.g. water cycles, boats propelled by boat-mounted pedal cycles for propelled drive

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Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 65. <?; /J
ANTON GAREIS in POLA.
Kniehebelmechanismus mit Handbetrieb zur Fortbewegung von Schilfen und Booten durch
eine Schraube.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. März 1879 ab.
Diese vorliegende Erfindung besteht in einer Anwendung des Kniehebels zur Uebertragung der Kraft und Bewegung, und zwar zur Uebertragung der oscillirenderi Bewegung in eine oscillirende als auch in eine rotirende, in solcher Weise, dafs im ersteren Falle der Kniehebel die Zahl der empfangenen Oscillationen verdoppelt, im letzteren Falle für jede empfangene Oscillation eine ganze Umdrehung der getriebenen Welle bewirkt, indem der Kniehebel in seiner Oscillation sich gleich weit nach beiden Seiten von der Mittellinie (Strecklage der beiden Arme) entfernt.
Ferner in der Anwendung eines Halbkugelgelenks für die unteren Fingerlinge des Steuers, damit dieses letztere zum Zwecke der Auslösung des Universalgelenks sich nach rückwärts neigen lasse.
abc, Fig. i, stellt einen solchen Kniehebel dar. Der eine, hier gebogene Arm α b ist um den festen Punkt α beweglich, b und c sind die beiden anderen Gelenke, von denen das letztere mit einem Kreuzkopf versehen ist, der in der Figur in seiner tiefsten Stellung sich befindet. Bewegt man das Gelenk b nach rechts, so wird es einen Bogen vom Radius ab beschreiben.
Bei der Stellung, in welcher die Punkte abc eine gerade Linie bilden, wird der Kreuzkopf c seinen höchsten Punkt erreichen, dann wieder abwärts gehen, und wenn α b mit b c, rechts, denselben Winkel einschliefst wie in der Fig. 1, links, so wird der Kreuzkopf abermals seinen tiefsten Punkt einnehmen. Die Bewegung des Gelenkes b von rechts nach links verursacht dasselbe Spiel des Kreuzkopfes, welcher sonach bei jeder ganzen Oscillation des Kniehebels deren zwei macht. Der Kniehebel verdoppelt also in dieser Art seiner Anwendung die Zahl der Oscillationen.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht des Apparates, wie er für Boote bestimmt ist (der eine Seitentheil des Gestells weggelassen). Der Kniehebel dreht mittelst der Pleuelstange d die Kurbel e und mit dieser das konische Rad ff f. Letzteres bewegt mittelst des konischen Rades g den Propeller K. h ist ein entsprechendes Schwungrad, um die todten Punkte des Mechanismus zu überwinden.
Die Bewegung des Kniehebels geschieht durch die Zugvorrichtung rrss. Ein Gelenkstück q q umfafst das Gelenk b des Kniehebels und trägt die Zugstangen rr, die wieder beiderseits die erforderliche Anzahl Querstängen ί ί besitzen. An diesen letzteren greift die Bootsbemannung an und arbeitet in ähnlicher Weise wie beim Rudern.
Wenn die Leute an den Querstangen sich gegenüber sitzen und gegen einander arbeiten, wie dies in Fig. 3 für fünf Personen an jeder Querstange mit Zahlen (1 bis 10) dargestellt ist, so wird der Raum am besten ausgenutzt. Sind mehr als zwei Querstangen erforderlich, dann mufs die Zugstange r r über s s hinaus entsprechend länger sein. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Zugvorrichtung equilibrirt, sowie zerlegbar.
Die Uebersetzung der Zahnräder ist etwa wie 3 zu i, richtet sich jedoch, sowie das Verhältnifs der beiden Arme des Kniehebels, die Kurbellänge und sonstige Details, nach der Gröfse des Bootes und nach Bedarf.
Fig. 2 stellt eine Ansicht des Apparats von vorn dar. Der Arm ab des Kniehebels in Fig. 1, der seiner Länge nach gebogen ist, um der Kurbel für ihre Bewegung Raum zu lassen, ist in Fig. 2 auch seitlich ausgebogen bezw. ausgeschnitten, um das Spiel des Kurbelstangenkopfes nicht zu hindern. Andererseits ist die Kurbelstange gabelförmig, damit der Kniehebel und seine Zugstange in der Mittelebene der Kurbel arbeiten.
Der Propeller ist im Steuer /, Fig. 1, angebracht und läfst sich mit diesem um die Zapfen m und ο nach beiden Seiten der Kielrichtung stellen. Der Propeller dient sowohl zur Fortbewegung als zum Steuern. Der Propeller ist durch ein Universalgelenk mit der Axe des Treibapparats derart verbunden, dafs er sammt dem Steuer ohne weiteres ausgehoben und eingesetzt werden kann. Die beiden Arme der Gabel i des Universalgelenks sind ebenfalls gabelförmig, so dafs, wenn man den Bolzen 0 entfernt und das Steuer entsprechend nach rückwärts neigt, sich die beiden Theile des
P *
Universalgelenks von einander trennen, indem die Gabel i an der Hauptaxe und das übrige am Propeller verbleibt. Hierauf wird das Steuer sammt dem Propeller entfernt. Das Aufheben und Einsetzen des Steuers geschieht demnach in ähnlicher Weise, wie es bisher bei den Booten gebräuchlich ist. Zum Auslösen sowie Kuppeln des Universalgelenks ist es am bequemsten, die Gabel i horizontal und die andere vertical zu stellen. Damit das Steuer unten einen festen Halt habe und sich doch nach rückwärts neigen lasse, besitzt der Fingerling mn eine Art Kugelgelenk. Auf der Hauptkugel 11 sitzt der untere Fingerling des Steuers, der in der Figur theilweise durchschnitten ist. Derselbe hat in der Oeffnung, durch welche m passirt, einen Spielraum, wodurch, ohne das feste Aufsitzen des Steuers zu beeinträchtigen, dieses letztere sich allseitig etwas neigen läfst. Da die Zapfen der Gabel i des Universalgelenks in der durch in und σ gehenden Ebene liegen müssen, damit das Steuer drehbar sei, so wird entweder der Achtersteven ρ in der Höhe der Propelleraxe, wie in der Fig. i, eingezogen, oder, wenn der Steven gerade bleibt, werden seine Fingerlinge so weit verlängert, dafs die Zapfen in und ο in die Drehungsebene der Zapfen der Gabel i fallen.
Die Anordnung des Kniehebels läfst verschiedene Modificationen zu. So z. B. ist in Fig. 2 durch die Linien a'b' c' und a" b" c" eine Anordnung angedeutet, die einen doppelten Kniehebel, je einen auf jeder Seite, die parallel und gleichzeitig arbeiten, besitzt. Hier wird dann auch die Kurbelstange eine einfache ungegabelte. Fig. 4 stellt eine dritte Anordnung dar, in der ebenfalls der Kniehebel doppelt ist,
wo aber das Gestell gegen jenes von Fig. 1 und 2 um 90 ° gedreht erscheint und die beiden Zahnräder Stirnräder (hier innen verzahnt) werden. Die Kurbel arbeitet in Fig. 4 in einer Richtung, die auf der Arbeitsrichtung des Kniehebels senkrecht steht. Bei Anwendung eines doppelten Kniehebels wird der Ausschnitt des Gelenkstücks q q, Fig. 1 und 3, entsprechend erweitert und verlängert, damit das Gestell des Apparats trotz der Bewegung des Kniehebels darin Platz habe. Es kann sogar der Kreuzkopf und die Kurbelstange wegfallen und der Hebelarm b c vs\ c direct an die Kurbel greifen. Ebenso kann der feste Punkt α oben und c unten sein, wie der Kniehebel überhaupt jede beliebige Richtung einnehmen, ferner statt der Zahnräder eine Riemenübersetzung etc. angewendet werden.
Das Universalgelenk kann statt der gezeichneten auch jene andere Form haben, bei der die Zapfen an den Gabeln sitzen und ihre Lager radial in den vier Quadranten eines Ringes liegen. In diesem Falle sind die Lager der Zapfen der Gabel i nach vorn offen, während der Ring an der anderen Gabel hängen bleibt, wenn das Universalgelenk zum Ausheben des Steuers sich löst.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Detailconstruction des Apparates, wie dieselbe in der rechten Hälfte der Fig. 1 und in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt ist.
2. In Verbindung mit diesem Kniehebelmechanismus die beschriebene Construction der unteren Fingerlinge des Steuers mit ihrem Halbkugelgelenk.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8237D Kniehebelmechanismus mit Handbetrieb zur Fortbewegung von Schiffen und Booten durch eine Schraube Active DE8237C (de)

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