DE4031336C2 - - Google Patents
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- B63H1/00—Propulsive elements directly acting on water
- B63H1/30—Propulsive elements directly acting on water of non-rotary type
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Wasserfahrzeug,
insbesondere Unterwasserfahrzeug, mit einer
Antriebseinheit zur Schuberzeugung, welche eine am Heck
des Wasserfahrzeugs senkrecht angeordnete Antriebsflosse
aufweist, die an einem quer zur Anströmrichtung
verschwenkbaren Antriebshebel mittels wenigstens einem
federelastischen Element drehelastisch unter Erzeugung
eines Anstellwinkels relativ zur Anströmrichtung gelagert
ist, wobei die Antriebseinheit durch Muskelkraft
angetrieben wird und die Antriebsflosse zum Steuern des
Wasserfahrzugs benutzt wird.
Ein Wasserfahrzeug der eingangs genannten Art ist aus der
DE 27 43 323 A1 bekannt mit einem am Heck des Bootes
angeordneten Schlagflügelpropeller, welcher mittels einer
Torsionsfeder drehelastisch an einem oder mehreren
Schwinghebeln gelagert ist und über ein Gestänge oder
Hebel durch Muskelkraft für eine periodische Hin- und
Herbewegung quer zur Strömung zur Erzeugung einer
Schubkraft angetrieben wird. Nachteilig hierbei ist, daß
die Steuerung des Wasserfahrzeuges durch Drehen der
Antriebsflosse mittels des federelastischen Elementes
erfolgt, wozu ein besonderer Antrieb erforderlich ist.
Des weiteren ist aus der DE-AS 15 06 731 ein
Kleinunterseeboot bekannt, welches zum Antrieb und zur
Steuerung einen Zwillingsantrieb mit auf Steuerbord- und
Backbordseite befindlichen Zykloidpropellern aufweist.
Der Antrieb der Zykloidpropeller erfolgt über einen
batteriegetriebenen Elektromotor. Zusätzlich ist am Heck
des Bootskörpers noch ein Steuerruder vorgesehen, das über
Züge von einer im Besatzungsraum des Bootes angeordneten
Steuereinheit aus steuerbar ist.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die Steuerung eines Wasserfahrzeuges der eingangs
genannten Art zu vereinfachen.
Zur Lösung der Aufgabe ist es nach der Erfindung
vorgesehen, daß die Schwenkbewegung des Antriebshebels
mittels Pedalantrieb erfolgt, wobei mit den Pedalen
verbundene Zugmittel über Umlenkelemente am Antriebshebel
unter Ausübung einer alternierenden seitlichen Zugkraft
auf den Antriebshebel bei Betätigung der Pedale angreifen,
und daß das mindestens eine federelastische Element dazu
ausgebildet ist, die Antriebsflosse in einer mit der
Längsachse des Antriebshebels fluchtenden Stellung zu
halten, so daß die Antriebsflosse, betätigt durch die
Pedale, wie ein übliches Steuerruder wirkt.
Das erfindungsgemäße Wasserfahrzeug wird also durch
denselben Mechanismus gesteuert, der auch zum Antrieb
genutzt wird. Soll während der Fahrt eine Kurskorrektur
vorgenommen werden, wird der Antrieb für die
Schwenkbewegung des Antriebshebels stillgesetzt und die
Antriebsflosse über eine entsprechende Auslenkung des
Antriebshebels als Ruder eingesetzt, um nach erfolgter
Kurskorrektur den Antrieb mit ondulierender
Schwenkbewegung der Antriebsflosse wieder zu betätigen.
Der Antrieb selbst erfolgt dadurch, daß der Taucher oder
Bootsführer durch Anziehen und Strecken seiner Beine die
an dem Zugmittel angeordneten Pedale wechselweise nach
unten drückt bzw. nach vorne zieht, so daß durch die
Zugmittelenden abwechselnd eine Zugkraft nach der einen
und anderen Seite auf den Antriebshebel zur Ausführung
seiner Schwenkbewegungen aufgebracht wird. Dabei führt eine
symmetrische Schwenkbewegung der Antriebsflosse zur
Schuberzeugung in Vorausrichtung, während eine Verlagerung
der Mittellage der Schwenkbewegung aus der Mitte-Längs-
Achse des Bootes zur einen oder anderen Außenseite eine
Steuerwirkung nach backbord oder steuerbord zur Folge hat.
Der vorgeschlagene Antrieb läßt sich mit einfachen
technischen Mitteln realisieren und erweist sich im
Betrieb unter Wasser als äußerst robust.
Nach einer ersten besonderen Ausführungsform der Erfindung
sind das Zugmittel mit Pedalen und der Antriebshebel in
einer Ebene angeordnet, wodurch eine Selbststabilisierung
des Bootes erreicht ist.
Zur Vermeidung von etwaigen Kippbewegungen des Bootes kann
es sich nach einem wiederum anderen Vorschlag der
Erfindung empfehlen, daß der Bootskörper mit Führungen für
die wechselweise nach vorn und nach hinten zu bewegenden
Pedale versehen ist.
Das Zugmittel kann als Seil ausgebildet sein.
Nach einer Ausführungsform kann der Antriebshebel in
seiner Länge verstellbar, bspw. in Art eines Stecksystems
mit zwei ineinanderschiebbaren Teilstücken, ausgebildet
sein. Beispielsweise können die beiden Teilstücke des
Antriebshebels mit korrespondierenden Lochungen versehen
sein, durch welche Splinte o. dgl. Befestigungsteile
lösbar einsetzbar sind. Darüber hinaus ermöglicht das
Stecksystem einen einfachen Transport des Bootes, indem
die Befestigungsmittel aus den Lochungen herausgezogen und
das mit der Antriebsflosse verbundene Teilstück des
Antriebshebels aus dem vorderen, an der Schwenkachse
angelenkten zweiten Teilstück herausgezogen wird.
Auch empfiehlt es sich nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, daß der
Antriebshebel eine, vorzugsweise mit Endlagenbegrenzern
versehene, Schwenkführung am Bootskörper aufweist.
Dadurch, daß der Antriebshebel während seiner
Schwenkbewegungen in einer vorteilhafterweise am Heck des
Bootes angeordneten Schwenkführung läuft, werden mögliche
Kippmomente auf die Schwenkachse des Antriebshebels,
hervorgerufen durch den Auftrieb der Antriebsflosse,
ausgeschlossen und damit Reibverluste minimiert. Die
bevorzugt vorgesehenen Endlagenbegrenzer an der
Schwenkführung, welche symmetrisch zur Mitte-Längs-Achse
des Bootes angeordnet sein sollten, gewährleisten bei
voller Ausnutzung des Schwenkwinkels eine definierte
Vorausfahrt.
Schließlich ist gemäß einer Ausführungsform oberhalb und
unterhalb des Antriebshebels jeweils ein, vorzugsweise als
Drehstabfeder ausgebildetes, federelastisches Element
vorgesehen, welches sich mit seinem einen Ende an dem
Antriebshebel abstützt und mit seinem äußeren Ende unter
Aufbau einer einstellbaren, entgegengesetzt gerichteten
Vorspannung an der Antriebsflosse angreift.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer möglichen
Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Unterwasserfahrzeuges mit Antriebsflosse,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Unterwasserfahrzeug
gemäß Fig. 1, teilweise geschnitten,
Fig. 3 schematisch den Bewegungsablauf der
Antriebsflosse während der Schwenkbewegung,
Fig. 4 einen Schnitt des Unterwasserfahrzeuges gemäß
Fig. 2 längs der Linie C-C,
Fig. 5 einen Schnitt des Unterwasserfahrzeuges gemäß
Fig. 2 längs der Linie B-B und
Fig. 6 einen Schnitt durch die Lagerung der Flosse
gemäß Fig. 5 in der Linie A-A.
Das Unterwasserfahrzeug 1 gemäß den Fig. 1 und 2 weist
einen Bootskörper 3 und eine Antriebseinheit 2 zur
Erzeugung des Vortriebes auf. Der Bootskörper 3 bildet
eine Auflage 17, auf welcher der Bootsführer oder Taucher
während Tauchfahrt aufliegt. Zur Veringerung des
Strömungswiderstandes ist der Bootskörper 3 etwa
tropfenförmig ausgestaltet mit einem kuppelförmig
ausgebildeten Bugabschnitt 20, welcher zumindest in seinem
vorderen Bereich aus transparentem Material besteht. An
den Bugabschnitt 20 schließen Seitenabschnitte 21 an,
welche im Bereich der Auflage 17 unter Freigabe einer
Einstiegsöffnung nach oben gezogen sind und zum Heck des
Unterwasserfahrzeuges 1 hin auslaufen.
Die Antriebseinheit 2 ist mit einer am Heck des
Unterwasserfahrzeuges 1 angeordneten Antriebsflosse 5
versehen, welche bei der hier gewählten Ausführungsform um
eine senkrechte Achse 4 beidseitig des
Unterwasserfahrzeuges 1 nach außen verschwenkbar ist.
Während der Schwenkbewegungen sind der Antriebsflosse 5
Auslenkbewegungen um eine ebenfalls vertikale, durch das
Flossenprofil gehenden Achse aufgezwungen. Hierdurch
ergibt sich stets ein Anstellwinkel α, α′ zur resultierenden
Anströmrichtung am Flossenprofil und somit die
Schuberzeugung. In Fig. 3 ist dieser Bewegungsablauf mit
einer Schwenkbewegung der Antriebsflosse 5 unter
Auslenkung des Flossenprofils um den Anstellwinkel α von
steuerbord nach backbord (durchgezogene Linie) und die
entsprechende Rückschwenkbewegung mit einem Anstellwinkel
α′=-α schematisch dargestellt.
Zum Ausführen der Schwenkbewegungen der Antriebsflosse 5
ist ein Antriebshebel 6 mit rechteckigem Profilquerschnitt
vorgesehen, welcher gemäß Fig. 4 an einer am Bootskörper
3 angeordneten vertikalen Schwenkachse angelenkt ist und
an dessem freien, gegenüber dem Heck des
Unterwasserfahrzeuges 1 vorstehenden Ende die
Antriebsflosse 5 gehalten ist.
Die Betätigung des Antriebshebels 6 erfolgt bei dem hier
gewählten Ausführungsbeispiel durch Pedalantrieb. Dabei
ist ein als Seil ausgebildetes Zugmittel 10 vorgesehen,
welches ein auf der Mitte-Längs-Achse des
Unterwasserfahrzeuges 1 zum Bug hin angeordnetes
Umlenkelement 12 umschlingt und in zwei Zugmittelsträngen
14 und 15 zu zwei im Heckbereich jeweils seitlich außen
angeordneten weiteren Umlenkelementen 11 verläuft, um mit
den Enden der Zugmittelstränge 14 und 15 jeweils seitlich
an dem Antriebshebel 6 angelenkt zu sein. Gemäß Fig. 2
sind bugseitig vor der Schwenkachse 4 nochmals zwei
Umlenkelemente 11 vorgesehen, welche von jeweils außen
gegen den zugeordneten Zugmittelstrang 14 bzw. 15 drücken
und einen parallelen Abschnitt der beiden Zugmittelstränge
14, 15 festlegen. In diesem Abschnitt ist an jedem
Zugmittelstrang 14, 15 ein Pedal 13 angeordnet. Durch
Anheben und Niederdrücken der Pedale 13 vom Bootsführer
wird dann über die Seilstränge 14, 15 auf den
Antriebshebel 6 wechselweise eine jeweils nach seitlich
außen gerichtete Zugkraft ausgeübt, wodurch die
Antriebsflosse 5 in Schwenkbewegungen versetzt wird. Fig.
2 zeigt in durchgezogener Linienführung die Pedalstellung
in Ausgangslage, d. h. bei unbelastetem Flossenprofil, und
mit gestrichelter Linienführung die Pedalstellung, in
welcher die Antriebsflosse 5 in ihre steuerbordseitige
Endlage verschwenkt ist. In hierzu entgegengesetzter
Stellung der beiden Pedale 13 ergibt sich eine
entsprechende Verschwenkung der Antriebsflosse 5 zu ihrer
backbordseitigen Endlage hin.
Zur Stabilisierung des Unterwasserfahrzeuges 1 während der
Pedalbetätigung 13 sind das Zugmittel 10 mit Pedale 13 und
der Antriebshebel 6 in einer Ebene angeordnet. Zusätzlich
laufen die Pedale 13 in Führungen 16 am Bootskörper 3.
Auch für den Antriebshebel 6 sind, wie insbesondere aus
Fig. 5 zu ersehen, am Heck des Unterwasserfahrzeuges 1
Schwenkführungen 9 vorgesehen, um einem infolge des
Auftriebes der Antriebsflosse 5 über den Antriebshebel 6
auf die Schwenkachse 4 ausgeübten Kippmoment
entgegenzuwirken. Dabei ist die Schwenkführung 9 als U-
Schiene 31 ausgeführt, in welcher eine an einem Halteteil
32 des Antriebshebels 6 gelagerte Laufrolle 30 aus
Kunststoff läuft.
Der Antriebshebel 6 sollte möglichst in seiner Länge
verstellbar sein, um so den Schwenkwinkel der
Antriebsflosse 5 entsprechend einstellen zu können.
Hierfür kann der Antriebshebel 6 zwei ineinanderschiebbare
Teilstücke mit U-förmigem Querschnitt aufweisen, welche
mit korrespondierenden durchgehenden Lochungen zum
Einsetzen von Splinten o. dgl. versehen sind.
Darüber hinaus ermöglicht dieses Stecksystem, durch Lösen
der Splinte und vollständiges Herausziehen des hinteren
Teilstückes des Antriebshebels 6 ein Abnehmen der
Antriebsflosse 5 vom Unterwasserfahrzeug 1, so daß
Unterwasserfahrzeug 1 und Antriebsflosse 5 in einfacher
Weise getrennt voneinander transportiert werden können.
Für die ihrer Schwenkbewegung überlagerten Auslenkbewegung
ist die Antriebsflosse 5 drehbar am freien Ende des
Antriebshebels 5 gelagert und wirkt dabei mit einem sich
am Antriebshebel 6 abstützenden federelastischen Element 7
derart zusammen, daß bei belastetem Flossenprofil während
der Schwenkbewegungen ein Drehmoment zur Erzeugung des
Anstellwinkels α, α′ auf die Antriebsflosse 5 ausgeübt wird.
Ist dagegen das Flossenprofil unbelastet, hält das
federelastische Element 7 die Antriebsflosse 5 mit ihrer
Profilsehne 8 in einer mit der Längsachse des
Antriebshebels 6 fluchtenden Stellung, so daß dann die
Antriebsflosse 5 als Steuerruder eingesetzt werden kann.
Als drehbeanspruchtes federelastisches Elemente 7 ist bei
dem hier gewählten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und
6 eine oberhalb und unterhalb des Antriebshebels 6 in eine
Aussparung der Antriebsflosse 5 eingreifende Drehstabfeder
vorgesehen. Die Drehstabfedern 7 sind an ihrem einen Ende
fest an dem Antriebshebel 6 und mit dem jeweils anderen
Ende an der Antriebsflosse 5 verbunden. Die hier gewählte
Ausführung mit zwei Drehstabfedern 7 ist dafür vorgesehen,
um durch Vorspannung der beiden Drehstabfedern 7 in
entgegengesetzter Richtung eine exakte Ausrichtung der
Profilsehne 8 der Antriebsflosse 5 mit dem Antriebshebel 6
im Hinblick auf die Ruderwirkung der Antriebsflosse 5 bei
unbelastetem Flossenprofil zu erreichen. Darüberhinaus
bietet die hier gewählte Anordnung von zwei Drehstabfedern
7 die Möglichkeit, das während der Schwenkbewegungen auf
die Antriebsflosse 5 ausgeübte Drehmoment und damit den
die Schubkraft bestimmenden Anstellwinkel α, α′ verändern zu
können, wobei bei unbelastetem Profil die Ausrichtung von
Profilsehne 8 und Antriebshebel 6 erhalten bleibt.
Wie aus Fig. 5 und 6 zu entnehmen, ist die
Drehstabfeder 7 koaxial in einer fest mit dem
Antriebshebel 6 verbundenen Hülse 23 aufgenommen, wobei
die Abstützung der Drehstabfeder 7 am Antriebshebel 6
mittels einer an dem einen Ende der Drehstabfeder 7
vorgesehenen Kerbverzahnung 22 und einer entsprechenden
Gegenverzahnung an der Hülse 23 erfolgt. Auch das
gegenüberliegende Ende der Drehstabfeder 7 weist eine
Kerbverzahnung 22 auf, welche in eine mit einer
entsprechenden Gegenverzahnung versehene Vorspannscheibe
24 eingreift. Die Vorspannscheibe 24 ist über einen
Fixierstift 25 drehfest mit einem Montageteil 26 der
Antriebsflosse 5 verbunden. Durch Herausziehen der
Fixierstifte 25 aus dem jeweiligen Montageteil 26 und
Verdrehen der Vorspannscheibe 24 in entgegengesetzter
Richtung läßt sich die Vorspannung der Drehstabfedern 7
und damit das bei belastetem Flossenprofil auf die
Antriebsflosse 5 ausgeübte Drehmoment verändern.
Zur Trocknung der Hohlräume in den Lagern und damit zur
Vermeidung einer Spaltkorrosion bei aus dem Wasser
gehievtem Unterwasserfahrzeug 1 sind die Lager mit
Wasserdurchlaßöffnungen 27 versehen, wie dies insbesondere
aus Fig. 4 für die Anlenkung des Antriebshebels 6 an der
Schwenkachse 4 zu ersehen ist. Zusätzlich ist bei der
Lagerung der Antriebsflosse 5 an dem Antriebshebel 6 ein
ebenfalls mit Wasserdurchlaßöffnungen 27 versehenes Gehäuse
28 vorgesehen, welches mittels Lager 29 auf der mit dem
Antriebshebel 6 verbundenen Hülse 23 gleitet.
Weiterhin weist das Unterwasserfahrzeug 1 zwei mit etwas
Abstand zum Bug angeordnete seitliche Steuerflossen 18
auf, welche an den Enden von sich in den Bootskörper 3
erstreckenden und unabhängig voneinander verschwenkbaren
Griffstangen 19 angeordnet sind. Hierdurch läßt sich eine
einfach zu handhabende Höhen- und Längsachsen-Steuerung
vornehmen. Bei gleichsinnigem Ausschlag wird eine
Steuerwirkung um die Querachse und bei gegensinnigem
Ausschlag der beiden Steuerflossen 18 eine Steuerwirkung
um die Bootslängsachse erreicht.
Um den Bootsführer bzw. Taucher während der Fahrt auf der
Auflage 17 zu stabilisieren, sollte die Auflage 17 mit
(nicht dargestellten) Schulterstützen und/oder einem
Gurtgeschirr versehen sein, wodurch zugleich auch eine
bessere Umsetzung seiner Muskelkraft in Antriebsenergie
erreicht ist. Auch empfiehlt es sich die Auflage zumindest
in ihrem vorderen Bereich aufklappbar auszubilden, so daß
der Bauch des Unterwasserfahrzeuges als Stauraum, bspw.
für Reserve-Preßluftflaschen, Arbeitsmaterial,
Schwimmflossen sowie Auftriebs- oder Ballastkörper zum
Austarrieren des Unterwasserfahrzeuges 1, genutzt werden
kann.
Claims (7)
1. Wasserfahrzeug, insbesondere Unterwasserfahrzeug (1), mit
einer Antriebseinheit (2) zur Schuberzeugung, welche
eine am Heck des Wasserfahrzeuges (1) senkrecht
angeordnete Antriebsflosse (5) aufweist, die an einem
quer zur Anströmrichtung verschwenkbaren Antriebshebel
(6) mittels wenigstens einem federelastischen Element
(7) drehelastisch unter Erzeugung eines Anstellwinkels
relativ zur Anströmrichtung gelagert ist, wobei die
Antriebseinheit (2) durch Muskelkraft angetrieben wird und
die Antriebsflosse (5) zum Steuern des Wasserfahrzeuges
(1) benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkbewegung des Antriebshebels (6) mittels
Pedalantrieb erfolgt, wobei mit den Pedalen (13)
verbundene Zugmittel (10) über Umlenkelemente (11, 12)
am Antriebshebel (6) unter Ausübung einer
alternierenden seitlichen Zugkraft auf den
Antriebshebel (6) bei Betätigung der Pedale (13)
angreifen, und daß das mindestens eine federelastische
Element (7) dazu ausgebildet ist, die Antriebsflosse
(5) in einer mit der Längsachse des Antriebshebels (6)
fluchtenden Stellung zu halten, so daß die
Antriebsflosse (5), betätigt durch die Pedale (13), wie
ein übliches Steuerruder wirkt.
2. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugmittel (10) mit Pedalen (13) und der
Antriebshebel (6) in einer Ebene angeordnet sind.
3. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bootskörper (3) mit
Führungen (16) für die wechselweise nach vorn und nach
hinten zu bewegenden Pedale (13) versehen ist.
4. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (10) als Seil
ausgebildet ist.
5. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (6) in
seiner Länge verstellbar, bspw. in Art eines
Stecksystems mit zwei ineinanderschiebbaren
Teilstücken, ausgebildet ist.
6. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (6) eine,
vorzugsweise mit Endlagenbegrenzern versehene,
Schwenkführung aufweist.
7. Wasserfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb und unterhalb des
Antriebshebels (6) jeweils ein, vorzugsweise als
Drehstabfeder ausgebildetes, federelastisches Element
(7) vorgesehen ist, welches sich mit seinem einen Ende
an dem Antriebshebel (6) abstützt und mit seinem
äußeren Ende unter Aufbau einer einstellbaren,
entgegengesetzt gerichteten Vorspannung an der
Antriebsflosse (5) angreift.
Priority Applications (1)
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