DE823092C - Aufloese-Hollaender fuer Altpapier und andere Faserstoffe - Google Patents

Aufloese-Hollaender fuer Altpapier und andere Faserstoffe

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Publication number
DE823092C
DE823092C DEP53331A DEP0053331A DE823092C DE 823092 C DE823092 C DE 823092C DE P53331 A DEP53331 A DE P53331A DE P0053331 A DEP0053331 A DE P0053331A DE 823092 C DE823092 C DE 823092C
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DE
Germany
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trough
housing
dutchman
trough channel
fibrous materials
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Expired
Application number
DEP53331A
Other languages
English (en)
Inventor
August Aeldert
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Individual
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Individual
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D1/00Methods of beating or refining; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/02Methods of beating; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/14Beaters with one beater roll and with vertical stuff circulation canal

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Auflöse-Holländer für Altpapier und andere Faserstoffe Als Auflöse-Holländer für Altpapier und andere Faserstoffe zur I'apierfabri!katioii benutzt man heute Einrichtungen, bei denen eine Holländerwalze in der Art, wie bei Holländern bekannt, in einem Holländertrog arbehet, aber dabei nicht mahlend und schneidend gegen ein bemessertes Grundvrerk, sondern ohne Grundwerk. Die Walze paddelt nur im Stoff, um ihn im Troge umzutreiben. Dabei übt sie gleichzeitig eine Schlag-und Riihrwi.rkung aus. Indem sie dann den Stoff gegen die Unterseite eines Siebes wirft, treibt sie die aufgelösten Fasern durch die Lochungen dieses Siebes aus dem Holländer heraus, während der im Trog bleibende Stoff erneut rundläuft, bis er wieder unter die Walze gerät, usf.
  • Bei dieser Arbeitsweise ist die mechanische Einwirkung auf den Vorgang des Auflösens der Faserstoffe beschränkt auf die nach jedem Rundlauf durch den Trog nur momentan wirkende Schlag- und Rührwirkung der Walze. Die Leistung dieser bekannten Auflöse-Holländer ist daher nur gering im Verhältnis zum Kraftaufwand und zur Raumbeanspruchung.
  • Der Vorzug des Auflöse-Holländers gemäß der vorliegenden Erfindung ist der einer um das Mehrfache gesteigerten Leistung auf gleichem Raum.
  • Die Erfindung besteht darin, daß bei einem Auflöse-Holländer für Altpapier und andere Faserstoffe in einem zylindrischen oder konischen Gehäuse mit der Ei.nflußöffnung für dien aufzulösenden Stoff und einer Auswurföffnung; die beide durch !den Trogkanal miteinander verbuntden sind, eine zylindrische oder konn,sche Schaufeltrommel drehbar angeordnet ist, die den Stoff laufend aus dem Trogkanal abschöpft, ihn in Schraubenlinie durch das Gehäuse führt und ihn aus der Auswurföffnung in den Trogkanal zurückschleudert zu erneutem Rundlauf zur Einflußöffnung. Die Schaufeltrommel ,kann teilweise von einem Sieb umgeben und letzteres mit Abflußrinnen für den fertig bearbeiteten Stoff ausgestattet sein. Schließlich können im Trogkanal eine oder mehrere Rinnen zum Abschöpfen von leichten, auf dem Stoff schwimmenden Unreinlieiten angeordnet .sein.
  • Ein Auisführungsbaispiel des neuen Holländers ist dargestellt in der Zeichnung, und zwar in Fig. t als Längsschnitt nach der Linie a-a der Fig. 3, in Fig. 2 als Längsschnitt mach der Linie b-b der Fig.3, und, in Fig. 3 als Grundriß.
  • Die Schaufeltrommel i rotiert in dem Gehäuse 2, dessen innere Wandung in ihrem oberen Teil durch zweckentsprechende Lochung zu einem Sieb 3 ausgebildet ist, dessen beiderseitige Unterkanten die Abfluffrinnen 4 und' 5 tragen. Ein Außenmantel 6 umgibt wiederum das Gehäuse 2. Für den zu verarbeitenden Stoffstrom ist eine Einflußöffnung 7 und ein Auswurf 8 vorgesehen. Einflußöffnung und Auswurf sind durch einen Trogkanal 9 miteinander verbunden.
  • Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende: Das aufzulösende Material wird in bekannter Weise in den mit Wasser gefüllten Trogkanal 9 eingeworfen. Die Schaufeltrommel i, die in zweckentsprechender Weise als Schöpftrommel ausgebildet ist, schöpft im Einfluß durch ihr Rotieren in laufendem Arbeitsgang aus Odem Trogkanal9 den Stoffstrom ab und führt ihn in Schraubenlinie durch das konische Gehäuse 2 hindurch zurr Auswurf B. Dort wird der Stoff durch dlie Schleuderwirkung der sich drehenden Schaufeltrommel i und den Auswurf 8 in den Trogkanal 9 ausgeworfen. In diesem fließt der ausgeworfene Stoff wieder zurück zum Einfluß 7, wird dort wieder durch die Schaufeltrommel i abgeschöpft, erneut in Schraubenlinie durch das Gehäuse 2 hindurchgeführt und am Auswurf 8 wieder ausgeschleudert in den Trogkanal9 hinein zu erneutem Rundlauf. Da der Stoffauswurf tangential aus dem oberen Teil des Gehäuses 2 heraus erfolgt, ergibt sich vom Auswurf 8 bis zum Einfluß 7 ein starkes Gefälle, das günstig ist für den schnellen Rundlauf des Stoffes im Trogkanal9. Im Trogkanal 9 können zweckentsprechendeVorrichtungen zum Auffangen und Ausscheiden von Fremdkörpern aller Art aus dem Stoffstrom vorgesehen werden, so z. B. ein oder mehrere Fangrechen zum Festhalten von Bindfäden-, Schnüren, Tuchfetzen u. dgl. Des weiteren die bekannten sogenannten Nagelfänge auf dem Boden des Trogkanals 9. Auf dem Stoffstrom ikönnen eine oder mehrere schwimmende Abschäumrinnen io vorgesehen sein, die dazu bestimmt sind, leichte, auf dem Stoffstrom schwimmende Unreinheiten, wie Strohteilchen, Holzsplitter u. dgl., sowie unter Umständen auch Fetteilchen und andere unwillkommene Verunreinigungen abzuschöpfen. Ferner 'können Dampfheizungsrohre (nicht dargestellt) sowohl im Trogkanal9 als auch im Gehäuse 2 vorgesehen werden, um die Stoffmasse zu erwärmen, des weiteren Spritzrohre i i für Wasser oder Dampf zur Bespülung des oberen Siebteiles des Gehäuses 2.
  • Der Zweck der vorgescbilderten Arbeitsweise i.st der, bei aller Schonung,der Fasern dennoch die mechanische Einwirkung so zu erhöhen, d'aß der Auflösungsvorgang des Fasermaterials erheblich beschleunigt, d. h. die Leistung eines solchen Auflöse-Holländers gesteigert und damit wirschaftlicher gestaltet wird. Das wird dadurch erreicht, daß der Stoff in Schraubenlinie durch das Gehäuse 2 hindurchgetrieben und auf diesem Wege längere Zeit einer die Lösung .der Fasern sehr fördernden Rühr- und Schlagwirkung ausgesetzt wird, bevor er zu erneutem Rundlauf wieder in den Trogkanal9 hinein ausgeworfen wird.
  • Durch die mehr oder weniger große Länge der Schaufeltrommel i hat man es hei der Konstruktion dieses Auflöse-Holländers in der Hand, die Länge der Schraubenlinie, die der Stoff durchlaufen muß, und damit die Zeitdauer der Rühr- und Schlagwirkung nach jedesmaligem Durchlaufen des Trogkanals zu bestimmen:, wovon gleichzeitig die Leistung des Auflöse-Holländers abhängt.
  • Bei dem Durchfluß durch das Gehäuse 2 wird der Stoffbrei von der rotierenden Schaufeltrommel i unter Fliehkraft über die Unterseite der Siebfläche 3 geschleift, und dabei der fertig aufgelöste Stoff durch die Sieblochungen hindurch auf die Oberseite des Siebes 3 getrieben, von der er beiderseits abläuft in die Abflußrinnen 4 und 5 hinein, um durch sie seitlich aus der Maschine h erausgeführt zu werden zu weiterer Verwendung. Um eine Verstopfung des Siebes zu verhindern, können, wie erwähnt, Spritzrohre i i vorgesehen sein.
  • Der vorliegende neue Auflöse-Holländer bietet noch weitere Möglichkeiten, den Vorgang der Zerfaserung des Stoffbreies wesentlich zu beinflussen und zu beschleunigen. Diese Möglichkeiten liegen in der Wahl der Umdrehungszahlen der Schaufeltrommel i. Je nachdem ob man die Schaufeltrommel i sich langsam, schneller oder noch schneller drehen läßt, bewirkt man nur ein ruhiges Umrühren des Stoffbreies, oder aber eine stärkere Schlagwirkung in Verbindung mit einem mehr oder weniger starken Schleifen und Reiben des Stoffes unter dem Druck der Fliehkraft in Schraubenlinie über die gesamte Innenfläche des Geliätises 2 hinweg. Will man alledem noch eine besonders starke Wirkung geben, so kann man die Innenseite des Gehäuses 2 noch zweckentsprechend aufrauhen oder sogar die Schaufeltrommel i und das Gehäuse 2 mit einem System von Reißbolzen o dgi. bestücken.
  • Die Vorteile des vorliegenden neuen Auflöse-Holländers sind zusammengefaßt folgende: i. erhöhte Leistung durch die längere Zeitdauer der mechanischenEinwirkung auf den Auflösungsvorgang; 2. Möglichkeiten zur höchsten Steigerung der Leistung durch Verlängerung derSchaufeltrommel i, durch Erhöhung ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit und ferner durch zweckentsprechende Aufrauhung der Innenfläche des Gehäuses 2; 3. schonendste Behandlung der Fasern des aufzulösenden Stoffes, da kein Schneiden und kein hartes Mahlen stattfindet, sondern nur eine Auflösung unter dem elastischen Druck der Fliehkraft.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auflöse-Holländer für Altpapier und andere Faserstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zvlindrisch2n oder konischen Gehäuse (2) mit der Einflußöfftiung (7) für den aufzulösenden Stoff und einer Auswurföffnung (8), die beide durch den. Trogkanal (9) miteinander verbunden sind,eine zylindrische oderkonische Schaufeltrommel (i) drehbar angeordnet ist, die den Stoff laufend, aus dem Trogkanal (9) abschöpft, ihn in Schraubenlinie durch das Gehäuse (2) führt und ihn aus äler Auswurföffnung (8) in den Trogkanal (9) zurückschleudert zu erneutem Rundlauf zur Einflußöffnung (7).
  2. 2. Holländer nach Anspruch i, dadurch ge-'kennzeichnet, daß die Schaufeltrommel (i) teilweise von einem Sieb (3) umgeben ist.
  3. 3. Holländer nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb (3) mit Abflußrinnen (4 und 5) ausgestattet ist,
  4. 4. Holländer nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Trogkanal (9) eine oder mehrere Rinnen (io) angeordnet sind zum Abschöpfen von leichten, auf dem Stoff schwimmenden Unreinheiten.
DEP53331A 1949-08-30 1949-08-30 Aufloese-Hollaender fuer Altpapier und andere Faserstoffe Expired DE823092C (de)

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