DE819005C - Apparat zum Pruefen der Nassechtheit von gefaerbten Textilwaren - Google Patents
Apparat zum Pruefen der Nassechtheit von gefaerbten TextilwarenInfo
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- DE819005C DE819005C DEG524A DEG0000524A DE819005C DE 819005 C DE819005 C DE 819005C DE G524 A DEG524 A DE G524A DE G0000524 A DEG0000524 A DE G0000524A DE 819005 C DE819005 C DE 819005C
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N17/00—Investigating resistance of materials to the weather, to corrosion, or to light
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Description
- Apparat zum Prüfen der Naßeditheit von gefärbten Textilwaren Bei der Prüfung der Naßechtheit von Färbungen, vor allem der Wasch- und Walkechtheit, zeigen sich Unzuverlässigketiten, wenn sie von Hand ausgeführt wird. I) iese können dadurch entstehen, daß beim Reiben und Kneten zwischen den Händen ein unterschiedlicher Druck auf die Muster ausgeübt wird.
- Dieser Übelstand kann besonders dann stark in Erscheinung treten, wenn verschiedene Personen die Prüfung vornehmen. Unter diesen Umständen ergeben sich dann zwangsläulig heim Abschätzen des Verfärbens und des Ausblutens verschiedene Bewertungen für die gleiche Färbung.
- Um die Prüfung zuverlässiger zu gestalten, bemühte man sich seit langem, diese auf mechanischem Wege durchzuführen. I)iese mechanischen Einrichtungen sind aber zum großen Teil sowohl was ihre Bedienung als auch ihren Unterhalt anbetrifft, umstündlich.
- Die vorliegende Erfindung zeigt einen in Bauart, Handhabung und Unterhalt einfachen Apparat, der zuverlässige und reproduzierbare Prüfungsresultate liefert.
- Ertindungsgemäß ist der Apparat wie folgt ausgebildet: In ein auf bestimmte Temperatur einstellbares Wasserbad sind einzelne Behälter für die Testlösung eingesetzt. Jeder dieser Behälter hat einen gewellten, schräg liegenden Boden, auf welchen ein unter regulierl>arem Druck mechanisch hin und her bewegter Reibschuh einwirkt. Auf diese Weise kann ein zwischen Boden und Reibschuh gebrachtes Muster z. B. einem Wasch- oder Walkprozeß unterworfen werden.
- Von bereits bestehenden Prüfapparaten unterscheidet sich derjenige nach der vorliegenden Erfindung durch folgende hauptsächliche Vorteile: 1. Der Prüfverlauf eines jeden der Prüfung unter- zogenen Musters ist von Anfang bis Ende dem Auge sichtbar; 2. der Apparat kann Serien- oder Einzelprüfungen ausführen. Muster können während der Prüfung zugefügt oder weggenommen werden, ohne daß der Apparat dabei abgestellt werden muß; 3. auf dem gleichen Apparat und zu gleicher Zeit können in den verschiedenen Testlösungsbehältern die verschiedensten Naßechtprüfungen, z. B. Wasch-und Walkprüfungen, vorgenommen werden; 4. die Testlösungen können während der ganzen Prüfung beobachtet und ohne Anhalten des Apparates herausgenommen werden; 5. die Prüfapparatur arbeitet, da relativ kleine Musterabschnitte benötigt werden, sehr sparsam; 6. die geprüften Muster zeigen z. B. beim Ausbluten ein absolut gleichmäßiges Bild, so daß die Bewertung sehr erleichtert wird.
- Fig. I der Zeichnung zeigt einen Querschnitt, Fig. 2 die perspektivische Ansicht eines Teiles des Apparates.
- Gemäß Fig. I und 2 besteht der Prüfungsapparat aus einem langgestreckten, offenen oder abgedeckten Wasserbade a. In diesem Bad a werden kleinere Testlösungsbehälter b, in welche die jeweilige Testlösung, Waschlauge, Walkseife, eingebracht wird. nebeneinander angeordnet. Jeder dieser Behälter b hat einen gewellten, schräg liegenden Bodea c, der als Reibunterlage dient. An den neben dem Wasserbadea angeordneten Seitenstützen d sind erstens eine Antriebswelle e mit Antriebsscheiben h gelagert und zweitens zwei Gleitführungen f angebracht. Die beiden Antriebsscheiben h zeigen auf den einander zugekehrten Seiten Exzentemten ht, in welche die durch die Gleitführungen f hindurchragenden Enden einer Übertragungsstange g greifen. Ein in Fig. I gestrichelt angedeuteter Motor versetzt die Antriebsscheiben h mit den Exzenternuten hl in Umdrehung, wodurch dann die t) bertragungsstangeg Ubertragungsstange g ihrerseits in den Gleitführungen f hin und her bewegt wird. Zu jedem Testlösungsbehälter b gehört ein Verbindungsbügel k, an dessen einem Ende sich ein beweglicher Reibschuh i befindet. Das andere Ende des Verbindungsbügels k wird mittels einer besonderen Einhängevorrichtung m in die Übertragungsstangeg eingehakt. Durch diese Verbindung wird die Hinundherbewegung der tSbertragungsstange g auf den Verbindungsbügel k bzw. auf den Reibschuh i übertragen. An der Einhängevorrichtung m ist ferner ein Hebel n mit einer verschiebbaren Beschwerung n1 angebracht. Dieser Hebel n mit seiner regulierbaren Beschwerung n1 kann mittels einer Stützgabel n2 auf den Verbindungsbügel k gesenkt werden (s. Zeichnung) und drückt dabei den Reibschuh i an den Boden des Testlösungsbehälters an. Zur Entlastung des Verbindungsbügels k bzw. des Reibschuhes i kann der Hebel n mit seinem Gewicht n1 nach hinten auf die Welle e umgelegt werden.
- Zu jedem Behälter gehört ferner ein federnder Halter o, wodurch ein zu prüfendes Stoffmuster s auf dem Behälterboden c niedergehalten wird.
- Die Umwälzung des Wasserinhaltes erfolgt durch eine mit propellerartigen Flügeln P1 versehene Welle p, die von der Scheibe h aus angetrieben wird.
- Das Erwärmen des Wasserbadinhaltes erfolgt durch elektrischeHeizelemente q, die auf dem Boden des Bades a angeordnet sind. Die konstante Beibehaltung einer bestimmten Temperatur wird durch das Einschalten eines Regulierthermostaten r in den Stromkreis der Heizelemente q erzielt.
- Es ist vorteilhaft, die ganze Apparatur aus einem korrosionsfesten Material, z. B. aus Edelstahl, herzustellen.
- Bei Bedarf kann die Apparatur durch Aneinanderreihen mehrerer Elemente zu großer Leistungsfähigkeit ausgebaut werden.
- Garnfärbungen werden in bekannter Weise mit weißer Wolle und Baumwolle verflochten. Diese Flechten werden dann unter den Reibschuhen i befestigt, die zu diesem Zwecke eine sehr einfache Vorrichtung besitzen.
- Stoffärbungen werden wie üblich zwischen einen weißen Woll- und Baumwollappen eingenäht. Die so hergerichteten Muster werden mit dem Halter o in der Weise befestigt, daß sie etwas locker auf dem Behälterboden c aufliegen. Durch die Hinundherbewegungen des Reibschuhes i auf dem Muster wird ein Kneten und Reiben der Lappen erzielt, analog einem Wasch- oder Walkvorgang.
- Je nach der Beschwerung nt, der angewendeten Temperatur, Testlösung und Behandlungsdauer können auf diese Weise entweder Wasch- oder Walkechtheitsprüfungen bequem und zuverlässig durchgeführt werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE I. Apparat zum Prüfen der Naßechtheit von gefärbten Textilwaren, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Wasserbade einzelne Testlösungsbehälter eingesetzt sind, deren Böden als Reibunterlage ausgebildet sind, auf welchen sich unter regulierbarem Druck Reibschuhe hin und her bewegen, um die mit Testlösung getränkten Muster zu bearbeiten.
- 2. Apparat nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine übertragungsstange, welche durch Gleitführungen und Exzenter hin und her bewegt wird und ihrerseits auf Verbindungsbügel wirkt, die an ihrem freien Ende je einen beweglichen, auf den Behälterboden auflegbaren Reibschuh besitzen.
- 3. Apparat nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Einhängevorrichtung, durch welche der Verbindungsbügel mit der übertragungsstange verbunden ist, ein mit einem verschiebbaren Gewicht versehener Hebel befindet, welcher vermittels einer Stützgabel auf den Verbindungsbügel gesenkt werden kann, um einen gewissen Druck auf den Reibschuh auszuüben.
- 4. Apparat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Reibschuh zur Befestigung der zu prüfenden Muster mit besonderen Vorrichtungen versehen ist.
- 5. Apparat nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zu jedem Behälter- boden, der durch seine Schräglage und seine Wellen als Reibunterlage dient, ein bestimmter Halter gehört, mit welchem die zu prüfenden Stoffmuster locker an der Reibunterlage gehalten werden.
- 6. Apparat nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserbade eine Vorrichtung zur Umwälzung des Badinhaltes eingebaut ist.
- 7. Apparat nach den Ansprüchen I, 2, 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bade eine elektrische Heizvorrichtung eingebaut ist, der zur genauen Festlegung einer bestimmten Temperatur ein Regulierthermostat vorgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH819005X | 1947-04-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE819005C true DE819005C (de) | 1951-10-29 |
Family
ID=4539227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG524A Expired DE819005C (de) | 1947-04-08 | 1949-12-06 | Apparat zum Pruefen der Nassechtheit von gefaerbten Textilwaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE819005C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109580469A (zh) * | 2018-12-29 | 2019-04-05 | 珠海瑞能真空电子有限公司 | 一种老化训练试验设备及其工艺 |
-
1949
- 1949-12-06 DE DEG524A patent/DE819005C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109580469A (zh) * | 2018-12-29 | 2019-04-05 | 珠海瑞能真空电子有限公司 | 一种老化训练试验设备及其工艺 |
| CN109580469B (zh) * | 2018-12-29 | 2023-07-14 | 珠海瑞能真空电子有限公司 | 一种老化训练试验设备及其工艺 |
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