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Maschine zum Abfüllen plastischer Massen Ntaschinen,zum Abfüllen von
plastischen Massen sind bekannt. Solche Maschinen, die z. B. zum Füllen von Wurstdärmen
dienen, arbeiten im allgemeinen so, daß in einem aufrecht stehenden Zylinder ein
Hubkolben arbeitet, der von unten nach oben hochgedrückt wird und die in den Zylinder
eingefüllte plastische Masse durch eine obere seitliche Entnahmeöffnung in einen
Stutzen drückt, über den ein natürlicher oder künstlicher Darm gezogen wird. Für
den Antrieb des Hubkolbens ist es bekannt, eine kleine Olpumpe zu verwenden, die
das 01 in einen Zylinder preßt, in dem dle Kolbenstange des Hubkolbens gelagert
und geführt ist. Der Antrieb der Ölpumpe erfolgt bei den bekannten Maschinen im
allgemeinen durch einen kleinen Elektromotor, der mit einer entsprechenden Steuerung
versehen werden muß. Solche z. B. als Wurstfüller dienende Maschinen müssen stufenweise
arbeiten, d. h. der Hubkolben darf jeweils nur so weit hochgedrückt werden, daß
die aus der Tülle austretende Wurstmasse gerade zum Füllen des über die Tülle gezogenen
Darmes ausreicht. Es ist verständlich, daß bei einem derartigen Betrieb ein dauerndes
Ein- und Ausschalten des Antriebsmotors der Ölpumpe erforderlich ist, so daß der
Motor durch das ständige Anfahren übermäßig belastet wird, wobei weiter zu berücksichtigen
ist, daß der Hubkolben zum Hochdrücken der Wurstmasse auch dann noch weiterläuft,
wenn die Ölpumpe durch Abschalten des Motors außer Betrieb gesetzt ist, so daß es
erforderlich ist, den genauen Abschaltzeitpunkt innezuhalten, um ein Austreten überschüssiger
Wurstmasse aus der Tülle zu vermeiden. Es ist auch schon bekannt, die vorerwähnten
Maschinen durch eine Ölpumpe zu betreiben, die durch eine von Hand zu betätigende
Kurbel
angetrieben wird. Bei einem solchen Handkurbelantrieb besteht
jedoch der Nachteil, daß der Bedienungsmann der Maschine nur eine Hand für die Bedienung
bzw. zum Aufziehen des Darmes auf die Austrittstülle zur Verfügung hat, so daß diese
durch Handkurbel angetriebenen Maschinen zwei Bedienungsleute erfordern.
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Um nun einmal Elektromotoren zum Antrieb der Ölpumpe zu vermeiden
und zum anderen zu erreichen, daß der Bedienungsmann beide Hände zum Arbeiten frei
hat, wird nach der Erfindung eine Maschine zum Abfüllen von plastischen Massen,
insbesondere Nahrungsmitteln, vorgeschlagen, bei der als Antrieb der Ölpumpe zum
Heben des Hubkolbens ein über ein Hebelgestängf arbeitendes, abgefedertes Pedal
vorgesehen ist. Durch die Verwendung eines Hebelgestänges ist es möglich, infolge
der Verschiebung dieses Gestänges den Hebelangriffspunkt an der Kolbenstange der
Ölpumpe zu ändern, womit der Pumpenkolbenhub einstellbar ist. Erfindungsgemäß wird
weiter im Zylinder, in dem die Kolbenstange des Hubkolbens läuft, ein Entlüftungsventil
angeordnet, das ebenfalls durch den Fuß betätigt werden kann, womit ein Nachschieben
des Hubkolbens nach Außerbetriebsetzung der Ölkolbenbetätigung vermieden wird. Durch
die Anordnung gemäß der Erfindung kann die Maschine, die z. B. als Wurstfüller arbeitet,
nur von einem Mann bedient werden, ohne daß Ermüdungserscheinungen durch den Antrieb
der Ölpumpe mittels des Pedals auftreten. Es ist verständlich, daß die Hebellänge
des Pedals beliebig groß gehalten werden kann, so daß schon geringe Kräfte des Bedienungsmannes
für die Betätigung der Ölpumpe und damit zum Heben des Hubkolbens ausreichen. Durch
die Anpassung an verschiedene plastische Massen infolge Änderung des Pumpenkolbenhubes
wird ein weiterer Vorteil durch die Ausführung gemäß der Erfindung erreicht.
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In der Zeichnung ist die z. B. als Wurstfüller arbeitende Maschine
in senkrechtem Schnitt als Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
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Der Wurstfüller besteht aus einem geschlossenen Gehäuse i mit einem
oberen Zylinder 2, in dem ein Kolben 3 geführt ist. Die Wurstmasse wird oberhalb
des Hubkolbens 3 in den Raum 4 nach Lösen des Deckels 5 eingefüllt und darauf der
Deckel durch entsprechende Knebelschrauben 6 o. dgl. fest angezogen. Der Hubkolben
3 ist mit einer Kolbenstange 7 verbunden, deren unteres Ende in einen Zylinder.
8 hineinragt. Dieser Zylinder 8 steht unterhalb der Kolbenstange 7 über eine Zuleitung
9 mit einer Ölpumpe io in Verbindung, die mit einem Ansaug- und Druckventil versehen
ist. Der 4ntrieb des Ölpumpenkolbens i i erfolgt durch ein Pedal 12, das mittels
Drehachse 13 drehbar gelagert ist. An der Drehachse 13 ist ein Hebel 14 starr angelenkt,
der über eine Gelenkstange 15 mit einem Hebel 16 verbunden ist. Der Hebel 16 ist
gelenkig mit einer Hebelstange, 17 verbunden, die mittels einer Drehachse 18 gelnkig
im Gehäuse i gelagert ist. Das freie Ende des Hebers 17 trägt einen Kopf 19
mit Innengewinde, in das das Außengewinde einer durch ein Handrad 20 verschraubbaren
Spindel 21 faßt.
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Der Kolbenstangenzylinder 8 ist am unteren Ende mit einem Entlüftungsventil
22 versehen, welches außerhalb des Gehäuses einen Betätigungsknopf 23 oder andere
beliebige Vorrichtungen aufweist. Das Entlüftungsventil 22 mit seinem Betätigungsknopf
23 liegt, im Gegensatz zur Zeichnung, in der Praxis auf derselben Seite wie das
Pedal, so daß der Knopf 23 unmittelbar von dem Bedienungsmann mit dem Fuß betätigt
werden kann.
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Die Wirkungsweise des Wurstfüllers ist folgende. Durch das abgefederte
Pedal 12 und dessen Aufundabbe,wegung mittels des Fußes des Bedienungsmannes fördert
die Ölpumpe io Öl, welches in den unteren Raum des Gehäuses i eingefüllt ist, in
den Zylinder 8 und drückt damit die Kolbenstange 7 mit dem Hubkolben 3 nach oben.
Die in den Zylinderraum 4 eingefüllte Wurstmasse tritt durch die obere Öffnung 4a
und eine angeschlossene Tülle (nicht dargestellt) in den über die Tülle gespannten
Wurstdarm aus. Sobald der Darm gefüllt ist, wird die Betätigung der Ölpumpe io mittels
des Pedals 12 abgestoppt, und der Bedienungsmann betätigt das Entlüftungsventil
22, 23, womit der Hubkolben 3 um ein geringes Maß nach unten zurücksinkt. Damit
wird vermieden, daß nach Füllung des Wurstdarmes weitere Wurstmasse aus der Tülle
austritt. je nach dem Weichheitsgrad der Wurst= masse wird der Kolbenhub der Ölpumpe
i i eins gestellt. Beim Linksschwenken der Hebelstange 17 durch Drehen der Handhabe
20 wird der Kolbenhub der Ölpumpe io verkleinert. Wird dagegen eine weichere Wurstmasse
verarbeitet, so schwenkt man den Hebel 12 durch Verdrehung der Handhabe 20
nach rechts und vergrößert damit den Hub des ÜI-pumpenkolbens i i.
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Der Hubkolben 3 kann bis unmittelbar unter den Deckel 5 nach oben
gepreßt werden, und er ist mit einer quer über den Kolben laufenden Rille 3a versehen,
die so tief liegt, daß Wurstmasse auch in der höchsten Stellung des Hubkolbens 3
aus der Entnatxineöffnung 4a nach außen abfließen kann. Die rückläufige Bewegung
des Hubkolbens 3 wird dadurch ermöglicht, daß das Innere des Zylinders 8 entlüftet
wird, und zwar durch ein entsprechendes einstellbares Entlüftungsventil 24. Durch
dieses Ventil kann Öl aus dem Zylinder 8 in den unteren Teil des Gehäuses i zurückfließen,
wenn der Hubkolben 3 mit seiner Kolbenstange 7 nach unten gedrückt wird. Daraus
ergibt sich, daß die Kolbenstange 7 nicht dicht an der Zylinderwandung anliegt,
sondern nur durch eine obere Abschlußplatte 80 des Zylinders 8 geführt ist.