DE81391C - - Google Patents

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DE81391C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/795Porphyrin- or corrin-ring-containing peptides
    • C07K14/805Haemoglobins; Myoglobins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, dafs das Blut seine bekannte grofse Neigung, sich zu zersetzen, nur so lange zeigt, als in demselben noch. freier Sauerstoff sowie ammoniakalische Zersetzungsproducte (Harnstoff, Hippursäure etc.), sowie die flüchtigen Fettsäuren enthalten sind. Sobald diese entfernt sind, ist die Masse der gelösten rothen Blutkörperchen einer Zersetzung nicht mehr ausgesetzt, wie jeder andere organische Körper.
Auf diese Beobachtung gestützt, geht der Erfinder in der Weise vor, dafs er dem Blut in dem Beginn seiner Verarbeitung auf Haemoglobin und nach seiner Entgasung ein antiseptisches Mittel zusetzt, welches flüchtig ist, sich jenen fremden Zersetzungsproducten anschliefst, ihre zersetzende Wirkung hintanhalt und dann mit ihnen das Blut wieder verläfst. Zu diesem Zwecke mufs das antiseptische Mittel ein solches sein, welches sich mit jenen fremden Stoffen im Vacuum verflüchtigt, derart, dafs keine Spuren desselben mehr vorhanden sind, wenn das Haemoglobin in den Zustand völliger Reinheit und Löslichkeit üb.ergeführt worden ist.
Man verfährt wie folgt:
Frisches definibrirtes Thierblut wird entweder als Ganzes in Behandlung genommen oder dasselbe wird centrifugirt und die in der Centrifuge sich zu Boden setzenden rothen Blutkörperchen werden durch vorsichtiges Abgiefsen des Serums von diesem befreit. Die Masse wird nunmehr im Vacuum ohne jede künstliche Erwärmung möglichst entgast, ein Procefs, der mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Die vorherige Entgasung erleichtert die nachherige Behandlung des Blutes. Nach der Entgasung wird das Blut mit einem 2oproc. Zusatz von aufgekochtem (und auf 200 wieder abgekühltem) Wasser versehen, welches mit einer flüchtigen fäulnifswidrigen Substanz gemischt ist. Der Wasserzusatz geschieht, um die rothen Blutkörperchen rascher zur Auflösung zu bringen, und der Zusatz der flüssigen fäulnifswidrigen Substanz, um, wie oben bereits bemerkt, die Zersetzung des Blutes zu verhindern. Hierzu eignet sich in erster Linie Kreosot in starker Verdünnung (ca. 1 : 300), sodann verdünnter Alkohol.
Bei letzterem wählt man zweckmä'fsig einen 35proc. Gehalt des Wassers an Alkohol, so dafs der Gesammtgehalt der Mischung an Alkohol ca. 7 pCt. beträgt.
Die Mischung wird nun im Vacuum und möglichst niedriger Temperatur (zwischen 30 und 40°) zur Abdampfung gebracht. Wenn die 20 pCt. Wasserzusatz entfernt sind, wird der Procefs unterbrochen. Gewöhnlich . sind in diesem Zustande die rothen Blutkörperchen noch nicht völlig gelöst und es mufs dann ein erneuter Wasserzusatz erfolgen.
In einzelnen Fällen ist man gezwungen, dies mehrmals zu wiederholen.
Da die Gefahr der Zersetzung des Blutes hauptsächlich im Beginn des Eindampfungsprocesses besteht — so lange die ammoniakalischen Zersetzungsproducte (Harnstoff, Hippursäure etc.), sowie die flüchtigen Fettsäuren noch im Blut enthalten sind —, so kann nach oben erwähnter erster Unterbrechung die Temperatur erhöht werden. Bei Kreosotzusatz mufs sogar bis zur Grenze der Eiweifscoagulirung gegangen werden, ca. 55 bis 6o°, denn das
Kreosot ist weit schwerer als Alkohol aus der Mischung zu entfernen. Der Harnstoff wird hierbei zersetzt. Die Hippursäure zerfällt durch Aufnahme von Wasser in Benzoesäure' und Glycocoll:
C9 H9NO3 + H2O = C7 H6O,+ C2HsNO2.
Benzoesäure ist mit Wasserdämpfen flüchtig, während Glycocoll in dem Präparate verbleibt. Es hat eine conservirende Wirkung, so weit dies bei den kleinen Mengen Glycocoll überhaupt in Betracht fällt. Die Eindampfung geschieht auf ca. 60 pCt. der ursprünglichen Menge Blutes (bei obiger Menge sind 80 pCt. Blut und 20 pCt. Wasser verstanden). Sollten bei diesem Procentsatz noch Spuren der fäulnifswidrigen Substanz vorhanden sein, so soll so lange und so oft noch W7asser zugesetzt werden, bis die letzten Reste derselben ausgetrieben sind.
Als Endproduct erhält man dann eine noch gut flüssige, klare, dunkelrothe Masse, welche sich bei bacteriologischer Untersuchung als völlig frei von im Blute kreisenden Mikroorganismen erweist.
Um den faden Blutgeschmack zu decken, empfiehlt es sich, geeignete Zusätze zu machen. Sehr zweckmäfsig ist chemisch reines Glycerin, welches auch für die Conservirung des Präparates von hohem Werthe ist.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von reinschmeckendem, flüssigem Haemoglobin aus Thierblut durch abwechselndes Behandeln im Vacuum und Versetzen mit Wasser, dadurch gekennzeichnet, dafs man dem Blute im ersten Stadium seiner Behandlung einen fäulnifswidrigen Stoff, wie Kreosot, Alkohol und dergl, zusetzt, welcher derartig flüchtig ist, dafs er gleichzeitig mit den fäulnifsbegünstigenden fremden Körpern im Vacuum ausgetrieben wird.
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