DE812935C - Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterroehre in verschiedenen Betriebszustaenden - Google Patents
Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterroehre in verschiedenen BetriebszustaendenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03J—TUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
- H03J5/00—Discontinuous tuning; Selecting predetermined frequencies; Selecting frequency bands with or without continuous tuning in one or more of the bands, e.g. push-button tuning, turret tuner
- H03J5/24—Discontinuous tuning; Selecting predetermined frequencies; Selecting frequency bands with or without continuous tuning in one or more of the bands, e.g. push-button tuning, turret tuner with a number of separate pretuned tuning circuits or separate tuning elements selectively brought into circuit, e.g. for waveband selection or for television channel selection
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- Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)
Description
- Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterröhre in verschiedenen Betriebszuständen Bei hochwertigen Rundfunkempfängern, die für mehrere Frequenzbereiche umschaltbar sind, werden an die Güte der Umschalteinrichtungen hohe Anforderungen gestellt. Diese Anforderungen nehmen mit steigender Frequenz zu, und zwar bedingen die Anforderungen an Umschalter im Bereicli von z. 13. ioo \1Hz besonders sorgfältige Schalterkonstruktionen insbesondere hinsichtlich Länge der Kontaktleitungen (Federn), Schaltkontakten, Kontaktwiderstand. Der Bau derartiger hochwertiger Schalter erfordert einen erheblichen Aufwand.
- Die Erfindung bezweckt, durch eine besonders vorteilhafte Betriebsweise einer Mehrgitterröhre die bisher für die Umschaltung von Hochfrequenzkreisen erforderlichen hochwertigen Kontakte einzusparen. Erfindungsgemäß wird zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterröhre, vorzugsweise einer Hexode, als Oszillatorröhre einerseits oder als Mischröhre oder Verstärkerröhre andererseits bei der Umschaltung von einem in den anderen Betriebszustand die Steilheit im Arbeitspunkt durch Verändern einer oder mehrerer Betriebsgleichspannungen verändert. Zweckmäßigerweise wird hierbei die Steilheit derart verändert, daß in dem Arbeitspunkt für Oszillatorbetrieb die Amplitudenbedingung für das Zustandekommen einer Schwingung gemäß der Formel erfüllt ist, hingegen im Arbeitspunkt für Mischröhrenbetrieb nicht erfülli ist. Im allgemeinen ist es günstig, wenn die Einstellung der beiden Betriebszustände durch Verändern der negativen Vorspannung der als Oszillator-Steuergitter verwendeten Elektrode erfolgt. In manchen Fällen erfolgt vorteilhafterweise die Umschaltung von einem in den anderen Betriebszustand durch Verändern der positiven Spannung der als Oszillatoranode dienenden Elektrode.
- Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es zweckmäßig, wenn der Eingangskreis für vorzugsweise amplitudenmodulierten Rundfunkempfang und der Eingangskreis oder der Rückkopplungskreis des Oszillators für vorzugsweise frequenzmodulierten UKW-Empfang über eine kleine Kapazität derart parallel geschaltet sind, daß der zuerst genannte Kreis galvanisch mit (lern Steuergitter der Röhre verbunden ist. Bei einer anderen werden der Eingangskreis für vorzugsweise amplitudenmodulierten Rundfunkempfang und der Eingangskreis oder der Rückkopplungskreis des Oszillators für vorzugsweise frequenzmodulierten UKW-Empfang in Serie geschaltet und die Verbindungsstelle der beiden Kreise über einen kleinen Kondensator mit der Kathode der Röhre verbunden. Bei beiden Ausführungsformen der Schaltung ist der kleine Kondensator vorteilhafterweise als Trimmerkondensator ausgebildet und dient als Trimmerkondensator für den Rundfunkkreis.
- Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren beschrieben. Es zeigt Fig. i das Prinzipschaltbild einer wahlweise als Oszillator bzw. Mischstufe schaltbaren --Mehrgitterröhre, Fig.2 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung.
- Die zu empfangenden Schwingungen des Rundfunkbereichs werden über die Antenne i und die :lritennenkopplungsspule 2 auf den aus Induktivität 3 und Drehkondensator 4 bestehenden, auf die Empfangsfrequenz abgestimmten Eingangskreis übertragen. Die am Eingangskreis entstehende Wechselspannung wird über eine Drossel 5 voll i p IIy, die infolge ihrer kleinen Induktivität für den Rundfunkfrequenzbereich praktisch unwirksam ist, dem Steuergitter 6 der Mischhexode j zugeführt. :\n das Steuergitter 6 ist ferner über den Koppelkondensator 8 von 25 pF die UKW-Rückkopplungsspule 9 angeschlossen, welche mit dem aus Induktivität io und Drehkondensator i i bestehenden UKW-Schwingungskreis gekoppelt ist. Für den Rundfunkbereich liegt der Kondensator 8 praktisch (lern Drehkondensator 4 parallel, und die Rückkopplungsspule 9 hat infolge ihrer geringen Selbstinduktion praktisch keinerlei Einfluß. Die Schirmgitter der Röhre 7 sind über einen Widerstand 12 von 5o1,9- mit der Anodenspannungsquelle verbunden. Der Kondensator 13 blockt die Schirmgitter gegen Erde ab. Der Widerstand des UKW-Schwingkreises io, i i ist für den Rundfunkbereich praktisch Null.
- Für den Empfang im Rundfunkbereich wirkt die Röhre 7 als Mischröhre. Zur Mischung wird dem Gitter 14 eine in einer getrennten Röhre, z. B. in dem Triodensystem einer Röhre vorn Typ ECH i i, erzeugte Oszillatorspannung über den Kondensator 15 und Gitterableit-,viderstand 16 zugeführt. Die entstehende Zwischenfrequenz wird von der Anode der Röhre 7 dem auf die Zwischenfrequenz abgestimmten, aus der Induktivität 17 und Parallelkondensator 18 bestehenden Schwingungskreis zugeführt und über die mit ZF bezeichnete Leitung zu (lern (nicht dargestellten) Zwischenfrequenzverstärker weitergeleitet. Der Widerstand i9 mit parallel liegendem Kondensator 20 sowie der Widerstand 21 dienen zur Erzeugung der notwendigen Gittervorspannung. Diese muß so groß sein, daß der Arbeitspunkt der Röhre in einem Gebiet geringer Steilheit liegt und daher die Arnplitudenbedingung zur Erzeugung der UKW-Schwingung nicht mehr erfüllt wird.
- Für den Empfang von UKW-Schwingungen soll die Röhre 7 als Oszillator arbeiten. Durch Schließen des Schalters 22 wird der Widerstand i9 kurzgeschlossen, daher die Vorspannung gleich Null und der Arbeitspunkt in ein Gebiet höherer Steilheit verschoben. Infolgedessen ist nunmehr die Amplitudenbedingung zur Erzeugung einer UKW-Schwingung mittels des Kreises io, i i und der Rückkopplungsspule (9 erfüllt. Mit der Selbstinduktioti io ist der aus Induktivität 23 und Drehkondensator 24 bestehende Eingangskreis einer Mischstufe für den U K\\'-lnil)fang gekoppelt. An den Schwingungskreis 23, 24 ist das Steuergitter einer (nicht dargestellten) Mischstufe für UKW-Empfang gekoppelt. Der Widerstand 25, welcher bei Einstellung auf Rundfunkempfang der Zuführung einer Regelspannung dient, wird bei UKW-Empfang durch Schließen des Schalters 26 geerdet.
- Es wird also ohne Eingriffe in Hochfrequenz führend-2 Kreise wir durc'i Verändern der Steuergittervorspannung das Empfangsgerät vom Empfang für L'K\\' auf Rundfunkbereich bzw. umgekehrt umgeschaltet.
- Bei Verwendung einer Mischröhre vom Typ ECH i i und einer .lirodenspaiuiturg von 250 V wird bei einer negativen \'orspannung des Steuergitters 6 von 5 V die notwendige Amplitudenbedingung für die Anfachung der UKW-Schwingung nicht mehr erfüllt, während die Mischsteilheit für den Empfang im Rundfunkbereich nur um einen noch nicht wesentlichen Betrag herabgesetzt wird. Bei Schließen des Schalters 22 dagegen wird eine UKW-Schwingung genügender Amplitude erzeugt. Die Herabsetzung der Mischsteilheit beim Empfang im Rundfunkempfangsbereich ist deshalb völlig belanglos, weil in kombinierten UKW-Rundfunkempfängern in jedem Fall eine wesentlich höhere ZF-Verstärkung zur Verfügung steht als bei normalen Rundfunkgeräten.
- Fig.2 zeigt eine etwas abgeänderte Schaltanordnung. Einander entsprechende Teile sind in beiden Schaltungen mit den gleichen Bezugszeichen versehen. In diesem Fall ist die UKW-Rückkopplungsspule 9 nicht wie bei dein zuerst erwähnten Beispiel über einen kleinen Koppelkondensator
parallel zum Scliwitigkreis 3, .4, sondern mit diesem in Serie geschaltet. Der Kondensator 28 von 25 PF schließt den Rückkopplungskreis gegen Erde. Der Kondc#tisator 28 ist als Trimmerkondensator aus- geführt und dient gleichzeitig als "Trimmer für den 1)r(#Iila)n<letisatt»- 4.
Claims (1)
-
der positiven Spannung der als Oszillatoranode dienenden Elektrode erfolgt. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Eingangskreis für vorzugsweise amplitudenmodulierten Rundfunkempfang und ein Eingangskreis, oder der Rückkopplungskreis des Oszillators für vorzugsweise frequenzmodulierten UKW-Empfang über eine kleine Kapazität (8) derart parallel geschaltet sind, (1.11j der zuerst genannte Kreis galvanisch mit dem Steuergitter der Röhre verbunden ist. j. .Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelkapazität (8) vorzugsweise als Trimmer ausgebildet ist und als ,F l# für den Rundfunkkreis dient. 6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet. daß ein Eingangskreis für vorzugsweise amplitudenmodulierten Rundfunkempfang (3, .4) und ein Eingangskreis oder der IZiickkopplungskreis des Oszillators für vorzugsweise frequenzmodulierten UKW-Empfang (io, i i) in Serie geschaltet sind und die Verbindungsstelle der beiden Kreise über einen kleinen Kondensator mit der Kathode der Röhre verbunden ist. . Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die-clialtung von eine (28) als Trimmer ausgebildet ist und als Trinimerkondensator für den Rundfunkkreis dient.h.aTENTA\SPRi'C11E: t. \-erfahren ztini i\-alil«cisen Betrieb einer \lelirgitterri>l1re, v@)r-r.ugsweise einer llexode, als() szilltttt»-rülire einerseits oder alsMischröhre oder @ers't@irkerrührc andererseits, dadurch ge- kennzeichnet, daß bei der Umschaltung von einem in den anderen Betriebszustand die Steilheit im Arbeitspunkt durch Verändern einer oder ineli- rerer 13etriebsgleichspannutigen derart verändert "N-ird. daß in dein .\rl>eitspunkt für Oszillator- Itetriel> die .\niplitudenbedingung für das Zu- stan<lekoinnien einer Scli\\-inguti(r gernä l.1 der Forniel Rückkopplungsfaktor JZ = D + S @ JtQ erfüllt ist, hingegen ini :1rl)eitsl)ttnkt für Misch- röhrcnbetrieb nicht erfüllt ist. 2. Verfahren nach :ltispruch i, dadurch ge- 1«#ttiizciclittet. dalß die Unischaltung v4)11 einem 13etrieliszust<indedurch Verändern der negativen V @@rsltannun@@ der als Oszillator-Steuergitter ver\N endeten l`lektrode (6) erfolgt. 3. \-erfahren nach Anspruch i, dadurch ge- ke#tiiizeiclinet- dal3 die Umschaltung von einem in den anderen Betriehszustand durch Verändern
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP46411A DE812935C (de) | 1949-06-21 | 1949-06-21 | Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterroehre in verschiedenen Betriebszustaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP46411A DE812935C (de) | 1949-06-21 | 1949-06-21 | Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterroehre in verschiedenen Betriebszustaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812935C true DE812935C (de) | 1951-09-06 |
Family
ID=7381692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP46411A Expired DE812935C (de) | 1949-06-21 | 1949-06-21 | Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Mehrgitterroehre in verschiedenen Betriebszustaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812935C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1011006B (de) * | 1954-12-17 | 1957-06-27 | Graetz Kommandit Ges | Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Roehre als Mischstufe in einem Frequenzbereich oder als Oszillatorroehre in einem anderen Frequenzbereich |
| DE1030403B (de) * | 1956-06-07 | 1958-05-22 | Max Braun Fa | Schaltung zur wahlweisen Ausnutzung einer Hf-Vorverstaerkerstufe in kombinierten AM-FM-Empfaengern |
-
1949
- 1949-06-21 DE DEP46411A patent/DE812935C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1011006B (de) * | 1954-12-17 | 1957-06-27 | Graetz Kommandit Ges | Verfahren zum wahlweisen Betrieb einer Roehre als Mischstufe in einem Frequenzbereich oder als Oszillatorroehre in einem anderen Frequenzbereich |
| DE1030403B (de) * | 1956-06-07 | 1958-05-22 | Max Braun Fa | Schaltung zur wahlweisen Ausnutzung einer Hf-Vorverstaerkerstufe in kombinierten AM-FM-Empfaengern |
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