-
Aufhängeanordnung für Fische Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Fischaufhängevorrichtung aus einem plattenförmigen Organ mit Öffnungen, die so dimensioniert
sind, daß der Fisch zwischen den Kanten oder Rändern der Öffnungen festgeklemmt
oder festgekeilt werden kann, und welche dadurch gekennzeichnet ist, daß die Öffnungen
einen Teil von größeren Löchern bilden, durch welche der Fisch ganz oder teilweise
eingeführt werden kann.
-
Beim Aufhängen von Fischen zum Räuchern oder Trocknen hat man bisher
meist so verfahren, daß man die Fische zu zweien zusammengebündelt hat, indem man
den Kopf des einen Fisches durch den Kiemenbogen des anderen hinaufführte, um alsdann
die Fische auf eine Stange oder eine Schnur aufzuhängen. Die hiermit verbundene
Arbeit ist recht kompliziert und erfordert viel Übung. Hinzu kommt, daß durch das
Zusammenballen der Fische häufig das Räuchern bzw. Trocknen nicht gleichmäßig und
zuverlässig erfolgt. Bei einer weiteren bekannten Methode hängt man die Fische auf
in den Fischkopf eingeführten Spießen oder Haken auf. Auch diese Arbeit ist insbesondere
beim Aufhängen von vielen kleinen Fischen zeitraubend, da es ziemlich viel Übung
erfordert, den Haken richtig anzubringen und Beschädigung des Fisches zu vermeiden,
wobei namentlich die Gefahr besteht, daß sich der Fischkopf vom Fischkörper trennt.
Auch sind die Hakenanordnungen verhältnismäßig teuer.
-
Es ist ferner in Vorschlag gebracht worden, zum Aufhängen von Fischen
eine hölzerne Latte mit schrägen Kerben zu verwenden, welche mit der Unterseite
der Latte einen Winkel bilden, so daß der Fisch, wenn sein Schwanz in die Kerben
eingeführt wird, wegen des Reibungswiderstandes hängenbleibt. Die Verwendung dieser
Konstruktion ist indessen daher stark beschränkt, weil sie große Raumverhältnisse
beansprucht, das Aufhängen nur am Schwanz
erfolgen kann und außerdem
zur Vermeidung von Beschädigungen der Fisch vorgetrocknet sein muß. Dies macht die
Aufhängeanordnung zum Aufhängen von Kleinfischen, wie Hering und Sprotte, zum Räuchern
weniger verwendbar.
-
Diese Übelstände werden durch die erfindungsgemäß ausgebildete Aufhängevorrichtung
beseitigt, da selbst bei ganz frischen Fischen die Beschädigungsgefahr auf ein Minimum
herabgesetzt wird und das Aufhängen so erleichtert wird, daß es auch durch ungeübte
Arbeitskräfte erfolgen kann. Ferner kann nach Belieben das Aufhängen am Kopf oder
am Schwanz des Fisches erfolgen. Schließlich erreicht man die vorteilhafteste Ausnutzung
der Fläche der Aufhängevorrichtung, und es läßt sich eine sehr große Anzahl Fische
auf einmal zum Trocknen bzw. Räuchern in den für diese Vorgänge günstigsten gegenseitigen
Abständen anbringen.
-
Die Öffnungen der Aufhängevorrichtung lassen sich am einfachsten als
je von einem Loch sich erstreckende gleichgerichtete Schlitze gestalten, welche
sich gegebenenfalls an der Einführungsstelle erweitern oder aber sich keilförmig
verjüngen.
-
Die Aufhängevorrichtung kann auch eine längs den größeren Löchern
der Platte verlaufende, aus federndem Material hergestellte Drahtschlinge oder Drahtbucht
aufweisen, deren einzelne Windungen die Ränder der Öffnungen bilden. Hierdurch wird
erreicht, daß das Festklemmen oder Festkeilen des Fisches durch Federwirkung erfolgt,
wodurch die Beschädigungsgefahr noch weiter herabgesetzt wird.
-
Außer den schon erwähnten Vorteilen ist die neue Aufhängevorrichtung
auch dadurch vorteilhaft, daß die Abnahme der Fische von der Aufhänge- bzw. Räucherplatte
in einfacher Weise dadurch erfolgen kann, daß eine Schneid- oder Schabvorrichtung
über die Platte in Richtung zu den Enden der Öffnungen hinwegführt, wodurch sämtliche
über die Platte emporragenden Köpfe oder Kopfenden weggeschnitten werden. Man kann
die aufgehängten Fische auch unbeschädigt lösen, indem man sie mittels eines Schiebers
in der Richtung von den Enden der Öffnungen her zurückschiebt. Sowohl Abschneiden
wie Abschaben oder Abschieben können von Hand oder auf mechanischem Wege erfolgen.
-
Einige Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt. Es
zeigt Fig. i eine als Aufhängevorrichtung dienende Platte, Fig. 2 die Platte im
Schnitt mit darin befestigtem Fisch, Fig. 3 eine Ecke der in Fig. i gezeigten Aufhängeplatte
bei geänderter Ausführung der Aufhängeöffnungen.
-
Fig. i zeigt eine Platte mit Löchern 2, von welchen als gleichgerichtete
Schlitze ausgebildete Öffnungen 3 ausgehen. Gegebenenfalls mag längs den Löchern
eine aus federndem Material hergestellte Drahtschlinge oder -bucht angeordnet sein,
deren einzelne Windungen die Ränder der Öffnungen 3 bilden. Wenn der Fisch 4 aufgehängt
werden soll, führt man ihn durch das Loch 2 und alsdann zur Festklemmung oder Festkeilung
in den Schlitz 3 hinein. Es wird dann die Platte in den Trocken- oder Räucherofen
gebracht mit dem Kopf oder Kopfende der Fische oberhalb der Platte, während die
Fischkörper unterhalb der Platte in geeigneten gegenseitigen Abständen zwischen
den einzelnen Fischen herabhängen.
-
Wenn nach beendetem Räuchern oder Trocknen die Fische wieder von der
Aufhängeplatte entfernt werden sollen, so führt man eine Schneid- oder Schabvorrichtung
in der Richtung von den Löchern 2 zu den Enden der Schlitze 3 ; hierdurch werden
die Köpfe oder Kopfenden abgeschnitten, und die Fische fallen in einen unter der
Aufhängeplatte angebrachten Sammelkasten herab. Wünscht man die Fische unbeschädigt,
so führt man statt dessen einen Schieber über die Platte von den Schlitzen 3 in
Richtung zu den Löchern 2. Hierdurch werden die Fische in die Löcher 2 ganz geschoben
und fallen in den darunter befindlichen Sammelkasten. Beschädigung der Fische beim
Festklemmen läßt sich leicht dadurch vermeiden, daß die Festklemmung oder Festkeilung
mit ganz leichtem Druck erfolgt, so daß sich die Platte nur ganz wenig in beide
Seiten des Fisches einklemmt.
-
In Fig. 3 ist eine Ecke einer Platte gezeigt, die, wie die in Fig.
i dargestellte, eine große Anzahl von Aufhängeöffnungen enthält; diese sind jedoch
so gestaltet, daß jeweils vier Fische nacheinander durch das Loch 8 eingeführt und
in den vier Schlitzen 7 festgeklemmt oder festgekeilt werden können.