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Einrichtung zum Anbringen des Deckblattes eines Zigarillos oder einer
Zigarre Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Anbringen des Deckblattes
eines Zigarillos oder einer Zigarre mittels eines aus einer Anzahl im Kreise angeordneter,
paralleler Walzen bestehenden Wickelnestes, in welches das Deckblatt mit der Hand
eingeführt wird.
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Während der Führung mit der Hand des vom Wickelnest ergriffenen Deckblattes
wird das Kopfende oder die Fahne dieses Blattes mit dem Finger geleimt. Man läßt
dazu das Ende des Deckblattes mit der gegebenenfalls vorhandenen Fahne für das Kopfende
(das Mundende) des herzustellenden Zigarillos bzw. der herzustellenden Zigarre über
den mit Klebstoff versehenen Finger streichen. Dieses Verfahren hat den Nachteil,
daß es eine gewisse Geschicklichkeit erfordert, der Zigarrenmacher immer Klebstoff
am Finger hat und daß er infolgedessen auch sonstige Teile des Deckblattes mit Klebstoff
verunreinigen kann. Außerdem wird gewöhnlich beim Leimen des Kopfendes bzw. der
Fahne des Deckblattes das Wickelnest einen Augenblick stillgesetzt.
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Die Erfindung bezweckt, die genannten Übel zu vermeiden und eine Einrichtung
zu schaffen, welche das Stillsetzen des Wickelnestes behufs des Leimens des Kopfendes
bzw. der Fahne überflüssig macht, so daß die Leistung je Wickelnest und je Zigarrenmacher
erhöht werden kann. Sie ist darin zu erblicken, daß vor der Stelle, wo das Deckblatt
zwischen zwei Walzen hindurch in das Wickelnest eingeführt wird, über einen Teil
dessen Länge an dem Ende, wo der Kopf an dem Zigarillo bzw. der Zigarre gebildet
wird, eine Platte oder eine Rolle angebracht ist und Mittel vorgesehen sind, welche
diese Platte bzw. Rolle an den entsprechenden Zeitpunkten leimen. Man braucht dann
nur das Kopfende bzw. die Fahne des Deckblattes mit dem Finger an diese Platte anzudrücken,
um
die Unterseite des Deckblattes an dieser Stelle mit Leim zu versehen. Infolge der
Drehung der Walze wird das Deckblatt selbsttätig in das Wickelnest hineingezogen,
wobei es mit seinem Kopfende bzw. seiner Fahne über die Platte bzw. die Rolle streicht.
Es hat sich herausgestellt, daß bei einer derartigen Ausführung das Wickelnest sich
ununterbrochen drehen kann und dadurch eine Leistungserhöhung von io bis 2o°/, erreichbar
ist.
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Bei der Anfertigung von Zigarillos oder Zigarren mit Umblatt und Deckblatt
kann die Platte bzw. die Rolle während der Anbringung des Umblattes Schwierigkeiten
bereiten, da dieses Blatt nicht mit Leim versehen wird. Gemäß der Erfindung empfiehlt
es sich daher, Mittel vorzusehen, welche die Platte oder die Rolle vom Wickelneste
ab und nach dem Wickelneste zu bewegen können. In diesem Falle kann man während
der Anbringung des Umblattes die Platte oder die Rolle von der Stelle vor dem Wickelnest
entfernen. Diese Einrichtung kann man so ausführen, daß die Mittel zum Leimen der
Platte bzw. der Rolle in Wirkung kommen, wenn die Platte bzw. die Rolle vom Wickelnest
ab bewegt wird. Die Einrichtung zum Aufbringen des Klebstoffs kann dann an einer
Stelle angebracht werden, wo sie den Arbeiter nicht hindert.
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Die die Erfindung erläuternde, schematische Zeichnung veranschaulicht
als Beispiele zwei Ausführungsformen der Erfindung.
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Fig. i ist eine schaubildliche Darstellung einer Einrichtung mit einer
Platte, welche dazu dient, Leim auf dem Kopfende bzw. der Fahne eines Deckblattes
anzubringen.
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Fig. 2 zeigt einenTeil einer Einrichtung entsprechend Fig. i, wobei
die Platte aber durch eine Rolle ersetzt ist. ' In der Zeichnung sind i, 2, 3, 4
Walzen eines an sich bekannten Wickelnestes zum Anbringen eines Umblattes und/oder
eines Deckblattes um die Einlage für einen Zigarillo oder eine Zigarre. Das Umblatt
und/ oder das Deckblatt für den Zigarillo bzw. die Zigarre wird zwischen den Walzen
i und 2 hindurch in das Wickelnest eingeführt und durch die bereits im Wickelnest
liegende Einlage ergriffen. Nahe den kegeligen Enden 5, 6, 7, 8, 9, 10 der Walzen,
welche Enden aus Kegeln oder aus kegelförmigen Schraubenfedern bestehen, befindet
sich vor den Walzen i und 2 und in deren Berührungsebene eine Platte ii. Diese erstreckt
sich nur über eine kleine Länge nahe dem Ende des Wickelnestes, wo der Kopf am Zigarillo
oder an der Zigarre gebildet werden soll. Sie erstreckt sich über einen Teil der
Walze i und deren kegeliges Ende. Wird das Deckblatt in das Wickelnest hineingezogen,
so streicht es mit seinem Kopfende bzw. seiner Fahne über die Platte ii. Letztere
wird durch einen Arm 12 getragen, der an einer drehbaren Spindel 13 befestigt ist.
Letztere ist außerdem mit Armen 14 und 15 versehen. Der Arm 14 stößt gegen den Arm
16 eines um eine Achse 17 drehbaren zweiarmigen Hebels an. Am Arm 18 dieses Hebels
ist ein nachgiebiger Draht i9 befestigt. Dieser Draht wird durch eine am Hebel 16,
18 angreifende Feder 2o in einen Leimbehälter 21 hineingezogen. Am Arm 15 ist eine
durch einen nicht gezeichneten Motor gesteuerte Stange 22 aasgelenkt. Wird die Stange
22 nach links gezogen so bewegt sich die Platte il vom Wickelnest ab, der Hebel
16, 18 mit dem Draht i9 wird aus dem Leimbehälter 21 herausgehoben, und der Draht
streicht dabei über die Platte ii, welche sich inzwischen in die Bahn des Drahtes
bewegt hat. Der Draht i9 schmiert dann etwas Leim auf die Platte ii. Ist diese Platte
außerhalb des Bereiches des Wickelnestes gebracht, so kann bei der Anfertigung von
vollständigen Zigarren ohne Schwierigkeit ein Umblatt in das Wickelnest hineingeführt
werden. Infolge der nach rechts gerichteten Bewegung der Stange 22 kommt die Platte
ii wiederum vor dem Wickelnest zu liegen, und der Draht i9 wird wieder in den Leimbehälter
getaucht. Man kann dann ein Deckblatt in das Wickelnest einführen. Sobald das Blatt
so weit in das Wickelnest hineingezogen worden ist, daß sein Kopfende bzw. seine
Fahne sich über der Platte ii befindet, braucht man dieses Blattende nur mit dem
Finger auf die Platte ii anzudrücken, um dessen Unterseite mit Leim zu versehen.
Während des Leinens des Deckblattes brauchen die Walzen des Wickelnestes nicht stillgesetzt
zu werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Platte ii durch eine Rolle
23 ersetzt. Übrigens entspricht diese Ausführungsform in ihrer Bauart und ihrer
Wirkung derjenigen nach Fig. i.