DE810348C - Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an KraftfahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60Q1/00—Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor
- B60Q1/02—Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to illuminate the way ahead or to illuminate other areas of way or environments
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- B60Q1/08—Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to illuminate the way ahead or to illuminate other areas of way or environments the devices being headlights adjustable, e.g. remotely-controlled from inside vehicle automatically
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Description
- Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen Die Beleuchtungseinrichtung der Kraftfahrzeuge ermöglicht trotz ziemlicher Breitenstreuung der Hauptscheinwerfer infolge ihrer starren Verbindung mit dem Fahrgestell nicht die Ausleuchtung einer Kurve bei Nachtfahrten.
- Verschiedene Versuche, diesem insbesondere im Hinblick auf die Verkehrssicherheit empfindlichen Mangel abzuhelfen, sind bis heute gescheitert. Es ist bekannt, die Hauptscheinwerfer nach der jeweiligen Kurvenrichtung während der Nachtfahrt zu drehen; doch konnten sich weder diese noch andere Bauarten durchsetzen. Die Gründe sind u. a. in zu großem Verschleiß, verwickeltem Aufbau, ständigem Mitbewegen der Hauptscheinwerfer und einer vom Willen des Fahrers unabhängigen Bewegung der Scheinwerfer zu suchen. Das Auftreten vieler Störungen, also die Unzuverlässigkeit, der hohe Preis und der umständliche Einbau derartiger Vorrichtungen ließen die wenigen Apparate bald wieder vom Markt verschwinden.
- Die Verkehrssicherheit erfordert zwingend eine Lösung dieser Aufgabe. Dabei sind Betriebssicherheit, leichter Einbau und niederer Preis von ausschlaggebender Bedeutung.
- Da ein die Kurven beleuchtender Scheinwerfer nur Hilfsgerät ist, d. h. nur bei Kurvenfahrt in Tätigkeit treten soll, kann der an sehr vielen Fahrzeugen bereits angebrachte Nebelscheinwerfer für diese Aufgabe verwandt werden. Dabei muß die Betätigung dem Willen des Fahrers unterworfen sein. Ein dauerndes Mitgehen des Scheinwerfers, selbst bei der kleinsten Kurve, ergibt eine viel zu hohe Abnutzung und wäre auch bei Fahrten in beleuchteten Stadtteilen oder Straßen sinnlos und sogar störend.
- Mit dem Erfindungsgegenstand werden die erwähnten Nachteile vermieden. Dies geschieht dadurch, daß der Scheinwerfer auf einer Welle angebracht ist, die durch zwei in einem Gehäuse angeordnete Kolben über Verbindungsglieder, beispielsweise Zahnstange und Zahnsegment, betätigt wird, wobei die Kolben mittels von Hand beeinflußbarer Steuerorgane wahlweise geschaltet und bewegt werden. Infolgedessen kann der Scheinwerfer nach Bedarf in der Schrägstellung belassen und das Zurückschwenken je nach der Geschwindigkeit des Fahrzeuges und der Kurvenweite oder -länge eingerichtet werden.
- In weiterer Ausbildung der Erfindung wird der Scheinwerfer durch die Steuerorgane beim Auswärtsschwenken ruckartig gedreht und die Rückwärtsbewegung durch Federn bewirkt, wobei ein Bremsmittel, beispielsweise Luft, den Rücklauf verzögert. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß beim Einfahren des Fahrzeuges in die Kurve diese schnell beleuchtet wird, beim Durchfahren dagegen der Scheinwerfer so lange noch verschwenkt bleibt und weiter leuchtet, bis sich das Fahrzeug wieder auf gerader Strecke befindet.
- In der Ruhestellung wird die Scheinwerferwelle durch einen unter Federspannung stehenden Zapfen o. dgl. festgehalten, der beim Bewegen des Scheinwerfers zurückgedrückt wird und auf einen Kontakt einwirkt. Dadurch wird erreicht, daß die Lichtquelle selbsttätig ein- bzw. ausgeschaltet wird, sofern der Nebelscheinwerfer als solcher nicht schon eingeschaltet ist. Erfindungsgemäß können die Steuerorgane als Elektromagnete ausgebildet sein, wobei die Kolben aus Weicheisen bestehen, oder durch den im Ansaugrohr des Fahrzeugmotors bestehenden Unterdruck gesteuert werden.
- Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigt Fig. i einen Schnitt nach Linie A-A der Fig. 2, Fig. 2 einen Teilquerschnitt nach Linie B-B der Fig. i, Fig. 3 einen Schnitt durch einen Teil des Gehäuses bei Unterdntcksteuerung und Fig. 4 ein Schema der Unterdruckanordnung.
- Der Kurvenscheinwerfer i sitzt auf einer Hohlwelle 2, die in einem Gehäuse 3 drehbar gelagert ist. Innerhalb des Gehäuses 3 ist an der Welle 2 eine Scheibe 4 befestigt, in deren Rand eine Kerbe 5 angeordnet ist, die nach beiden Seiten in zwei Kurven 6 ausläuft. Diametral gegenüber der Kerbe 5 ist der Scheibenrand als Zahnsegment 7 ausgebildet. Dieses Zahnsegment 7 steht im Eingriff mit einer Verzahnung8einer ebenfalls imGehäuse3gelagerten Stange 9, die an ihren beiden Enden scheibenförmige Kolben io aus Weicheisen trägt. Diese Kolben io, die in der zylindrischen Bohrung des Gehäuses 3 gleiten, haben zur Dichtung einen schmalen Gummiring. Ein Ventil ii, das bei der Bewegung nach außen hin die sich zusammenpressende Luft leicht durchläßt, dagegen beim Zurückgleiten schließt, so daß die Luft durch eine schwache Bohrung langsam wieder einströmen kann, ist im Kolbenboden befestigt. Das Zurückholen der Stange 9 mit den Kolben io wird durch zwei Federn 12 bewirkt. In der Mittelstellung gleicht sich die Federkraft aus.
- Ein Schalterzapfen 13 dient einerseits zum Festhalten des Scheinwerfers in der Geradeausstellung, damit während der Fahrt keine Erschütterungen auf die Verzahnung 7, 8 übertragen werden, andererseits zum Einschalten der Lichtquelle. Wird die Scheibe 4 durch einen der Kolben io über die Stange 9, Verzahnung 8 und Zahnsegment 7 gedreht, so wird durch eine der Kurven 6 der Schalterzapfen 13 angehoben, wobei dieser auf einen Kontakt 15 drückt und den Stromkreis schließt. Hierdurch schaltet sich die Lichtquelle bei Kurvenfahrt selbsttätig ein bzw. bei umgekehrtem Verfahren aus. Dessenungeachtet kann der Scheinwerfer bei Nebel oder sonstigen Notwendigkeiten durch einen Schalter am Armaturenbrett zur Dauerbeleuchtung eingeschaltet werden.
- Um beim Zurückgleiten des zweiten, nicht benutzten Kolbens einen Luftunterdruck zu verhindern, befinden sich im Gehäuse 3 zwei seitliche Bohrungen 16 von geringem Durchmesser, die nach dem Vorbeigleiten der Kolben Luft ein- bzw. auslassen.
- Die Betätigung der Kolben geschieht jeweils durch einen der Elektromagnete 14, die beiderseits des Gehäuses 3 befestigt sind. Wird der Stromkreis durch einen Schalter, der zweckmäßigerweise am Lenkrad angebracht ist, geschlossen, so wird der zugehörige Kolben io aus Weicheisen angezogen, die Luft entweicht durch das Ventil ii im Kolbenboden, die Druckfeder 12 wird zusammengepreßt, das Zahnsegment 7 und somit die Scheibe 4 gedreht. Dadurch schwenkt die Hohlwelle 2 mit dem Scheinwerfer i ruckartig. Gleichzeitig wird der Schalterzapfen 13 angehoben und der Stromkreis zum Einschalten der Lichtquelle des Scheinwerfers i geschlossen. Wird der Stromkreis unterbrochen, drücken die Druckfedern 12, die eine durch Zug, die andere durch Druck, die Kolben io in ihre Ausgangsstellung zurück. Dies kann aber nur langsam geschehen, da die im inneren Kolbenraum durch das Ventil ii entwichene Luft durch die schwache Bohrung im Kolben nur allmählich wieder einströmen kann.
- Die Steuerung der Kolben kann auch unter Ausnutzung des im Ansaugrohr des Fahrzeugmotors bestehenden Unterdruckes erfolgen. In diesem Falle wird das Gehäuse 3 durch zwei Deckel 17 abgedichtet, die in der Mitte einen Anschlußstutzen 18 für eine Rohrleitung i9 oder einen Schlauch tragen. Diese Leitungen stehen über einen Dreiwegehahn 2o und eine Leitung 22 mit dem Ansaugrohr 21 des Motors in Verbindung. Statt der Ventile ii im Kolbenboden ist am Dreiwegehahn ein Luftloch vorgesehen. In Ruhestellung wird durch dieses Luftloch der Druckausgleich in den Leitungen und den Kolbenräumen hergestellt.
- Durch Drehung des Kükens wird die Verbindung des einen Kolbenraumes über die Leitung mit dem Ansaugrohr hergestellt. Der im Ansaugrohr bestehende Unterdruck wirkt sich nunmehr auch auf den Kolbenraum aus. Der Kolben io wird dadurch angezogen und über die Teile 9, 8, 7 eine Drehung des Scheinwerfers i bewirkt. In der Nullstellung des Hahnes 2o wird das Luftloch frei, die Luft kann langsam zum Druckausgleich in die Leitung i9 und den Kolbenraum einströmen. Hierdurch wird der langsame Rücklauf des Scheinwerfers erzielt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die den Scheinwerfer (i) tragende Welle (2) durch zwei in einem Gehäuse (3) angeordnete Kolben (io) über Verbindungsglieder, beispielsweise Zahnstange (9) und Zahnsegment (8), betätigt wird, wobei die Kolben (io) mittels von Hand beeinflußbarer Steuerorgane wahlweise geschaltet und bewegt werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane den Scheinwerfer (i) beim Ausschwenken ruckartig drehen und daß die Rückwärtsbewegung des Scheinwerfers durch Federn (12) bewirkt wird, wobei ein Bremsmittel, beispielsweise Luft, den Rücklauf verzögert.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwerferwelle (2) in der Ruhestellung durch einen unter Federspannung stehenden Zapfen (13) o. dgl. festgehalten wird, der beim Bewegen des Scheinwerfers zurückgedrückt wird und auf einen Kontakt (15) einwirkt, der den Stromkreis des Scheinwerfers schließt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kolben (io) beeinflussenden Steuerorgane als Elektromagnete (14) ausgebildet sind und die Kolben (io) aus Weicheisen bestehen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben (io) durch den im Ansaugrohr (21) des Fahrzeugmotors bestehenden Unterdruck gesteuert werden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdrucksteuerung über einen Dreiwegehahn (2o) erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK2656A DE810348C (de) | 1950-04-21 | 1950-04-21 | Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK2656A DE810348C (de) | 1950-04-21 | 1950-04-21 | Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810348C true DE810348C (de) | 1951-08-09 |
Family
ID=7209520
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK2656A Expired DE810348C (de) | 1950-04-21 | 1950-04-21 | Vorrichtung zum Schwenken von Kurvenscheinwerfern an Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE810348C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993013961A1 (en) * | 1992-01-10 | 1993-07-22 | Do Valle Souto Soares Jose Aug | Improvement of directional light device for automotive vehicles |
-
1950
- 1950-04-21 DE DEK2656A patent/DE810348C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993013961A1 (en) * | 1992-01-10 | 1993-07-22 | Do Valle Souto Soares Jose Aug | Improvement of directional light device for automotive vehicles |
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