DE809798C - Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern

Info

Publication number
DE809798C
DE809798C DES1077A DES0001077A DE809798C DE 809798 C DE809798 C DE 809798C DE S1077 A DES1077 A DE S1077A DE S0001077 A DES0001077 A DE S0001077A DE 809798 C DE809798 C DE 809798C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
cleaning
filter chamber
liquid
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES1077A
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Courtney-King
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE809798C publication Critical patent/DE809798C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D29/00Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
    • B01D29/62Regenerating the filter material in the filter

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Tudi- oder Drahtfiltern Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Reinigen von Filtern, insbesondere von Maschenfiltern in Form von Beuteln oder aufgespannten Flächen. Die Erfindung eignet sich besonders zum Säubern der Filterbeutel von Trockenreinigern. Bei den üblichen Trockenreinigern werden die zu reinigenden Gewebe, Stoffe oder Fertigteile in ein Bad aus flüssigem Lösungsmittel für 01 und Fett getaucht oder auf andere Weise mit solchen Löse mitteln behandelt. Als Lösemittel werden beispielsweise Trichloräthylen, Perchloräthylen oder Weingeist verwendet. Nach der Verwendung zirkuliert das Lösemittel durch ein Filter, wobei die in Suspension befindlichen Verunreinigungen auf Leinwandbeuteln oder feinem Drahtgewebe niedergeschlagen werden. Das Lösemittel wird darauf destilliert, um die gelösten Ole und Fette auszuscheiden.
  • Die Filtertücher verkleben allmählich durch den niedergeschlagenen Schmutz, was den Umlauf des Trockenreinigungslösemittels erschwert und die Anwendung hohen Drucks erforderlich macht, um die Zirkulation aufrechtzuerhalten. Wenn die Anlage diesen Zustand erreicht hat, wird das Filter üblicherweise ausgebaut und die Filtertücher oder -drahtgewebe zum Reinigen entfernt. Der Reinigungsvorgang ist langsam und umständlich; er setzt die Reinigungsanlage mindestens einen Tag still.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, den Ausbau durch teilweisesEntleeren derFilterkammer zu vermeiden, so daß sich der größte Teil der Filterfläche über das Lösemittelniveau in der Filterkammer hebt, und dann einen Teil des verbleibenden Spiritus zu vergasen. Die Gase steigen dann durch die Filterfläche und werden darauf gesammelt und zur Wiederverwendung kondensiert.
  • Es hat sich nun erfindungsgemäß gezeigt, daß die Filtertücher oder Drahtfilter wirksam durch Tauchen in kochendes Reinigungslösemittel von Fremdstoffen béfrseit werden könnenx Das Reinigungslösemittel kann dabei das gleiche sein, das im Reinigungskreislauf verwendet wird.
  • Vorzugsweise wird das Reinigungslösemittel in Berührung mit dem Filtertuch unter etwa atmosphärischem Druck gekocht. Die Dauer der Behandlung kann bis zum Abkochen fast allen Reinigungslösemittels ausgedehnt werden, wobei die entstehenden Dämpfe zu einem Kondensator abgeleitet werden können. Möglich ist es auch, die Kochzeit wesentlich, auf beispielsweise IO bis 15 Minuten, zu verkürzen und die verbleibende Reinigungsflüssigkeit zusammen mit dem Schmutz und sonstigen Fremdstoffen zur Destillation in einem getrennten Gefäß abzuziehen. Die Reinigungsflüssigkeit in der Filterkammer kann durch Heizschlangen im Boden der Filterkammer erhitzt werden. Möglich ist es auch, den Bodenteil der Filterkammer mit elektrizitäts- oder dampfbeheizten Heizschlangen zu umgeben.
  • Die Fremdstoffe werden von den Filtertüchern nur während deren Eintauchens in die Reinigungsflüssigkeit entfernt. Während der darauffolgenden Verfahrensschritte des Freilegens von Teilen der Filterfläche über das Flüssigkeitsniveau und ihres Durchdringens -durch Dämpfe der Reinigungsflüssigkeit werden die frei liegenden Teile der Filterfläche nicht weiter gereinigt.
  • In der Zeichnung ist der Arbeitsvorgang der Reinigung eines Filters an Hand einer Trockenreinigungsanlage dargestellt.
  • Die Filterkammer f enthält die Filterrahmen g, die in bekannter Weise mit Filterbeuteln bespannt sind. Die Filterrahmen sind durch Muffen mit einer Röhre h verbunden, auf der sie durch eine Klammer i festgehalten werden. Diese Anordnung und ihre Einzelheiten sind bei derartigen Filterapparaten üblich und bedürfen keiner weiteren Beschreibung. Die Röhre h ist durch das Ventil l und die Röhre d mit dem Trockenreiniger verbunden, während die Rückflußröhre e vom Trockenreiniger durch ein Ventil 8 zum Einlaßstutzen einer Pumpe p führt, die die Reinigungsflüssigkeit durch eine Röhre q zum Oberteil der Filterkammer j pumpt.
  • Die Pumpe p ergibt den nötigen Druck, um die Flüssigkeit durch die Filterteileg zu treiben. Die gereinigte Flüssigkeit fließt aus dem Filterrahmeninnern durch die Röhren h und d zum Trockenreiniger zurück. Das Lösemittel läuft durch die Anlage um, bis die Filter so verstopft sind, daß der Druck der Pumpe zum Durchtreiben der Flüssigkeit nicht mehr ausreicht und die Filter gereinigt werden müssen. Anlagen der bis hierher beschriebenen Art sind bekannt.
  • Um die Flüssigkeit in der Filteranlage erhitzen und abgesetzten Schmutz von ihrem Boden abkratzen zu können, hat der Filterunterteil eine leicht entfernbare Abzugstür s, durch die Röhren k zu einem Dampfschlangenheizkörper im Boden der Filterkammer führen. Die Dampfzufuhr zum Heizkörper wird durch ein Ventil 7 geregelt. Der Oberteil der Filterkammer f ist mit einer Röhre mit Abzweigungen zu einem Manometer b, einem Sicherheitsventil a und einem Luftablaßyentil 6 verbunden. Die Röhre führt durch ein Ventil 2 und ein Verbindungsstückv zu einem Kondensator tt, um den durch die Ein- und Auslaßröhren w und w1 Wasser zirkulieren kann. Der Abfluß vom Kondensator geht durch einen Wasserabscheider m zu einem Vorratsbehälter n, von wo die kondensierte Flüssigkeit durch eine Röhre 0 und ein Ventil 5 zum Einlaßstutzen der Pumpe zurückgeleitet werden kann. Ein Ventilator x zieht erforderlichenfalls Dämpfe durch ein Ventil 4 und eine Röhre y am unteren Teil der Filterkammer ab.
  • Zum Kochen der Flüssigkeit im Filter muß der Flüssigkeitsspiegel etwas gesenkt werden, da sonst die aufkochende Flüssigkeit durch das Ventil 2 und das Verbindungsstück v zum Kondensator u übertreten und Schmutz dorthin führen könnte. Der Flüssigkeitsspiegel wird mittels eines Verbindungsstückes r gesenkt, das von der Filterkammer durch ein Ventil 3 zum Trockenreiniger oder zu einer anderen Stelle führt.
  • Der Arbeitsvorgang beim Reinigen des Filters ist nun folgender: Zuerst wird das Ventil 1 geschlossen, um die Filterkammer vom Trockenreireiniger zu trennen, und das Ventil 2 geöffnet, um eine Verbindung vom Oberteil der Filterkammer zum Kondensator ?{ herzustellen. Das Luftablaßventil 6 wird darauf kurze Zeit geöffnet; ebenso öffnet man das Ventil 3, um den- Oberschichten der Flüssigkeit in der Filterkammer f einen Abfluß zu gewähren. Darauf werden die Ventile 6 und 3 wieder geschlossen. Nunmehr wird durch Öffnen des Ventils 7 Dampf in die Heizschlange k im Filterboden gelassen, während kaltes Wasser durch die Röhren w und w1 um den Kondensator u zirkuliert. Die ins Kochen geratende Flüssigkeit umgibt die Filterteile vollständig und nimmt die Verunreinigungen fort, während die entstehenden Dämpfe in den Kondensator u und den Vorratsbehälter n übertreten, in dem das kondensierte Lösemittel gesammelt wird. Nach dem Reinigen der Filtertücher durch die kochende Flüssigkeit setzt sich der Schmutz im Boden der Filterkammerf ab. Wenige Minuten Berührung mit dem kochenden Lösemittel genügen in der Regel zur Reinigung. Es empfiehlt sich aber vielfach, die ganze Flüssigkeit zum Kondensator u abzukochen, so daß nur reine Flüssigkeit in den BeHälter n ge langt und nur ein kleiner Rest Schmutzflüssigkeit im Bodenteil der Filterkammer f stehenbleibt. Das Dampfventil 7 wird nunmehr geschlossen, ebenso das zum Kondensator führende Ventil 2, worauf das Ventil 4 geöffnet und der Ventilator x in Betrieb gesetzt wird, um Lösemitteldämpfe aus der Filterkammer nahe deren Boden abzuziehen. Nunmehr entfernt man die Abzugstür s mit der Heizschlange und zieht die Restflüssigkeit aus der Filterkammer ab. Nach Wiedereinsetzen der Abzugstür s kann der Apparat wieder in Betrieb genommen werden.
  • Zu diesem Zweck öffnet man das die Röhren durch die Röhre d mit dem Trockenreiniger verbindende Ventil I und schließt das Ventil 4. Dar- auf werden das Ventil 5 und das Luftablaßventil 6 geöffnet, während Lösemittel aus dem Vorratsbehälter n in die Filterkammer f gepumpt wird. Nun wird das Ventil 5 geschlossen, desgleichen nach dem Füllen der Kammerf das Luftventil 6. Die Pumpe wird darauf erneut in Betrieb gesetzt, um die Flüssigkeit in bekannter Weise durch den Trockenreiniger und die Filterteile in Umlauf zu bringen.
  • Wenn, wie es bei der Verwendung von Weingeist oder ähnlichen Lösemitteln der Fall sein kann, kein Kondensator vorgesehen ist, können die Dämpfe aus der Filterkammer zu anderen passOden Sammelstellen geleitet werden. Der Flüssigkeitsrest in der Filterkammer kann zum Absetzen, zum Reinigen in einem Destilliergefäß oder zu anderer Behandlung entsprechend abgezogen werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern in Trockenreinigungsanlagen, in denen ein flüssiges Lösemittel für Ole und Fette in Umlauf ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Filter der Wirkung einer kochenden Löseflüssigkeit ausgesetzt werden, während sie in dieser Flüssigkeit eingetaucht sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungslösemittel etwa unter Atmosphärendruck gekocht wird, während es sich in Berührung mit den Filtern hefindet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung in der Filterkammer während deren Abschlusses vom Kreislauf des Trockenreinigers durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfe des Reinigungslösemittels in einem mit der Filterkammer verbundenen Kondensator verdichtet werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nach der Kochbehandlung in der Filterkammer verbliebene Rest des Reinigungslösemittels zusammen mit in der Filterkammer verbliebenen Fremdstoffen abgezogen wird.
DES1077A 1945-10-18 1949-12-20 Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern Expired DE809798C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB809798X 1945-10-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE809798C true DE809798C (de) 1951-08-02

Family

ID=10518740

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES1077A Expired DE809798C (de) 1945-10-18 1949-12-20 Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE809798C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008061084A1 (de) Verfahren zum Steuern einer Geschirrspülmaschine
DE2426741A1 (de) Vorrichtung zum reinigen von textilien, leder und pelzen mit organischem loesemittel und zum destillieren des loesemittels
EP0630992B1 (de) Verfahren zum Reinigen von metallischen Werkstücken
DE809798C (de) Verfahren zum Reinigen von Tuch- oder Drahtfiltern
DE536064C (de) Selbsttaetige Waschvorrichtung fuer Kleidungsstuecke o. dgl.
DE2217093A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum garen von nahrungsmitteln unter druck
DE1760193A1 (de) Trockenreinigungsvorrichtung
DE560031C (de) Trockenreinigungsanlage
DE581985C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Putzwolle o. dgl.
DE4128699A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entfetten und reinigen von behandlungsgut mit hilfe von loesungsmitteln
DE10118601C1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Reinigungsanlage
DE520059C (de) Waschanlage zur chemischen Reinigung von Textilstoffen durch leichtfluechtige fluessige Loesungsmittel
DE2609892A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur chemischen reinigung von textilien
DE488352C (de) Vakuumoelreiniger
DE1300632B (de) Verfahren zur Desinfektion der Loesungsmittelflotte bei der chemischen Reinigung
DE259405C (de)
DE433159C (de) Vorrichtung zum Reinigen und Entwaessern von Fetten, OElen und Kohlenwasserstoffen
DE606976C (de) Vorrichtung zum chemischen Reinigen von Kleidungsstuecken, Decken o. dgl.
DE738256C (de) Verfahren und Vorrichtung zum satzweisen Wiederauffrischen von Altoelen
DE742414C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Gegenstaenden mit Loesemitteldaempfen
DE2236683B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Chemisch Reinigen
DE367607C (de) Verfahren zum Entfernen der Loesungsmitteldaempfe aus Extraktoren
DE549804C (de) Verfahren zur Entfernung der oel- und fetthaltigen Ausscheidungen in den Heizkammerndampfbeheizter Trockenvorrichtungen
DE7611208U (de) Vorrichtung zur chemischen Reinigung von Textilien
DE355892C (de) Vakuummeter zur Kontrolle des Betriebes von Kondensatoren bei Dampfmaschinen usw.