DE367607C - Verfahren zum Entfernen der Loesungsmitteldaempfe aus Extraktoren - Google Patents

Verfahren zum Entfernen der Loesungsmitteldaempfe aus Extraktoren

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DE367607C
DE367607C DEN20595D DEN0020595D DE367607C DE 367607 C DE367607 C DE 367607C DE N20595 D DEN20595 D DE N20595D DE N0020595 D DEN0020595 D DE N0020595D DE 367607 C DE367607 C DE 367607C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/10Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting
    • C11B1/108Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting after-treatment, e.g. of miscellae

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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entfernen der Lösungsmitteldämpfe aus Extraktoren. Die nach Beendigung der Extraktion. zurückbleibenden Dämpfe der Lösungsmittel müssen vor dem öffnen der Extraktoren daraus entfernt werden, um Verluste an Lösungsmitteln zu vermeiden und das Bedienungspersonal vor der Schädigung durch die Dämpfe zu bewahren. Dies geschieht meist durch Durchblasen von Wasserdampf, was jedoch bei wasserempfindlichen Stoffen, wie z. B. bei zu entfettenden Metallen, nicht anwendbar ist. Bei diesen wurde vorgeschlagen, die Lösungsmitteldämpfe durch eine im Extraktor ibefindliche Kühlvorrichtung zu verdichten, um sie in flüssigem Zustand ablaufen zu lassen. Es findet jedoch hierbei die Verdichtung nicht restlos statt, und außerdem ibleiiben an der Kühlvorrichtung Lösungsmitteltropfen .hängen, die durch die heißen Metallteile wiederum verdunsten, so daß auf diese Weise eine vollständige Entfernung der Lösungsmitteldämpfe nicht gelingt. Man war daher gezwungen, die Lösungsmittel'dämpfe nach der Extraktion wasserempfindlicher Stoffe mittels Evakuierens und Durchsaugens von Luft zu entfernen, wozu eine besondere Vakuumpumpe erforderlich war. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein den gleichen Zweck auf dem letztgenannten Weg erreichendes Verfahren, bei dem aber die Benutzung ,einer besonderen Vakuumpumpe sich erübrigt. Es besteht darin, daß während oder nach der Extraktion in der Destillierblase durch Kondensation der darin befind'= ,lich°n Lösungsmitteldäimpfe mittels einer Kühlvorrichtung sowie vor der Extraktion in einem Vorratsbehälter durch Auspumpen des Lösungsmittels ein Untetdruck erzeugt wird, .was durch. eine für den Extraktionsbetrieb nötige Pumpe geschieht. Nach beendeter Extraktion wird sodann der Extraktor mit diesen beiden Räumen durch öffnen der entsprechenden Ventile in Verbindung gesetzt, wodurch unter Verminderung des Unterdrucks Dämpfe aus dem Extraktor in diese Räume gesaugt werden. Hierauf wird endlich mit Hilfe .des noch übriggebliebenen Unterdrucks unter Öffnung eines am Extraktor befindlichen Hahns Luft ,in den Extraktor in an sich bekannter Weise gesaugt, welche den Rest der Lösungsmitteldämpfe daraus verdrängt.
  • ,Die Zeichnung stellt beispielsweise eine Vorrichtung dar, mittels welcher das Verfahren nach der Erfinidung ausgeführt werden Sann.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Extraktor A, welcher mit einem dampfdichtschließbaren. Deckel und einem Lufthahn 1a versehen ist. In dem Extraktor ist eine Heizschlange 13 eingebaut. Der mit dem Extraktor durch Rohrleitung verbundene Destillator B erhält eine Rohrspirale 14, welche sowohl mit Dampf als auch mit Kühlwasser gespeist werden kann. Zum Niederschlagen der aus dem Destillator bzw. dem Extraktor entweichenden Lösungsm.itteldämpfe ist der Kühler D vorgesehen, in welchen eine Kühlschlange eingebaut ist, durch welche sich die Lösungsmitteldämpfe bewegen, während um diese Kühlschlange kaltes Wasser geführt wird. Zur Aufnahme des Lösungsmittels. sind ,zwei Vorratsbehälter C,, und C, angeordnet, aus welchen das Lösungsmittel mittels der Pumpe E in den Extraktor A eingelassen wenden kann.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Extraktor A sei beispielsweise mit von Ölrückständen zu reinigenden Metallteilen oder sonstigen wasserempfindlichen Gegenständen beschickt und: .der Deckel des Extraktors dampfdicht abgeschlossen. Nun wird die Rohrspirale 14 der Destillierblase B, in welcher sich von der vorausgegangenen Extraktion her ein Gemisch aus Lösungsmittel und Öl befindet, mit Wasserdampf geheizt. Die sich hierdurch entwickelnden Lösungsmitteldämpfe treten nach Öffnen. der Ventile 2 und i unter dem Siebboden 15 des Extraktors in .diesen ein, schlagen sich an dem Extraktionsgut nieder, lösen das an diesem befindliche Öl und wärmen das Extraktionsgut gleichzeitig an. -Die im Extraktor befindliche Zuft läßt man. durch den auf dem Deckel befindlichen Lufthahn z2 so lange entweichen, bis aus ihm Lösungsmitteldämpfe austreten, worauf der Lufthahn geschlossen wird. Es wird nun so lange im Destillator B Lösungsmittel albdestilliert, bis ein geringer Druck im Extraktor, dessen sämtliche Ventile bis auf Ventil i abgeschlossen sind, entsteht.Sodann wird das im Extraktor A gebildete Kondensat des Lösungsmittels, welches bereits die größte Menge des an dem Extraktionsgut haftenden Öls aufgenommen hat, aber infolge -des heschTänkten, zur Verdampfung gekommenen Lösungs,mittelinhal'ts aus dem Destillator B noch nicht bis zur Höhe des Ventils i gestiegen ist, durch Öffnen oder Ventile 3 und ri in die Destillierblase B abgelassen. Hierauf werden die Ventile i, 2, 3 und i i sofort wieder geschlossen. Man läßt nun durch die Rohrspirale 14 der Destillierblase B Kü@hliwasser fließen, so daß infolge der entstehenden K#ondensation der in B enthaltenen Lösungsmitteldämpfe ein luftverdünnter Raum erzeugt wird.
  • Mittels der Pumpe E wird nunmehr Lösungsmittel aus dem Behälter C,, welcher mit Lösungsmittel vollkommen: angefüllt sein soll, durch Öffnen der Ventile 6 und 5 von oben in den Extraktor gepumpt, wobei man einen in. diesem etwa enthaltenen Überdruck durch Öffnen der Ventile 4, 8 und io durch den Kühler D in den Behälter C2, welcher leer sein soll, äbläßt. Der Behälter C,. bleibt während des Leerpumpens bis auf das Ablaufventil' 6 geschlossen, so .daß sich in ihm ebenfalls ein luftverdünnter Raum bildet. Durch das von oben erfolgende Einfließen des Lösungsmittels in den Extraktor A wird das eingefüllte Extraktionsgut gewaschen. Hierbei wird so viel Lösungsmittel in den Extraktor gepumpt, bis das zu reinigende Extraktionsgut mit Lösungsmittel Vollkommen bedeckt ,ist, worauf ;die Ventile 5 und 6 :wieder geschlossen werden. Nunmehr wird das Lösungsmittel im Extrak'Gor durch Beheizung der Dampfspirale 13 bis zum beginnenden Sieden erwärmt, so daß hierdurch und durch die wallende Bewegung des Lösungsmittels der Rest des Öls und der Schmutz von 'dem Extraktionsgut abgewaschen wird. Durch Öffnen der Ventile 3 und 7 läßt man dann'das Lösungsmittel in den Vorratsbehälter C2 ab. Nach vollständig beendetem. Abfluß des Lösungsmittels aus dem Extraktor A werden die noch in ihm befindlichen Dämpfe nach C,. infolge der dort herrschenden Luftverdünnung durch ,Öffnen der Ventile 3 und 6 oder besser durch den Kühler bei geöffneten Ventilen i, 8 und 9 abgesaugt. Um ein sicheres Entweichen aller Lösungsmittel-dämpfe aus dem Extraktor A zu erreichen, benutzt man nun noch die durch Kondensation der Lösungsmittel'dämpfe mittels der Kühlschlange 14 in der Destillierfblase B inzwischen: gebildete Luftverdünnung und läßt etwa im Extraktar noch zurückgebliebene Reste von Lösungsmittefdämpfen nach öffnen der Ventile 3 und i i in die Destillierblase B absaugen. Man öffnet dann den Lufthahn 12 auf dem Deckel des Extraktors, so daß die verdünnten Lösungsmitteldämp:fe durch -die Luft in die Destillierblase abgeführt werden.
  • Zu diesem Zweck ist unter dem Lufthahn z2 innerhalb des Extrak'tors eine Fangvorrichtung angeordnet, mit Hilfe deren die Luft in feiner Verteilung rin ,den Extralkthr eingesaugt wird. Nachdem äuf diese Weise auch der Rest aller Lösungsmitteldämpfe aus ;dem Extraktor beseitigt ist, kann er geöffnet und von neuem beschickt werden. Die hierauf folgende Extruktion geht auf dieselbe Weise vor sich, nur mit dem Unterschied, daß nunmehr das Lösungsmittel dem Vorratsbehälter C2 entnommen und dadurch in diesem ein Unterdruck erzeugt wird. Nach einer Anzahl von Extraktionen wird der Inhalt des Blase B in .den ,zur Zeit leeren Vorratsbehälter abdestilliert, das zurückbleibende Ö1 aus der Blase abgelassen und diese mit dem Inhalt des anderen; Vorratsbehälters gefüllt, worauf von neuem Extraktionen in der beschriebenen Weise erfolgen können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zum Entfernen der Lösungsmitteldämpfe aus Extraktoren, dadurch gekennzeichnet, @daß dn ;fier Destillierblase (durch Kondensation der darin befindlichen Lösungsmitteldämpfe mittels einer Kühlvorrichtung sowie in einem Vorratsbehälter durch Auspumpen; des Lösungsmittels ein Unterdruck erzeugt wird, worauf der Extraktor mit diesen beiden Räumen durch Öffnen der entsprechenden Ventile in Verbindung gesetzt wird und endlich durch Öffnen eines am Extraktor befindlichen Hahns Luft in !den Extraktor in an sich bekannter Weise gesaugt wird.
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