DE80963C - - Google Patents
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- G06C27/00—Computing machines characterised by the structural interrelation of their functional units, e.g. invoicing machines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
M. W. BERGER in BERLIN. Kontrolkasse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. November 1894 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kontrolkasse von der Art, welche die unbewufste
Beihülfe des Kaufpublikums bedingt. Die Kasse soll __ hauptsächlich in Verkaufsgeschäften
jeder Gattung Verwendung finden und dort den Kassirer ersetzen.
Auf der Zeichnung ist die Kontrolkasse in Schnitt und Ansichten, sowie in Einzelheiten
dargestellt. Die Kasse selbst besteht aus einem gleichzeitig als Pult dienenden Unterbau a,
Fig. 3, aus Holz, welcher in seinem verschliefsbaren Theil einen Kasten α und in seinem unverschliefsbaren,
dem Personal zugänglichen' Theil eine Wechselkasse b enthält. Auf diesem
Unterbau ist ein gufseiserner Behälter c angeordnet, von welchem zwei ,gegenüberliegende
Wände mit Glasscheiben dd versehen sind.
Dies Kästchen trägt oben seiner ganzen Länge nach einen halbcylinderförmigen Aufsatz
f, welcher mit einem Einwurfschlitze g versehen ist. In dem cylinderförmigen Aufsatz
f, Fig. 4 und 5, ist eine Vorrichtung (Verschlufs) angebracht, welche verhindern soll, dafs
das einmal eingeworfene Geld oder die eingeworfenen Zettel wieder aus dem Behälter c
entfernt werden können. Diese Vorrichtung besteht aus einem aus Blech hergestellten Hohlcylinder
h, dessen Enden mit durch aufgelegte Platten k verstärkten Böden versehen sind.
Die Platten dienen zur Aufnahme zweier mit Körnerspitzen versehenen Schrauben 11,
welche einander gegenüberliegend in den Seitenwänden des Aufsatzes angeordnet sind und ein
Schwingen oder Drehen des Hohlcylinders in seiner Längsachse gestatten. In dem Hohlcylinder
ist fast in seiner ganzen Länge ein trichterförmiger Schlitz m vorgesehen, welcher
die Verlängerung des Einwurfs g bildet. · Durch diese Beweglichkeit des Hohlcylinders h wird
ein unerlaubtes Entfernen von Geldstücken und von Kassenzetteln aus dem Behälter c unmöglich
gemacht. '
Fig. 7 stellt noch eine Abänderung in der Construction des Verschlusses dar, welche das
Herausnehmen des Geldes oder der Zettel bedeutend erschwert. Der Einwurfschlitz g} ist
hier schräg angeordnet. Der Hohlcylinder h1 trägt auch hier einen trichterförmigen Schlitz m1,
er bildet aber hier die Verlängerung des schräg angeordneten Einwurfschlitzes g1. Da aber
der Hohlcylinder hi ebenso wie der Hohlcylinder h um seineLängsachse leicht schwingend
angeordnet ist, so wird hier, um eine dem Einwurfschlitze g1 entsprechend schräge Lage
des trichterförmigen Schlitzes m1 hervorzubringen,
der Hohlcylinder oben bei x1 mit einem Gegengewichte -versehen, welches das
Bestreben Hat, den Hohlcylinder nach rechts zu drehen.. Ein zu weiter Ausschlag des Hohlcylinders
wird durch den Arretirungsstift ^1 verhindert, welcher so lang angeordnet ist,
dafs der trichterförmige Schlitz ml immer in
der ■ Richtung des Einwurfschlitzes g1 liegt.
Diese Anordnung hat in erster Linie denselben' Zweck wie der vorhin beschriebene Verschlufs,
also ein Erschweren des Herausnehmens von Geld oder der Zettel.
In zweiter Linie wird durch diese Anordnung aber auch erreicht, dafs die Zettel wohl, wie
beabsichtigt, gegen die Glasscheibe fallen, das Geld aber nicht. Die Zettel werden nämlich
in der durch die Schrägstellung des trichter-
förmigen Schlitzes m1 angegebenen Richtung
weiter fallen und demnach mit der beschriebenen Seite gegen die vordere Glaswand zu
liegen kommen, das schwerere Geld aber wird den Hohlcylinder, nachdem es beim Fallen die
Längsachse desselben überschritten hat, im linken Sinne drehen, und zwar dadurch, dafs
das Gewicht des Geldes auf die rechte Seite des trichterförmigen Schlitzes m1 wirkt. Das
eingeworfene Geld wird also den Hohlcylinder linksherum drehen und hierdurch selbst eine
Richtung beim Fallen erhalten, welche ein Anschlagen an die Glaswand verhindert, während
die Zettel gegen die Glaswand fallen.
Die Führungsdrähte ρ bezw. χ χ fallen bei
dieser Abänderung natürlich fort.
Die Kasse wird nun wie folgt benutzt:
Jeder der Verkäufer hat einen numerirten Zettelblock und ist verpflichtet, den Betrag der
eben verkauften Waare auf einen vom Block abzureifsenden Zettel zu schreiben und diesen
mit dem Betrage selbst in den Einwurf g zu werfen, und zwar den Zettel auf der einen
Seite, das Geld auf der anderen Seite, des Einwurfes, so dafs das Geld rechts von einer auf
dem drehbaren Boden η angeordneten kurzen Scheidewand o, Fig. 2 und 3, der Zettel links
von dieser Wand fällt. Der Zettel wird nun vermöge der Drahtführung ρ ρ immer so auf
den Boden fallen, dafs das darauf Geschriebene durch die Glaswand d zu lesen ist. Der Boden η
ist nun drehbar um die Achse r und kann von aufsen vermittelst des um 5 drehbaren
Hebels t und der Zugstange u um 900 gedreht
werden. Die Feder ο bringt den Hebel t und' damit den Boden η wieder in die Anfangslage
zurück. Von dem geöffneten Boden fällt nun das Geld und der Zettel auf das geneigt angeordnete Brett w und von da in
den Kasten a.
Bei Schlufs des Geschäftes wird der Betrag, welchen die Zettel ergeben, mit dem vorhandenen
Baargeld verglichen. Der Zettelbetrag und der Baarbestand mufs übereinstimmen.
Die Wechselkasse b dient, dem Verkäufer zum Herausgeben, so dafs -es ihm immer möglich
ist, den auf dem Zettel notirten Betrag auch in die Kasse werfen zu können.
Hierdurch ist eine Kontrole auf einfache Weise erreicht. Der Verkäufer wird durch den
Käufer kontrolirt, weil Kontrolzettel und Kassenbetrag vor den Augen des letzteren vereinnahmt
werden, und jeder Commis ist auf seine Thätigkeit und auf seine Zuverlässigkeit
kontrolirbar.
In Fig. 6 ist noch eine Abänderung des
Verschlufscylinders h für den Fall vorgesehen, dafs man ein Entwenden des Geldes aus der
Kasse durch Umstürzen derselben zu befürchten hat. Für diesen Fall sind von dem Trichter m
zwei sich gegenüberliegende gebogene Stäbe xx vorgesehen, so dafs das Geld bei umgestürzter
Kasse zuerst in die Oeffnung bei ^ eingebracht werden' mufs, wo es noch in dem
bauchigen Theil zwischen dem Trichter h und den Stäben χ abgefangen werden kann, wie
Fig. 6 (punktirt) zeigt.
Claims (2)
1. Kontrolkasse, bestehend aus einem mit gegenüberliegenden Glaswänden dd und
mit einem drehbaren Boden η versehenen Behälter c zur Aufnahme der Kontrolzettel
und des Betrages, welcher Behälter unter seinem Einwurfschlitze g bezw. g1 mit
einem Sicherheitsverschlufs hm bezw. hl ml
versehen ist, so dafs das eingeworfene Geld und der Zettel durch die Glaswand wohl
kontrolirt, aber nicht mehr entfernt werden kann.
2. Bei der unter !.gekennzeichneten Kontrolkasse
ein Sicherheitsverschlufs h tn bezw. It1In1, bestehend aus einem unter dem Einwurfschlitze
g bezw. g1 in Spitzen drehbar angeordneten Hohlcylinder h bezw. Λ1, welcher
in der Breite des Schlitzes g bezw. gl einen die Verlängerung des Schlitzes bildenden
trichterförmigen Körper m bezw. ml trägt, so dafs ein zum Zweck des Entwendens
eingeführter Draht oder Messer bei den suchenden Bewegungen nach rechts oder links zwischen dem beweglichen und
festen Einwurf eingeklemmt wird, dadurch ein Herausnehmen des Geldes oder der
Zettel unmöglich machend.
Hierzu.! Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80963C true DE80963C (de) |
Family
ID=353478
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80963D Active DE80963C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80963C (de) |
-
0
- DE DENDAT80963D patent/DE80963C/de active Active
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