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Die Erfindung bezieht sich auf die Befestigung von Tragbügeln an
Milchtransportkannen und ähnlichen BehäLtern. Bei solchen meist aus Aluminium oder
Aluminiumlegierungen bestehenden Gefäßen mit größerem Rauminhalt sind die Tragbügel
gewöhnlich an Ösen aufgehängt, die an der Außenwandung bzw. am Hals des Gefäßes
angeschweißt sind. Infolge der beim Schweißen auftretenden hohen Temperaturen und
der guten Wärmeleitfähigkeit des Metalls wird dieses jedoch an der Schweißstelle
und auch in einem größeren Umkreis um diese Stelle ausgeglüht und dadurch die Festigkeit
vermindert. Deshalb hat man besondere metallene Bandagen vorgesehen, an denen die
Ösen für den Tragbügel angeschweißt werden. In diesem Falle wird die eigentliche
Gefäßwandung keinem Schweißprozeß unterworfen, und es tritt keine Minderung der
Festigkeit ein, jedoch ist eine solche Anordnung teuer und daher unwirtschaftlich.
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Bei einer anderen bekannten Ausführung sind die Ösen für den Tragbügel
an der Gefäßwandung angenietet. Diese Verbindung besitzt zwar eine ausreichende
Festigkeit, jedoch ergeben sich Nachteile bei solchen Gefäßen, wie z. B. Milchtransportkannen,
deren Öffnung durch einen Deckel zu verschließen ist, der mit einer Zarge in die
Gefäßmündung hineinragt, um einen gut abdichtenden Paßsitz zu gewährleisten. Hier
besteht die Gefahr, daß die nach innen liegenden Nietköpfe, wenn diese nicht vollständig
versenkt und flach vernietet sind, auf die Zargenfläche des Deckels treffen und
diese beschädigen. Dadurch entstehen im Laufe der Zeit am Deckel immer größere Aufrauhungen,
die schließlich dazu führen, daß der Deckel nicht mehr dichtet oder überhaupt nicht
mehr paßt.
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Die Erfindung bezweckt, die vorerwähnten Übelstände zu beseitigen.
Dies ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die die Nietlöcher aufweisenden Grundplatten
der Ösen auf ihrer dem Behälter anliegenden Seite eine Ausnehmung aufweisen, in
welche die Nietlöcher münden und die Behälterwandung mit einer entsprechenden Aushebung
eingezogen ist. Diese Ausnehmung bzw. Vertiefung in der Grundplatte erstreckt sich
mit Ausnahme eines ringsum laufenden Randes zweckmäßig über die ganze Anlagefläche
der Platte. Die Behälterwandung tritt daher im Bereich der Nieten etwas nach außen
vor, und eine Verletzung der Deckelzarge ist infolgedessen selbst bei rauhen, beschädigten
oder gar vorstehenden inneren Nietköpfen nicht zu befürchten.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
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Fig. I zeigt den Deckel und Fig. 2 den abgebrochenen Hals einer z.
B. aus Aluminiumblech hergestellten Milchtransportkanne zur Hälfte im Schnitt; Fig.
3 zeigt die gleichen Teile einer Milchtransportkanne nach dem Einsetzen des Deckels
in den Kannenhals.
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Die Ösen I, in welche der in der Zeichnung nicht dargestellte Tragbügel
gelenkig eingehängt wird, sitzen auf je einer Grundplatte 2, die durch vier Niete
8 an den Kannenhals 3 befestigt ist.
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Die Grundplatte 2 weist auf ihrer dem Behälter anliegenden Seite eine
flache Ausnehmung g auf, in welche die vier Nietlöcher münden. Die Ausnehmung bzw.
Vertiefung g erstreckt sich fast über die ganze Anlagefläche der Platte 2 mit Ausnahme
eines ringsum laufenden Randes. Die Wandung des Kannenhalses 3 zeigt eine der Vertiefung
g der Platte entsprechende Aushebung, da die Kannenwandung beim Annieten der Platte
in diese Vertiefung hineingezogen wird.
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Die inneren Enden der Nietlöcher sind in bekannter Weise kegelig
erweitert und nehmen sowohl die in diese Erweiterungen hineingezogenen Ränder 4
der Nietlöcher des Kannenbleches als auch die versenkten Nietköpfe 5 auf. Wie insbesondere
aus Fig. 3 ersichtlich ist, verbleibt ein klarer Abstand zwischen der Zarge 6 des
Deckels 7 und der Innenwand des Kannenhalses 3 auch in dem Falle, daß die Nietköpfe
5 nicht vollständig versenkt sind, sondern etwas über die Innenfläche der Behälterwand
vorragen, da die Behälterwand an denjenigen Stellen, an welchen die Nieten sitzen,
etwas nach außen vortritt.
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PATENTANSPROCHE: I. Befestigung von Tragbügeln an Milchtransportkannen
und ähnlichen Behältern mittels am Behälter angenieteter Ösen, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Nietlöcher aufweisenden Grundplatten der Ösen auf ihrer dem Behälter
anliegenden Seite eine Ausnehmung aufweisen, in welche die Nietlöcher münden und
die Behälterwandung mit einer entsprechenden Aushebung eingezogen ist.