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Zusammenlegbare Treppe Die Erfindung bezieht sich auf eine Treppe,
insbesondere auf eine zusammenlegbare Speichertrepp,e.
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Beim künftigen Wohnungsbau muß man mehr denn je darauf selten, unter
Aufwendung geringster Kosten eine größte Raumausnutzung zu erzielen. Ein solches
Problem tritt auch in bedeutendem Maße bei der Anordnung von Treppen, insbesondere
von Speichertreppen o. dgl., auf, wie sie insbesondere in Siedlungshäusern u. dgl.
-.rforderlich sind. Es iSt bekannt, unter Vermeidung des, Einbaus einer festen Bodentreppe
lediglich eine Bodenklappe vorzusehen und diTreppe durch eine Leiter zu ersetzen,
die an die g:öffnete Bodenklappe angestellt wird. Hierbei ergibt sich der Nachteil,
daß die Leiter eben nur die Aufgabe einer Leit.r erfüllen kann und keine Treppe
ist, d. 1i. da: Aufsteigen zum Speicher ist beschwerlich und verlangt eine gewisse
Sicherheit. Außerdem ist das Hin- und Fortschaffen von Leitern unbequ.:m und vielfach
auch störend. Man hat schon versucht, diesem Mangel dadurch abzuhelfen, daß man
eine einschiebbare Speichertreppe verwendet, bei der' die Treppe in einzelne Teile
nach Art einer Feuerwehrleiter zusammenschiebbar gemacht wurde. Hierbei ist jedoch
ein bestimmter Abstand von der Bodenklappe bis zu dem Dachsparren erforderlich,
d< niit das Ineinand_rschieben der Treppenteile und ein Aufbewahren der zusammengeschobenen
Treppe in der Klappenöffnung durchführbar ist.
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Die Erfindung hat eine vereinfachte Ausführung einer zusammenlegbaren
Speich.:rtreppe zum Gegenstand, bei der der Platzbedarf auf ein Mindestmaß zurückgeführt
ist. Sie zeichnet sich iin wes@--ntlichen dadurch aus-, daß die Treppe ein- oder
mehrfach unterteilt wird und die einzelnen Teile planparallel verschiebbar zusammenzulegen
sind. Vorzugsweise wird die Treppe gemäß der Erfindung dreifach unterteilt. Die
Treppenteile werden an den Seitenholmen durch je zwei Lenker miteinander verbunden.
Hi.:rbei kann der mittelste Lenker als durchgehender
Lenker an
allen drei Treppenteilen angelenkt sein. Der oberste Treppenteil liegt auf der Bodenklappe
auf und wird mit dieser fest verbunden, so daß beim Schwenken der Bodenklappe in
den unteren Raum die Treppe im zusammengelegten Zustand in die Gebrauchsstellung
mitgeschwenkt wird.
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Eine solche Ausbildung der Speichertreppe hat den Vorteil einer großen
Raumersparnis, verbunden mit der Möglichkeit der Ausbildung der Treppe an sich als
normale Haustreppe mit dem Vorzug einer leichten Begehbarkeit. Die Handhabung der
zusammenlegbaren Speichertreppe gemäß der Erfindung ist einfach und kann ohne Mühe
und Kraftanstrengung vorgenommen werden. Im zusammengelegten Zustand verschwindet
die Treppe völlig mit der Bodenklappe und beansprucht lediglich den Raum oberhalb
der Bodenkjappe, der sowieso zu anderen Zwecken nicht benutzbar ist. Die Bodenklappe
kann also unabhängig von dem durch die Dachsparren gegebenen lichten Raum an beliebiger
Stelle angeordnet werden, was bisher ohne Einschränkung nicht möglich war. Im auseinandergeschobenen
Zustand ist die Treppe gemäß der Erfindung standfest und kann übernormalen schweren
Belastungen ausgesetzt werden.
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Damit beim Öffnen der Bodenklappe nach unten die Treppenteile nicht
unversehens nach unten geschossen kommen, wird erfindungsgemäß eine Auslösevorrichtung
vorgesehen, bei deren Bedienung die Treppenteile erst auseinandergeschoben werden
können. Durch die planparallele Verschiebung mit Hilfe der Lenker erfolgt ein sanftes
Auseinandergehen der Treppenteile, was man durch Einbau einer Federung noch besonders
sanft gestalten kann. In ausgestreckter Lage befinden sich die einzelnen Treppenteile
in einer Flucht. Sie können durch einen Riegel oder ähnliche Organe gegeneinander
gesichert werden. Die Holme der Treppenteile kommen mit Schrägflächen zur gegenseitigen
Anlage, wodurch ein sicherer Stand der Treppe unterstützt wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands
veranschaulicht.
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Abb. i zeigt die Treppe gemäß der Erfindung im zusammengelegten Zustand
bei Nichtinanspruchnahme; in Abb. 2 ist ein Zwischenstadium veranschaulicht, bei
dem die einzelnen Treppenteile planparallel mittels Lenker herausgefahren sind;
Abb.3 zeigt die Treppe auseinandergezogen in Gebrauchslage.
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Bei Verwendung der Treppe gemäß der Erfindung als Speichertreppe wird
sie mit der üblichen Bodenklappe i in Verbindung gebracht, die die durch den Rahmen
2 gebildete Treppenöffnung 3 abschließt. Die Speichertreppe ist mehrfach unterteilt
und setzt sich vorzugsweise aus drei Teilen 4, 5, 6 zusammen, die durch Lenker an
den Holmenseiten miteinander verbunden sind. An je zwei Treppenteilen sind an den
Seitenholmen zwei parallel liegende Lenker 7, 8 bzw. 9 angebracht, wobei
bei der dreiteiligen Ausführung der mittelste Lenker 8 durchgehend verlaufen kann
und an allen dr-:i Treppenteilen angelenkt wird. Der oberste Treppenteil 4 ist an
der Klappe i befestigt, während die beiden anderen Treppenteile zu dem ersteren
planparallel verschiebbar sind. Die' Stoßenden io der Treppenteile verlaufen in
einer solchen Schräge, daß die Teile im auseinandergezogenen Zustand sich gegenseitig
abstützen und die Treppe :ich bei Beanspruchung nicht durchdrücken kann. D,-r Öffnungswinkel
der Klappe und damit zugleich der herausgefahrenen Treppe wird durch Halter i i
begrenzt, die mit einem entsprechenden Anschlag an dem Rahmen 2 zur Anlage kommen.
Es können zusätzlich Riegel an den Stoßstellen io vorgesehen werden, damit die'Treppenteil,e
in der auseinandergezogenen Lage gesichert sind.
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Bei Nichtinanspruchnahme der Treppe werden die Treppenteile aufeinandergelegt,
wie in Fig. i veranschaulicht ist. Die Bodenklappe ist geschlossen, und in diesr
Stellung beansprucht die Treppe keinen Raum, der irgendwo, sowohl auf dem Speicher
als auf dem unteren Flur, störend wirkt. Zur Benutzung den Treppe wird die Bodenklappe
nach unten gezogen; alsdann genügt ein weiterer leichter Zug auf den unteren Treppenteil
zum Auseinanderziehen der Treppe bis zur Gebrauchslage. Ein außerhalb der Bodenluke
liegender Raum wird hierbei nicht beansprucht. Die Treppe fällt im allgemeinen langsam
nach unten. Man kann die Bewegung noch durch eine zusätzliche Federung nahezu schwerelos
gestalten.