DE80839C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12L—PITCHING OR DEPITCHING MACHINES; CELLAR TOOLS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und ' Hefe.
CARL AUGUST HOZ in KONSTANZ. Pichmaschine mit Rauchabsaugung.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1891 ab.
Das Wesentliche der Erfindung beruht darin:
1. Dafs die Lagerfafsentpichrohrleitung (d. h. die Zuleitung der Schmelzgase in das Lagerfafs)
durch das Rauchabsaugerohr geführt wird, ohne mit demselben, in fester Verbindung zu.
sein. Die Durchführung der Lagerfafsrohre hat den Zweck, eine Temperaturerhöhung im
Raucbabsaugerohr und dadurch eine verstärkte Absaugung zu erzeugen, zu deren Erhöhung
noch besondere Ausgangsdüsen für directen Austritt von Feuergasen in das Rauchabsaugerohr
vorhanden sind, indem gleichzeitig das bei längerer Benutzung zunächst dem Koksofen
gelegene heifse Lagerfafsrohr und die direct zugeleiteten Feuergase eine theilweise
Rauchverbrennung herbeiführen.
Die nur lose Verbindung zwischen dem Rauchabsaugerohr und dem durchgeführten
Lagerfafsentpichrohr hat den Zweck, eine freie Beweglichkeit beider zu gestatten, da dieselben
infolge ganz ungleicher Erwärmung verschiedene Ausdehnung erreichen. Das bis zum Glühen
erhitzte Lagerfafsrohr kann sich im Rauchabsaugerohr bewegen, ohne dafs letzteres hieran
theilnehmen mufs. Eine zwangsweise Bewegung des Rauchabsaugerohres, durch die Längsausdehnung
desLagerfafsrohres herbeigeführt, würde störend auf die anderen Anschlüsse desselben
einwirken.
2. Dafs die von der Pechkesselheizung abströmende Heifsluft oder Feuergase in das
Rauchabsaugerohr zur Verstärkung des Zuges eingeführt werden.
Fig. ι und 2 beiliegender Zeichnung ergeben denselben Zweck durch zwei verschiedene Constructionen.
Fig. 3 ist ein Theilschnitt von Fig. ι.
Bei der Construction nach Fig. 1 wird das Lagerfafsrohr horizontal durch das Rauchabsaugerohr
E geführt und besteht aus einem cylindrisch abgedrehten Rohrstück a, welches
einerseits einen festsitzenden Flantsch b für den Anschlufs an den Koksofen und andererseits
ein Gewinde c aufgeschnitten hat.
In der Mitte des Rohres a, Fig. 1 und 3,
sind zwei seitlich nach oben führende Löcher gebohrt, über welchen sich zwischen zwei
Stellringen \ ein ringförmiger, beweglicher Körper d mit Handgriff^/ befindet, der gleichfalls
zwei Durchbohrungen besitzt. Je nach Rechts- oder Linksstellung des Handgriffes f
correspondiren die Oeffnungen von Rohr a und Üeberkörper d und gestatten einen Ausgang
der Feuergase (Fig. 3), oder sie sind verschlossen.
Die Einführung des Rohres α in das Rauchabsaugerohr E erfolgt bei der Aufstellung mit
dem Gewindeende bis etwa zur Hälfte, worauf der Üeberkörper d und die Stellringe \ aufgeschoben
werden und dann erst das Rohr a ganz durchgeführt und der Schraubenflantsch g
angebracht wird. Das Kniestück h des Rohres besitzt einen cylindrischen Ansatz z, welcher in
der Pfanne oder dem Lager k der Stützsäule D frei beweglich ist. Das Kniestück ist noch für das
Lagerfafspichen mit einer directen Leitung η
für die Feuergase in den oberen Theil des Rauchabführungsrohres versehen.
Der Schirm F dient zur Ansaugung des dem Lagerrohr entströmenden Rauches. Die Verbindung
zwischen dem unteren Theil des Rauchabführungsrohres ρ mit dem oberen q erfolgt
durch die Stützen r.
Ein Ueberrohr s kann beim Pichen von Transportfä'ssern in die Höhe geschoben werden
, wodurch die Rauchableitung zwischen ρ und q geschlossen ist.
In Fig. 2 erfolgt die Durchführung des Lagerfafsrohres durch das Rauchabsaugerohr E horizontal
und vertical.
Das Rauchabsaugerohr E besitzt seitlichen Deckelverschlufs d. Nach Entfernung dieses
Deckels d wird durch diese OefFnung das Kniestück α eingeführt, welches einerseits einen
festsitzenden Flantsch b und andererseits ein Gewinde c aufgeschnitten hat. Das Gewindeende
des Kniestückes α wird durch die entsprechende Oeffhung des Rauchabsaugerohres E
nach aufsen geführt und hierauf der Schraubenflantsch g für Anschlufs an den Koksofen
angebracht. Das Kniestück α besitzt ebenfalls einen cylindrischen Ansatz i, in welchem eine
Welle f fest verschraubt oder sonst stabil befestigt wird, die durch das Rauchabsaugerohr E
nach aufsen führt und in der Pfanne oder dem Lager k der Stützsäule D frei beweglich ist.
Der Saugstutzen G für das Lagerfafs mit dem beweglichen Ueberrohr und Trichter F
ist auf dem Deckel d befestigt.
Das Kniestück m besitzt ebenfalls einen Ansatz η für directe Zuleitung von Feuergasen in
das Rauchabsaugerohr.
Eine Tieferstellung des Lagerfafsrohrtheiles C kann in der Weise geschehen, dafs nach Abnahme
des Deckels d das Zwischenrohrstück t entfernt und der Deckel d in umgekehrter
Stellung befestigt wird, wodurch der Saugstutzen G mit F für die directe Verbindung der
zwei Kniestücke d und m passend wird.
Sowohl bei Fig. ι wie bei Fig. 2 ruht das Rauchabsaugerohr auf der Sohlplatte u, welche
cylindrische Durchbohrung besitzt und auf der Welle ν frei beweglich ist. Diese Welle ν hat
ihren Stützpunkt einerseits in der Säule Z), andererseits in einem Ansatz H, welcher am
Koksofen befestigt ist. Bei beiden Apparatconstructionen erfolgt die Zuleitung der Feuergase
unter den Pechkessel P durch Rohr M und die Ableitung der abgängigen Heizgase
aus dem Raum unter dem Pechkessel P in das Rauchabsaugerohr E durch die Leitung N.
R ist die Ableitung des Rauches aus dem mit Haube O versehenen Pechkessel P.
B ist die Zuleitung der Feuergase in die Transportfässer.
e ist die Absaugeleitung des Rauches aus den Transportfässern.
Claims (2)
1. Bei der unter Nr. 64130 geschützten Pichmaschine
die Combination des Rauchabsaugerohres E mit der Lagerfafsentpich-Rohrleitung
derart, dafs letztere quer und zwar entweder gerade (Fig. 1) oder im
Winkel (Fig. 2) durch das erstere hindurchgeleitet, wird und beide durch abstellbare
Ausgangsdüsen, sowie durch besondere Rohrleitungen communiciren, zum Zweck
directer Zuleitung von Feuergasen in das Rauchabsaugerohr.
2. An der unter 1. gekennzeichneten Entpichmaschine die Anordnung, die Lagerfafs-Entpichrohrleitung
(C) derart unabhängig von dem Rauchabsaugerohr (E) durch dasselbe hindurch zu leiten, dafs beiden
Röhren freie Beweglichkeit gegen einander ermöglicht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80839C true DE80839C (de) |
Family
ID=353361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80839D Active DE80839C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80839C (de) |
-
0
- DE DENDAT80839D patent/DE80839C/de active Active
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