DE80790C - - Google Patents

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DE80790C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/36General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using mordant dyes ; using metallisable dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1894 ab.
Die Erfindung betrifft ein Beizverfahren, bei welchem Zinnsäure (Zinnoxyd) Anwendung findet.
In der Färberei wird gewöhnlich Zinnchlorid angewendet, um Zinnsäure auf der zu färbenden Faser zu befestigen. Dieselbe macht indessen im Laufe der Zeit die Faser in dem Malse spröde und brüchig, dafs sie mehr oder weniger zerstört wird.
Nach dem neuen Verfahren wird dieser verderbliche Einflufs der Zinnsäure auf die Faser dadurch auf wirksame Weise beseitigt, dafs man den mit Zinnsäure gebeizten Faserstoff mit einem chemischen Mittel behandelt, welches sich mit der Zinnsäure zu einem unlöslichen oder schwer löslichen Salz verbindet.
Das chemische Mittel, welches man dazu verwendet, um auf diese Weise gewissermafsen die Zinnsäure zu neutralisiren, ist ein Metalloxyd, welches in irgend einer der nachstehend aufgeführten Formen benutzt werden kann:
1. als lösliches Salz einer organischen Säure,
2. als lösliches Salz einer anorganischen Säure in alkalischer Lösung,
3. als Oxyd oder Hydroxyd im basischen Zustande,
4. als Doppelsalz.
Als besonders vortheilhaft hat sich folgende Ausführungsform des Verfahrens erwiesen: Nachdem man den Faserstoff mit den Zinnsalzen behandelt hat, läfst man ihn durch ein Bad aus einem löslichen Bariumsalz hindurchgehen, welches (am besten mittelst Ammoniaks) alkalisch gemacht ist, oder durch ein aus Bleiacetat hergestelltes Bad.
Es ist bekannt, dafs einige Metalle mit Zinnsäure lösliche Salze bilden. Auf diese Metalle bezieht sich die vorliegende Erfindung nicht, sondern nur auf diejenigen Metalle, welche sich mit der Zinnsäure zu unlöslichen oder schwer löslichen Salzen verbinden.
Das Mengenverhältnifs des bei Bereitung dieses neutralisirenden Bades erforderlichen Metalloxyds ergiebt sich aus der Zusammensetzung der entstehenden Zinnsäureverbindung.
Zur Bildung der Zinnsäureverbindung auf der Faser können benutzt werden:
ι. Salze organischer Säuren, z. B. Essigsäure, Oxalsäure, Weinsäure und eines Metalloxydes, z.B. Monoxydes, wie Bariumoxyd, Bleioxyd, oder Sesquioxydes, wie Chromoxyd.
2. Salze einer anorganischen Säure in ammoniakarischer Lösung, also .von Metallen, welche von Ammoniak nicht gefällt oder im Ueberschufs gelöst werden, z. B. Chlorbarium, Chlormagnesium, Chlormangan, Kupfernitrat.
3. Basische Metalloxyde oder Metallhydroxyde, z. B. die Hydrate der Erdalkalien und die frisch gefällten Hydroxyde der Schwermetalle, z. B. Magnesiumhydroxyd oder frisch gefälltes Eisenhydroxyd.
4. Doppelsalze von Erdalkalien oder Schwermetallsalzen mit Alkalisalzen, z. B. Magnesium-Ammoniumchlorid, Mangan-Ammoniumchlorid.
Ueberhaupt kommen hierbei folgende Elemente in Betracht: Barium, Strontium, Calcium,
Magnesium, Aluminium, Chrom, Eisen, Mangan, Zink, Nickel, Kobalt, Blei, Kupfer, Kadmium, Wismuth, Quecksilber, Arsen, Antimon und Zinn.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren, Faserstoffe behufs nachherigen Färbens mit Zinn zu beizen, darin bestehend, dafs man die Faser in eine Zinnsäurelösung einbringt und alsdann der Einwirkung eines metallischen Oxydes bezw. Salzes aussetzt, welches mit der Zinnsäure ein in Wasser, alkalischen oder Säurelösungen unlösliches oder schwer lösliches Salz bildet.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäfs Anspruch i., bei welcher Bleiacetai verwendet wird.
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