DE807487C - Fahrradgestell aus Leichtmetall - Google Patents
Fahrradgestell aus LeichtmetallInfo
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Description
- Fahrradgestell aus Leichtmetall Die Gestellteile von Fahrrädern, d.li. die Rahmen und Gabeln, werdeu gewöhnlich aus durch Schweißen oder Hartlöten miteinander verbundenen Stahlrohrstöcken hergestellt. Solche Rohrrahmen sind verhältnismäßig schwer, und es bedarf erheblicher Sorgfalt und einer ziemlich kostspieligen Einrichtung, uni (las Verschweißen und Verlöten der einzelnen Teile so vorzunehmen, dalß eine sichere Verbindung gewährleistet wird. Aus diesem Grunde sind derartige Rahmen vergleichsweise teuer. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, größere Rahmeneinheiten einstöckig aus Blechteilen auszustanzen, aber auch bei diesem Verfahren kommt inan um die Notwendigkeit, Schweißverbindungen vorzusehen, nicht herum, weil auf jeden Fall der Lenkerkopf und das Tretkurbellager nicht durch Stanzen hergestellt werden können, sondern nachträglich angefügt «erden müssen. Außerdem sind aus Profilblechen hergestellte Rahmen kaum leichter als Rohrrahmen. Da nun ein Bedürfnis zur Herstellung leichterer Falirriider zweifellos besteht, wurde auch schon der Vorschlag gemacht. Leichtmetall, insbesondere Aluminiumlegierungen, als Baustoffe für Rahmen und Gabeln von Fahrrädern zu verwenden. Dabei ging man ebenso wie bei der Herstellung von Stahlrahmen bis jetzt stets von Blechen oder anderen Walzwerkerzeugnissen aus, aus denen inan Teilstücke der Rahmen formte, die dann zusammengefügt werden mußten. N; un macht aber das haltbare Zusammenfügen von Aluminium- oder gar Magnesiuniteilen bekanntlich erheblich größere Schwierigkeiten als das Zusammenfügen gleichartiger Stahlteile, und es ist deshalb nicht verwunderlich, (laß die bisher gemachten Vorschlä4e zur Herstellung von Leichtmetallfahrrädern sich nicht durchsetzen konnten.
- Gemäß der Erfindung wird nun ein vollkommen neuer Weg insofern beschritten, als vorgeschlagen xN ird, bei Fahrradgestellen aus Leichtmetall die @estelltrile nicht wie früher aus Blechen oder ProtiIsti;cl, eii ztisaniiitenztisetzen, sondern sie ztt gie(.,en und insbesondere sie im Druckgießverfahren als dünnwandige Stücke mit offenen Otier->clinittsfo@rtneti von vorzugsweise U-, T- oder doppel-T-I(')rniiS,en" Profil herzustellen. Bis jetzt bestand gegen die _\nwetidung von Gußteilen für so hochbeanspruchte Teile, wie Fahrradgestelle, ein starkes Vorurteil, weil nicht genügend berücksichtigt wurde, claß der Unterschied zwischen den Festigkeitseigenschaften gegossener und knetverformter Erzeugnisse bei Leichtmetallwerkstoffen schon an sich nicht so kraß ist wie bei Stahl und daß bei einem Vergleich nicht die an sich guten Festigkeitseigenschaften der Profilteile, sondern die in der Regel weit schlechteren ihrer Verhindungsstellen in Urtracht zti ziehen sind, weil die Festigkeit eines Bauteils nie größer sein kann als die Festigkeit seiner schwächsten Stelle.
- Beien I:rfin<ltin"rsgegenstand entfällt die Notwendigkeit. Schweiß- oder Lötverbindungen vorzusehen, vollständig, wenn man zusammen-Teile. z. B. den das Hinterrad, das Tretl,tirlicllager, die Sattelstütze und den Lenkerkopf tragenden Rahmen, als einstöckige Gußstücke herstellt. Solche einstöckigen Gußstücke können außerdem noch Zubehörteile, wie z. B. die die Räder teilweise abdeckenden Verkleidungen (Schutzbleche), mit tinifassen. Besonders beanspruchte Teile, wie z. l). Lager, können dabei durch eingegossene Stücke aiis anderen Werkstoffen, z. B. aus Bronze ()der Stahl. bewehrt oder auch ganz gebildet sein.
- Zur llerstellting der Gestellteile ist jedes Gießverfahren einschließlich der sogenannten Warmbei denen von zähflüssigem Metall atis<@e;@an@@cn wird, an-,vendbar. Besonders zwecl:-mäl.iig ist es. die Teile im Druckgießverfaliren herzustcll,n. weil sich hierbei auch bei dünnen Wandstürken große Festigkeiten ergeben.
- Ein von der Erfinderin im Druckgießverfahren aus I-lektronmetall hergestellter Fahrradrahmen, der so kmistruiert war, daß er denselben Belastungen und lleansl>ruchungen standhalten konnte, die nian einem Stahlrohrrahmen üblicher Bauart zumutet, tvog utn 4811/o, also beinahe um die Hälfte weniger als ein vergleichbarer Stahlrahmen, und selbst ein komplettes Rad, bei dein der Lenker, der Sattel, tlie Tretkurbel. die _tchsen und die Reifen dieselben waren wie bei einem gewöhnlichen Fahrrad, wog itiuner noch um .[oo'o weniger als ein Ganzstahlrad normaler llauart. In der Zeichnung sind als .\usführungsbeispiele des Erfindungsgegenstands in Fig. i und 2 ein einstöckig gegossener Fahrradrahmen im Auf- und Grundriß und in Fig. 3 und 4 eine einstöckig gegossene Fahrradgabel in Seitenansicht und Längsschnitt dargestellt. Der in Fig. i dargestellte Rahmen i umfaßt den Lenkerkopf 2, die Sattelstütze 3, das Tretkurbellager ¢, die Hinterradgabel 5 und die Radverkleidung 6. Alle diese Teile sind einstöckig zusammengegossen und weisen im wesentlichen ein doppel-T-förmiges Profil auf, dessen Wandstärke zwischen 2 und 3 'um liegt. In den Lenkerkopf 2 und das Tretkurbellager :I ist je eine Büchse 7 bzw. 8 eingegossen.
- Die in den Fig. 3 und .4 gezeigte Vorderradgabel ist als einteiliges Gußstück -zusammen mit der Radverkleidung io und dein in den Lenkerkopf eingreifenden Rohr i i hergestellt. Das Rohr i i besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus Stahl und ist in den hopf der Gabel 9 eiligegossen.
Claims (6)
- PATE\TA\SYHi'CfiE; i. Fahrradgestell aus Leichtmetall, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestellteile aus gegossenen, insbesondere aus im Druckgießverfahren hergestellten dünnwandigen Stücken finit offenen Ouerschnittsformen bestehen.
- 2. Fahrradgestell nach :\rispruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die tragenden Gestellteile U-, T- oder doppel-T-förmige Profile aufweisen.
- 3. Fahrradgestell nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Hinterradlager, das Tretkurbellager. die Sattelstütze und den Lenkerkopf tragende Rahmen einstöckig gegossen ist.
- Fahrradgestell nach _\nspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der, einstöckige Ralinien außerdem noch eine das Hinterrad teilweise abdeckende Verkleidung (Schutzblech) mit einschließt.
- 5. Fahrradgestell nach _\iispruch i und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderradgabel mit einer das Vorderrad teilweise abdeckenden Verkleidung (Schutzblech) ein einziges Gußstück bildet.
- 6. Fahrradgestell nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß besonders beanspruchte Teile durch eingegossene Stücke aus anderen Werkstoff en, z. l:. aus Bronze oder Stahl, bewehrt bzw. gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44048A DE807487C (de) | 1949-05-28 | 1949-05-28 | Fahrradgestell aus Leichtmetall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44048A DE807487C (de) | 1949-05-28 | 1949-05-28 | Fahrradgestell aus Leichtmetall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE807487C true DE807487C (de) | 1951-06-28 |
Family
ID=7380003
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP44048A Expired DE807487C (de) | 1949-05-28 | 1949-05-28 | Fahrradgestell aus Leichtmetall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE807487C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3804342A1 (de) * | 1988-02-12 | 1989-08-24 | Klaue Hermann | Aus leichtmetall- oder thermoplastdruckguss hergestelltes fahrrad |
-
1949
- 1949-05-28 DE DEP44048A patent/DE807487C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3804342A1 (de) * | 1988-02-12 | 1989-08-24 | Klaue Hermann | Aus leichtmetall- oder thermoplastdruckguss hergestelltes fahrrad |
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