DE80692C - - Google Patents
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- DE80692C DE80692C DENDAT80692D DE80692DA DE80692C DE 80692 C DE80692 C DE 80692C DE NDAT80692 D DENDAT80692 D DE NDAT80692D DE 80692D A DE80692D A DE 80692DA DE 80692 C DE80692 C DE 80692C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C13/00—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
- B22C13/10—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for pipes or elongated hollow articles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Rohrformmaschine ist in beiliegenden
Zeichnungen zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der Formmaschine.
In Fig. ι a ist ein Detail aus Fig. 1 herausgezeichnet,
welches eine Ansicht des mit der Formmaschine in Verbindung stehenden Schablonirapparates
darstellt.
Fig. 2 zeigt eine Rückansicht der Formmaschine.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt gezeichnet.
Fig. 3 a zeigt im Schnitt ein Rohr mit eingeführtem Kern.
Fig. 4 ist ein Grundrifs der Rohrformmaschine.
Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Ausleer- und Vertheilungsschnecke, welch erstere derart geformt
ist, wie sie zum Befreien des Abgusses vom Formsande benutzt wird.
Fig. 5 a zeigt im Grundrifs die Vertheilungsschnecke.
.Fig. 6 zeigt den Schablonirapparat in einer Seitenansicht und theilweisem Schnitt durch
den Schablonenkopf und die hohle Welle, wobei die Schablone in der fertigen Rohrform
sammt schablonirtem Flantsch dargestellt ist.
Fig. 7 ist eine Vorderansicht des Apparates.
Fig. 8 zeigt den Apparat im Grundrifs und der genauen Stellung, wie derselbe an der
Formmaschine angebracht ist.
In Fig. 9 ist die Schablone mit angeschraubten Schablonenmessern im Grundrifs abgebildet.
Fig. 10 zeigt die Schablone von unten und Fig. 11 zeigt dieselbe in der Seitenansicht.
Die Giefserei ist derart eingerichtet, dafs sich in derselben ein mit festgestampftem Formsand
gefüllter Formkanal K der ganzen Länge nach hinzieht.
Auf beiden Längsmauern des Formkanals sind auf Traversen T die Schienen S angebracht,
auf welchen sich die mit Laufrädern versehene Formmaschine bewegen kann.
Auf zwei Mauervorsprünge V, Fig. 3, sind
gufseiserne Bodenplatten P gelegt, in welchen Löcher P1 in gleichmäfsiger Entfernung zur
Aufnahme der verschiedenen Rohrbestandtheile angebracht sind.
Ueber diesen Löchern sind als Fortsetzung derselben im Formsande Formlöcher P2 angeordnet,
welche zur Aufnahme der von der Maschine erzeugten Rohrform dienen.
Die Entfernung der Formlöcher von einander bezw. die Stärke der Sandwand zwischen
je zwei Formlöchern richtet sich nach dem Durchmesser der Formschnecke J und nach
der Bündigkeit des zur Verfügung stehenden Formsandes.
Ursprünglich werden die Formlöcher folgendermafsen erzeugt:
Entweder benutzt man beim Einstampfen des Formkanals K zwei Holzcylinder, welche
man auf die Löcher der Bodenplatten P senkrecht aufstellt, wobei man zwischen das nächste
Loch und den Holzcylinder eine seitlich verspreizte Holzwand vorsetzt, damit der Formsand
nicht abrutschen kann, worauf man diesen Theil des Formkanals mit der Hand einstampft.
In die Sand wände, welche als Stütze für das Formen der Rohrform dienen, werden beim
Einstampfen Eisenstäbe R1" in entsprechender
Anzahl eingelegt, wie es aus Fig. ι und 4 ersichtlich
ist. Auf diese Weise wird der ganze Kanal durch Wiederholung des oben beschriebenen
Vorganges vollgestampft, wobei die beiden Holzcylinder, welche im Durchmesser der
Schnecke J gleich sind, beim Einstampfen eines Theiles herausgezogen und auf die nächsten
zwei Formlöcher gestellt werden. Oder man zeichnet sich an den Kanalwänden die Breite
der Sandzwischenwände der Formlöcher an, um die Eisenstäbe richtig einlegen zu können,
und stampft den Kanal bis hinauf der ganzen Länge nach voll, wobei die Löcher in den
Bodenplatten mittelst Holzdeckel von unten zugemacht werden, um das Herunterfallen des
Formsandes zu verhüten.
Zum Erzeugen der Formlöcher benutzt man in diesem Falle die später beschriebene Ausleermaschine,
welche die Formlöcher ausbohrt, wobei der in der hohlen Schnecke befindliche
überschüssige Formsand durch das Loch der Bodenplatte herunterfällt und von da weggeschafft
wird.
Durch die Reihenfolge der Arbeit entfällt dieser Vorgang, da nach jedem Abgufs das
Rohr herausgehoben wird, und das gebliebene Loch wieder als Formloch dient.
Der Antrieb, sowie auch die Fortbewegung der Formmaschine geschieht im vorliegenden
Falle durch einen Seiltrieb, wobei das Seil auf den Leitrollen R1 der Maschine zugeführt wird.
Das Seil wird zwischen den Scheiben A über die Seilscheibe B geführt, welche die Drehung
an das Räderpaar C C und durch dieses auf die verticale Welle α mit Hülfe der an ihr
befindlichen Räderpaare DD, EE und FF
überträgt.
Um das Vor- und Rückwärtsarbeiten, sowie auch das Abstellen der einzelnen Theile zu
ermöglichen, sind die auf der Welle α befindlichen Räderpaare mit Ausrückkuppelungen b1
bezw. b.y und bs versehen.
■ Das oberste Räderpaar D D treibt mittelst der horizontalen Welle b und der auf der
anderen Seite befindlichen Räderübersetzung c c das konische Räderpaar G an. Das gröfsere
konische Rad dieses Räderpaares G ist nach oben mit einem Hals G1 versehen, der in dem
Ständer G2 der Formmaschine gelagert ist; nach unten ist es in einen hohlen Cylinder G3
ausgebildet, der in dem unteren konischen Rad H geführt ist.
Das Innere des Rades G bildet einen langen ausgedrehten Cylinder G3, welcher in der
ganzen Länge mit einem Keil m, Fig. 3, versehen
ist, der in die Nuth der Formschnecke / pafst, so dafs beim Drehen des Rades G dieselbe
mitgenommen wird, zugleich aber ein Gleiten derselben in der Höhenrichtung ermöglicht
ist.
Das bereits erwähnte konische Rad H wird von dem Räderpaar EE durch Welle c\ die
dreifache Räderübersetzung K1 und das konische
Rad H1 angetrieben.
Das Rad üf ist nach unten mit einem Hals H2
versehen, der in dem Maschinengestell gelagert ist und dessen unteres Ende die Vertheilungsschnecke
L trägt.
Das Innere dieses konischen Rades ist schraubenmutterartig ausgebildet zur Aufnahme der
Formschnecke J, welche infolge der Drehung des Rades H und je nach der Drehungsrichtung
entweder gehoben oder gesenkt wird.
Die unterste konische Räderübersetzung FF
dient zur Weiterbewegung der Formmaschine, indem sie die Drehbewegung mittelst der Welle d,
des Kettenrades d{, der Kette rf2 und des Ketten-1
rades d.A auf die' Welle di überträgt, welch
letztere zwei Zahnräder d5 trägt, die . in die
Zahnkränze R1' der Laufräder R eingreifen.
Ferner wird durch diese Räderübersetzung FF der späterhin eingehend beschriebene Schäblo/Ftirapparat
angetrieben.
/Der wichtigste Theil der Formmaschine ist die For.mschnecke /.
/Der wichtigste Theil der Formmaschine ist die For.mschnecke /.
Es ist dies ein hohler, mit schraubenförmigen Windungen versehener Metallcylinder, dessen
Aeufseres glatt gedreht oder gefeilt ist, damit der Formsand leicht daran gleitet. Das untere
Ende dieser Formspindel verläuft in einen Konus, welcher das Heraustreten des Formsandes
erleichtert; an diesen Konus schliefst sich ein Hohlzapfen J1 mit der daran leicht
drehbar angebrachten Rohrschablone T1 an
(Fig. 3), welche durch den eingedrehten Ring U an demselben festgehalten wird. \
Ist die Schnecke zum Entfernen des Formsandes von dem fertigen gekühlten Abgufs,
also zum .Ausgraben oder Ausleeren bestimmt, so hat sie unten eine Schneide α, Fig. 5, womit-~sie
das Rohr aus der Form herausbohrt.
/ Die Formarbeit der Maschine vollzieht sich in folgender Weise:
/ Die Formarbeit der Maschine vollzieht sich in folgender Weise:
Die Formmaschine befindet sich über einem Formloch P2, in welches die Formschnecke J
heruntergelassen wird, so dafs die Rohrschablone T1 aus der Oeffnung P1-. der Bodenplatte
herausragt, wie es aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Auf die Rohrschablone T1 werden dann
mittelst einer auf Schienen beweglichen Hebemaschine X, Fig. 2 und 3a, die Platten mit
Muffen- oder Flantschmodell Y aufgesteckt und mit den an der Bodenplatte angebrachten
Schrauben e angeschraubt. Der mittelst einer Schnecke oder eines anderen Apparates der
Formmaschine zugeführte Formsand wird in den Trichter P2', Fig. 1, 2 und 4, aufgenommen,
von wo er mittelst der Speisewalze Q, Fig. 4, in den unteren Trichter Q1 abgelassen wird, wo
er mittelst der Vertheilungsschnecke L an die Formschnecke / angedrückt und von dieser
nach unten mitgenommen wird.
Die Drehung der Schnecke J erfolgt durch
das obere konische Rad G, wobei das untere Rad H in derselben Richtung, aber etwas verzögert,
nachläuft.
Durch das konische Rad H, welches schraubenmutterartig die Formschnecke J umfafst, wird
dieselbe je nach der Drehungsrichtung entweder gehoben oder gesenkte
Die Geschwindigkeit, mit welcher sich die Formschnecke nach abwärts bewegt, ist durch
Umwechselung der Räderübersetzung K1 regulirbar und hängt von dem Durchmesser des
zu formenden Rohres ab, so dafs bei Rohren mit kleinerem Durchmesser die Aufwärtsbewegung
eine langsamere sein mufs, weil mehr Formsand zum Formen nothwendig ist (infolge
des gröfseren auszufüllenden Raumes der Formlöcher P2), welchen die Formschnecke herunterschaffen
mufs, während beim grofsen Durchmesser des zu formenden Rohres aus umgekehrtem
Grunde die Bewegung eine schnellere ist. Beim Rohrformen dreht sich die Formschnecke
J von links nach rechts und preist den von dem Trichter Q1 zugeführten Formsand
gegen die Bodenplatte und das dort befindliche Modellstück Y, wobei die Formschnecke,
immer höher steigend, den Formsand gegen die nachgezogene Rohrschablone T1 prefst, bis sie
den Trichter Q1 erreicht, wo die Maschine abgestellt wird. Um die Fortbewegung der Formmaschine
zu ermöglichen, wird der bis in den Trichter Q1 hineinragende Formsand mit der
Formschnecke bis unter den Trichter geprefst, worauf die Schnecke gänzlich in den Trichter
gezogen . wird. Nunmehr erfolgt die Weiterfahrt der Formmaschine zur nächsten Formstelle.
Durch Einschaltung der Kuppelung bei dem Kettenrade d} bewegt sich die Maschine zur
nächsten Formstelle, wo sich die oben bereits beschriebene Formarbeit wiederholt.
. Die an der Bodenplatte angeschraubte Modellplatte Y wird abgenommen und durch einen
glatten Deckel ersetzt.
Ist dies geschehen, so tritt der am Hintertheil der Formmaschine befindliche Schablonirapparat
in Thätigteit, der sich bei der'ersten Rohrform befindet, während die Formschnecke
über der zweiten Formstelle steht, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Dieser Schablonirapparat vollendet
dann die beschriebene Rohrform. Derselbe (Fig. 6. bis ι o) besteht aus dem Ständer ax ,
der unten mit einem Kreuz- und Drehsupport versehen istj welche es ermöglichen, dafs mittelst
zweier Hebel W1 und n% die Schablone bi in
die Rohrform genau eingestellt werden kann. Der untere Theil der Schablone bA hat im
Querschnitt die Form und Gröfse des geformten Rohres und läuft unten konisch aus.
Der obere Theil besteht aus dem Kopf, welcher an die Hohlspindel g angeschraubt
wird und an welchen zwei Arme angegossen sind, die zur Aufnahme der Schablonen O1
und O2 dienen.
Die zwei Schablonen O1 und O2 haben die
'genaue Form der Rohrflantschen; woran sich weiter die Abstufung für den Rohrschlufs anschliefst,
welche zur Aufnahme des Oberkastens C1, Fig. 3 a, mit dem abgeformten Rohrkopf
bestimmt ist.
Die Schablonen O1 und O2 sind unten mit
einer messerartigen Schneide versehen, welche beim Drehen den Formsand wegschneidet und
vermöge ihrer Stellung denselben nach auswärts schleudert, wobei . der in der Rohrform
befindliche Untertheil der Schablone das Herunterfallen
des Formsandes in die Rohrform verhindert.
In dem Ständer α, gelagert, befindet sich eine zweitheilige hohle Welle f und g, deren
beide Theile mittelst einer Kuppelung mit einander verbunden sind, und an deren unterem
Theil, an einen Flantsch angeschraubt, die Schablone bt sich befindet.
Der obere Theil der hohlen Welle g ist mit einer Zahnstange 1 versehen, in welche ein
Zahnrad 3 eingreift, das sich auf einer Spindel befindet. Dieselbe besitzt auf einer Seite ein
Sperrrad 2 und auf der anderen eine Kurbel w, mit welcher die Spindel sammt der Schablone bt
gehoben oder gesenkt werden kann, während das Sperrrad sie in jeder beliebigen Höhe hält.
Der Antrieb des Schablonirapparates geschieht, wie schon erwähnt wurde, von der untersten
horizontalen Welle d mittelst drei Paar konischer Räder/j g^ und /c, von denen die zwei ersten
Paare fx und g1 an dem drehbaren Ständer h
angeordnet sind (Fig. ia).
Die Welle i ist in dem Ständer h und dem konischen Rade g1 verschiebbar, so dafs dem
Schablonirapparat jede Bewegung gestattet ist.
Das konische Räderpaar k befindet sich in dem Ständer des Schablonirapparates, wobei
das eine Rad k mit verticaler Welle an > dem Ständer angekuppelt ist; die Bohrung des Rades
ist mit einem Keil versehen, mittelst dessen die in dem Rade verschiebbare hohle Welle g gedreht
wird.
Damit alle Rohre von gleicher Länge abgeformt sind, ist am oberen Ende der Hohlspindel
ein Mafsrohr Wi1 angebracht, welches
zwischen zwei Rollen m2 geführt wird.
Die Rollen m2 sind unter einander mit Zahnrädern
W3 verbunden. Auf der einen Achse der Rolle befindet sich eine Kurbel Z, mit
welcher man vor dem Schabloniren das Mafsrohr herunterlassen und nach demselben wieder
heraufheben kann.
Will man mit dem Apparat arbeiten, so läfst man zuerst mittelst der Kurbel / zwischen den
beiden Rollen m.2 das Mafsrohr W1 bis auf das
äufserste Ende durch die Hohlspindel f g her-
unter, worauf der obere Deckel zugeklappt wird. Hierauf wird der Apparat in Gang gesetzt
und die Schablone mittelst der Kurbel u langsam heruntergelassen, wobei dieselbe ihre
Arbeit so tief verrichtet, bis das Mafsrohr mx sowohl am unteren als auch am oberen Deckel
anstöfst und somit das Schabloniren abschliefst; das Mafsrohr und die Schablone werden nun
auf ihre frühere Stelle gebracht.
Sind alle diese Formarbeiten verrichtet, so wird die Rohrform mit aufgelöstem Graphit
bestrichen, dann mit Kohlen- oder Gasfeuer getrocknet, worauf der untere Deckel, welcher
ein Loch für die Kernspindel hat, angeschraubt und oben der Formkasten C1 mit dem Rohrkopf
aufgesetzt wird.
Der Rohrkern o, welcher aus einer gufseisernen
Kernspindel und daran angebrachten Lehmschicht besteht, wird von oben in die Rohrform eingeführt, wobei der Zapfen aus
dem unteren Formdeckel herausragt; auf den oberen Zapfen der Kernspindel wird der Bügel q
aufgesetzt, welcher mittelst Bolzens und Keile an dem Formkasten C1 befestigt ist und die
Kernspindel ο genau in der Mitte der Rohrform hält.
In beiden Zapfen der Kernspindel sind Schlitzlöcher für Keile angebracht, mit welchen dieselbe
sowohl oben als auch unten fesfgekeilt wird, wodurch die Rohrform ein solides Ganzes
bildet.
Bei Flantschrohren ist der Kern gerade und aus einem Stück, während bei Muffenrohren
derselbe abgesetzt und aus zwei Theilen gemacht ist.
Dementsprechend sind auch die unteren Formdeckel geformt.
Während für Flantschrohre der Deckel mit einer glatten Lehmschicht versehen ist, ist bei
Muffenrohren am Deckel der Kern für die Muffe mit abgeformt, welcher mit dem oberen
verbunden ein Ganzes bildet.
Ist die Rohrform auf diese Weise fertig geworden, so wird das Rohr abgegossen. Der
Abgufs bleibt so lange stehen, bis er genügend abgekühlt ist, um durch die Ausleermaschine
von dem Formsand freigemacht zu werden.
Nachdem man Bügel q und den oberen Spindelzapfen durch Abschrauben entfernt hat,
fährt man mit der Maschine über den Abgufs, so dafs derselbe in die Mitte der Schnecke J
zu stehen kommt.
Die Ausleermaschine ist in ihrer Anordnung der Formmaschine gleich, mit Ausnahme der
Schnecke, die nach Fig. 5 geformt ist, und des Trichters Q', welcher so hoch gestellt ist, um
über den Rohrkopf hinweg zu kommen.
So wie die Formmaschine von unten nach oben gearbeitet hat, so arbeitet jetzt die Ausleermaschine
in umgekehrter Richtung von oben nach unten, wobei durch gleichmäfsiges Heruntersteuern
des konischen Rades if die Schnecke den Sand um den Abgufs herum wegnimmt
und in den Trichter Q1 hinaufschafft, von wo derselbe, durch die Vertheilungsschnecke L gegen
den Ausfallstutzen gedrängt, in die untere Schnecke s fällt, welche denselben nach der
Sandbereitung schafft, wo er zum Formen wieder hergerichtet wird.
Ist die Schnecke bei ihrer Arbeit bis knapp an die Bodenplatte angelangt, so wird die
Schnecke mit dem in ihr befindlichen Sand gerade heraufgehoben, wobei der Sand in dem
Trichter Q1 abgelöst und durch den Transporteur weggeschafft wird, worauf man mit der
Maschine zum nächsten Abgufs fährt, wo sich der soeben beschriebene Vorgang wiederholt.
Das auf diese Weise freigemachte Rohr wird mit dem Krahn herausgehoben und nach der
Gufsputzerei geschafft, wo es von dem Formsand vollständig gereinigt wird.
Zum Formen und Ausleeren kann eine und dieselbe Maschine, sowie auch eine und dieselbe
Formschnecke benutzt werden, indem man der Formschnecke auf dem einen Ende die entsprechende Form nach Fig. 5 giebt. In
diesem Falle wird nach geschehener Formarbeit die Schnecke umgedreht und als Ausleerschnecke
benutzt.
Bei einem Grofsbetrieb wird stets auf einem Formkanal eine Formmaschine und hinter derselben
eine Ausleermaschine arbeiten.
Für Rohre von kleinem Durchmesser werden Formmaschinen von zwei, drei und mehreren
Formschnecken und ebensolcheAusleermaschinen construirt, da sonst Maschinen mit nur einer
Formschnecke zu klein und zu leicht wären.
Ferner wird es sich empfehlen, Rohre über 700 mm im Durchmesser im Formkasten mittelst
Formmaschine zu formen und durch Oeffnen der zweitheiligen Formkästen die Rohre auszuleeren,
weil von den grofsen Rohren nicht so viel Stücke kommen und dieselben wegen Auskühlen viel längere Zeit in der Form bleiben
müssen.
Die Formlöcher in dem mit Formsand gefüllten und festgestampften Formkanal kann
man im Anfang mit der Ausleerschnecke erzeugen, was späterhin entfällt.
Wenn man die ganzen Vortheile der vorangehend beschriebenen Maschine summirt, so ist
nach Angabe des Erfinders folgendes beachtenswerth:
1. Grofse mechanische Leistung, indem jede Schnecke in höchstens 10 Minuten ein Rohr
formt und zum Ausleeren dieselbe Zeit braucht.
2. Die grofse Anzahl Rohrmodelle ist auf die kurzen Rohrkaliber vermindert, bei denen
es genügt, wenn man von jeder Gattung ein Stück hat, da man mit demselben in 10 Arbeitsstunden
60 und auch mehr Rohrformen erzeugen kann.
Claims (1)
- 3· Die Formkästen erspart man sich vollständig.4. Grofse Raumersparnifs.Pat en τ-An s ρ rüche:i. Eine Rohrformmaschine, welche mittelst einer oder mehrerer Formschnecken (J) formt, indem jede Formschnecke den heruntergeschraubten Formsand gegen das an ihrem unteren Ende befestigte Modellstück (JT1J preist, während Schnecke und Modellstück allmälig in die Höhe gezogen werden.Eine Abänderung der Maschine nach Anspruch 1., bei welcher die mit Schneide versehene und ohne Modellstück ausgeführte Schnecke zum Herausbohren des Formsandes nach erfolgtem Gufs des Rohres dient.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80692C true DE80692C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80692D Active DE80692C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80692C (de) |
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- DE DENDAT80692D patent/DE80692C/de active Active
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