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Füllbleistift Die Erfindung betrifft einen Füllbleistift und besteht
itn «wesentlichen darin. claß er zwei gelenkig miteinander verbundene "heile besitzt,
die sich zu einem prismatischen oder zylindrischen Körper mit kegeliger Spitze ergänzen,
Wollei diese Spitze an dem einen Schenkel angebracht und die Mine in diesem Schenkel
verschiebbar ist.
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Durch die Erfindung wird in vorteilhafter Weise ein Füllbleistift
geschaffen, der sich durch seine vielseitige Verwendungsweise auszeichnet.
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Vor allem kann der nette Füllbleistift in einfacher «'eise dadurch
als Zirkel verwendet werden. daß an dein freien Ende des Schenkels ohne Mine eine
Zirkelspitze angebracht ist. Dabei kann eine Beschädigung der Tasche zweckmäßig
dadurch vermieden werden, daß bei zusammengeklappten Schenkeln die Zirkelspitze
in einem Einschnitt der Bleistiftspitze liegt.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in der einfachen Führung
der Mine, die in einem Schieber stecken kann, der in einer offenen Rinne auf der
Innenseite des einen Sclietikels verschiebbar ist. Ein Zurückschieben der Mine beim
Schreiben wird zweckmäßig dadurch verhindert. (laß die Rinne mit Einschnitten versehen
ist und der unter der Wirkun- einer Feder stehende Schieber in diese H=inschnitte
einrastet.
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Des weiteren kann der 1?rfindungsgegenstand in vorteilhafter Weise
dadurch zum Zeichnen von Winkeln verwendet werden, daß der eine Schenkel nach einer
bestimmten Schwenkung, beispielsweise um 270", an einem Anschlag anliegt. auch kann
das Schenkelgelenk zweckmäßig mit Rasten versehen sein. so .(1a13 die Schenkel dann
in verschiedenen @\'inkelstellungeii eingestellt werden können.
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Vin den neuen Füllbleistift als \feßstali verwenden zti können, können
die Schenkel vorteilhaft mit einer Maßeinteilung versehen sein. Selbstverstiincllich
kann der ßrfindtingsgegenstand Insbesondere in prismatischer Form auch als Lineal
verwendet
werden. Damit hierbei die Schenkel aufgeklappt werden
können und das Gelenk dann nicht stört, kann dieses zweckmäßig so ausgebildet sein,
daß es über die Seitenkanten der Schenkel nicht vorsteht.
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Außerdem kann der Erfindungsgegenstand in vorteilhafter Weise dadurch
mit einer Schreibfeder ausgerüstet und so auch als Federhalter benutzt werden, daß
in einer Schlitzführung der Bleistiftspitze eine Schreibfeder verschiebbar ist.
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Ferner kann der neue Füllbleistift mit Vorteil dadurch als Wasserwaage
ausgebildet sein, daß zweckmäßig auf der Innenseite des einen Schenkels, und dadurch
vor Beschädigung geschützt, eine Libelle angeordnet ist.
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Die Klemmwirkung, die die beiden Schenkel insbesondere in der Nähe
ihres Gelenkes auf eine zwischen ihnen liegende Rasierklinge ausüben, kann vorteilhaft
dadurch zur Verwendung des Erfindungsgegenstandes als Radier-, Trennmesser usw.
oder auch zum Abziehen der Rasierklingen ausgenutzt werden, daß die Schenkel in
der Nähe des Gelenkes mit einer Einrichtung zum Festklemmen einer Rasierklinge,
z. B. kurze Zapfen auf der einen und entsprechende Vertiefungen auf der anderen
Seite, versehen sind.
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Schließlich kann insbesondere bei größeren Ausführungsformen des neuen
Füllbleistiftes der Körper desselben zur Aufnahme von weiteren, etwa beim Zeichnen
benötigten Gegenständen, wie z. B. Radiergummi, Ersatz- oder Farbminen usw., dienen,
die dann in Ausnehmungen auf der Innenseite der Schenkel untergebracht sein können.
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Insgesamt stellt der Erfindungsgegenstand somit ein überaus vielseitig
verwendbares, aber trotzdem billiges Gerät dar, das bei Schülern, Studenten, Handwerkern,
Technikern usw. vorteilhafte Anwendung finden kann. Die glatte Außenseite des Schenkels
ohne Minenführung eignet sich außerdem zum Anbringen von Werbeinschriften, so daß
der neue Füllbleistift insbesondere im Hinblick auf seinen hohen Gebrauchswert und
seine verhältnismäßig geringen Herstellungskosten mit Vorteil auch für Werbezwecke
verwendet werden kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung beispielsweise an einer
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar zeigt Fig. i eine Ansicht des
neuen Füllbleistiftes etwa in natürlicher Größe mit verschiedenen Schenkelstellungen,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das vordere Ende des Bleistiftes in einem größeren
Maßstabe, Fig. 3 einen Querschnitt. hierzu nach A-A der Fig. 2 und Fig. 4 einen
solchen nach B-B.
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Hierin bezeichnen i und 2 zwei bei 3 gelenkig miteinander verbundene
Schenkel aus geeignetem Werkstoff, insbesondere Leichtmetall, die mit ihren Innenseiten
dicht aneinander anliegen und sich zu einem insgesamt etwa quadratischen Querschnitt
ergänzen. Der eine Schenkel i trägt an seinem freien Ende eine kegelige Spitze 4,
die von dem Gesamtquerschnitt ausgeht, so daß ihre eine Hälfte Tiber den Schenkel
i vorsteht. An diese schließt sich das freie Ende des anderen Schenkels 2 dicht
an. An diesem ist eine Zirkelspitze 5 zweckmäßig aus Stahl fest angebracht, z. B.
eingeschraubt, die sich bei zusammengeklappten Schenkeln 1, 2 in einen entsprechenden
Einschnitt 6 der Bleistiftspitze 4 legt. Sie paßt sich in ihrer Form dem Verlauf
der Spitze 4 an und ist in ihrer Länge zweckmäßig so bemessen, daß ihre Spitze über
jene ein wenig vorsteht, so daß mit dem Zirkel auch sehr kleine Kreise gezeichnet
werden können.
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Auf der Innenseite des Schenkels i ist eine offene Rinne 7 vorgesehen,
die sich in einer Durchbohrung der Bleistiftspitze 4 fortsetzt. Sie ist mit sägezahnartigen
Einschnitten 8 versehen, die als Rasten für einen Schieber 9 dienen. An diesem ist
ein Stift io befestigt, der den Schenkel i in einem Längsschlitz ii durchdringt.
An seinem freien Ende ist unterhalb eines Knopfes 12 eine kleine Blattfeder 13 befestigt,
die sich an dem Schenkel i in einer Ausnehmung 14 abstützt. Dabei sind die Abmessungen
dieser Teile zweckmäßig so getroffen, daß der Knopf 12 nicht oder nur wenig über
die Außenkante des Schenkels i vorsteht. Das vordere Ende des Schiebers 9 ist als
federnde Hülse 15 ausgebildet und in diese eine Mine 14 eingeschoben. In dem freien
Ende des Schenkels i ist eine Schlitzführung 17 für eine Schreibfeder 18 vorgesehen,
die mittels eines in einem Schlitz i9 beweglichen Knopfes 2o in ihrer Führung verschiebbar
ist. Auf der Innenseite des Schenkels 2 ist eine Rinne 21 für die aus der Rinne
7 vorstehende Hälfte des Schiebers 9 und der Mine 16 vorgesehen.
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Auf der einen Seitenfläche der Schenkel i und 2 ist eine Zentimetereinteilung
22 angebracht. Dabei kann der neue Füllbleistift, wie dargestellt, zweckmäßig so
bemessen sein, daß seine Schenkel 1, 2, in eine Gerade aufgeklappt, genau einen
viertel Meter ergeben.
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Beim Einführen der Minen in die Hülse 15 wird der Schieber 9 durch
Drücken auf den Knopf 12 soweit als möglich nach dem Gelenk 3 zu geschoben. und
die beiden Schenkel 1, 2 werden aufgeklappt. Dadurch liegt der Schieber 9 mit der
Hülse 15 offen in der Rinne 7, und die Mine 16 kann ohne weiteres in die Hülse 15
gesteckt werden. Beim Schreiben oder Zeichnen wird der Schieber 9 dann so weit nach
vorne geschoben, daß die Spitze der :Mine 16 ein kleines Stück über die Bleistiftspitze
4 vorsteht. Beim Bewegen des Schiebers 9 wird durch den Druck auf den Knopf
12 die Wirkung der Feder 13 ausgeschaltet und der Schieber 9 ausgerastet.
Beim Schreiben und Zeichnen dagegen drückt die Feder 13 die Vorsprünge des Schiebers
9 fest in die Rasten 8 und verhindert so, daß der Schieber 9 zurückgedrückt wird.
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Wie in Fig. i in strichpunktierten Linien veranschaulicht ist, können
die Schenkel 1, 2 beim Zeichnen von Winkeln in einem rechten oder beliebigen Winkel
oder hei der Verwendung des neuen Füllbleistiftes als Lineal oder \leßstab in einer
Geraden eingestellt werden.
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Das Aufklappen der dicht aufeinanderliegenden Schenkel 1, 2 kann dadurch
erleichtert werden, daß
an dem einen an der Innenkante ein Einschnitt
vorgesehen ist, in den beim Aufklappen der Daumennagel eingreift.
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Anstatt für die Unterbringung der Schreibfeder 18 die Schlitzführung
17 in der Bleistiftspitze 4 anzuordnen, kann der Erfindungsgegenstand in vorteilhafter
Weise auch so ausgebildet sein, daß einerseits die Bleistiftspitze auf der dem anderen
Schenkel 2 zugekehrten Seite in Längsrichtung abgeflacht und in Querrichtung gewölbt
ist, während andererseits das freie Ende des Schenkels 2 mit der Zirkelspitze die
Bleistiftspitze, sich der Wölbung derselben anschmiegend, zu einer kegeligen Spitze
ergänzt und in dem ausgehöhlten Schenkelende eine Schreibfeder verschiebbar angeordnet
ist.
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Damit die Zirkelspitze 5 einerseits bei zusammengeklappten Schenkeln
i, 2 über die Spitze des Schenkels i nicht vorsteht und andererseits mit dem neuen
Zirkel auch sehr kleine Kreise gezeichnet werden können, kann die Zirkelspitze 5
vorteilhaft mit ihrem Schaft in dem Schenkel 2 verschiebbar und z. B. in der Weise
in herausgezogener Stellung feststellbar sein, daß der Schaft an einem abgefederten
Anschlag einrastet.