DE80577C - - Google Patents

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DE80577C
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Germany
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regulator
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L31/00Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
    • F01L31/02Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves
    • F01L31/04Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves with positively-driven trip levers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. September 1894 ab.
Jede Kulissensteuerung, bei welcher das Gleitstück in der Kulisse vom Regulator verstellt wird, hat den Nachtheil, dafs Rückwirkungen vom Gleitstück auf den Regulator stattfinden, sobald die Kulisse mit der Normalen zur Antriebsrichtung des Gleitstückes einen Winkel einschliefst, der gröfser ist als der Reibungswinkel der Materialien des Gleitstückes und der Kulisse.
Die Vermeidung so bedeutender Schrä'gsfellungen der Kulisse führt zu grofsen Längen derselben und infolge dessen zu grofsen Regulirbewegungen bezw. Regulatorhüben.
Ein weiterer Uebelstand der Kulissensteuerungen liegt noch darin, dafs jeder Punkt der Kulisse mit Ausnahme des gerade geführten Punktes eine lemniskatenähnliche Curve beschreibt.
Diese Nachtheile sollen nach vorliegender Erfindung dadurch beseitigt werden, dafs die Geradführung des Steines in der Kulisse ersetzt wird durch eine Lenkergeradführung.
Fig. ι stellt eine derartige Steuerung schematisch dar. Die Schwinge DHE ist im Punkte D gerade geführt und wird in den Punkten D und G von den Excentern e1 und e8 angetrieben.
Anstatt den Theil D G der Schwinge behufs Füllungsänderung zur Kulisse auszubilden, wird der Angriffspunkt B der Antriebsstange t für den Einlafsschieber durch ein Lenkersystem in der Geraden D G geführt.
A B ist der Hauptlenker,
C D der Gegenlenker.
A wird von der Schwinge A E annähernd gerade geführt.
Der Punkt B beschreibt in jeder Lage, welche er durch das Lenkersystem erhalten kann, eine lemniskatenähnliche Curve. Liefse man den Regulator unmittelbar in B angreifen, so wären die Rückwirkungen die gleichen wie bei der Kulisse. Durch Einschaltung des kurzen Lenkers FB, wobei F gerade geführt wird, sind die Rückwirkungen in den beiden Endstellungen des Punktes B in G und D vollständig beseitigt und in den Zwischenlagen sind sie auf ein sehr geringes Mafs herabgemindert.
In Fig. ιa stellt der Bogen bl den relativen Weg des Punktes B1 gegenüber D vor, der Bogen b ist der relative Weg, den B1 bei festgehaltenem Punkte F1 beschreiben würde. Die Rückwirkungen betragen blos die Differenz der Pfeilhöhen beider Bögen.
Fig. 2, 3 und 4 veranschaulichen eine constructive Ausführung des obigen Schemas.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Steuerung bei einer Dampfmaschine. Die Schwinge besteht aus dem mit Nabe η versehenen Hebel D E und dem auf der Nabe η fest aufgekeilten Hebel D H mit Zapfen G. Die Nabe selbst ist im gerade geführten Theile k k drehbar gelagert, kk wird im Gelenkt vom Excenter e\ die Schwinge DEH am Zapfen G vom Excenter e2 bethätigt.
Der relative Fixpunkt H steuert die Auslafsschieber mit von der Füllungsänderung unbeeinflufsten Ausströmungsverhältnissen.
Um die Rückwirkungen der Einlafssteuerung auf den Regulator zu vermeiden, ist der Gegenlenker C D als Excenterscheibe s, der Hauptlenker A B als Excenterring r augebildet. Die Scheibe s ist mit dem Zapfen \ conaxial zur
Drehungsachse der Schwinge in der Nabe η derselben drehbar gelagert. Der Excenterring r trägt den als Angriffspunkt für die Antriebsstange t der Einlafsschieber dienenden Zapfen B, welcher mittelst des bei F gerade geführten Lenkers B F mit dem Regulatorgestänge verbunden ist.
Die zur Erzeugung der Excenterreibung nothwendige Reaction wird hervorgerufen durch die Feder /, welche den Excenterring r und die Excenterscheibe s mit ihren Stirnflächen gegen einander preist. Die Feder f wird so stark angezogen, dafs die Reibung der Stirnflächen und die Reibung am Umfange des Excenters der Kraft in der Antriebsstange t das Gleichgewicht hält, sodann ist der Regulator von jeder Rückwirkung der Einlafssteuerung frei und vermag mit geringer Kraft die Steuerung im Sinne der Rückwirkung der Einlafssteuerung zu verstellen.
Während jener Hälfte der Umdrehung, wo die Verstellung der Steuerung der Stangenkraft entgegengesetzt wäre, ist der Regulator durch die Summe der Reibung und der Stangenkraft gebremst. Die dargestellte Ausführungsform befreit also nicht blos den Regulator von den Rückwirkungen der Steuerung, sondern wirkt auch noch wie eine Oelpumpe bremsend auf die beschleunigten Massen des Regulators.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Zwangläufige, vom Regulator beeinflufste Steuerung für Corlifsdrehschieber, dadurch gekennzeichnet, dafs die sonst gebräuchliche gerade Schleife, die den Angriffspunkt B der Einlafssteuerung auf der Strecke D G der Schwinge D H zn führen hätte, durch eine im Angriffspunkte D des zweiten Antriebsexcenters e1 in der Richtung k-k gerade geführte Lenkergeradführung AB CDE ersetzt ist, die den Punkt B parallel zu D G gerade führt.
    Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Steuerung, bei der zur Vermeidung von Rückwirkungen des steuernden Punktes B auf den Regulatorangriffspunkt F ein an letzterem Punkte senkrecht zur Bewegungsrichtung des Angriffspunktes D gerade geführter Lenker B F eingeschaltet ist. Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Steuerung, bei der die Glieder C D und A B der Lenkergeradführung als Excenter s und Excenterring r ausgebildet sind und zur Vermeidung der Rückwirkung auf den Regulator in einem der Kraft in der Antriebsstange t angepafsten Grade (beispielsweise mittelst nachspannbarer Feder f) gegenseitig gebremst werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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