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Kabelanschlußklemme Vielfach -,verden zum Anschließen von elektrischen
Leitungen an eine elektrische Batterie, z. B. Akkumulatoren, Klemmen benutzt, welche
mit einem als Klemmschelle ausgebildeten Teil um einen elektrisch leitenden, frei
liegenden Zapfen der Batterie geklemmt werden und in einem meist rechtwinklig abstrebenden
Arm eine zweite, schwächere Klemme zum Anschließen des Leitungsdrahtes aufweisen.
Die Klemmen sind dabei stromleitend.
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Hierbei bildet sich häufig der L`belstand heraus, daß die Klemme mit
dem Anschlußzapfen der Batterie sich so fest durch Korrosion verbindet, daß ein
Öffnen der Klemme nach Lösen der Klemmschraube sich nur mit Gewalt ermöglichen läßt.
In der Regel wird man versuchen, die Schelle durch Eintreiben eines `Meißels o.
dgl. in den Klemmenschlitz zu spreizen. Solcher rauhen Behandlung sind die Akkumulatoren
nicht gewachsen und erleiden oft erhebliche Beschädigungen.
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Dem Übel zu begegnen ist man schon dazu übergegangen, die eigentliche
unmittelbare Batterieklemme zweiteilig zu machen und die beiden Teile irgendwie
gelenkig oder scharnierartig zu verbinden. Es ist nun zwar leichter, die Schelle
zu lösen, aber es bedarf immer noch eines Werkzeuges und einer wenn auch geringeren
Kraftaufwendung, die sich auf die Batterie ungünstig auswirken kann. Immer ist der
Aufwand an Werkstoff bei einer zweiteiligen Klemme wesentlich größer als bei einer
Schelle. Während diese den Anschlußzapfen ringbandförmig umfaßt und nur an einer
Seite Nocken zur Aufnahme der Klemmschraube hat, müssen zweiteilige Klemmen außerdem
noch gegenüber der Klemmschraube besondere Verbindungsteile der Schellenhälften
aufweisen, Gelenke oder Scharniere, die erheblichen Werkstoffaufwand erfordern.
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Die Zweiteiligkeit der Klemme hat aber auch noch den weiteren Nachteil,
daß ein Teil bei gelöster Schelle leicht in Verlust geraten kann, der doppelt empfindlich
ist, wenn eine Klemmenreparatur am Akku eines Kraftwagens unterwegs stattfinden
muß, wo die Platzverhältnisse einen Verlust begünstigen und eine Ersatzschelle wohl
kaum jemals mitgeführt wird. Als drittes leicht verlierbares Stück kommt noch die
Klemmschraube hinzu.
Der Umfassungswinkel einer einteiligen Klemme,
die ja nichts anderes ist als eine dickwandige Rohrschelle, beträgt fast 36o°, während
der Umfassungswinkel einer zweiteiligen Klemme wesentlich kleiner ist. Im selben
Verhältnis stehen die Kontaktflächen in dem einen bzw. anderen Falle.
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Erfindungsgemäß ist die Aufgabe, die aufgeführten Mängel zu beseitigen,
in der Weise gelöst, daß bei einer normalen einteiligen Klemme nach Art einer Rohrschelle
die als Zugschraube beim Schließen der Klemme wirksame Klemmschraube beim Öffnen
der Klemme als Druckschraube wirksam ist, welche die Klemme offen spreizt und vom
Anschlußzapfen löst.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß ein Lappen der Schelle als Mutter für die Klemmschraube und der andere Lappen
als Lager für einen verjüngten Zapfenteil der Klemmschraube ausgebildet ist: Als
Klemme kann nun wieder die bekannte ungeteilte Schelle Anwendung finden, deren Schraube
z. B. beim Drehen im Uhrzeigersinne die Schelle schließt, beim Drehen im entgegengesetzten
Sinne zwangsläufig öffnet. Letzteres geschieht sanft und mit absolut sicherem Erfolg.
Irgendein zweites Werkzeug, außer dem selbstverständlich anzuwendenden Schraubenschlüssel,
wird nicht benötigt. Eine Beschädigung irgendwelcher Teile beim Lösen der Klemme
kann nicht eintreten.
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Die Klemmschraube ist aber auch gleichzeitig unverlierbar.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
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Fig. i zeigt eine Vorderansicht der Klemme, Fig. 2 eine Draufsicht.
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Auf dem Gehäuse a eines Akkumulators befindet sich ein Anschlußzapfen
b für einen elektrischen Draht c. Die Verbindung desselben mit dem Zapfen b geschieht
durch eine Doppelklemme, welche nach Art einer Schelle d den Zapfen b umfaßt und
in einer rechtwinklig abstrebenden Schelle den Draht c zwischen der festen Klemmlasche
e und der losen Klemmlasche f aufnimmt.
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Die Klemme entspricht soweit völlig dem Bekannten. In bekannter Weise
geschah das Schließen der Schelle d durch eine Klemmschraube, welche durch Augen
der Schellenlappen g, h frei hindurchgeführt war und an beiden Enden Muttern
hatte.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung dient der Lappen h als Mutter
für eine Schraube i und der Lappen g als Lager für einen stufenförmig abgesetzten
Zapfen y der Schraube i, der am Stirnende mit einer Scheibe k vernietet ist, die
sich gegen den Lappen g abstützt. Auf diese Weise ist der Zapfen j zwar drehbar,
aber axial unverschiebbar im Lappen g gelagert.
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Wird die beispielsweise rechtsgängige Schraube i im Sinne des Uhrzeigers
gedreht, so schließt sich die Schelle d; die Schraube wirkt als Zugschraubeschließend.
Bei umgekehrt gedrehter Schraube stützt sich der Gewindeschaft der Schraube i gegen
die innere Stirnfläche des Lappens g und zwingt beide Lappen g und h auseinander;
die Schraube wirkt als Druckschraube öffnend.
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Die Schraube ist auch durch die beschriebene Anordnung unverlierbar
geworden.
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Die Erfindung beruht somit auf dem Kontrast, daß die Schiaube i in
einem der Schellenlappen ein Lager nach Art einer Mutter findet und drehbar und
axial verschiebbar ist, während sie im anderen Schellenlappen zwar drehbar, aber
nicht axial verschiebbar gelagert ist, oder, kurz gesagt, daß die Schraube i sowohl
ala Zugschraube schließend wie als Druckschraube öffnend auf die Schelle d einwirkt.
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Eine Modifikation der Erfindung kann darin bestehen, daß auch der
Zapfen f mit Gewinde versehen und über den Lappen g nach außen verlängert ist und
eine Mutter trägt, die zunächst an Stelle der Scheibe k als Abschluß des Zapfens
y' dienen kann, die aber auch als Mittel zum Schließen der Schelle d dienen könnte,
sofern zwischen dem Ansatz der Gewindeschraube i und der inneren Stirnfläche der
Lappen g noch Platz zum Anzug gelassen wird, wobei dann die Schraube i als Druckschraube
nur zum Lösen der Schelle dienen würde.
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Bei einer solchen Anordnung bzw. Aufteilung der Funktionen der Gesamtschraube
würde der Zapfen j im Lappen g sowohl drehbar als auch axial verschiebbar sein.
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Mit m ist eine Gegenmutter bezeichnet, die das ungewollte Lösen der
Schraube i verhindern soll.