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Kappe aus Holz und Drahtseil, insbesondere für den Streckenausbau
im Bergbau Die Erfindung bezieht sich auf eine Kappe aus Holz und Drahtseil, insbesondere
für den Streckenausbau im Bergbau. «-elche zum Ersatz der bisher im Berghau gebräuchlichen
eisernen Kappschienen in der flachen Lagerung bestimmt und hei geringerem Gewicht
in der Anschaffung und im Gebrauch billiger als letztere ist.
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Für den Streckenausbau iii Flözen finit flacher Lagerung ist bereits
ein Dralitseilfirstenaushau bekannt, hei welchem über Quetschhölzer auf den Stempelköpfen
Drahtseile in der Länge von 5 bis 6 m parallel zum Kohlenstoß verspannt werden.
Die Drahtseile untereinander können durch Spitzen überbrückt werden. Deingegeniiber
bezieht sich die Erfindung auf eine Kappe aus Holz und Drahtseil.
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Kappen aus Holz und Drahtseil sind gleichfalls vereinzelt bekannt.
Diese Kappen sind jedoch Holzkappen. die durch ein schwaches Rundseil verstärkt
sind.
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Bei der erfindungsgemäßen Kappe bildet das Drahtseil (las tragende
Element und der Holzkörper ist lediglich :Mittel zur Erzielung der Strecklage des
Drahtseiles. Hierdurch ist eine Drahtseilkappe geschaffen. die einerseits vor ihrem
Einbau die gleiche Starrheit wie eine Holzkappe und eine eiserne Kappschiene aufweist
und sich daher wie diese hantieren läßt, ohne aber anderseits das hohe Gewicht der
Kappschiene und die geringe Tragfestigkeit der Holzkappe zu besitzen, so daß gegenüber
den Kappschienen eine erleichterte Hantierungsmögliclikeit und gegenüber den Holzkappen
eine größere Festigkeit Begehen ist. Darüber hinaus besteht gegenüber
den
beiden bekannten Kappenarten der weitere Vorteil, daß die Seilkappen erheblich leichter
und schneller wieder instand gesetzt werden können als Kappschienen. Letztere müssen
zur Wiederinstandsetzung zutage gefördert und gerichtet werden, während die Drahtseilkappen
am Betriebspunkt eine neue Holzlage erhalten können. Holzkappen lassen sich nicht
wieder instand setzen.
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Die erfindungsgemäße Kappe läßt sich aus neuen und aus abgelegten
Seilen herstellen. Auch die Sicherheitsverhältnisse erfahren durch die Seilkappe
eine Verbesserung. Während die Kappschiene beim Überschreiten ihrer Tragfähigkeit
ohne vorherige Warnung plötzlich hereinbricht, so daß häufig schwere Unfälle und
Streckenbrüche eintreten, warnt die Seilkappe beim Überschreiten ihrer Tragfähigkeit;
denn bekanntlich reißen bei einem Seil nicht alle Litzen gleichzeitig, sondern die
Litzen reißen nacheinander. Jeder Litzenriß meldet sich durch einen Ton. Beim Auftreten
solcher Warntöne können die Leute sich in Sicherheit bringen oder erforderlichenfalls
die Strecke durch Unterzüge absichern.
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Es können für die erfindungsgemäße Seilkappe sowohl stärkere Flachseile
als auch stärkere Rundseile verwandt werden. Die Seile werden über die Unterseite
des Holzkörpers gespannt, wobei die Unterseite der Überspannung angepaßt ist.
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Es lassen sich aber auch schwächere Rundseile zur Bildung der Kappen
heranziehen, indem mehrere Rundseile in der zur Erzielung der gewünschten Festigkeit
der Kappe notwendigen Anzahl über die Unterseite des Holzkörpers gespannt werden.
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Die Enden des Holzkörpers sind erfindungsgemäß unterseitig abgesetzt
und mit einer die Stirnseite abdeckenden sowie mit einer Abwinklung in die Absetzung
sich einlegenden Bewehrung versehen, wobei die Seilenden auf der Unterseite gegen
die Bewehrung geklemmt sind. Die Bewehrung und Festklemmung der Seilenden anderBewehrunghaben
zur Folge, daß sich das Seil unter dem Holzkörper bei einer Belastung und eintretendem
Durchbiegen zunächst glattzieht und länger wird. Gleichzeitig drücken sich die Bewehrungswinkel
in das Holz ein. Letztere biegen sich bei der Durchbiegung weniger stark als der
übrige Kappenteil. Auf diese Weise erhält das tragende Seil der Kappe einen Durchhang,
der die Tragfähigkeit des Seiles erheblich steigert. Ein Abrutschen des Seiles von
den Seilauflageflächen verhindern die an den Kappenenden unterseitig vorstehenden
Klemmlaschen in Verbindung mit dem Holzkörper.
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Zwischen den Holzkörperenden sind zweckmäßig weitere Seilfestlegungen
am Holzkörper vorgesehen. Bei Flachseilen lassen sich für diese Zwischenbefestigungen
dünne Seilstücke verwenden, welche die Unterseite der Kappe umfassen und mittels
Krampen an den Seiten des Holzkörpers festgelegt sind, während für Rundseile vorzugsweise
Schellenbänder Verwendung finden.
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Die Rundseilkappen weisen anschließend an die Absetzungen in dem Holzkörper
gerundete Nuten für die Einlage der Rundseile auf. Es empfiehlt sich für Rundseile,
die Seilenden ringartig zu fassen und in die gefaßten Seilenden einen Stift oder
Rundkeil einzutreiben. Durch die Stifte oder Keile werden die Enden sicher in der
Fassung festgelegt, während die Fassung ein gutes Widerlager für die Enden an der
Bewehrung darstellt.
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Die Ringfassung jedes Rundseiles läßt sich mit Vorteil durch einen
Zylinder mit nach der Bewehrung des Holzkörpers sich keilförmig verjüngendem Außenumfang
bilden. Durch diese Rundkeile wird in der Vorspannung der Seile eine größere Nachgiebigkeit
erreicht, so daß sich bei einsetzendem Druck ein größerer Durchhang und damit eine
Erhöhung der Tragfähigkeit ergeben.
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Die Seilenden können mit ihren Endbefestigungen verschweißt sein.
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Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsbeispiele der
Erfindung.
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Abb. i läßt eine eingebaute Kappe vor dem Eintritt einer Belastung
erkennen; Abb. 2 zeigt die belastete Kappe; Abb. 3 gibt eine mit Flachseil ausgerüstete
Kappe in Längsansicht wieder; Abb. q ist ein Schnitt nach der Linie I-1 in Abb.
3 ; Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 11-II in Abb. 3 ; Abb.6 verdeutlicht eine
Rundseilkappe mit einem Rundseil in Längsansicht und teilweisem Schnitt; Abb. 7
gibt einen Schnitt nach der Linie 111-11I in Abb. 6 wieder; Abb. 8 zeigt den gleichen
Schnitt einer etwas abgeänderten Ausführungsform; Abb. 9 ist ein Schnitt nach der
Linie IV-IV in Abb. 6 ; Abb. io läßt in Längsansicht und teilweisem Schnitt eine
mit mehreren schwächeren Rundseilen ausgerüstete Kappe erkennen.
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Abb. i i stellt einen Schnitt nach der Linie V-V in Abb. io dar; Abb.
12 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI in Abb. i o.
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Nach dem Einbringen, aber vor dem Auftreten einer Belastung hat die
Kappe i die aus Abb. i ersichtliche Form. Zur Abstreifung der Holzpfeiler 2, und
3 bis zur endgültigen Einspannung der Kappe sind in die Holzpfeiler die Keile 4
eingetrieben. Letztere bewirken in Verbindung mit dem Holzkörper der Kappe die Versteifung
der Pfeiler. Beim Auftreten einer Belastung nimmt die Kappe die in Abb. 2 wiedergegebene
Lage ein. Der Holzkörper der Kappe biegt sich unter der Belastung durch, wobei die
bewehrten Kappenenden nicht so stark abgebogen werden. Infolge der Durchbiegung
des Holzkörpers strafft und längt sich das Seil. Gleichzeitig wird die Endbewehrung
5 des Holzkörpers in das Holz gezogen. Die Folge hiervon ist, daß das Seil Durchhang
erhält und belastungsfähiger wird.
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Die Seilkappe gemäß Abb. 3 bis 5 besteht aus dem Holzkörper 6 und
dem Flachseil 7. Die Unterseite des Holzkörpers, die von dem Flachseil überspannt
ist,
ist abgeflacht. An den Enden ist die Unterseite des Holzkörpers etwas abgesetzt.
Die Stirnenden sind mit einer Bewehrung 8, in Abb. i und 2 mit 5 bezeichnet, aus
Winkeleisen versehen. Der eine Schenkel der Bewehrung liegt in der Absetzung und
gleicht letztere aus. Er ist mit Schrauben 9 versehen, die dem Anziehen einer Lasche
io zum Festklemmen der Seilenden dienen. -fit den Laschen und dem Bewehrungswinkeleisen
sind die Seilstirnenden verschweißt. Die Schweißnaht ist mit i i bezeichnet. Zwischen
den Enden des Holzkörpers ist das Flachseil noch mehrmals am Holzkörper festgelegt.
Als Festlegungsmittel dienen dünne Drahtseilstücke 12, welche die Unterseite des
Holzkörpers umfassen und mit Krampen 13 an den Seiten des Holzkörpers festgelegt
sind.
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Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 bis 9 zeigt eine mit einem starken
Rundseil 14 ausgerüstete Kappe. Hier sind die Enden des Holzkörpers auf den Unterseiten
etwas stärker abgesetzt, so daß der Schenkel des Bewehrungswinkels die Absetzung
nicht ausgleicht und sich zwischen den Absetzungen eine gerundete Nut 15 zum Einlegen
des Rundseils vorsehen läßt. Die Seilenden sind über Schellenbänder 16 an den Schenkeln
17 der Bewehrungswinkel festgeklemmt. In Abb. 6 und 7 ist außerdem eine Schelle
18 als Ringfassung um jedes vorstehende Seilende gelegt. Mit diesen Schellen sind
die Stirnenden des Seiles verschweißt. In das gefaßte Seilende ist ein Stift i9
eingetrieben.
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An Stelle der Schellen 18 können die Seilenden auch von einer Ringhülse
20 gefaßt sein, wobei in das Seilende ein Rundkeil 21 eingetrieben ist. Die Stirnenden
des Seiles sind hier mit der Ringhülse und dem Rundkeil verschweißt.
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Zwischen den abgesetzten Enden des Holzkörpers ist das Seil durch
mehrere Schellenbänder 22 am Holzkörper festgelegt.
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Bei dem in Abb. io bis 12 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei
schwächere Rundseile 23 vorgesehen, für welche zwischen den Absetzungen des Holzkörpers
je eine gerundete Nut 24 vorgesehen ist. In der Festklemmstelle der Seilenden ist
ein Klemmfutter 25 angeordnet. Außerdem weist die untere Klemmlasche io einen abgewinkelten
Schenkel 26 mit Durchlässen für das Seil auf. Die über die Klemmstelle vorstehenden
Seilenden sind von Hülsen 27 gefaßt, welche sich keilförmig nach der Bewehrung zu
verjüngen. Stirnseitig sind die Seilenden mit den Hülsen verschweißt. In jedes Seilende
ist ein Rundkeil 28 eingetrieben, dessen Stirnende gleichfalls mit dem Seilende
verschweißt ist. Zwischen den Klemmstellen sind die Seile durch mehrere Schellenbänder
29 am Holzkörper festgelegt.