DE80336C - - Google Patents

Info

Publication number
DE80336C
DE80336C DENDAT80336D DE80336DA DE80336C DE 80336 C DE80336 C DE 80336C DE NDAT80336 D DENDAT80336 D DE NDAT80336D DE 80336D A DE80336D A DE 80336DA DE 80336 C DE80336 C DE 80336C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measurement
plates
measuring
counters
long
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT80336D
Other languages
English (en)
Publication of DE80336C publication Critical patent/DE80336C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C15/00Surveying instruments or accessories not provided for in groups G01C1/00 - G01C13/00

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Tape Measures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. August 1894 ab.
Das vorliegende Zählerbesteck mit Längenablesung hat den Zweck, bei der Linienmessung mit dem Mefsbande von ι ο und 20 m Länge, sowie bei der Lattenmessung mit zwei 5 in langen Latten die zurückgelegte und gemessene Strecke bis auf 10 bezw. 20 m jederzeit zu erkennen, festzuhalten und ein geschützter Aufbewahrungsort für die bei der Messung gebräuchlichen eisernen Stäbe — Zähler genannt — zu sein. In beiliegender Zeichnung ist ein solcher Apparat in zwei Ausführungsformen dargestellt.
In der Ausführung Fig. 1 bis 4 besteht der Apparat aus folgenden losen Theilen:
ι. zehn Zählern a,
2. zwei zusammengelötheten Kasten b c,
3. zwei Zahlenscalen d,
4. 25 Platten e mit den Nummern von ι bis 25, 25 Platten e mit den geraden Zahlen von 2 bis 50, und zwei nicht beschriebenen Platten,
5. einem Keil f mit Kettchen f1 und Haken/2 und
6. einem (nicht dargestellten) Leibriemen.
Die zehn Zähler α sind die bei der Längenmessung bisher gebräuchlichen Markirstäbe.
Die beiden Kasten b c bestehen aus Blech und haben zweckmäfsig eine trapezförmige Gestalt.
Der gröfsere soll in geeigneten Führungen, Fig. i, die Zähler α aufnehmen, während der an der Vorderseite des gröfseren angelöthete kleinere Kasten c einer Reihe von Blechplatten e als Behälter dient. Am oberen vorderen Theil des Kastens b ist ein zehntheilig geringelter Messingdraht g und unter diesem eine Blechführung d1 für die Zahlenscala d angebracht. Am Boden des Kastens befindet sich, um das Durchstofsen zu vermeiden, ein Stück Leder, während an der hinteren Seite eine Führung h für einen um den Leib zu schnallenden Riemen vorgesehen ist.
Der kleinere Kasten c ist oben frei, vorn und unten theilweise durchbrochen. An der Hinterwand befindet sich ein Vorsprung i (Fig. 3), damit die Platten e einen gewissen Abstand haben, der zur leichteren Aufnahme des Messingkeils/und zur bequemeren Einschiebung der vorderen Platte hinter die letzte dient.
Je nach der Messung mit einem 20 m oder 10 m langen Mefsbande und zwei 5 m langen Latten werden in die Blechführung dY Zahlenkasten d eingeschoben, deren Zahlen bei der Messung mit dem 20 m langen Band wie folgt lauten: 2, 4, 6, 8, 1, 2, 4, 6, 8, 2 = 20, 40, 60, 80, 100, 120, 140, 160, 180, 200 m (Fig. 2.). Bei der Messung mit einem iom langen Band lauten die Zahlen wie folgt: 1, 2, 3>, 4, 5, 6> 7> 8> 95 10 = 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100 m. Bei der Messung mit einem 20 m langen Bande werden die geraden Zahlen e von 2 bis 50, bei der Messung mit dem 10 m langen Bande oder zwei 5 m langen Latten die Zahlen 1 bis 25 eingeschoben.
Aufser den numerirten Platten enthält der kleine Kasten c noch eine nicht numerirte
Platte. Diese hat den Zweck, die bei der Linienmessung gebrauchten und nicht gebrauchten Platten von einander zu trennen, wodurch eine schnelle zahlenrichtige Ordnung der Platten erzielt wird.
Wie Fig. 2 erkennen läfst, werden die Platten e durch einen Keil/ in dem Kasten c festgehalten. Das untere Ende des Keiles/ ist zugespitzt, während das obere mit einer Kette/1 und einem Karabinerhaken/2 in Verbindung steht. Bei Nichtgebrauch wird der Haken/2 in einen seitlichen Ring/3 eingehakt (Fig. 2 in Punktirung).
Vor Beginn der Messung müssen die Platten e zahlenrichtig geordnet werden, d. h. sie müssen bei der Messung mit dem 20 m langen Bande in der Reihenfolge 2 = 200, 4 = 400, 6 = 600 bis 50 = 5000 bei der Messung mit dem ι ο m langen Bande oder zwei 5 m langen Latten 1 (100), '2 (200), 3 (300) u.'s. w. bis 25 (2500) auf einander folgen. Die erwähnte unbeschriebene Platte mufs jedoch die erste sein. Nachdem nun die richtige Zahlenscala d eingeschoben ist, kann mit der Messung begonnen werden. Ist der Apparat beispielsweise in der auf der Zeichnung dargestellten Weise geordnet, wobei die Platten e jedoch noch von der unbeschriebenen Platte gedeckt sind, so schnallt der hintere Arbeiter an dem (20 m langen) Mefsband den Apparat um und giebt dem vorderen Arbeiter an dem Mefsband die zehn Zähler a. Sobald die ersten 20 m gemessen sind, tritt der hintere Arbeiter, nachdem der vordere in der Linie vorwärts geschritten ist, an den ersten Zähler, welchen der vordere Arbeiter gesteckt hat, heran, stöfst einen Mefsbandstab an Stelle des Zählers und steckt den Zähler selbst in das erste Loch des Apparates, an welchem sich die Zahl 2 = 20 m befindet; so geht es weiter, bis alle Zähler in dem Apparat sind, d. h. bis eine Strecke von 200 m gemessen ist.
Diese Länge von 200 m wird an dem kleinen Kasten c dadurch vermerkt, dafs der Träger des Apparates zunächst den Keil/ entfernt, dann die unbeschriebene Platte hinter die hinterste Platte schiebt und den Keil wieder einsetzt. Sobald die unbeschriebene Platte entfernt ist, kommt die Zahl 2 = 200 zum Vorschein. Die Messung wird in der beschriebenen Weise von Neuem fortgesetzt, und sobald der Apparat wieder mit den Zählern gefüllt ist, schiebt der Träger des Apparates die Zahl 2 hinter die hinterste Platte des Apparates, so dafs die Zahl 4 = 400 m zum Vorschein kommen mufs; in gleicher Weise werden die Strecken 600, 800, 1000 u. s. w. bis 5000 m markirt.
Will man in einer Linie vorläufig die Messung unterbrechen, um eine andere Linie zu messen, so läfst man die Platten e in ihrer Reihenfolge bestehen und hängt den Haken/2 in den Messingring g unmittelbar an die Zahl, bis zu welcher man gemessen hat bezw. der letzte Zähler eingesteckt ist; hat man z. B. bis 340 m gemessen, so wird der Kasten c die Zahl 2 zeigen, die Scala die Zahl 14, mithin 2+14= 340; der Haken/'2 mufs daher bei r, 4 eingehängt werden (Fig. 2). Hierdurch werden die Zähler für eine kürzere einzuschiebende Linienmessung frei und der Apparat hält das Mafs fest, von welchem die erste Messung wieder zu beginnen hat.
Von dem Apparat kann in einem. solchen Falle nur die Zahlenscala d als Controle bei der zweiten Linienmessung gebraucht werden, während man sich, wie bisher üblich, die Zahlen 200, 400, 600 u. s. w. merken mufs: Hat dagegen auch der Vordermann am Mefsbande einen solchen Apparat, was sich schon aus dem Grunde, um die Zähler bequem aufzuheben, empfehlen würde, so kann dieser in Thätigkeit treten.
Ist eine Linie zu Ende gemessen, so mufs vor Beginn der Messung einer neuen Linie die Reihenfolge der Platten in dem kleinen Kasten c in der oben beschriebenen Weise wieder geordnet werden.
Das Messen mit einem ι ο m langen Bande ' geht in derselben Weise vor sich, vorausgesetzt, dafs die Zahlenscala die Nummern 1 bis 10 trägt und die Platten in der Reihenfolge ι bis 25 geordnet sind.
In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform des Apparates für die Messung mit zwei je 5 m langen Latten dargestellt, bei welcher die Zähler in Wegfall kommen.
Diese Construction besitzt einen Anzeiger oder Reiter k, der mit einer starken Feder k1 versehen und auf passende Weise geführt ist. Die Feder darf nur starkem Fingerdruck nachgeben und soll seitwärts verstellbar sein, um den Reiter wieder an den Anfang auf die Zahl 5 stellen zu können. Bei Beginn der Messung steht der Reiter auf 5m; bei Legung der zweiten Latte sind rom gemessen, dies markirt der Arbeiter in .dem Augenblick, wo er die zweite Latte hingelegt hat, durch einen seitlichen Fingerdruck auf den Reiter. Das Anschlagen der Feder k1 zeigt an, dafs der Anzeiger functionirt hat; mehrmaliges Anschlagen zeigt an, dafs der Zeiger zu weit geschoben wurde; dies soll aber durch die schwere Nachgiebigkeit einer starken Feder vermieden werden. Im Uebrigen ist die Construction und das Verfahren beim Messen ebenso, wie bei dem vorbeschriebenen Apparate; in Fig. 5 zeigt der Apparat beispielsweise eine gemessene Strecke von 135 m an.
Dafs man den Apparat zur Messung beliebig langer Strecken construiren kann, je
nachdem man den Kasten c zur Aufnahme einer gröfseren Anzahl Platten tiefer macht, ist leicht ersichtlich.
Durch die mechanische Wiedergabe und das Festhalten des Verlaufes der Messung, Verbunden mit der Anzeige gemessener Strecken, ermöglicht der Apparat jederzeit die Controle über die Richtigkeit der Messung. Indem er somit den Techniker von der beständig dem Zählen des Arbeiters zu widmenden Arbeit entlastet, erleichtert er dessen übrige geistige Thätigkeit und. unterstützt das Gedächtnifs des letzteren.
Mit früheren Apparaten hat der vorliegende nur das gemeinsam, dafs er ein geschützter Aufbewahrungsort für die Zähler ist, wodurch beim Springen, Bücken, Fallen u. s. w. Verletzungen vermieden werden, ferner dafs die Hände des Arbeiters für andere mit der Messung verbundene Arbeiten frei werden.

Claims (2)

Patent - Ansprüche.■
1. Ein Zählerbesteck für die Längenmessung mit dem Mefsbande, dadurch gekennzeichnet, dafs an demselben Zahlen (e) und Zahlenscalen (d) so angebracht sind, dafs die zurückgelegten Strecken jederzeit direct abgelesen werden können.
2. Eine Ausführungsform des unter i. bezeichneten Apparates, für Lattenmessung, bei welcher die Zähler in Wegfall kommen und eine oder mehrere Zahlenscalen (d) mit einem Reiter (k) angeordnet sind (Fig. 5 und 6).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT80336D Active DE80336C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE80336C true DE80336C (de)

Family

ID=352900

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT80336D Active DE80336C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE80336C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3246263C2 (de)
DE2252987A1 (de) Kassette zur aufnahme von musterroehren
DE1623278A1 (de) Koordinatenmessgeraet
DE80336C (de)
DE2445578A1 (de) Gabelmass fuer nutzholz
DE651581C (de) Messvorrichtung zum Aufnehmen von Innenmassen an Schuhwerk
DE598911C (de) Pruefgeraet fuer Briefmarken
DE1062016B (de) Laengenmessgeraet mit einem Gehaeuse und einem in diesem aufgewickelten und auf beiden Seiten mit einer Messteilung versehenen Metallband
DE100295C (de)
DE691850C (de) ei Jacquardmaschinen
DE511057C (de) Absteck- und Messgeraet
DE711452C (de) Vorrichtung zum Feststellen der Maskengroesse fuer Tiere, insbesondere Pferde
DE811812C (de) Geraet zum Aufnehmen, Zaehlen und Einfuellen von flachen Hartkoerpern, wie Muenzen, Tabletten u. dgl., in enge Behaelter
DE244749C (de)
DE2018979C3 (de) Vorrichtung zum Registrieren von Arbeitszeiten
AT69662B (de) Holzmeßlehre.
DE1052696B (de) Bandmass
EP1120284A2 (de) Zeitmessgerät
DE522518C (de) Vorrichtung zum Zaehlen und Stapeln von Muenzen oder Marken
DE194576C (de)
AT5871U1 (de) Konturen-messgerät
AT208611B (de) Längenmeßgerät
DE132144C (de)
DE32452C (de) Mefsrädchen
DE146475C (de)