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Hebel-Gewindemutter, insbesondere für Fahr- und Motorräder Die Erfindung
betrittt eine neue Hebel-Gewindemutter für alle Industriezweige, insbesondere für
Fahr- und Motorräder.
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Es sind Gewindemuttern für Fahr- und Motorräder, sog. 1-lebelmuttern,
bekannt, welche ohne ein zusätzliches Werkzeug, wie Sechskantschlüssel, Steckschlüssel
usw., kraftschlüssig mit den Radachsen verschraubt werden können. Man unterscheidet
doppelarmige und einarmige Hebelmuttern.
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Diese bekannten Hebelmuttern haben den Nachteil, daß die Hebelarme
nach dem Festschrauben, bedingt durch das Gewinde, in allen möglichen Richtungen
zu stehen kommen. Dieser Nachteil kann sich besonders für Fahrzeuge (Fahr- und Motorräder)
verhängnisvoll auswirken. Nehmen wir beispielsweise an, die einarmige Hebelmutter
dient zur Befestigung der Radachsen beim Fahrrad. Da kommt es vor, daß sämtliche
vier Hebelmuttern mit ihren einarmigen Hebeln in vier verschiedenen 1Zichtungen
nach dem Festschrauben stehen. Nicht nur, daß die vier verschiedenen Stellungen
der Hebelarme unschön wirken, sondern verhängnisvoll wird die Sache für den Radfahrer,
wenn die Hebelarme der Muttern mit ihren Enden in Fahrtrichtung zu sitzen kommen,
so daß dadurch ein regelrechter Aufhängehaken gebildet wird, womit man mit seinem
Fahrrad irgendwo einhängen oder hängenbleiben kann und durch Sturz unter Umständen
verletzt wird.
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Die vorstehenden Nachteile der bekannten Hebelinuttern werden durch
die neue Hebel-Gewindeinutter erfindungsgemäß beseitigt und darüber hinaus werden
weitere Vorteile erzielt.
Das Hauptmerkmal der Erfindung ist darin
zu sehen, daß die Hebel-Gewindemutter aus zwei Teilen besteht, der eigentlichen
Gewindebuchse und den Hebelarmen oder dem Hebelarm, und daß beide Teile mittels
einer Verzahnung, vorzugsweise Kerbverzahnung, kraftschlüssig miteinander verbunden
sind und durch einen Querstift oder eine Spannhülse gegen axiale Verschiebung gesichert
werden. Durch diese zweiteilige Kombination der llebel-Gewindemutter in Verbindung
mit der Kerbverzahnung kann der Hebelarm der Gewindemutter nach dem Festschrauben
durch Umstecken in jede gewünschte vorteilhafte und zweckmäßige Stellung gebracht
werden.
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Die Hebel-Gewindemutter gemäß der Erfindung gestattet, die Stellung
der hiebelarme nach dem Festschrauben in die jeweilig beste und zweckmäßigste Lagerichtung
einzustellen, so dah dadurch erhöhte Sicherheit bei Fahrzeugen geboten wird.
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Durch die Möglichkeit, bei Fahr- und Motorrädern die vier Hebel-Gewindemuttern
für die Radachsen in ein und die gleiche Stellung zu bringen, ist ein weiterer Vorteil
hinsichtlich des Aussehens erzielt.
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Die Verwendung der Hebel-Gewindemutter als Schraubenverband bei Maschinen
und anderen Bauteilen gestattet, den Hebelarm oder die 1-iel>elarnie der Gewindemutter
schon bei der Montage der Maschine so festzulegen, daß stets beim Lösen oder Festschrauben
der Hebel-Gewindemutter kürzeste Griff- und Spannzeiten erzielt werden.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Abb. i und 2 der Zeichnung veranschaulichen eine einarmige Hebel-Gewindemutter
für Radachsen für Fahrräder. Die Pfeilstellung - Fahrtrichtung - kennzeichnet die
vorteilhafteste Stellung der Hebel-Gewindemutter nach :'bb. i und 2 als Fahrradachsmutter.
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Abb. 3 und 4 stellen eine doppelarmige Hebel-Gewindemutter dar.
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Abb. i zeigt einen teilweisen Längsschnitt der Abb. 2.
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Abb.2 zeigt die Hebel-Gewindemutter in der Stirnansicht.
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Abb.3 zeigt die doppelarmige Hebel-Gewindemutter in der Seitenansicht
und Abb. 4 in der Stirnansicht.
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In Abb. i und 2 (einarmige Hebel-Gewindemutter) ist i die eigentliche
Gewindebuchse mit der ringförmigen Eindrehung 2. Der Außenzylinder der Gewindebuchse
i besitzt eine Kerbverzahnung 3. Auswechselbar auf der Kerbverzahnung 3 der Gewindebuchse
i sitzt mit einer entsprechenden Innenc-erzahnung 4 die Hebelarmbuchse 5 mit ihrem
Ilebelarin 6. Ein Stift oder eine Spannhülse 7, die einerseits in die ringförmige
Eindrehung 2 der Gewindebuchse i eingreifen, andererseits fest in der llebelarnibuchse
5 sitzen, sichert beide Buchsen i und 5 gegen axiale Verschiebung.
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In Abb. 3 und 4 (doppelarmige Hebel-Gewindemutter) ist i wiederum
die Gewindebuchse mit der ringförmigen Eindrehung 2 und Kerbverzahnung 3. Gleichfalls
auswechselbar mit der Innenverzahnung 4 sitzt auf der Kerbverzahnung 3 der Gewindebuchse
i die Doppelarmbuchse 8 finit ihren zwei Hebelarmen g. Ein quer zur Gewindeachse
sitzender Stift oder eine Spannhülse 7 sichert beide Buchsen i und 8 gegen axiale
Verschiebung.
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Die Wirkungsweise bzw. Handhabung der neuen Hebel-Gewindemutter gemäß
der Erfindung ist kurz folgende: Die Hebel-Gewindemutter (Abb. i und 2) wird auf
die Radachse eines Fahrrades ohne Zuhilfenahme eines Schlüssels mittels des Hebelarms
6 taufgeschraubt. Sitzt der Hebelarm 6 nicht in der gewünschten und zweckmäßigsten
Stellung, dann wird der Stift oder die Spannhülse 7 aus der Hebelarmbuchse 5 entfernt
und die Hebelarmbuchse 5 mit Hebelarm 6 von der Gewindebuchse i abgezogen. Nunmehr
wird die gewünschte Stellung des Hebelarms 6 eingenommen und dann die Hebelarmbuchse
5 in Verbindung mit der Kerbverzahnung 3, 4 auf die Gewindebuchse i aufgesteckt
und durch den Stift oder die Spannhülse 7 gesichert. Diese Einstellung der Hebel-Gewindemutter
braucht selbstverständlich nur einmal ausgeführt zu werden, und nach der endgültigen
Einstellung wird die Hebel-Gewindemutter beim Festschrauben immer dieselbe Lage
einnehmen.