DE78C - Glas-Verkittmaschine - Google Patents
Glas-VerkittmaschineInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C17/00—Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces
- B05C17/005—Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces for discharging material from a reservoir or container located in or on the hand tool through an outlet orifice by pressure without using surface contacting members like pads or brushes
- B05C17/01—Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces for discharging material from a reservoir or container located in or on the hand tool through an outlet orifice by pressure without using surface contacting members like pads or brushes with manually mechanically or electrically actuated piston or the like
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- B05C17/0133—Nut and bolt advancing mechanism, e.g. threaded piston rods
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Description
1877.
KIasse 32.
CARL BENDER in SONNENBERG. Glasverkittungsmaschine.
Pateiitirt im Deutschen Reiche vom io. Juli 1877 ab.
Die beigefügte Zeichnung veranschaulicht die Glasverkittungs-Maschine,. welche bereits mit
bestem Erfolge zum Verkitten der Fenster, insbesondere von Gewächshäusern verwendet worden
ist.
Dieselbe ist aus Eisen construirt und zwar so, dafs die einzelnen Maschinentheile ein höchst
geringes Gewicht haben.
In dem zur Aufnahme des Kittes bestimmten Cylinder α bewegt sich je nach Belieben der
Kolben c auf der Schraube b. Ist der Raum oberhalb des Kolbens mit Kitt gefüllt, so wird
derselbe durch das Vorwärtsdrehen nach dem Trichter d geprefst und kommt an der Mündung e
in einer seilartigen Gestalt so lange zum Vorschein als die Schraube b in derselben Bewegung
bleibt und Kitt in dem Cylinder' vorhanden ist. In dieser Weise läfst sich z. B. bei Gewächshäusern
auf äufserst schnelle und sehr reinliche Weise die Kittunterlage herstellen. Der gröfsere
Vortheil liegt nun darin, dafs bei Aufsetzung der Spitze f die Maschine so in den Kittfalz gehalten
werden kann, dafs bei der Rückwärtsbewegung der Maschine und der Vorwärtsbewegung der
Schraube dieselbe den nach dem Verglasen erforderlichen Kitt einlegt, zugleich richtig abstreift
und glättet. Es wird dadurch ein Anfassen des Kittes mit der Hand vollständig überflüssig.
.
Der obere, trichterförmige Theil der Maschine bewegt sich, um das Einlegen des Kittes zu ermöglichen,
in dem Charniere h und wird mit dem Riegel g verschlossen.
In dem Kolben c befinden sich bei der Schraube zwei kleine runde Oeffnungen p, welche das Einlassen
von OeI in die Führung nach Bedürfnifs ermöglichen; aufserdem kann zur Entfernung der
Mutterschraube i und hiermit zum Auseinanderlegen der Maschine die Messingdeckscheibe K
abgenommen werden.
Der Grundrifs A zeigt, die innere Ansicht des
Cylinderbodens, der Grundrjfs B dagegen die innere Ansicht des Kolbens.
Bei nur geringer Uebung läfst sich mit der Maschine, indem dieselbe mit der linken Hand
gehalten und rückwärts bewegt wird, sehr leicht arbeiten und es wird dabei eine aufserordentliche
Zeitersparnifs im Verhältnifs zu der bisherigen Verkittweise erzielt.
In Bezug auf die Handhabung der Maschine macht der Erfinder noch folgende Bemerkungen:
Bevor man mit dem Verkitten beginnt, mufs der Kitt recht zart und weich verarbeitet sein,
was in der Maschine besser erreicht wird, als mit der Hand. In Folge dessen setzt sich der
Kitt viel fester in den Falz an und die Haltbarkeit wird vermehrt. Bei dem Handverkitten kann
der Kitt niemals so weich verarbeitet gebraucht werden, weshalb hierbei keine so gute Verbindung
möglich ist. Die Weichheit hängt von der Menge OeI ab, welche dem Kitt hinzugesetzt
wird. .
Der weichere öligere Kitt vermag den Einflüssen der Witterung gröfseren Widerstand zu
leisten. Mittelst der Maschine kann man sehr leicht das Glas in eine Unterlage von Kitt
legen, was sich nicht allein für Treibhäuser sondern für alle Fensterverglasungen empfiehlt,
denn dadurch erhält die Scheibe in dem Falz einen hermetischen Verschlufs, welcher das an
den Fenstern abfliefsende Wasser nicht in den Kitt eindringen läfst, wodurch dem Loslösen
desselben, sowie dem Faulen der Rahmen vorgebeugt wird. Die Scheiben zerbrechen auch
nicht so leicht beim Verglasen, wenn vorher eine Kitt-Unterlage in den Falz gebrächt wird.
Ist nun der Kitt nach der angedeuteten Weise zubereitet, so füllt man mit demselben die Maschine
und setzt ein entsprechendes Streichmesser an. Sollte die Maschine einige Zeit vorher
nicht gebraucht worden sein, so wird es sich empfehlen, vorher Kolben und Schraube mit
einer Mischung von Maschinen- und Erdöl zu bestreichen. Bei der Arbeit wird die Maschine
so angehalten, dafs das Streichmesser geschlossen im Falz läuft. Hierbei ist zu beobachten, dafs
beim Verkitten die Maschine anhaltend gedreht werden mufs, was anfänglich zwar etwas langsam
geht, aber nach einiger Uebung dem Arbeiter bald sehr geläufig wird. Hierauf wird das Glas
an den Kitt angelegt und nun folgt das Glasverkitten, wobei das Verfahren dasselbe ist, wie
beim Einlegen. Beim Fensterscheiben-Verkitten mufs die Maschine im Falz von Ecke zu Ecke
abgesetzt werden, um eine saubere Ecke zu er-
zielen; auch mufs am Ende 'eines jeden Falzes
die Schraube etwas zurückgedreht werden, womit sich zu gleicher Zeit auch der Kitt etwas zurückzieht.
Dadurch kann in dem neuen Falz wieder ein besserer Anfang gemacht werden.
Das Schlufsverkitten wird nur bei Treibhäusern angewendet, wobei die Scheiben übereinander
gelegt werden. Hierbei mufs die Maschine so gehalten werden, dafs das Kittmesser flach über
die Glasfläche läuft; dann wird der Kitt so gleichförmig aufgelegt werden, wie es von der
Hand nicht leicht möglich ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE78T | 1877-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78C true DE78C (de) | 1877-12-31 |
Family
ID=280057
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE78DA Expired DE78C (de) | 1877-07-10 | 1877-07-10 | Glas-Verkittmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78C (de) |
-
1877
- 1877-07-10 DE DE78DA patent/DE78C/de not_active Expired
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